1. mai – nazifrei?

\"heuschreckenkapitalismus\"
Einmal mehr ist die weltrevolution am 1. mai gescheitert. und zu allem überfluss dackelten dann auch noch 200 nazis durch die innenstadt. dank geringfügiger mobilisierung und weitreichendem desinteresse (nach dem motto „die antifa“ überlegt sich schon nen generalplan) gab es auch keine gegendemo, sondern es wurde angesichts der lage zu dezentralen kreativen aktionen aufgerufen. trotz relativ vielen leuten an und um die nazidemo der npd gegen „heuschreckenkapitalismus“ ging nicht all zu viel. ein paar wenige zaghafte versuche einer sitzblockade wurde von gut gepanzerten riotcops unverzüglich und gewohnt brutal geräumt. so wurden die rechten „antikapitalist_innen“ also durchweg von etlichen antifas parolenrufend begleitet. das übliche katz und maus spiel, was in einigen doch sehr amüsanten verfolgungsjagdten zwischen kleingruppen im großen garten oder anliegenden wohnvierteln ausgetragen wurde brachte zwar jede menge konditionstraining und durchgeschwitze t-shirts aber leider keine erfolgreiche blockade oder ähnliches zu stande. die herzzerreissend emotionale musik, welche aus dem npd lauti erklang brachte dann aber doch wieder etwas gute stimmung und die hilfsbereite und koorperative polizei war auch stets zur stelle um für ordnung, sicherheit und die korrekte wegwahl von antifaschist_innen zu sorgen.
warum ist diese scheiß stadt eigentlich so unglaublich geil auf naziaufmärsche? parteien essen lieber bratwürste auf dem schlossplatz, weitab von den „extremist_innen“. die polizei sichert mit etlichen hundertschaften die komplette innenstadt ab und legitimer protest wirde mal wieder erschwert und kriminalisiert wo es nur geht. in anderen städten wird mit meißt symbolischen bürger_innen aktionen oder nazidemo verboten wenigstens versucht das saubere stadtimage zu wahren. nicht, dass das etwas an vorhandenen naziproblemen ändern würde, aber immerhin muss mensch dann nicht diese nazifratzen in geballter form ertragen und kann am 1. mai in ruhe weltrevolution spielen…
Müll
das mit dem müll rausbringen üben wir nochmal


40 Antworten auf „1. mai – nazifrei?“


  1. 1 Natalie 02. Mai 2009 um 3:30 Uhr

    Der Tag ist gerettet! Dank No pasarán-Infostand. ((this comment is mainly referring to the article on http://de.indymedia.org/2009/05/248883.shtml ))

    300 Nazis in Freiberg. 200 Nazis in Dresden. Ein finsterer Tag im finsteren Sachsen. Nicht ganz! Denn zur rechten NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) – bzw. dagegen – gesellte sich sozusagen die linke NPD (No Pasarán Dresden), um den Heuschrecken-Kapitalismus-VerächterInnen die geballte Faust der Arbeiterklasse entgegen zu schmettern. Gemeinsam mit DGB und Co. Das ist ein Grund zum feiern: diesen großartigen Tag, die Zivilgesellschaft, den heutigen Sieg, die Arbeit an sich und v.a. sich selbst. Und was uns Leser_innen des glorreichen Artikels mit großer Freude erfüllt: Es konnten die guten „Kontakte gepflegt“ werden. Sehen und gesehen werden war am Schlossplatz das Motto der Polit-Bratwurt/Infostände. Für die richtige Einheitsfront. Auch wenn wir anderen Indymedia-Artikeln Glauben schenken, steht das revolutionäre Subjekt anscheinend schon kurz vorm Sieg. Die antifaschistischen Massen haben am Kampftag der Arbeiterklasse wieder einmal ihre Tatkraft unter Beweis gestellt. Gegen Krise und Kapital. Schon scheiße mit der Krise, das. Wer kennt sie nicht, die Menschen, die von ihr betroffen sind. Ich kenne welche. Jetzt muss meine Mutter wenn es hart auf hart kommt evtl. einen Tag in der Woche weniger schuften. Und bekommt dank sozialstaatlichem Lohnausgleich mehr Geld, als sie eigentlich für die Menge Arbeit bekäme. Ich glaube, mein Onkel ist auch von Kurzarbeit betroffen und hat jetzt endlich mal Zeit für sein Zuhause. Das ist kaum zu ertragen, da klingen die Parolen der NPD schon „ganz vernünftig“.
    Und mit dem Geld der Steuerzahler, letzten Endes das Geld meiner Mutter und meines Onkels, das die Banken und Heuschrecken verzockt haben, hätte endlich der schon lang ersehnte WLAN-Spot in der Chemiefabrik errichtet werden können. Und noch vieles andere mehr!!!

    Nix für ungut Mitstreiter_innen, aber Kapitalismuskritik geht anders!

    Beim nächsten Mal bitte einfach die Sonne genießen, statt Indymedia vollzuspammen! Okay?
    (Aber gut, dass sich auf oh-so-fucking-independent-Indymedia ja so gut Kritik an No pasarán üben lässt.)
    Und bis dahin üben wir das mit dem Müll rausbringen nochmal. Also natürlich die Gegendemonstrant_innen an der Route, die das halt echt mal wohl überhaupt gar nicht hinbekommen haben mit ihrem nervösen Rumgerenne. No pasarán an ihrem Info-Stand hingegen schon.

    Bonzen, Bullen, Banken – weist sie in die Schranken!
    Latte Macchiato Trinker_innen ab ins Volksgefängnis!

    Pasarán! Das nächste Mal und immer wieder! Denn Dresden & Deutschland bleiben scheiße!

    ES GIBT NICHTS ZU FEIERN!!!!! AUSSER DEN ACHTEN MAI!!!!!!!!!

  2. 2 peligro 02. Mai 2009 um 11:21 Uhr
  3. 3 peligro 02. Mai 2009 um 13:14 Uhr

    @Natalie
    Dann bleib doch einfach zu Hause in der Sonne und trink deinen Latte Macchiato. Warum dieser Frust?

  4. 4 Der oder doch Diejenige? 03. Mai 2009 um 10:46 Uhr

    Cool … solangsam kann ich nen gewissen reiz darin entdecken mich hier im internet zu profilieren und aller welt zu zeigen, dass ich ein toller oder doch eine tolle? mensch bin der zu allem seinen senf nicht nur dazugeben kann sondern das auch tut …

    Aber mal im ernst:
    Die „Antifa“ mag zwar in sichtweite der nasen herumgehampelt sein, aber nach allem was ich davon mitbekommen habe muss ich mal sagen war nicht nur das nichtstun der so niedlich als kleingruppen umschriebenen personen peinlich. sondern auch, dass der versuch sich neben einen nasendemo zu stellen und krach zu machen, mutet sehr seltsam an wenn von all dem krach nichts und zwar gar nichts bei den nasen ankommt und die dann was zu lachen haben über die schwarzgekleideten schattenboxweltmeister die auf der anderen seite komische choreografien zum besten geben, welche vorher definitv länger hätten eingeübt werden müssen.
    Achso und zu der Frage warum gerade diese Stadt so geil auf Nazidemos muss ich Natalie recht geben „Denn Dresden & Deutschland bleiben scheiße!“…
    whatever liebe „Antifa“ danke dass ich mich an dem tag schön asruhen konnte und das schöne wetter genießen und ganz genau weiss ihr habt kein Stück mehr erreicht als ich … aber ihr dürft wisen ihr habt ganz sicher mehr getan als ich :) … ausserdem fand ich auch die lustigen „Kleingruppen“ die prollig wie nur irgendmöglich abends dann die neustadt erschrecken wollten (warum sind die eigentlich in der neustadt unterwegs … nasen würd ich ja ganz wo anders suchen wenn ich unbedingt ne prügelei brauch) achja ich glaub ich würde die liebe gute antifa doch gerne mit tucholskys worten zu sozialdemokratie umschreiben und euch dann in ruhe lassen mit meinem gehirnmüll: Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! Det is sehr wichtich für een selbständijen Jemüseladen!

  5. 5 Nordatlantik 03. Mai 2009 um 23:52 Uhr

    Ein sehr schöner Blog, mir gefallen eure Stellungnahmen und vor allem Neuigkeiten.
    Aber meist schreibt man mit „s“, nicht mit „ß“.
    So einige Fehler in der Orthografie…nicht nur die Ideologie muss stimmen =)

  6. 6 farfalla 04. Mai 2009 um 15:03 Uhr

    @der oder doch diejenige?

    ich geb dir vollkommen recht, dass der 1. mai für antifaschistischen gegenprotest mies gelaufen ist. aber deine persönliche alternative die sonne zu genießen und einfach nichts zu machen halt ich für quatsch. ich kann mir auch besseres vorstellen als an so nem schönen sonnigen tag ein paar birnen hinterher zu rennen. aber warum ging denn nix an protest? weil sich kein mensch für interessiert.(gerade mal 150 gegendemonstrant_innen!!) ausruhn und das wetter genießen kannste an jedem anderen tag machen. nazis ignorieren ging schonmal schief und ne „politik der verschlossenen tür“ ist einfach nur bescheuert. wenn so ein antisemitscher(…) aufmarsch in der stadt unterwegs ist, dann ist das doch das mindeste einfach mal den arsch hochzubekommen und wenigstens zu versuchen irgendwas dagegen zu machen?! das kann doch nicht so vielen menschen scheißegal sein wenn nazis durch die gegend rennen, ihre propagana verbreiten und eine nicht zu unterschätzdende potenzielle gefahr darstellen, für all diejenigen, die nicht in ihr weltbild passen?! die debatte um die prollige poserantifa von nebenan ist ne wichtige, aber diese als grund vorzuschieben nazis einfach zu ignorieren halt ich für äußerst beunruhigend. und ja- deutschland und dresden bleiben scheiße!

  7. 7 heiner 04. Mai 2009 um 17:08 Uhr

    deutschland und dresden bleiben scheiße

    definiert deutschland, definiert dresden, definiert scheiße!

    Alleine bei deutschland fallen mir das hl. röm reich dt. nat., die weimarer republik, die bonner rebublik, die berliner republik und das kaiserreich ein.

    - ach sooo, das ist hier nur so ein blog um ein bisschen identitätsmanagement zu treiben. nee, dann will ich ma nichts gesagt haben.

  8. 8 tralala 04. Mai 2009 um 20:15 Uhr

    Ich kann nach diesen Kommentaren verstehen, warum No pasarán lieber Flyer schreibt, die auch nicht Szenis ansprechen, anstatt auf frustschiebende, Latte-Macciato-trinkende Sesselhedonisten zu setzen.

    und ich mag Dresden, trotz allem. Sonst wäre ich schon längst weggezogen.

  9. 9 Der oder doch Diejenige? 05. Mai 2009 um 15:25 Uhr

    Ok sorry. Ich wollt natürlich nicht sagen dass irgendwie mein verbringen dieses Tages zumindest dasjenige was ich euch geschildert hab nur annähernd besser ist als es gewesen wäre wenn ich auf eine gegenaktion gegangen wäre.
    Eigentlich wollt ich nur sagen, dass ichs schade finde dass ich mit meinem nichtstun genausoviel zu schaffen wie die menschen die was getan haben. Der Grund nicht auf die Gegenveranstaltungen zu gehen hat auch wenig damit zu tun, dass ich finde nazis sollten ignoriert werden, das find ich nämlich eigentlich gar nicht…
    ich glaub nur, dass es auch möglichkeiten geben muss gegen den nazimob vorzugehen und dabei vielleicht auch mal auf die demo und das rumgebrülle zu verzichten :) … und wenn ich nichtmal den nährboden für alles eklige wie antisemitismus und rassismus und all die anderen ismen angreife brauch ich mich nicht wundern wenn solch „extreme“ gestalten durch die welt wandern … den nazimob zu sagen ihr seid doof halt ich für einfach viel zu wenig und irgendwie auch an der falschen stelle angegriffen …

  10. 10 farfalla 05. Mai 2009 um 21:58 Uhr

    @heiner
    Deutschland: postnationalsozialistischer staat der nicht viel (und wenn das falsche) aus der geschichte gelernt hat. deutschland führte beispielsweise nicht trotz sondern gerade wegen auschwitz krieg im kosovo um mal nur ein beispiel der abgedrehten geschichtslogik der BRD zu nennen…

    (ugly)Dresden: Opfermythos angreifen, CDU Jugendpolitik angreifen…

    Zum Wort Scheisze schreib ich jetzt mal nix…
    Ich denke es gibt genug Kritikpunkte an Dresden und Doofland um sie polemisch als Scheisze bezeichnen zu können.

    @derjenige oder doch diejenige:

    die kritik muss natürlich an die („mitte“ der) geselllschaft gerichtet sein denn diese produtiert, reproduziert und verfestigt schließlich dinge wie antisemitismus, rassismus und nationalismus. die extrem rechten wie die npd greift diese gesellschaftlichen probleme ja nur gekonnt auf und treibt sie auf die spitze…kampf der bürgerlichen mitte ;)

  11. 11 heiner 05. Mai 2009 um 22:12 Uhr

    @farfalla: uglyness und scheiße are in the eye of the beholder.

  12. 12 farfalla 05. Mai 2009 um 22:25 Uhr

    ja es sind sicherlich sehr subjektive begriffe aber dennoch drücken sie eine gewisse ablehnung und kritik aus. ich hoffe in diesem punkt stimmst du mit mir überein. oder hast du keine kritik an deutschland??

  13. 13 tralala 06. Mai 2009 um 6:34 Uhr

    @farfalla
    Wen du alles angreifen willst…Dann hoffe mal, dass die nicht mit den gleichen Methoden zurück schlagen, da siehst du ganz schön alt aus. Versuchs doch mal lieber mit Vermittlung von eigenen Werten, anstatt andere immer nur angreifen zu wollen. Was hast du denn z.B. aus der Geschichte gelernt. Wenn du antwortest dann bitte ohne antideutsche Phrasendrescherei, sondern nach ernsthaftem Nachdenken. Gebetsmühlenartiges Wiederholen von Szene“wahrheiten“ kannst du dir schenken. Die kenne ich alle schon.

    Appropos bürgerliche Mitte angreifen. Ist zwar eher eine Unmutsbekundung als ein Angriff, aber hast du schon unterschrieben?
    http://tinyurl.com/gegeninternetzensur

    In Sachen Internet bahnt sich gerade der größte Umbau bzw. Abbau der liberalen Gesellschaft an. Der bisherige Überwachungsstaat war nichts gegen den Präventivstaat, der jetzt kommt.

  14. 14 heiner 06. Mai 2009 um 10:33 Uhr

    @farfalla.

    oder hast du keine kritik an deutschland??

    – doch ich finde das wetter manchmal scheiße.
    viel mehr kritik als an deutschland habe ich an leuten wie dir, die mit leeren phrasen um sich werfen. z.B.:

    ja es sind sicherlich sehr subjektive begriffe aber dennoch drücken sie eine gewisse ablehnung und kritik aus.

    Ich hätte mir mehr Worten kaum weniger sagen können. farfalla, von so einem sülz wird mir schlecht und ich muss aufs Klo. Ich werd‘ blos noch schnell den Blog ab-abonieren.

  15. 15 Der oder doch Diejenige? 06. Mai 2009 um 15:06 Uhr

    @heiner:
    lol … wir sollen dir doch jetzt nicht ne interpretationsanleitung für den schönen satz liefern oder etwa doch? … aber frag mal deine alte DEUTSCHlehrerin (vielleicht wars ja auch n lehrer, weiss ich nicht) … aber ich glaube die könnten dir schon erklären wir dieser satz gemeint ist … aber wahrscheinlich ist das noch nichtmal notwendig du könntest wahrscheinlich jeden fragen der dir über den weg läuft … die wissen das auch alle ohne definition welche deutschen nation wir meinen (nicht das es darauf ankäme)

    @farfalle:
    nein die kritik darf nicht nurbis zur mitte der gesellschaft reichen … ich denke kritik die von „links“ kommt sollte sich nicht scheuen auch bis „links“ zu kritisieren

    @tralala:
    das is doch schön das du dresden magst … aber hier mitzuteilen dass denjenigen denen es hier nicht passt die option offen steht hier wegzuziehen … halt ich nicht nur für überflüssig sondern sowas erinnert mich eher an argumentationen wie „wem detschland nicht passt der kann sich soll sich verpissen“

  16. 16 head over hands 06. Mai 2009 um 16:37 Uhr

    @ heiner:
    Hättest du die Beule auf deinen Schultern, welche du Kopf schimpfst, auch nur ein einziges Mal benützt, bevor du wie ein Pavian in der geistigen Sahara wild mit den Tasten deiner Tastatur spielst, wäre dir aufgefallen, dass deine Frage für ein „Deutschland BLEIBT scheiße“ schlichtweg irrelevant ist.

    @tralala:
    Jawoll – Proud to be a Zoni! Scheiß Nestbeschmutzer, sollen sie doch wegziehen, wenn sie nicht sich mit ordentlich viel Lokalpatriotismus (die paar gesmashten Dönerladen, was soll’s, denn wenigstens ist die Altstadt so schön. Kultur und so.) assimilieren können!

    @Der oder doch Diejenige?:
    Es ist also alles eine Frage der Taktik, oder wie? Das „Antifa“ gar nichts Anderes meint, als eben nicht den „Nährboden“ für all die bürgerlich-kapitalistischen Scheußlichkeiten, nämlich die bürgerliche Republik alias Demokratie und den Kapitalismus, anzugreifen, sondern diese gegen die dunkle Bedrohung von rechts auch noch zu verteidigen, darauf bist du wohl noch nicht gekommen.

    @ farfalla:

    „aber warum ging denn nix an protest? weil sich kein mensch für interessiert.“

    Und warum ist das so? Weil die blöden Demokraten, im Gegensatz zu dir, aus Weimar nichts gelernt haben und sich viel zu wenig über die bösen, bösen Nazis echauffieren:

    „nazis ignorieren ging schonmal schief“?

    Was du in deiner verklärten Revolutionsromantik nicht kapierst ist: es kann nicht darum gehen, an den angeblich verkappten Revolutionär im bürgerlichen Subjekt zu appellieren, es möge ihm doch bitte nicht egal sein, wenn Nazis aufmarschieren. Da schwingt die Vorstellung, man solle in Dresden doch ein Mal aus der deutschen Vergangenheit lernen, implizit mit. Noch dazu sagst du es, in bester Tradition der Totalitarismustheorie, doch selbst:
    Rassismus und Nationalismus finden sich auch in der „Mitte der Gesellschaft (was das dann auch immer sein mag).“ Das war aber dann auch schon die Höchstleistung deiner anarchistischen Kritik.

    Was denn nun? Es darf denn Leuten nicht pipschnurz-egal sein, dass Nazis aufmarschieren, aber sie selbst produzieren (!) angeblich Rassismus und Nationalismus. Das ist ein Logikfehler, denn du, neben der Frage, wie man oder die „Mitte der Gesellschaft“ denn Rassismus und Nationalismus produzieren kann, erst ein Mal erklären musst.

  17. 17 tralala 07. Mai 2009 um 7:22 Uhr

    Völlig unabhängig von der Deutschland-Diskussion kann man wohl Dresden kaum mit Deutschland gleich setzen. Dresden wird es auch noch geben, wenn auf der Welt längst alle Grenzen gefallen sind (ob nun wegen der kommunistischen Weltgesellschaft oder der „Nie wieder Krieg – Nach unserem Sieg“-Fraktion sei mal dahin gestellt).

    Man kann entweder vor sich hin lamentieren und aller Welt immer aufzählen wie schlimm immer alles ist, oder man versucht was dran zu ändern. Und zwischen lamentieren und dem Versuch etwas daran zu ändern, besteht ein großer Unterschied. Und wenn ich diese ganzen Lamentierer sehe, die immer nichts anderes zu tun haben als zu Lamentieren und eben keine ernsthaften Anstalten unternehmen etwas daran zu ändern, dann frage ich mich schon, warum die nicht einfach wegziehen oder kaufen die sich wirklich die Rolle des alles durchblickenden Drüberstehers ab?

    @head over heads
    Wir können uns weiter unterhalten, wenn du gelernt hast einen Text richtig zu lesen und dabei auch den Inhalt zu erfassen und nicht nur mit irgendwelchen Projektionen um dich wirfst.

    Möglicherweise wäre auch ein Gang zum Psychiater angebracht, gesund klingt das nicht.

  18. 18 @ farfalla 07. Mai 2009 um 18:16 Uhr

    @ tralala:

    LOL!
    Deine angestrengter Konter in Form eines autoritäres Pseudoarguments vom „Gang zum Psychiater“, also praktische Ausübung bürgerlicher Herrschaft, ist mithin eine Nullaussage; legt jedoch den ideologisch versumpften Hohlkörper auf deinen Schultern offenbar.

    Projizieren oder deuteln brauch man hier absolut nichts:

    „und ich mag Dresden, trotz allem. Sonst wäre ich schon längst weggezogen.“

    Ja, ich weiß: Nazis in die Elbe schmeißen! Als ob Nationalismus im Mikrokosmos, auf städtischer Ebene oder eben der Ebene seines eigenen Kiezes, samt der Verteidigung von „subversiven (Frei)Räumen“, nicht weniger scheußlich wäre, als im Makrokosmos. Bekackter altliberaler Lokalpatriot.

    „Versuchs doch mal lieber mit Vermittlung von eigenen Werten“
    Das Werte gesellschaftlich determiniert sind, ist dir aber völlig schnurz, richtig?

  19. 19 farfalla 07. Mai 2009 um 18:30 Uhr

    das diskussionsniveau hier ist mir grad echt zu blöd. ich weiß selbst, dass ich selbst mit polemischen phrasen geantwortet habe aber darauf hab ich jetzt grad auch keine lust. vllt schreib ich die tage nochmal was hier…

  20. 20 Anonymous 07. Mai 2009 um 19:31 Uhr

    Deine angestrengter Konter in Form eines autoritäres Pseudoarguments vom „Gang zum Psychiater“, also praktische Ausübung bürgerlicher Herrschaft, ist mithin eine Nullaussage; legt jedoch den ideologisch versumpften Hohlkörper auf deinen Schultern offenbar.

    Dieser Satz ist eine einzige Nullaussage. Im Gegensatz zu dir, habe ich übrigens hier noch nicht mit ideologischen Phrasen um mich geschmissen.

    Ja, ich weiß: Nazis in die Elbe schmeißen! Als ob Nationalismus im Mikrokosmos, auf städtischer Ebene oder eben der Ebene seines eigenen Kiezes, samt der Verteidigung von „subversiven (Frei)Räumen“, nicht weniger scheußlich wäre, als im Makrokosmos. Bekackter altliberaler Lokalpatriot.

    Solche Textbausteine entstehen, wenn man wahllos ideologische Phrasen kombiniert.

    Das Werte gesellschaftlich determiniert sind, ist dir aber völlig schnurz, richtig?

    Und wieder nur hohl vor sich hin gebabelt.

    Ich stelle fest keine Spur von intelligenten Leben. Ich hätte auch einen Bot programmieren können, der aus einer Datenbank mit allen möglichen ideologischen Phrasen und schlau klingenden Wortkombinationen per Zufallsprinzip und auf der Basis von Stichwörtern aus dem vorhergehenden Text hochtrabend klingende Nonsenstexte erstellt. Die Antworten hätten sich inhaltlich nicht unterschieden.

    Ich kann mir gerade schwer vorstellen, dass hier in den nächsten Tagen endlich mal was Substantielles geäußert wird, aber vielleicht wird ja doch noch der Apparat unter der schwarzen Kapuze aktiviert.

  21. 21 @ farfalla 08. Mai 2009 um 13:46 Uhr

    Das musst du eben erst ein mal belegen, wo hier wer was für „ideologische Phrasen“ gedroschen haben soll.

    „Im Gegensatz zu dir, habe ich übrigens hier noch nicht mit ideologischen Phrasen um mich geschmissen.“

    Die Pathologisierung des „Gang zum Psychiater“, sowie das Geshwätz von „Wertevermittlung“ sind keine zutiefst ideologische Phrase? Bub, benützt ein Mal dein Gehirn.

  22. 22 @ farfalla 08. Mai 2009 um 16:00 Uhr

    Guck mal, kann ich auch: einfach jedem vorwerfen, er würde ideologische Phrasen dreschen und mich davon ausnehmen. Das ist eben einfach nur eine pseudoargumentative Öde, um nicht auf den anderen eingehen zu müssen. Es sei denn man übt wirklich Ideologiekritik, dann müsste man eben auch mal sagen, was denn Ideologie sei und wie sie sich äußert. Machst du aber nicht. Dein Ding ist eben eher die platte Attitüde des ideologiefreien Checkers, in Ordnung, wir haben es alle verstanden.

  23. 23 farfalla 09. Mai 2009 um 18:56 Uhr

    unter ideologie verstehe ich ein geschlossenes und damit dogmatisches weltbild. nur das eigene, „perfekte“ weltbild, die eigene ideologie sind „wahr“ und jegliche kritik daran wird in einer antipluralistischen art und weise zurückgewiesen. aus diesem grund halte ich ideologiekritik für äußerst wichtig (auch und besonders in „der linken“).
    gegen jeden dogmatismus!

    unabhängig von den vielen einzelnen aussagen und unterstellungen, welche hier in verschiedensten kommentaren getätigt wurden beharre ich auf meinem standpunkt, dass deutschland und dresden noch immer scheiße sind. wer dieses jahr auf 60 jahre brd und 20 jahre mauerfall abfeiert der tut mir einfach nur leid. noch immer werden in diesem achso großartigen land mittels der „extremismuskeule“ jegliche unerträglichen zustände wie rassismus (ob nun in form von angriffen auf migrant_innen oder in form rassistischer kontrollen durch die polizei) oder sexismus (in form von allgegenwertiger geschlechterrollen zuweisungen, zuschreibung von verhaltensweisen von „mann“ und „frau“ oder in form sexualisierter übergriffe…), um nur einige wenige beispiele zu nennen, entweder auf einen verschwindend kleinen teil der bevölkerung projeziert (die bösen rassistischen nazis und die guten bürger) oder totgeschwiegen. die these, dass rassismus, sexismus, nationalismus, antisemitismus(…) in der sogenannten „bürgerlichen mitte“ reproduziert werden basiert darauf, dass es keine „mitte“ gibt. es gibt (noch?) keine gesellschaft die von all diesen „-ismen“ frei ist und ein kleiner haufen extremisten am „rande“ ist schuld an all diesen problemen. nazis beziehen sich bewusst auf gesellschaftliche probleme und radikalisieren diese vorstellungen (wie eben rassismus etc.), da diese nazis eben (wie wir alle) teile dieser gesellschaft sind.
    es gilt also abschied vom stumpf pauschalisierenden und dazu verkürzten extremismusbegriff zu nehmen.
    um eine libertäre welt zu ermöglichen müssen wir alle uns ständig mit diesen gesellschaftlichen problemen auseinandersetzen und immer wieder (bei uns selbst angefangen) kritisch intervenieren.

  24. 24 @ farfalla 09. Mai 2009 um 22:47 Uhr

    Entschuldige bitte, der Nick wurde fixiert. Der Post war an Anonymous/tralala/Zonenossi gerichtet.

  25. 25 tralala 12. Mai 2009 um 21:01 Uhr

    War das schon wieder alles? Ich würde ja, dem Absatz zu Ideologie zustimmen, wenn man nicht den Wahn dahinter vermuten müsste, dass du eigentlich meinst, dass man deine auswendig gelernten Szenefloskeln gefälligst, als die endgültige Weisheit anzunehmen hat, und wer das nicht tut, ist ein Dogmat.

    Ohne auf das restliche Geschwurbel groß eingehen zu wollen und es auch keine konkrete Antwort auf eine meiner Aussagen war. Wenn Werte gesellschaftlich determiniert sind, wie sind sie dann entstanden? Andersherum, wie haben es die Höhlenmenschen in die Zivilisation geschafft und wie kommen die unterschiedlichen Gesellschaften auf der Welt zustande? Möglicherweise sind die doch nicht so unveränderbar, wie du hier suggerieren willst.

    Letztendlich hast du nach wie vor nicht auf meine Frage geantwortet, was du eigentlich aus der Vergangenheit gelernt hast. Keine Lust nachzudenken, gähnende Leere im Kopf, kein Szenepamphlet zum Thema gefunden, aus dem du abschreiben kannst oder einfach Angst vor der Antwort?

  26. 26 tralala 12. Mai 2009 um 21:09 Uhr

    Die Pathologisierung des „Gang zum Psychiater“, sowie das Geshwätz von „Wertevermittlung“ sind keine zutiefst ideologische Phrase? Bub, benützt ein Mal dein Gehirn.

    Das mit dem Psychiater war nur ein gut gemeinter Rat. Wer so offensichtlich verbissen mit Pappkameraden in seinem Kopf kämpft wie „head over heads“ leidet mindestens unter Depressionen. Paranoia ist da auch nicht weit. Der Gang zum Psychiater ist natürlich nicht zwangsläufig notwendig. Möglicherweise würde es auch helfen, einfach mal raus zu gehen, und sich des Lebens zu freuen.

    Wenn dir Wertevermittlung zu komisch ist, dann ersetze es durch „Vorstellungen über das gesellschaftliche Zusammenleben zu kommunizieren“.

  27. 27 farfallala 13. Mai 2009 um 0:50 Uhr

    wenn ich von deinem beleidigenden unterton mal absehe denke ich einfach nur noch, dass wie komplett aneinander vorbeireden. und nochmal zum verständniss: ich bin kein_e autoritäre Stalinist_in die auf dogmen oder irgendwelche bescheuerten „szene codes“ beschrenkt ist…

    „Wenn Werte gesellschaftlich determiniert sind, wie sind sie dann entstanden? Andersherum, wie haben es die Höhlenmenschen in die Zivilisation geschafft und wie kommen die unterschiedlichen Gesellschaften auf der Welt zustande? Möglicherweise sind die doch nicht so unveränderbar, wie du hier suggerieren willst.“

    ich hab nie was von gesellschaftlich determinierten werten geschrieben?! worauf bezieht sich da deine frage?? natürlich sind gesellschaftliche werte und auch gesellschaften ständig im wandel und was vor 200 jahren noch undenkbar war ist heute standart…da stimm ich dir zu wenn du das so meinst.

    ich für meinen teil hab beispielsweise aus der geschichte den schluss gezogen, dass die barberei des deutschen nationalsozialismus sich nie wiederholen darf. dieser emanzipatorische tiefpunkt der geschichte sollte uns jeden tag mahnen für die freiheit und selbstbestimmung aller menschen zu kämpfen. es ist einfach nur zum kotzen wenn sich in diesem land dann die bevölkerungsmehrheit selbst auf die schulter klopft und 60 jahre doofland abfeiert. unter die geschichte ist kein schlussstrich ziehbar und kritik an den bestehenden verhältnissen ist wichtiger denn je. in zeiten der krise, wo jetz wieder alle auf vater staat vertrauen der uns doch bitte vor den „schlechten seiten“ des kapitalismus bewahren soll, dürfte doch selbst dir ein bischen was einfallen, was ich/ oder du jetzt kacke findest?!

    solange es noch kapitalismus, nationalstaaten und all die ekelhaften begleiterscheinungen gibt, hab ich noch immer was zum nörgeln…tralala

  28. 28 head over hands 13. Mai 2009 um 20:39 Uhr

    @ farfalla:
    Du übergehst, dass hier gar keiner mit dir geschrieben hat.

    „dürfte doch selbst dir ein bischen was einfallen, was ich/ oder du jetzt kacke findest?!!“

    Mein Gott bist du arm, ich finde Staat und Kapital keineswegs weniger kacke, als vor dieser Krise. Im Übrigen: was interessiert einen Kommunisten die Krise? Die Krise des Kapitalismus ist nicht die des Kommunismus. Der ist doch kein Krisenlösungsmodell, sondern die „wirkliche Bewegung“ (Marx) intelligibler, gescheiter Individuen.

    @ tralala:

    Da ich als Subjekt der Intention des Geschriebenen einen von dir als Interpreten nicht einzuholenden Vorsprung habe, sind mir deine Vermutungen genauso egal, wie irgendwelche bekackten Labels versumpfter Szenen. Warum du stets auf deine imaginierten „Szenen“ rekurrierst und was diese dann überhaupt seien sollen, darüber schweigst du dich tunlichst aus. Die einzige Funktion des Verweises auf eine imaginierte „Szenezugehörigkeit“ meinerseits, ist die aus geistiger Kapitulation resultierende Autorität eines Totschlagarguments. Belege doch mal, was denn die auf „Szenegeschwätz“, „Szenephrasen“ usf. fußende Ideologie, sowie dieses Geschwätz an sich, sein soll. Ansonsten muss ich nämlich annehmen, du nutzt die bis ins Nichts abstrahierte Form von Ideologiekritik zum rhetorischen Entzug vom Gegenstand.

    Wie sollen subjektive „Wertvorstellungen“ denn auch nur irgendwie entstehen? Sie sind doch ein präskriptives, ideelles Konstrukt und keine materialistische Realität. Natürlich kann man seine persönlichen Hirngespinste von Werten weitergeben, so dass sie weitergesponnen werden mögen, nur: das ist doch nichts Materielles, also keine Realität. Des Weiteren habe ich nirgends behauptet, Gesellschaften seien in ihrer Entwicklung determiniert, was denn ja auch wohl eher die Position marxistischer Geschichtsphilosophie wäre. Du wechselst den Gegenstand der Diskussion, der da „Wertvorstellungen“ und nicht „das Problem von Geschichtsphilosophie“ hieß.

    „Andersherum, wie haben es die Höhlenmenschen in die Zivilisation geschafft und wie kommen die unterschiedlichen Gesellschaften auf der Welt zustande?“
    Ja, das solltest du dich, als positivistisch-nominalistischer Kleingeist im Korsett bürgerlicher Subjektivität, ein Mal gründlich fragen. Das ist ein Problem philosophischer Konstruktion der Weltgeschichte, welche aufzeigen müsste, wie die Naturbeherrschung konsequent sich gegen alle Widerstände durchgesetzt hat. Die Gattung „Mensch“ ist doch kein Seitensprung der Naturgeschichte, wie du es darstellst (Höhlenmenschen haben es in die Zivilisation geschafft“, sondern viel mehr ist diese eine der Beherrschung der Gattung Mensch über die Natur. Es ist übrigens eine ganz olle Marotte seit Hegel, die Weltgeschichte auf Kategorien wie Einheit, Gerechtigkeit und Freiheit – also subjektive Wertvorstellungen – konstruieren zu wollen.

    „Letztendlich hast du nach wie vor nicht auf meine Frage geantwortet, was du eigentlich aus der Vergangenheit gelernt hast.“

    Als Materialist bewahrheitet die Aufarbeitung der Vergangenheit sich in der praktischen Abschaffung ihrer Ursachen. Wie denn auch sonst soll „aus der Vergangenheit gelernt“ werden, wenn dieses Lernen kein bloßer Ausdruck eines normativen Verhältnisses von Vergangenheit und Gegenwart, also „So war es“ und „so sollte es im Bezug auf damals heute sein“, sein soll? Überwunden werden kann die Vergangenheit doch nicht mithilfe genau der Kategorien, welche sie bedingten, sondern nur in der Überwindung dieser. Als normativer Idealist, dessen Frage eben auch normativ-idealistisch gestellt werden musste, geht dich dies jedoch eigentlich Nichts an, richtig?

  29. 29 tralala 14. Mai 2009 um 7:16 Uhr

    @farfalla
    Das hatte ich tatsächlich falsch gelesen und nicht gesehen, dass „@farfalla“ einfach nur jemand ist, der Probleme dabei hat, das Internet zu bedienen. Mein Fehler.

    Bei dem Rest sind wir wieder an dem Punkt von vorher. Ich kann mich über die „sich auf die Schulter klopfende Bevölkerungsmehrheit“ aufregen, wobei ich bezweifle, dass sich ein Großteil der Bevölkerung hier mit 60 Jahre BRD identifizert, da werden wohl eher nur die letzten 20 Jahre eine Rolle spielen, oder ich versuche alternative Vorstellungen von der Gesellschaft zu kommunizieren. Dabei kann man tatsächlich auch die Krise als Vehikel nutzen.

    @head over heads
    Wie du darauf kommst, dass du einen Vorsprung hättest, ist mir schleierhaft. Hälst du dich und dein Geschreibsel für so einzigartig? Du ist nicht der erste abgehobene Spinner, der mir untergekommen ist. Bist du eigentlich „@farfalla“, oder wie kommst du darauf, dass du angesprochen warst, als es um gesellschaftlich determinierte Werte ging?

    Ohne auf den pseudophilosophisches, sinnfreies Rumgeschwafel noch weiter groß eingehen zu wollen. Am lustigsten fand ich diesen Satz Als Materialist bewahrheitet die Aufarbeitung der Vergangenheit sich in der praktischen Abschaffung ihrer Ursachen.. Soviel Widerspruch und Dummheit mit einem gestelzt klingenden Ausdruck, als wäre man der letzte Prophet, in einen Satz zu komprimieren war sicher nicht leicht. Herzlichen Glückwunsch!

  30. 30 Anonymous 14. Mai 2009 um 7:17 Uhr

    @farfalla
    Das hatte ich tatsächlich falsch gelesen und nicht gesehen, dass „@farfalla“ einfach nur jemand ist, der Probleme dabei hat, das Internet zu bedienen. Mein Fehler.

    Bei dem Rest sind wir wieder an dem Punkt von vorher. Ich kann mich über die „sich auf die Schulter klopfende Bevölkerungsmehrheit“ aufregen, wobei ich bezweifle, dass sich ein Großteil der Bevölkerung hier mit 60 Jahre BRD identifizert, da werden wohl eher nur die letzten 20 Jahre eine Rolle spielen, oder ich versuche alternative Vorstellungen von der Gesellschaft zu kommunizieren. Dabei kann man tatsächlich auch die Krise als Vehikel nutzen.

    @head over heads
    Wie du darauf kommst, dass du einen Vorsprung hättest, ist mir schleierhaft. Hälst du dich und dein Geschreibsel für so einzigartig? Du ist nicht der erste abgehobene Spinner, der mir untergekommen ist. Bist du eigentlich „@farfalla“, oder wie kommst du darauf, dass du angesprochen warst, als es um gesellschaftlich determinierte Werte ging?

    Ohne auf dein pseudophilosophisches, sinnfreies Rumgeschwafel noch weiter groß eingehen zu wollen. Am lustigsten fand ich diesen Satz Als Materialist bewahrheitet die Aufarbeitung der Vergangenheit sich in der praktischen Abschaffung ihrer Ursachen.. Soviel Widerspruch und Dummheit mit einem gestelzt klingenden Ausdruck, als wäre man der letzte Prophet, in einen Satz zu komprimieren war sicher nicht leicht. Herzlichen Glückwunsch!

  31. 31 tralala 14. Mai 2009 um 7:19 Uhr

    @farfalla
    Das hatte ich tatsächlich falsch gelesen und nicht gesehen, dass „@farfalla“ einfach nur jemand ist, der Probleme dabei hat, das Internet zu bedienen. Mein Fehler.

    Bei dem Rest sind wir wieder an dem Punkt von vorher. Ich kann mich über die „sich auf die Schulter klopfende Bevölkerungsmehrheit“ aufregen, wobei ich bezweifle, dass sich ein Großteil der Bevölkerung hier mit 60 Jahre BRD identifizert, da werden wohl eher nur die letzten 20 Jahre eine Rolle spielen, oder ich versuche alternative Vorstellungen von der Gesellschaft zu kommunizieren. Dabei kann man tatsächlich auch die Krise als Vehikel nutzen.

    @head over heads
    Wie du darauf kommst, dass du einen Vorsprung hättest, ist mir schleierhaft. Hälst du dich und dein Geschreibsel für so einzigartig? Du ist nicht der erste abgehobene Spinner, der mir untergekommen ist. Bist du eigentlich „@farfalla“, oder wie kommst du darauf, dass du angesprochen warst, als es um gesellschaftlich determinierte Werte ging?

    Ohne auf dein pseudophilosophisches, sinnfreies Rumgeschwafel noch weiter groß eingehen zu wollen. Am lustigsten fand ich diesen Satz Als Materialist bewahrheitet die Aufarbeitung der Vergangenheit sich in der praktischen Abschaffung ihrer Ursachen.. Soviel Widerspruch und Dummheit mit einem gestelzt klingenden Ausdruck, als wäre man der letzte Prophet, in einen Satz zu komprimieren war sicher nicht leicht. Herzlichen Glückwunsch!

  32. 32 tralala 14. Mai 2009 um 7:32 Uhr

    Ok, in der Angelegenheit „Probleme bei der Bedienung des Internets zu haben“, was das gerade ein klassisches Eigentor… :/

  33. 33 head over hands 14. Mai 2009 um 14:52 Uhr

    „Wie du darauf kommst, dass du einen Vorsprung hättest, ist mir schleierhaft. Hälst du dich und dein Geschreibsel für so einzigartig?“

    Du vermutest einen Wahn als Intention hinter meinem Geschriebenen (und ja, @ farfalla gehörte eigentlich in den Post unter dem Nick „head over hands“). Ich als Subjekt des Geschriebenen habe allerdings einen Vorsprung diesbezüglich, den du als Interpret des Objekts (Geschriebenen) einer subjektiven Intention nie einholen kannst. Mit irgendeiner Art von „Einzigartigkeit“ hat dies nichts zu tun und das habe ich im Übrigen auch nicht behauptet.

    „oder ich versuche alternative Vorstellungen von der Gesellschaft zu kommunizieren. Dabei kann man tatsächlich auch die Krise als Vehikel nutzen.“

    Das ist doch totaler Käse. Erstens, weil die „Krise“ die „Massen“ doch gar nicht erreicht hat. Nur weil jemand arbeitslos wird, wird er noch kein Kommunist, im Gegenteil. Er wird viel eher der Forcierung des Übels zustimmen, bspw. in der negativen Aufhebung der Gesellschaft im Faschismus. Das ist in der bürgerlichen Subjektivität eben erst ein Mal so. Zweitens, erreicht man Kommunismus doch nicht durch Agitation und Argumente, wie der z.B. der GSP postuliert, sondern eben durch sozialistische/kommunistische Bildung.

    „Soviel Widerspruch“
    Na dann zeig eben ein Mal den Widerspruch auf! Wo ist er denn, was genau ist widersprüchlich? Da müsstest du dich mal an Adorno, erst recht an Marx abarbeiten, was ich dir weder von der intellektuellen Qualität, noch Quantität einräume.

    „„Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann bis heute nicht gebrochen.“ (Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit, S.572)“

    „Ohne auf dein pseudophilosophisches, sinnfreies Rumgeschwafel noch weiter groß eingehen zu wollen.“

    Wo ist denn Geschriebenes „philosophisch“ oder ähnlich? Das ist doch absoluter Unfug, denn nur weil man Geschichtsphilosophie behandelt (was übrigens bereits deine Frage intendiert hat, ich habe nur darauf geantwortet), ist man doch kein Geschichtsphilosoph. Bist du so dumm, dass du auf das Geschriebene nicht eingehen kannst? Vermutlich, anders ist dein permanenter Entzug vom Thema (Ideologie, die geschichtsphilosophische Entwicklung der Naturgeschichte, Aufarbeitung der Vergangenheit) nicht zu erklären – das Wenigste dazu, erst Recht Substantielles, hast nämlich du geschrieben.

    Im Übrigen noch ein Mal der dezente Hinweis, doch ein Mal zu belegen, was denn nun die Ideologie des „Szenegeschwätz“, „Szenephrasen“ usw., sowie diese, selbst seien sollen.

  34. 34 head over hands 14. Mai 2009 um 15:04 Uhr

    Im Übrigen: mit der Behauptung, marxistischer Materialismus sei eine „Philosophie“, und etwa keine kritische Theorie, gehörst du einfach nur kräftig ausgelacht.

  35. 35 tralala 14. Mai 2009 um 16:12 Uhr

    @head over heads
    Es gab mal Zeiten, wo ich mir tatsächlich die Mühe gemacht habe, solches Geschreibsel zu entwirren (da wird soviel durcheinander gemengt, es ist das reine Grauen) und Stichpunkt für Stichpunkt auseinander zu nehmen. Kaum einer deiner Sätze ist logisch in sich irgendwie stimmig, das würde man auch schon erkennen, ohne je Marx oder Adorno in der Hand gelesen zu haben. Es ist offensichtlich, dass du zwar reingelesen hast und auch fleißig daraus abschreibst, aber anstatt einfach nur den Schreibstil zu kopieren, und wie ein bibeltreuer Christ aus den heiligen Büchern zu zitieren, hättest du vielleicht auch mal über das Gelesene nachdenken sollen. Inzwischen habe ich gelernt, dass es meistens Zeitverschwendung und Perlen vor die Säue ist, mit selbstverliebten und gleichzeitig verkrachten Existenzen wie dir ernsthaft zu diskutieren.

    Den einen Absatz nehme ich mir aber doch noch vor.

    Das ist doch totaler Käse. Erstens, weil die „Krise“ die „Massen“ doch gar nicht erreicht hat.
    Als wenn es irgendwie von Belang wäre, wieviele genau es nun schon persönlich getroffen hat oder noch treffen wird. Und ich kenne zufälligerweise eine ganze Menge Menschen in meiner Altersgruppe, die für einen Zulieferbetrieb in Sachsen für Opel gearbeitet haben und jetzt alle auf Kurzarbeit oder schon ganz rausgesetzt wurden. Selbstverständlich wirkt das auch aufs Umfeld. Damit bin ich persönlich ausgelastet.

    Nur weil jemand arbeitslos wird, wird er noch kein Kommunist
    Habe ich auch nicht behauptet, aber es gibt ein verstärktes Problembewußtsein.

    im Gegenteil. Er wird viel eher der Forcierung des Übels zustimmen, bspw. in der negativen Aufhebung der Gesellschaft im Faschismus.
    Das klingt wieder nach einer Floskel, die du irgendwo abgeschrieben hast, ohne sie irgendwie belegen oder untermauern zu können. Deswegen wird noch schnell ein Das ist eben so. hinterhergeschoben. In der Hoffnung dass nicht groß nachgefragt wird, da der Leser sich ja nicht die Blöße geben will, so eine „Banalität“ nicht zu wissen. Für mich deutet das eher an, dass du keinen blassen Schimmer hast, wovon du redest, aber weil du es irgendwie so gelesen hast, muss es ja irgendwie so sein. Ist eben so.

    Zweitens, erreicht man Kommunismus doch nicht durch Agitation und Argumente, wie der z.B. der GSP postuliert, sondern eben durch sozialistische/kommunistische Bildung.
    Wenn sich jetzt nicht der Eindruck von Gehirnwäsche und Sektenwesen aufdrängen soll, solltest du erläutern, was du unter sozialistischer/kommunistischer Bildung verstehst, und wieso das im Widerspruch zu Argumenten stehen soll (was natürlich deine bisherigen Ausfälle hier erklären würde).

  36. 36 head over hands 14. Mai 2009 um 18:53 Uhr

    „logisch in sich irgendwie stimmig“

    Was ist das denn für ein doppel-gemoppelter Ausdruck des Unverstandes? Entweder ist etwas logisch, oder eben nicht. Dann ist es unlogisch. Eine stimmige, also logische, Logik gibt es nicht, weil Logik sowieso logisch sein muss, will sie Logik sein.

    Wie du Marx oder Adorno aus der Hand liest, dass möchte ich mir lieber nicht vorstellen müssen. Das du noch nie etwas von ihnen gelesen hast, zeigt dein antimaterialistischer Jargon, in dessen Konsequenz du propagierst, „Werte“ wären „entstanden“ und damit bereits voraussetzt, sie seien real existent und kein bloßes ideelles Gebilde.

    Das ich den Schreibstil von Marx oder Adorno kopieren würde, offenbart des Weiteren erneut deinen präskriptiven Lingusitiknormativismus.

    Du meinst also, es sei für eine Agitation gänzlich belanglos, wie viele Menschen die „Krise“ persönlich trifft, trumpfst dann aber mit dem passenden praktischen Beleg für die Falschaussage deines Stumpfsinns auf:
    In deinem näheren sozialen Umfeld seien Menschen von der „Krise“ betroffen, wodurch ein „Problembewusstsein“ da sei (das aber belanglos für den Versuch „alternative Vorstellungen von der Gesellschaft zu kommunizieren“ sein soll). Contradictio in adjecto. Ja, was denn nun? Entweder ist die „Krise als Vehikel“ und ihr Ankommen bei den „Massen“ deiner Agitation dienlich, dann ist von Belangen wie viele sie persönlich betrifft, oder nicht, dann ergibt dein Beleg (das sie bereits bei vielen angekommen sei) keinen Sinn.
    Augenscheinlich willst du aber agitieren, und zwar in dem du in deiner Bilderstürmerei eine alternative Gesellschaftsformation über normative Wertkategorien proklamierst. Das Agitation für den Kommunisten sich als die geistige Enge per se darstellen muss, weil er eben Materialist und nicht normativistisch getrimmter Akademiker ist, kapierst du dabei nicht. Wofür möchtest du denn die Leute agitieren, sag ein Mal?

    Des Weiteren bleibst du immer noch Belege für dein Geschwafel über irgendwelches „Szenegeschwätz“ und Ideologie, sowie das Aufzeigen des Widerspruches in der Aussage, die Aufarbeitung der Vergangenheit wäre die gesellschaftspraktische Negation ihrer Bedingungen, aus.

    Gehirnwäsche und Sektiererei wäre es, genau deiner nominalistisch-präskriptiven Auffassung von Pseudowissenschaft nachzukommen, und in guter Alter Scholastik der positivistischen Enthirnung, zu definieren, was denn sozialistische/kommunistische Bildung sei. Die Überwindung negativen Kategorien dieser Gesellschaft ist negativ-dialektisch, oder sie ist es nicht. Nur darin, was nicht sozialistische/kommunistische Bildung sei, konkretisiert diese sich.

    „und wieso das im Widerspruch zu Argumenten“
    Die Adepten des Argumentierens sind allein ihrem „(Sekten)Standpunkt“, dem Applaus des Szenevolkes für die eigene geistige Chimäre und dem eigenen Theorieverein verpflichtet. Nicht der Wahrheit der Wissenschaft und authentischen Revolution. Wer sich des Arguments bedient, offenbart damit lediglich sein originär kastriertes, faules, unmündiges Bewusstsein, dass nicht sich bewusst machen will, was es in Wahrheit ist:
    Der Leieraffe auf dem Kasten geistig ohnmächtiger, lethargischer und beengter Lables und Szenen, welche in ihren WG’s, Lokalen und Szenetreffpunkten dieser Ohnmacht auch noch als Kritik, Aufklärung oder sonst wie frönen.

    Das Argument darf nicht polemisieren, nicht denunzieren, nicht der Leere des Hohlkörpers auf den Schultern schwarzer Kapuzenpullis das Kapital über die Rübe ziehen, bis es scheppern möge. Es muss freundlichst aufzeigen, wer welche Oberhand im räudigen Diskurs-Sumpf des Szeneklüngels behält. Dem Kommunisten ist es deshalb ein Hohn.
    Aufsagen von Szenefloskeln beinhaltet), und dem eigenen Theorieverein verpflichtet, und nicht der Wahrheit der Wissenschaft und authentischen Revolution. Wer demnach sich des Arguments bedient, offenbart damit lediglich sein kastriertes, faules, unmündiges Bewusstsein, dass nicht sich bewusst werden will, was es ist:
    Der Leieraffe auf dem Kasten geistig ohnmächtiger, reaktionär sich formierender Lables und Szenen, welche in ihren WG’s, Lokalen und Szenetreffpunkten diese Ohnmacht auch noch als Kritik, Aufklärung oder sonst etwas ausgeben.

    Das Argument darf nicht polemisieren, nicht denunzieren, nicht der Dummheit ihren Spiegel über die Rübe ziehen. Es muss freundlichst aufzeigen, wer welche Oberhand im Diskurs des Szeneklüngels behält.

  37. 37 head over hands 14. Mai 2009 um 18:59 Uhr

    „belegen oder untermauern zu können.“

    Das das bürgerliches Subjekt, der, wenn er denn physisch existent sein will, kapitaltauglich und staatsloyal sich reproduzierenden Nationalstaatsbürger, die vorherrschende Form des Individuums in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft ist, dafür kann ich nichts. Diese wirkliche „Banalität“ wirst du wohl kaum abstreiten wollen. Dafür müsste man eben mal wissen, was das denn sein soll, „bürgerliche Subjektivität.“ Aber wie bereits gesagt: Marx und Adorno aus der Hand zu lesen bringt dich da kaum weiter.

  38. 38 farfalla 14. Mai 2009 um 21:48 Uhr

    könnt ihr eure zweierdiskussion mal woanders führen? sucht euch nen chat :P

  39. 39 head over hands 15. Mai 2009 um 11:17 Uhr

    @ farfalla:

    Wie berechenbar deine blöden Reaktionen doch sind. Beteilige dich halt an der „Zweierdiskussion“. Ist aber nicht so dein Ding, richtig? Was den Rahmen deines elendig stupiden Anarcho-Palavers übersteigt, dass darf eben nicht sein:

    „Was hilft’s, jemanden belehren und aufklären zu wollen, wenn er ein handfestes Interesse daran hat, dumm zu sein oder wenigstens so zu erscheinen. Und diese Leute haben ein Interesse daran, dumm zu sein oder wenigstens so zu erscheinen, weil die Dummheit jene Schlechtigkeit begründet und entschuldigt, zu der sie Lust hätten: die Vertreibung, das Pogrom.“ – sonstiger Denklegastheniker Wolfgang Pohrt

    Wenn ihr keine Diskussionen auf eurem Blog wollt, dann sperrt eben die Kommentarfunktion.

  40. 40 tralala 15. Mai 2009 um 12:40 Uhr

    @head over heads
    Mich würde mal interessieren, wo du die Polemiken abgeschrieben hast. Ich muss zugeben, dein Beitrag hat mich unterhalten.

    Hier gleich mal die Vorlage für den nächsten Ausbruch. Ich weiß jetzt, warum du so auftrittst, wie du auftritst. Auch Adorno und Horkheimer waren nur Arschlöcher.

    http://lysis.blogsport.de/2009/05/15/warum-die-manns-horkheimer-und-adorno-hassten-und-das-mal-voellig-zurecht/

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.