Archiv für Mai 2009

Auswertung Nachttanzdemo

NTD

Gestern Abend fand die Nachttanzdemo des Libertären Netzwerk Dresden und des darin integrierten AK Freiraum statt.

Bereits um 21.30h waren mehrere hundert Menschen am Albertplatz, begannen zu tanzen, lasen Flyer, hörten einen Redebeitrag und freuten sich auf die bevorstehende Demonstration.

Gegen 22.30h ging es dann los. Zwei Wagen mit unterschiedlichen Soundsystemen sorgten für Musik und mensch zog mit mittlerweile über 500 Teilnehmer_innen laut und bunt zur Augustusbrücke, dann weiter Richtung Terrassenufer (Altstadt) und dann wieder zurück zum Albertplatz, wo gegen 0.30h nach einem weiteren Redebeitrag die Veranstaltung für beendet erklärt wurde.

Die Polizei war im Gegensatz zu der Demo sehr gereizt und stresste pausenlos (gerade hinter dem zweiten Wagen) wegen Glasflaschen und nicht Einhalten des genehmigten Weges auf nur einem Fahrbahnstreifen, auch urinieren in dunklen Ecken, Kreide malen, auf dem Bürger_innensteig gehen und Hunde schienen ihnen ein Dorn im Auge zu sein und sorgten für mehrere Diskussionen, Ausweiskontrollen und Rumschubsereien. Auch Nazis, die an am Terassenufer beschlossen hatten, ihre Flaschen möglichst schnell loszuwerden und sie auf die Demoteilnehmer_innen warfen, gehörten zu den wenigen negativen Seiten am Rande der Veranstaltung. Nach wiederholten Aufforderungen die Nazis zu entfernen, wurden sie von der Polizei (welche zur Eigensicherung erstmal Helme aufsetzte) abgeführt und Gerüchten nach kümmerten sich im Anschluss noch engagierte Antifaschist_innen um die Gestalten. Inwiefern es durch Flaschenwürfe zu Verletzungen kam ist uns leider nicht bekannt.

Im Zusammenhang mit negativen Aspekten der Veranstaltung möchten wir uns auch von der HipHop Crew „Stupidozid“ und ihren sexistischen Äußerungen distanzieren. Sie waren im Programm nicht vorgesehen, sondern traten spontan am Ende der Demo auf und es wurde von unserer Seite aus falsch und zu langsam gehandelt. Wir würden es begrüßen wenn sie sich in Zukunft nicht nur plump gegen Nazis aussprechen , sondern ihre sonstigen Texte und generellen Aussagen ein wenig mehr überdenken würden.

Unterm Strich werten wir die Demo jedoch als großen Erfolg. Es war eine kurze Mobilisierungszeit von etwa einer Woche und dazu kamen Veranstaltungen in Berlin und Chemnitz am selbigen Tag. Wir hoffen natürlich auch zu allen weiteren Veranstaltungen eine ähnliche Resonanz zu bekommen.

Vielen Dank an Alle die da waren!

Im Anhang findet ihr die Redebeiträge und den Flyer der auf der Demo verteilt wurde. Außerdem würden wir euch bitten das ihr euch meldet, falls ihr verletzt wurdet oder Konflikte mit der Polizei im Zuge der Demonstration hattet. Die Kontaktemail findet ihr unter:

anarchiadd@riseup.net

Eröffnungsredebeitrag

Gute Nacht Leute,
Wir feiern heute zusammen und haben eine weite Tanzfläche vor uns. Gemeinsam werden wir uns trauen den Elbstrom zu überqueren und einen Bogen durch die exquisite, barocke Altstadt tanzen, bevor wir hoffentlich glücklich, enthusiastisch und voller Tatendrang hierher zurückkehren.
Mit dem Feiern liegen wir ausnahmsweise sogar voll im Trend. Mensch feiert, bejubeltBundesrepublik, Grundgesetz, hope and change, Konjunkturpakete, die Schlacht vom Teuteburger Wald, die Menschenrechte, 25% bei Praktiker (außer auf Artikel mit Stecker) und weiß der Geier
was sonst… 2009 ist das Jahr der rauschenden Feste Jubiläen und Wahlen.

Auch wir wollen feiern, wollen tanzen auf unseren Straßen und Plätzen, wollen frei leben, wollen die Freiheit genießen. Aber wisst ihr was: Für uns gemeinsam gibt es keinen Grund zu feiern. Wir sollten uns heute lieber betrinken, was der öffentlichen Sicherheit zu Liebe jedoch auf der Demo verboten ist.

Warum will ich hier den Spaß verderben? Ich will es nicht, aber Vergessen – das will ich auch nicht. Ich fange mal im kleinen an:

Ein Bekannter sitzt sechs Monate in Frankreich in Haft. Er wurde nach dem NATO Gipfel, bei dem Protest kaum möglich war und auf dem sich das Militärbündnis als Zitat „größte Friedensbewegung„ der Geschichte feierte, in einem politischen Schnellverfahren verurteilt. Free Hans! Schreibt ihm und den anderen Gefangenen doch mal. Sie hätten heute sicher gerne mit getanzt!

Einem Freund von mir wurde Mittwoch die Wohnung durchsucht. Sie verdächtigen ihn die Bundeswehrkaserne abgefackelt zu haben. Frei nach dem Prinzip: „Holt mir die üblichen Verdächtigen!“

Aber schauen wir endlich auf Dinge, die uns alle angehen: Im Juni sind Stadtratswahlen und von allen Laternenmasten grinst uns die Dresdner Politprominenz entgegen. Stadtplanungs- und soziale Kompetenzen stehen hoch im Kurs. Natürlich schwärmen alle für Kitas und hassen „Steinwüsten“. Was das heißt wissen wir in der Neustadt und den umliegenden Vierteln sehr genau: Da dient eine Kita schon mal als Vorwand um eine BürgerInnenwiese mit Parkhaus und Nettomarkt zu zu betonieren. Da wird aus der Alaunstraße die „Neue Prager Landstraße“. Da wird Videoüberwacht, ob legal wie auf der Alaunstraße oder illegal und versteckt wie auf der Kamenzer. Europäische Finanzhilfen werden benutzt um Infrastruktur und Eigentumswohnungen in der Leipziger Vorstadt zu errichten. Die Neustadt war anders! Jetzt verlieren wir das Viertel Stück um Stück an die zahlungskräftigsten Investoren. Neustadt, Saufstadt statt Kulturstadt – aber natürlich bitte nicht auf der Straße.

Wenig zu feiern gibt’s zur Zeit in Dresden, Sachsen, der BRD, in Europa und auf der Welt. Eine Wirtschaftskrise, bei der nur einfällt mehr Staat zu fordern, aber nichts wesentliches angezweifelt werden soll, bei der Mal kurz gegen Finanzhaie gehetzt wird um dann zur ewigen Tagesordnung
überzugehen. Wo es sonst nichts zu feiern gibt, feiert die Gesellschaft sich eben selbst. Der Mythos vom friedlichen, fortschrittlichen Deutschland wird hoch gehalten und in diesem Zuge nun 60 Jahre Grundgesetz gefeiert. Wir dürfen zusammen mit jenen unsere Bürgerrechte bejubeln, die sie
gleichzeitig unterhöhlen. Das Grundgesetz sah ursprünglich kein Militär vor und keine Auslandseinsätze, es sah keine akustische Raumüberwachung vor, es gewährte einst ein Asylrecht.

Bald wird auch die Zensurfreiheit Vergangenheit sein. Was sollen wir mit Grundrechten, die im zweiten Satz wieder revidiert werden. Und diese verbliebenen Grundrechte, was scheren sie die Exekutivorgane dieses Staates? Jeder der sich mit der sozialen Sicherung, dem Gesundheitssystem,
den Ausländerbehörden oder der Polizei abzugeben hat, weiß das Theorie und Praxis im Land weit auseinander liegen. Die Würde des Menschen ist doch antastbar! Und wer sich umsieht und die wahren Demokraten sucht, die Menschen die hinter freiheitlichen Werten stehen, der findet meist überall bloß Profiteure dieses Systems oder solche, die sich dafür halten.

Trotz allem lassen wir uns den Spaß nicht nehmen, lassen uns nicht spalten und halten mit unseren Soundsystems Kurs gegen den Einheitsbrei und die Lügen. Auch wir wählen dieses Jahr. Wir wählen unsere Freiräume selber und lassen uns dort nicht vertreiben. Wir nehmen uns den Raum für unsere Partys und leben hierarchiefrei und respektvoll miteinander. In dieser Gesellschaft voller Leistungsdruck brauchen wir alle Freiräume um uns nicht zu verkaufen! Wir alle brauchen Freiräume um für einander da zu sein!

Mit ihrer Maschinerie vertrieben sie uns fast überall wie zuletzt auch in Erfurt. Aber der Kampf geht weiter! Ein Kampf gegen Strukturen, die Menschen unterwerfen. Wir stehen an der Seite all jener, die sich frei Entwickeln wollen und einen Ausweg suchen. Unsere Stimmen werden nicht
verstummen!

Freiräume werden erkämpft und nicht erbettelt.

Abschlussredebeitrag – Latte Macchiato für Alle!

Nicht erst seit heute wird die Forderung nach mehr Freiraum und unkommerzieller Kultur artikuliert. Bereits in der Vergangenheit gab es in Dresden diverse Aktionen zu diesem Thema, wie z. B. die Besetzung der Brachfläche Kamenzer Straße oder aber auch die Hausbesetzung auf der Hechtstraße 7 im März diesen Jahres. Zudem folgten noch andere Hausbesetzungen, Demos, Informationsveranstaltungen, Freiraumkino auf dem Neumarkt und diverse Kleinaktionen. Auch die heutige Demo steht unter dem Motto: „Mehr alternative Freiräume schaffen!“

Doch was ist damit gemeint? Was fordern wir genau?

Um das Konzept von sogenannten Freiräumen zu verstehen, ist eine tief greifende und umfassende Kritik an den herrschenden Zuständen notwendig. Diese werden wir heute allerdings nur kurz anschneiden können.
In Bezug auf Freiräume ist es wichtig, dass diese innerhalb der Kritik und der Suche nach Alternativen zum Status quo „nur“ Inseln darstellen können. Diese Inseln, sind jedoch wichtig um ansatzweise im solidarischen Miteinander leben und uns selbst und unsere Ideen immer wieder neu ausprobieren zu können. Dabei wird deutlich, dass sie trotzdem immer ein Teil des Systems selbst bleiben, da es derzeit noch nicht möglich ist, vollkommen unabhängig von bestehenden Strukturen und Normen zu leben. Somit ist ein solcher Freiraum nicht unser endgültiges Ziel, sondern nur ein Schritt auf dem langen Weg zu einer emanzipatorischen Gesellschaft.

Wir leben hier innerhalb der bestehenden Zustände, bezahlen Miete , gehen Shoppen, lohnarbeiten, leben vom Überfluss der Produktion und bilden damit eine Grundlage des Systems. Wir lassen uns ausbeuten und beuten tagtäglich selber aus, dabei werden wir alle auf Humankapital reduziert.

Somit ist dieses System keine Weltverschwörung einiger Weniger sondern funktioniert, weil wir es funktionieren lassen.
Wir können und wollen uns mit diesen unerträglichen Zuständen nicht mehr abfinden und versuchen deshalb immer mehr Alternativen zu schaffen, weiterzuentwickeln und Menschen die Möglichkeit zu geben, möglichst selbstbestimmt leben zu können.
Da die Herrschaftsstrukturen weder freiwillig ihre Macht abgeben werden, noch einfach aus unseren Denkmustern verschwinden, ist es immer wieder wichtig zu verdeutlichen, dass es etwas Anderes und unserer Meinung nach Besseres als diese Ideologie des herrschen und beherrscht werden gibt.

Sogenannte alternative Freiräume, in Form von selbstorganisierten Straßenfesten, Wohnprojekten, besetzen Häuser, Freepartys, Selbsthilfe Werkstätten, Umsonstläden, Nachbarschaftshilfe oder ähnliche möglichst unkommerzielle Projekte, können die Basis für die Infragestellung des derzeitigen insbesondere kapitalistischen Normalzustandes sein. Wir erträumen, brauchen, fordern und erkämpfen uns immer mehr solcher Freiräume; doch die Realität macht es uns immer schwerer. Besetze Flächen und Häuser werden brutal geräumt.

Stadtviertel, wie die als alternativ bezeichnete Neustadt, werden zu Kamera überwachten Wochenendpartymeilen umfunktioniert, in denen das nicht perfekt in ein sauberes Stadtbild passende Leben kriminalisiert wird. Dabei stellt das Kaufen von alkoholischen Getränken in Spätshops am Wochenende schon eine potenzielle Straftat dar und erhöhte Polizeipräsenz soll für Ruhe und Ordnung sorgen.
Diese Stadtumstrukturierung und sogenannte Aufwertung von Stadtvierteln ist kein Zufall und erst recht kein neuartiges unerklärbares Phänomen.

In kapitalistischen Raumnutzungskonzepten geht es darum, möglichst viel Kapital zu erwirtschaften, egal wer darunter leiden muss oder davon profitiert. Sogenannte Latte Macchiato schlürfende Yuppies mit dicken Autos sind eine Auswirkung dieser Konzepte, jedoch nicht die Ursache oder das eigentliche Problem. Sie sind ein Teil des Ganzen wie wir auch. Somit kann die blinde Skandalisierung der Auswirkungen nicht unser Ziel sein, zumal dieses unreflektierte Betrachten der Verhältnisse genügend Anknüpfungspunkte an neonazistisches und antisemitisches Verschwörungsdenken bietet.

Unsere Forderungen nach einem solidarischen Leben miteinander, die Schaffung von dauerhaften selbstverwalteten und unkommerziellen Räumen bleibt bestehen. Hier und heute wollen wir mit euch durch diese Nachttanzdemo auf unsere Forderungen aufmerksam machen und mit euch gemeinsam feiern.

Raven gegen die Gesamtscheisze!!!

Flyer – Freiräume ertanzen, Herrschaft abschütteln.

Falls du dich gerade wunderst, was die Musik, die Transparente und die Polizei, die an dir vorbeiziehen, eigentlich bedeuten sollen… Wir tanzen heute für alternative Freiräume, was wir darunter verstehen, soll an dieser Stelle kurz verdeutlicht werden.

Was ist bisher passiert?

Nach einer Flächenbesetzung auf der Kamenzer Straße und mehreren heimlichen und öffentlichen Hausbesetzungen in den letzten zwei Jahren kam es im März diesen Jahres zu einer weiteren Hausbesetzung im Hechtviertel. Die friedliche und bunte Einzugsfeier wurde jedoch noch in der selben Nacht mittels Hubschraubereinsatz, prügelnden Polizeibeamt_innen und Hunden brutal geräumt (4 Verletzte). Es folgten mehrere Demonstrationen, weitere Hausbesetzungen, ein Freiraumkino und vieles mehr. Auch unkommerzielle Partys in verlassenen Industrieanlagen werden seit Jahren von der Polizei aufgelöst und kriminalisiert. Doch was ist der Grund für die Aktionen?

Die Verhältnisse…

Das System von Kapitalismus und Demokratie scheint zu funktionieren. Dazu muss es jedoch Verlierer_innen und ständiges Wachstum geben. Der Gewinn der Einen kann immer nur zu Lasten von Anderen erzielt werden. Wir alle haben diese Philosophie verinnerlicht – wir alle wollen in irgendeiner Weise den Ton angeben, wollen besitzen und unseren sozialen Rang erhöhen, wir alle haben, mal mehr mal weniger, Existenzängste und Konkurrenzdenken. Überall, egal ob in den Medien, in der Schule, Ausbildung, Arbeit oder Daheim werden uns immer wieder dieselben (ungeschrieben) Gesetze eingehämmert und überall hören wir „Das war schon immer so!“ und „Da können wir eh nichts ändern!“

…zerreißen wie einen misslungenen Schnappschuss!

Es gibt jedoch auch Menschen, die keine Lust haben sich an dem ekelhaften System aus Machtausübung und Gehorsam, am ständigen Gegeneinander zu beteiligen. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein produktives Zusammenleben auch miteinander und ohne Staaten, Chef_innen und Anführer_innen funktioneren kann. Was wir wollen, ist die Gesellschaft freier, wärmer und lebenswerter zu gestalten. Es geht darum die Freiheit der Anderen so zu achten und zu schätzen wie die eigene. Diese Lebensentwürfe umzusetzen ist jedoch schwer, da sie im Gegensatz zu den derzeitigen Verhältnissen stehen. Aus diesem Grund kämpfen wir um Räume, in denen wir uns selbst organisieren können.

Wir wollen, dass die Bewohner_innen eines Hauses zusammen und gleichberechtigt ihren Lebensraum gestalten. Jedoch geht es nicht nur um Wohnraum, sondern auch um kostenlose Projekt- und Arbeitsräume. Wir wollen der kapitalistischen Logik Orte abringen um uns selbst zu entwickeln und anderen Menschen Emanzipation (er)lebbar machen.

Es liegt in der Logik eines kapitalistischen Systems, dass auf die Interessen von ’strukturschwachen‘ Bevölkerungsteilen keine Rücksicht genommen werden kann, da sie nicht soviel Profit versprechen. Uns ist bewusst, dass es wichtig ist, dieses System in seiner Gesamtheit anzugreifen und nicht nur dessen Symptome. Unsere Feinde sind nicht die Menschen, die versuchen im Kapitalismus zurecht zu kommen, sondern der Kapitalismus selbst. Aus diesem Grund wollen wir Menschen ein anderes Leben zeigen und zum Ausbrechen bewegen. Ein organisiertes Zusammenleben auch ohne Geld, Herrschaft und ständige Konkurrenz ist möglich.

Die derzeitigen Herrschaftsverhältnisse sind nicht das Bestmögliche, die Spitze der gesellschaftlichen Entwicklung oder das Ende der Geschichte – darüber hinaus ist ein selbstbestimmtes, freies Leben und eine Organisierung von unten möglich.

Was geht dich das an?

Wir könnten hier nur mutmaßen inwieweit du von dem System aus gegenseitiger Herrschaft, Konkurrenz und Kommerzialisierung unserer
Bedürfnisse und zwischenmenschlichen Beziehungen betroffen bist. Vielleicht hast du ja auch Lust auf ein anderes Leben, willst vielleicht auch mit den Menschen auf Augenhöhe sein, die die Regeln des Zusammenlebens festlegen. Eventuell würdest du auch gern dein Haus gemeinsam mit netten Leuten gestalten, statt dich nach Feierabend anonym in eine viel zu teure Wohnung zurückzuziehen. Mag auch sein du hast über dein Verhältnis zur Arbeit, zum Wohnen und zu Menschen die dir sagen was du tun und lassen sollst auch noch nie nachgedacht, dann ist dies vielleicht ein Anstoß damit zu beginnen.

Veränderung starten!

Du hast Lust die hier beschriebenen Ideen zu unterstützen? Dann schließ dich doch erstmal unserer Nachttanzdemo an! Unser Kampf um Freiräume und eine bessere Welt geht natürlich auch nach dem heutigen Abend weiter. Informier dich über Freiräume, Herrschaftsfreiheit und andere Lebenskonzepte – komm auf die nächsten Aktionen oder such dir ein paar Freund_innen und organisier selber welche!

Nachttanzdemo: Distanzierung

In der Morgenpost vom 23.05. ist ein Artikel aufgetaucht, in dem behauptet wird, die heutige Nachttanzdemo wäre eine Veranstaltung der Partei „Die Linke“. Daraufhin gab es berechtigte Kritik von vielen Anarchist_innen. Dazu hier eine Richtigstellungen der Organisator_innen:

„Wir distanzieren uns hiermit von jeglicher Parteiwerbung. Es stimmt, dass Julia Bonk (eine Parlamentarierin) diese Demo angemeldet hat, aber es wurde alles von uns, dem AK Freiraum, organisiert. Wir wollen eine Gesellschaft ohne Hierarchien und Sachzwänge. Wir sind der Meinung das der Parlamentarismus und die damit verbundenen Reformen keinen Weg darstellen eine Gesellschaft ohne Herrschaft zu erreichen.

AK Freiraum, Libertäres Netzwerk Dresden“

Nachttanzdemo am 23. Mai!

*Ankündigung
plakki
Nächsten Samstag den 23. Mai wird eine Nachttanzdemo durch die Dresdner Innenstadt stattfinden. Mit lauter, tanzbarer Musik und feierwilligen Menschen soll auf die Forderung nach mehr alternativen Freiräumen und Subkultur aufmerksam gemacht werden…
sound
!THE ONLY GOOD SYSTEM IS A SOUNDSYSTEM!

„8. Mai HANS frei! Nieder mit der Polizei

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Diesen Samstag den 08.05. wird im U-Boot Dresden (Bautznerstr. 75 Hinterhof) eine Soliparty für die bei den Nato Gegenprotesten in Strasburg inhaftierten Menschen stattfinden. Unser Freund Hans sitzt noch immer im französischen Knast, da er nach einem Schnellverfahren ohne jegliche Beweise zu 6 Monaten Haft verurteilt wurde. Ihm wird das Mitführen einer Eisenstange und ein schwarzes T-Shirt, welches ihn angeblich als „BackBloc“ „Mitglied“ identifizieren soll, zur Last gelegt. Gegen das willkürliche Exempelurteil ist bereits ein Revisionsverfahren eingeleitet worden. Neben Hans sitzen auch noch andere Aktivisten aus Deutschland und Frankreich im französischen Knast. Sie wurden teilweise ebenso in Schnellverfahren zu hohen Haftstrafen abgeurteilt und benötigen unser aller Solidarität! Um die laufenden Kosten der Gefangenen zu bezahlen, was beispielsweise die Gerichts- und Anwaltskosten, Miete oder auch Geld für Dinge die im Knast benötigt werden, findet also am Freitag eine Soliparty statt. Das eingenomme Geld für allen Gefangenen zur Verfügung gestellt und je nach Bedürfnissen der Gefangenen aufgeteilt werden. Um auf dem Laufenden zu bleiben informiert euch auch über breakout.blogsport.de

Kommt zahlreich und feiert mit uns und den Dj’s…

Hexagen // Protek//D‘n'B
Pilsnar // Dubstep
Miasma // MK-Ultra//Breakbeat

Solidarität mit den Gefangenen von Strasburg!
hans

1. mai – nazifrei?

\"heuschreckenkapitalismus\"
Einmal mehr ist die weltrevolution am 1. mai gescheitert. und zu allem überfluss dackelten dann auch noch 200 nazis durch die innenstadt. dank geringfügiger mobilisierung und weitreichendem desinteresse (nach dem motto „die antifa“ überlegt sich schon nen generalplan) gab es auch keine gegendemo, sondern es wurde angesichts der lage zu dezentralen kreativen aktionen aufgerufen. trotz relativ vielen leuten an und um die nazidemo der npd gegen „heuschreckenkapitalismus“ ging nicht all zu viel. ein paar wenige zaghafte versuche einer sitzblockade wurde von gut gepanzerten riotcops unverzüglich und gewohnt brutal geräumt. so wurden die rechten „antikapitalist_innen“ also durchweg von etlichen antifas parolenrufend begleitet. das übliche katz und maus spiel, was in einigen doch sehr amüsanten verfolgungsjagdten zwischen kleingruppen im großen garten oder anliegenden wohnvierteln ausgetragen wurde brachte zwar jede menge konditionstraining und durchgeschwitze t-shirts aber leider keine erfolgreiche blockade oder ähnliches zu stande. die herzzerreissend emotionale musik, welche aus dem npd lauti erklang brachte dann aber doch wieder etwas gute stimmung und die hilfsbereite und koorperative polizei war auch stets zur stelle um für ordnung, sicherheit und die korrekte wegwahl von antifaschist_innen zu sorgen.
warum ist diese scheiß stadt eigentlich so unglaublich geil auf naziaufmärsche? parteien essen lieber bratwürste auf dem schlossplatz, weitab von den „extremist_innen“. die polizei sichert mit etlichen hundertschaften die komplette innenstadt ab und legitimer protest wirde mal wieder erschwert und kriminalisiert wo es nur geht. in anderen städten wird mit meißt symbolischen bürger_innen aktionen oder nazidemo verboten wenigstens versucht das saubere stadtimage zu wahren. nicht, dass das etwas an vorhandenen naziproblemen ändern würde, aber immerhin muss mensch dann nicht diese nazifratzen in geballter form ertragen und kann am 1. mai in ruhe weltrevolution spielen…
Müll
das mit dem müll rausbringen üben wir nochmal