Demo gegen das Iranische Regime

Am 4. Juli wird aus aktuellem Anlass eine Demo in Dresden gegen das iranische Regime stattfinden. Die anhaltenden Aufmärsche Tausender Systemgegner_innen im Iran anlässlich des Wahlbetrugs und die Oppositionsbewegung scheinen durch die starke Repression und dutzende Tote noch an Stärke zu gewinnen.
Unsere Solidarität gilt den emanzipatorischen Aufständischen im Iran, welche sich gegen das islamistische Regime stellen.
Treff ist 13 Uhr am Schlesischer Platz (Bhf. Neustadt).

Der Demo Aufruf von Venceremos ist jetzt auch online.


für weite infos schaut auch auf:
free iran now
stop the bomb
stop the mullahs


80 Antworten auf „Demo gegen das Iranische Regime“


  1. 1 kackbratze 26. Juni 2009 um 15:56 Uhr

    Ruft ihr dann auch „Allahu Akbar“, bindet euch grüne Islambänder um den Kopf und rennt mit iranischen Nationalflaggen durch die Gegend, wie es die „emanzipatorischen“ Aufständischen da tun? Immer wenn man denkt, dümmer gehts kaum noch, kommen die Dresdner und setzen nochmal eins drauf. Dann viel Spaß beim Kampf für die nationalistische, islamisch gemäßigte Demokratie, ihr Spinner!

  2. 2 kackbratze 26. Juni 2009 um 15:57 Uhr

    Achja, Mussavi ist auch nicht gegen die Atombombe, er hat das Atomprogramm damals schließlich gestartet. Nicht, dass ihr euch da falsche Hoffnungen macht.

  3. 3 farfalla 26. Juni 2009 um 17:07 Uhr

    kackbratze liest zur zeit also fleißig jungle world ;)

    sicherlich werd ich mit der iranischen nationalflagge und antisemitischen sprechchören durch die dresdner city ziehen, was auch sonst. mach ich ständig.
    ich frag mich so ein bischen, wie du die situation im iran bewertest?`klar sind ALLE kanditaten, welche zur wahl standen scheiße, weil vorsortiert und „revolutionstreu“.
    die solltest allerdings mal deine schwarz-weiß brille absetzen und realisieren, dass es auch iraner_innen gibt, die beispielsweise für die gleichberechtigung von frauen auf die straße gehen. die ganze sache zu ignorieren bringt niemandem was und als mensch mit nur minimalen politischen anspruch sollte man sich einfach positionieren.

  4. 4 star wars 26. Juni 2009 um 18:15 Uhr

    Das Problem ist bloß dass bei euch eine (inhaltsleere) „Positionierung“ vor der Überprüfung von Inhalten, und den hiesigen Verhältnissen, schon vorausgesetzt ist. „Gleichberechtigung von Frauen“ hat nämlich eine staatpolitische Grundlage. Diese staatspolitische Grundlage bloß an vorausgesetzten, moralischen Maßstäben entlang blamieren, und entsprechend falsch, bzw. verzerrt, wiedergeben, kann ja wohl nicht eine gegenstandbezogene, politökonomische Analyse der hiesigen Verhältnisse ersetzen. Und noch was, eine Beurteilung dieser staatspolitischen Grundlage ist bloß als Ergebnis dieser politökonomischen Analyse sinnvoll zu verstehen.

  5. 5 kackbratze 26. Juni 2009 um 21:27 Uhr

    Farfalla hat wahrscheinlich einfach nur Persepolis gesehen, und denkt jetzt, er weiß alles über Iran.

  6. 6 farfalla 26. Juni 2009 um 21:45 Uhr

    farfalla hat ne mandelentzündung und scheißt auf euer gelaber :P

  7. 7 star wars 27. Juni 2009 um 12:36 Uhr

    Das Problem Kacki ist doch dass diesmal bürgerliche Medien und Linke vollständig übereinstimmen. Deswegen sind Alle Hüllen fallen gelassen und der reaktionäre Charakter linker Emanzipationsbestrebungen offensichtlich geworden.

  8. 8 farfalla 27. Juni 2009 um 14:54 Uhr

    habt ihr jetzt eigentlich irgendeinen vorschlag zu bieten?
    wie sollte eurer meinung nach mit dem aufständischen im iran umgegangen werden?
    bürgerliche medien und „linke“ emanzipationsbestrebungen stimmen eben nicht völlig überein. aus einer radikalen kritik heraus kann nur ein systemwechsel im iran das ziel sein und nicht der ruf nach nicht so offensichtlich gefälschten wahlen.
    wie sollte diese position jetzt aber besser ausgedrückt werden als in einer demo gegen das iranische regime??

  9. 9 kanaille 27. Juni 2009 um 19:10 Uhr

    Warum sollte man hier mit irgendwelchen iranischen Aufständischen umgehen? Ganz davon ab, dass der Aufstand schon lange vorbei ist, aber in die Provinz brauchen Nachrichten eben immer etwas länger.

    Wieso appelliert ihr an die Bundesregierung in eurem Aufruf, wenn ihr einen Systemwechsel wollt, oder geht ihr davon aus, dass die Bundesregierung schon den richtigen Systemwechsel dort fördern wird, das wäre sehr entlarvend und gleichzeitig erbärmlich für einen Anarchisten.

    Warum eigentlich keine Demo gegen das wahabitische System in Saudi-Arabien, warum keine Demo gegen die afghanischen Warlords, die mit der Bundwehr „zusammen arbeiten“. Gibt noch hundert andere zweifelhafte Regime in der Welt, wieso gerade Iran? Wahrscheinlich sind euch die Menschen da aber eh egal, wichtiger ist, dass von Iran aus irgendwann möglicherweise eine Bedrohung ausgeht. Sieht man ja auch an der linksammlung unter deinem Artikel. Die Frauenrechte werden doch nur vorgeschoben, eigentlich gehts doch um Israel, deswegen wird auch nicht gegen Saui-Arabien demonstriert, weil die ja zu den mehr oder weniger Verbündeten von Israel zählen. Ihr seid schon peinliche Würste. Letztendlich wird sich aber keine Regierung der Welt darum scheren, was 30 Spinner in der Dresdens Straßen abziehen. Früher hat man internationale Brigaden gegründet, später hat man Geld und Waffen gesammelt, heutzutage macht man sich einfach nur noch lächerlich. Die Linke in Deutschland ist echt am Arsch, inhaltlich und organisatorisch.

  10. 10 kanaille 27. Juni 2009 um 19:12 Uhr

    Dass von Iran möglicherweise irgendwann eine Bedrohung für Israel ausgeht, meinte ich natürlich.

  11. 11 star wars 27. Juni 2009 um 19:19 Uhr

    @farfalla

    habt ihr jetzt eigentlich irgendeinen vorschlag zu bieten?

    Bevor ich Vorschläge mache ist es sinnvoller sich eine theoretische Bestandaufnahme der iranischen Staatsräson vorzunehmen. Da kommt nämlich raus dass der Iran weder eine völkische motivierte Grundlage, noch einen entwickelten Kapitalismus vorweisen kann.

    wie sollte eurer meinung nach mit dem aufständischen im iran umgegangen werden?

    Mir stellt sich vielmehr die Frage ob es überhaupt „Aufständische“ im Iran gibt. Ich denke nämlich dass überhaupt keine empirischen Beweise für diese Behauptung existieren. Und wenn tatsächlich so was wie eine „oppositionelle Bewegung“ im Entstehen begriffen ist, bin ich zunächst mal bemüht deren Ziele zu verstehen. Und theoretisch zu begründen. Ich setze also überhaupt keine Parteilichkeit gegen oder für die Oppositionellen bzw. den Staat voraus.

    bürgerliche medien und „linke“ emanzipationsbestrebungen stimmen eben nicht völlig überein.

    Nicht völlig, aber so fast? Ziemlich wenig für jemanden der den Imperialismus, auf Grundlage von Staat und Kapital, abschaffen möchte.

    aus einer radikalen kritik heraus kann nur ein systemwechsel im iran das ziel sein…

    Aus einer radikalen Kritik folgt erst mal gar nichts. Schon gar nicht wenn die Forderung sich darauf beschränkt dass beim Ausbeuten Mann und Frau gleich berücksichtigt werden müssen. Richtig müsste eine Kritik sein, wenn ´s geht.

    wie sollte diese position jetzt aber besser ausgedrückt werden als in einer demo gegen das iranische regime??

    Du glaubst doch wirklich nicht dass ihr über eine Demo irgendwas erreichen werdet. In einer Demo tretet ihr doch bloß als Bittsteller gegenüber der bürgerlichen Staatsräson Deutschlands auf. Entsprechend bescheiden habt ihr wohl euren Forderungskatalog und eure moralischen Sprüche aufgestellt.

  12. 12 farfalla 27. Juni 2009 um 20:20 Uhr

    ich muss hier langsam mal was grundsätzliche klarstellen:

    der demoaufruf wurde nicht von mir geschrieben und ich organisier die demo auch nicht. ich mache lediglich werbung dafür! aus diesem grund sprech ich auch nur für mich und nicht für die gruppe venceremos, die den aufruf verfasst hat.

    @ kanaille
    die frage warum eine demo gegen das iranische regime ist sowas von sinnlos. natürlich gibt es hunderte beschissene diktaturen auf der welt. aktuell ist es einfach sinnvoll gegen eine spezielle, nämlich die im iran zu machen. und ja, natürlich ist der iran mit seinem atomprogramm eine bedrohung für israel.
    gründe du mal deine internationalen brigaden und lass dich in nem palästinensischem terrorcamp ausbilden ;)

    @ star wars:

    naürlich wird die demo keinen systemsturz im iran auslösen. demos sind identitärer subkultureller habitus.

    -es gibt kein wir-

  13. 13 kanaille 27. Juni 2009 um 20:34 Uhr

    Oh, entschuldige, ich wusste nicht, dass du erst 13 Jahre alt bist.

  14. 14 HiHi 27. Juni 2009 um 20:51 Uhr

    Abgesehen davon, dass die religiösen Fanatiker im Iran abgesägt gehören, ist Mussavi keine Alternative (siehe „Revolution“ in den 80′ern im Iran).Desweiteren muss ich kanaille recht geben. Kritik an der iranischen Regierung tut mehr als Not. Aber eine Demo, von den Antideutschen organisiert, auf der ich mir (wahrscheinlich) ohne Ende Nationalfahnen um die Ohren hauen lassen muss, nee habsch keen Bock drauf! Ich geh, gern auch nur mit fünf Leuten, auf eine emanzipatorische Demo gegen den Iran. Aber nicht mit den Organisatoren. Hab kein Bock auf nationalistisches und rassistisches gepose von „links“.

  15. 15 achmachdinetschadd, du Wichser 27. Juni 2009 um 22:31 Uhr

    Der Ayatollah ist ein Arschloch! Und mit ihm der Wächterrat und der Rest des iranischen Staatsgebildes! Ahmadinedschad stinkt nach brauner Scheiße, dieser verfluchte antisemitische Wichser! Den soll der Blitz beim Scheißen treffen! Und Musavi ist nicht unbedingt besser, wie ja schon angemerkt wurde.
    Klar gibt es im Iran auch Leute, die was anderes wollen, als Ahmadinedschad/Musavi. Auch wenn das sicher nicht der großteil der protestbewegung ist. Eine demokratische Gesellschaft ist doch wohl mal besser als die Drecksdiktatur und religiöser Fundamentalismus, also auf jeden Fall erkämpfenswert. Und die Leute die dafür kämpfen gilt es zu unterstützen und die Solidarität mit diesen einzufordern!

    Und btw.: Was bitte ist das Problem daran, dass es auch um Israel geht?

    Geht ihr nur weiter Waffen sammeln für die Brigaden!
    Ich gehe am 4. Juli auf die antifaschistische Demo! Antifa ist antinational! Stimmt! Und daran ändert auch das Schwenken von Israelfahnen nichts! Solidarität mit Israel und den Menschen im Iran, die gegen den autoritären Staat und für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung von Frauen bzw. Minderheiten kämpfen!

    Schurkenstaaten platt machen!

    beste grüße
    natalya

  16. 16 Lyk 28. Juni 2009 um 12:29 Uhr

    Ich denke, dass alle irgendwie „recht“ haben, aber gegenseitiges gedisse ist ziemlich unproduktiv und bringt keiner_m was. habe übrigens den eindruck, dass das hier eine standartsituation ist.

    Die Teilnahme an dieser demo, öffentlichen veranstaltungen generell und/oder eine andere positionierung in irgendeiner form ist wichtig, damit die leute die im iran einen emanzipatorischen anspruch haben (und nicht nur im iran, sondern überall) sehen, dass es unterstützung gibt, dass wahrgenommen wird was passiert.

    denke das ein fernbleiben aufgrund der orgagruppe und der zu erwartenden fahnen etc ist auf den ersten augenblick verständlich, aber nicht auf den zweiten…
    es wäre doch gut einen positiven input zu geben, selber nen redebeitrag halten oder anders die eigene meinung erläutern. leuten die mensch politisch ablehnt die straße zu überlassen finde ich nicht gut und bringt keinerlei veränderung.

    selbstverständlich ist die opposition (im iran) keine alternative und auch die rechtlich verankerte grundlage von gleichheit und gleichberechtigung würde ich nicht als ein endgültiges ziel ansehen.
    auch wenn nicht alle, sondern nur kleine gruppen im iran wirklich emanzipatorisch sind ist die unterstützung dieser und eine kritische unterstützung der breiten masse der demonstrationsteilnehmer_innen wichtig.
    Es handelt sich hier nur um einen schritt oder mehrere schritte auf einem langen weg.
    wer denkt das von heute auf morgen eine „revolution“ stattfinden wird und kann liegt einfach falsch :)
    egal wo auf der welt sind wir noch weit von emanzipation entfernt und müssen noch viel erreichen und viel zum denken und handeln anregen und auch bestrebungen die es gibt unterstützen.
    hierbei sollte jedoch innerhalb von aktionen, redebeiträgen, denkvorgängen die situation hier in (deutschland/europa) und da (iran- eigentlich am besten überall auf der welt) kritisch gesehen werden und unsere ideen und wünsche mit eingebracht werden.

  17. 17 leni 29. Juni 2009 um 2:21 Uhr

    die meisten kommentare sind echt das letzte, verstehe warum bei vielen blogs manuell freigeschaltet wird.
    ich werde am 4.7. zur demo gehen. die begründung liefert mir der aufruf!

  18. 18 kackbratze 29. Juni 2009 um 5:17 Uhr

    @leni
    Ihre Ausführungen haben mich jetzt überzeugt, ich stelle mich jetzt in die Ecke und schäme mich fünf Minuten.

    Aber eigentlich *lol*! Dresden scheint ein gutes Beispiel dafür zu sein, wenn aus Bauchlinken Bauchantideutsche werden. Viel Gekeife, emotionales Geschwalle, aber keiner ist in der Lage sich mal mit den aufgeworfenen Fragen ernsthaft zu beschäftigen. So wie es aussieht müsste die Szene erstmal komplett zu einem Seminar in strukturierten Denken verdonnert werden. Vorher ist wohl jede weitere Diskussion sinnlos und deren „Analysen“ und Aufrufe kann man getrost ignorieren, die taugen höchstens als Mahnmal gegen politische Einfältigkeit.

    Mal ehrlich soviel abgrundtief dumme Kommentare auf einen Haufen findet man selten, wenn sich hier jemand schämen muss, dann ihr.

  19. 19 farfalla 29. Juni 2009 um 16:36 Uhr

    ich bin mich mal eben schämen.

  20. 20 @ kackbratze 29. Juni 2009 um 17:12 Uhr

    Das man an dieser Stelle die wohl dümmlichsten Kommentare, welche man sich nur ausmalen kann, vorfindet, damit hast du Recht.

    Aber was ist eigentlich dein Problem? Der Aufruf macht es doch deutlich: den Organisatoren der Demonstration geht es nicht um die Unterstützung der gesamten Couleur des Aufstands. Zwar bleibt die Kenntlichmachung der eigentlich zu unterstützenden Kräfte (also der sozialistischen und kommunistischen Opposition) deutlich allgemein: „Das Regime sieht sich gerade in den Großstädten mit einer zunehmenden Unzufriedenheit unter jungen Menschen konfrontiert. Jegliche Opposition, seitens Student_innen, Frauen, Arbeiter_innen und anderer Gruppen die sich gegen das Regime auflehnen, wird brutal unterdrückt.“, aber dann muss man eben das kritisieren und nicht sich herbeihalluzinieren, der Aufruf meine, dass alle „Aufständischen“ per se „emanzipatorisch“ seien.

    Auch die Anarchos hier machen es klar: die Solidarität gilt nicht dem Aufstand sowohl als auch nicht allen Aufständischen – sie gilt den „emanzipatorischen Aufständischen“. Was man nun darunter versteht, dass ist doch die eigentliche Frage. Das es bei dir eine fiktive Gesamtheit der Opposition gibt, nämlich lediglich Mussavi-Demokraten, ist (neben dem bauchlinken Hochgejubel des gesamten Widerstandes als einen per se „emanzipatorischen“) die andere Seite der Medaille und macht es keineswegs besser.

  21. 21 clown 30. Juni 2009 um 9:51 Uhr

    Heul, is dieser artikel und dieser aufruf hier eigentlich euer ernst?
    Also mal ganz ehrlich wenn ihr paar spinner mit eurem blog hier die dd anarchoszene repräsentiert, wird es höchste zeit diesen blog zu schließen! Mal ehrlich werbung machen für ne zionistisch organisierte demo, die durch die letzten deppen der sogenannten antifaszene organisiert wird, das ist mehr als lächerlich. Ich denke ihr solltet die oberen kommentare ernst nehmen und mal ein denkseminar einlegen. Es gibt wundervolle lektüre im infoladen die so die grundideen von anarchismus und radikaler politik beleuchten. Trefft euch doch mal dort zum gemeinsamen lesen…
    Achja und bitte bitte für die zukunft sprecht in diesem blog nicht mehr an woher ihr kommt…peinlich…

  22. 22 Anarcho 30. Juni 2009 um 10:24 Uhr

    finde es auch sehr zweifelhaft das dieser Aufruf auf dieser Seite erscheint…Werbung für Venceremos die eh nicht mehr Existent sind…naja….

  23. 23 küchentischpsychologin 30. Juni 2009 um 12:31 Uhr

    @ anarcho
    vieleicht bittest du die admins dieses blogs den aufruf bzw. die werbung
    für venceremos wieder zu löschen. dann kannst du dich wieder deinem
    DIY bastelwahn hingeben oder deine crust-uniform mit neuen aufnähern bestücken. da scheint wohl eher deine stärke zu liegen als im lesen des aufrufes.

    @kackpratze
    das gleiche scheint aber auch für dich, kackpratze, zu gelten.
    ich glaube zwar nicht, dass du die welt mit tofu essen retten willst,
    aber vieleicht versuchts du es mal mit yoga um dich ein wenig zu beruhigen.
    denn hättest du dir mal die mühe gemacht, den aufruf zu lesen, wärst du jetzt nicht so zornig. deine vorwürfe, was die inhaltliche ausrichtung des aufrufes betrifft werden von dir gar nicht belegt. wie auch. dann würde deine projektionsfläche nämlich weg fallen.
    aber wen dann beschimpfen?
    mein vorschlag: deine mudda!
    und wen du magst kann ich dir dabei auch helfen.
    des weiteren könnte ich dir auch ein seminar ans herz legen.
    „selbstreinigung durch projektion und beschimpfung“.

    @clown
    „Mal ehrlich werbung machen für ne zionistisch organisierte demo, die durch die letzten deppen der sogenannten antifaszene organisiert wird, das ist mehr als lächerlich.“

    ich habe gerade die „psychologie heute“ in der hand gehabt und meine diagnose für dich, du armes schwein, ist eindeutig paranoia.
    woher du das nun schon wieder weißt mit dem zionismus und so? letzte nacht die „protokolle“ untern der bettdecke gelesen?

    @kanaille
    kannst du mir bei gelegenheit mal schreiben an welcher stelle im aufruf an die bundesregierung appelert wird? ich finde da nämlich nichts. aber warscheinlich bist du genau so gestrickt wie diese dreckschleuder von kackpratze und hast den aufruf einfach nicht gelesen.

    „Die Frauenrechte werden doch nur vorgeschoben, eigentlich gehts doch um Israel…“
    welches investigative vögelchen hat dir das denn gezwitschert?
    oder kann es sein, dass du mit clown sogar einen „die protokolle der weisen von zion“ lesezirkel besuchst?

    so, ich geh jetzt mal ein kind schächten.

    ps. hey kackprazte. wann treffen wir uns dann zum seminar „selbstreinigung durch projektion und beschimpfung“.
    den termin mit der mudda müssen wir auch noch klären.

  24. 24 Anarcho 30. Juni 2009 um 14:18 Uhr

    @küchentischpsychologin

    …“deinem
    DIY bastelwahn hingeben oder deine crust-uniform mit neuen aufnähern bestücken…“

    danke für das Kompliment,da ist nur ein armseliger Mensch neidisch

  25. 25 korosch 30. Juni 2009 um 18:33 Uhr

    hallo

    ich gehe auch zu dieser demo, um mich mit der iranischen farbigen revolution zu solidalisieren. im iran bedeutet grün veränderung, fridliche Revolution,

  26. 26 leni 01. Juli 2009 um 2:10 Uhr

    hallo farfalla, eigentlich scheiße , aber denk mal darüber nach, diese angeblichen anarchos die doch nur antisemiten sind aus deinem blog zu löschen.

  27. 27 HiHi 01. Juli 2009 um 7:44 Uhr

    @leni
    ???????? Wo bitte, machst du hier Antisemiten aus? Es sind teilweise recht doofe Kommentare, stimmt. Aber antisemitische Kommentare? Jetzt mach mal halblang! Das bei euch islamophoben, paranoiden Nationalfetischistenen jegliche Israelkritik (Kritik am Staat,System,Regierung) immer gleich mit Antisemitismus gleichgesetzt wird. Sollte aber nicht gerade für „angebliche Anarchos“(deine Worte) Staatskritik erlaubt sein? Kritk am Staat Israel, bzw. dessen Regierung hat verdammt nochmal nix mit Antisemitismus zu tun!!! Wenn ihr es nicht auf die Reihe bekommt endlich zwischen Staat und den Menschen darin zu unterscheiden tut ihr mir leid.

    Abgesehen davon gehört das iranische Regime gestürzt, aber zum Wohle aller.

  28. 28 farfalla 01. Juli 2009 um 16:14 Uhr

    @ leni
    auch wenn hier teilweise richtig beschissene antizionistische, zum teil auch strukturell antisemitische kommentare kommen werd ich nichts zensieren. das löst das problem einfach nicht…
    @Hihi
    deine pauschalisierenden aussagen (über wen auch immer) sind schon belustigend. du scheinst leni in die ominöse schublade „der antideutsche“ stecken zu wollen und das nur deshalb, weil er sich über antisemitismus beschwert. da muss er ja islamophob (…) sein, gehört ja schließlich dazu und in dein geschlossenes kleines weltbild. diese merkmalszuschreibung an bestimmte gruppen nennt sich übrigens rassismus.

  29. 29 küchentischpsychologin 01. Juli 2009 um 18:55 Uhr

    na klasse,
    da haben wir ja wieder die alte tour vom antizionismus, der, solange er aus einer
    vermeindlich linken perspektive geäußert wird, per se niemals antisemitisch sein kann.
    versuche, das problem mit begriffen wie israelkritik zu umschiffen, wirken beim durchlesen einiger komentare geradezu lächerlich verlogen.
    clown macht aus einer demo, die von der socialist party of iran angemeldet ist, gleich mal eine „zionistisch organisierte“ und auch kanaille schlägt mit seiner unterstellund die organisatoren hätten „„Die Frauenrechte (…) doch nur vorgeschoben“ denn „eigentlich gehts doch um Israel“ in die gleiche kerbe.
    diese phrasen erwartet man sonst eher aus verschwöhrungstheoretischen altermedia-berichten.
    wie weit es mit dem verständnis für die zionistischen bewegung und die geschichte des staates israel bestellt ist, lässt dann HiHi mit der bemerkung
    „Wenn ihr es nicht auf die Reihe bekommt endlich zwischen Staat und den Menschen darin zu unterscheiden tut ihr mir leid.“ durchblicken.
    es ist eben nicht so, dass israel ein land wäre, in dem es unter anderem eine jüdische comunity gibt, sondern es ist eben ein jüdischer staat, der seine ganz besondere daseinsberechtigung hat.
    warum sich dann einige, sobald es um „staatskritik“ geht, gleich auf den vermeindlichen brückenkopf
    der usa im nahen osten stürzen bzw. beim auftauchen von israelfahnen um 100% mehr abdrehen als sie es bei einer cubafahne je würden, kann nur mit einem antisemitischen beißreflex begründet werden.

  30. 30 Anonymous 01. Juli 2009 um 19:54 Uhr

    Ihr seit echt armselig!!!!

    während in prag eines der letzten linken projekte von irgendwelchen nazischlägern geräumt wird..sitzt ihr vor euren computern und schiebt euch gegenseitig in irgend eine schublade….
    aber hey solange ihr das noch machen könnt ist ja alles schön und gut!!!!weiter so!!!! waffen für Israel
    freiheit der hamas…..

  31. 31 star wars 01. Juli 2009 um 20:24 Uhr

    @Phrasenschweinpsychologin

    An deiner Stelle wäre ich vorsichtig. Dein Kommentar ließt sich wie ein Paradebeispiel deutscher Leitkultur an.

  32. 32 küchentischpsychologin 01. Juli 2009 um 21:42 Uhr

    @ star wars
    „Du glaubst doch wirklich nicht dass ihr über eine Demo irgendwas erreichen werdet.“

    wer drischt die phrasen?

  33. 33 star wars 01. Juli 2009 um 23:42 Uhr

    Der Glaube geht zuletzt den Bach runter. Offensichtlich eine Frage der Anspruchshaltung.

  34. 34 leni 02. Juli 2009 um 0:33 Uhr

    anonymous: na dann kannst du uns ja was von prag erzählen. warst ja wohl da. übrigens waren noch mitfahrplätze frei und es gab leute die gern mitgefahren wären nur nichts von den freien plätzen und der möglichkeit wußten. um hier mal was zu schreiben brauchts auch echt nicht viel zeit.
    hihi:wenn clown von ner zionistisch organisierten demo schreibt, oder zb. mir abgesprochen wird das ich gegen dieses frauenfeindliche regime demonstriere weil ich ja eh bloß israel meine, nenne ich das antisemitisch.
    ich stimme dir zu, das iranische regime gehört gestürzt.
    und es macht auch keinen unterschied wer von den vier zugelassenen regiert. „das bei euch islamophoben,paranoiden nationalfetischisten jegliche israelkritik…“ was soll das? du richtest deinen komentar an mich. ich habe mich nie in diesde richtung geäußert.

  35. 35 tortellina 02. Juli 2009 um 0:57 Uhr

    Was hier über Zionismus gemeckert wird ist nicht nur gruselig sondern offenbart auch noch das Halbwissen der Schreibenden. Wer den Zionismus so gar nicht verstanden hat, sollte auch nicht darüber urteilen. Zwar muss Antizionismus nicht unbedingt immer antisemitisch sein, aber hier kann getrost davon ausgegangen werden, auch wenn das nicht schon so plump treudeutsch-doof in den Beiträgen zu lesen wäre.

    Die Frage warum wir gegen das iranische Regime auf die Straße gehen, stellt sich mir gar nicht; Die Frage ist doch: Warum nicht? Das Desinteresse an anderen faschistischen/totalitären/… Regimen ist zwar zu bedauern, aber kein Grund zum Thema Iran den Mund zu halten!
    Für die Emanzipation der Menschheit braucht es eben so einiges. Die Säkularisierung der arabischen Staaten wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Und in der aktuellen oppositionellen Bewegung im Iran (die zweifelsohne existiert!) gibt es eben nicht nur ayatollah-hassende Mussawi-Fans sondern auch eben Leute, mit denen ein tatsächlicher Fortschritt gelingen kann. Denen gilt es auf jede erdenkliche Weise Solidarität zu bekunden und an allen möglichen Stellen für ebenjene zu werben. Warum nicht bei den Dresdener_innen?

    am 4.Juli auf zur Demo!
    Eure Halbwahrheiten und verkürzten Kritiken nerven!!

  36. 36 star wars 02. Juli 2009 um 16:44 Uhr

    @ tortellina

    Für die Emanzipation der Menschheit braucht es eben so einiges. Die Säkularisierung der arabischen Staaten wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

    Zum Einen ist der Iran kein arabischer (Volks-)Staat. Die Leute die im Iran leben verstehen sich, was die geschichtlich-kulturelle Tradition dieser Region angeht, als Perser. Aber gerade die Perser haben in ihrer neuesten Geschichte erst über Khomeini 1979 einen Führungsanspruch der geistlichen Elite in ihrem Land zugelassen. Es ist verkehrt ausgerechnet in Persien von „Säkularisierung“ zu reden. Da die Islamische Revolution 1979 gerade als „Konterrevolution“ gegen Fremdherrschaft und Säkularismus im Land an die Schalthebel der Macht, bzw. des staatlichen Gewaltapparates, gekommen ist.

    Deswegen noch mal was historisches. Das gesamte 20. Jahrhundert hinweg haben die Geistlichen und Ayatollahs im Iran keine politische Führungsansprüche für sich in Anspruch genommen bzw. reklamiert. Das erste Mal haben sie sich gegen Ende 19. Jahrhunderts gegen die Verscherbelung der natürlichen Bodenressourcen durch international agierenden Erdölunternehmen ausgesprochen. Das nächste Mal 1958 haben sie wiederum gegen die Verstaatlichung der natürlichen Bodenressourcen, also auch gegen Montassadeqs Führungsanspruch im Lande, Stellung bezogen. Nach einem Jahrhundert hat schließlich erst 1979 bzw. in den 80ern, die geistliche Elite den politischen Führungsanspruch im Iran für sich beansprucht. Sich entsprechend mit Unterstützung der Khomeini-Anhänger gewaltsam (auch gegen potentielle Staatsgegner wie z.B. die Volksmudschaheddin von der kommunistischen Tudeh-Partei) sich den Gewaltapparat vergewissert.

    Es waren die gleichen sozialen Klassen und Schichten, die sich durch die Machtübernahme der Islamisten, und gegen imperiale Besitzansprüche der Weltmächte, bzw. Ölmultis im Land, eine Verbesserung ihres Lebensstandrads versprochen haben. Und nun wiederum enttäuscht registrieren müssen dass die Islamische Revolution nichts davon gebracht hat, was sie sich von ihr mal versprochen haben. Statt also mal die Erfolgskriterien der Nation kritisch zu überprüfen, geht es (schon) wieder darum das Herrschaftspersonal, samt Selbstbehauptungs- bzw. Modernisierungsstrategien nach Innen, und nach Außen auf dem Weltmarkt, kritisch zu hinterfragen.

  37. 37 tortellina 02. Juli 2009 um 23:57 Uhr

    an star wars [das zu schreiben hat mich durchaus belustigt]

    Mit deinem ersten Absatz redest du mir ja gerade das Wort.
    Die islamische Revolution von 1979 hat doch gerade zu eben jenem Glaubensstaat geführt, den wir zur Zeit dabei beobachten können wie er alle Facetten von Totalitarismus und Unterdrückung ausübt.
    Das die Bewegung die diesen Staat erkämpft hat sich so explizit gegen Säkularisierung eingesetzt hat ist doch wichtiger Bestandteil der katastrophalen Entwicklung die der Iran seit ’79 nahm. Die Sittenwächter sind der beste Beweis für die bis zur Perversion getriebene Antimoderne die sich in kultureller Stagnation, Chauvinismus und Unterdrückungsmechanismen aller coleur äußert. Und der Wächterrat als oberste Instanz letztlich aller drei staatlichen Gewalten garantiert das die Verhältnisse im Iran so anti-emanzipatorisch, feudal, absurd, … bleiben wie sie sind.
    Was 1979 mit Zielformulierungen wie Selbstbestimmung und Antiimperialismus revolutionär erschien, worin sicherlich viele Iraner_innen eine greifbare Chance für tatsächlichen Fortschritt und Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse sahen entpuppt sich -nicht erst heute- als Farce, als anitmenschliche Konterrevolution.
    Unter dem Deckmantel des Antiimperialismus verbirgt sich in der ihm eigenen Banalität nichts weiter als der Hass abendländischer Kultur, Philosophie und Lebensweise. Hiernach sehen es vor allem die Sittenwächter -unter Gleichsetzung von „westlicher Lebensart“ mit (angeblich) imperialistischer Symptomatik- als Aufgabe eben letztgenannte mit allen Mitteln zu bekämpfen. Begründet wird das ganze dann nicht nur mit einem allgemein gültig gemachten, gruseligen Wertesystem einiger Geistlicher sondern vor allem mit der vermeintlichen Pflicht gegenüber dem eigenen Glauben.
    Wenn allerdings Frauen bei Zeigen des Haaransatzes Peitschenhiebe erwarten, wenn das Tragen kurzer Hosen im öffentlichen Raum mindestens (dieses mindestens gilt nur für Männer) zu einer Geldstrafe führt, wenn Paare, die sich in der Öffentlichkeit küssen von Glück reden müssen das sie mit einer „kurzen Haftstrafe“ davon gekommen sind und wenn bekennende Homosexuelle der Tod erwartet, der auch noch auf so mittelalterliche Weise wie Steinigung oder Erhängen daherkommt muss von religiösem Fanatismus gesprochen werden. Anhand dieser im Iran leider alltäglichen Beispiele ist leicht zu erkennen das im Gewand freier Ausübung religiöser Freiheit absurde, unsägliche Sittengesetze dazu benutzt werden individuelle Emanzipation und Freiheit im Keim zu ersticken und die Menschen „auf Linie“ zu halten. Religiöser Fanatismus und Machterhaltungsinteresse sind hier mit Sicherheit nicht alle Gründe.
    Besonders traurig ist zu sehen, dass all dies nicht etwa von einer Clique von Machthabern der Bevölkerung aufgezwungen wird, sondern dass in allen gesellschaftlichen Klassen, Gruppen und Schichten Befürworter_innen dieser Zustände sind.

    Es bleibt dabei: Säkularisierung wäre ein Schritt in eine richtige Richtung.

  38. 38 besserwisser 03. Juli 2009 um 2:31 Uhr

    Die Leute die im Iran leben verstehen sich, was die geschichtlich-kulturelle Tradition dieser Region angeht, als Perser.

    nun, bis auf die kurden, aserbaidschaner etc. pp. laut wikipedia also immerhin 49%.

    Die Sittenwächter sind der beste Beweis für die bis zur Perversion getriebene Antimoderne die sich in kultureller Stagnation, Chauvinismus und Unterdrückungsmechanismen aller coleur äußert.

    antimoderne? klar, aus eurozentristischer sicht schon. in der islam(ist)ischen moderne sind sie damit schon wieder avantgarde. naja, fast. afghanistan ist schwer zu toppen.

  39. 39 star wars 03. Juli 2009 um 10:50 Uhr

    @besserdenken

    Mit „Aserbaidschaner“ meinst du wohl die Azharen (den genauen Wortlaut kann ich jetzt nicht überprüfen), die wiederum wohl einem türkischstämmigen Stamm angehören (wie übrigens wohl auch die „Aserbaidschaner“ in Aserbaidschan). Aber diese (die „iranischen“ Ableger) verstehen sich in ihrem kulturellen Selbstverständnis noch als Perser.

    @was zum Essen

    Mit deinem Kommentar werde ich mich noch am Nachmittag theoretisch auseinandersetzen.

  40. 40 halleluja 04. Juli 2009 um 16:10 Uhr

    Gestern auf der Veranstaltung im Conni wurde dargelegt, dass Antifaschismus nichts mit linksradikaler Politik zu tun hat. Dementsprechend konsequent ist es auch eine antifaschistische Demonstration für die Demokratie im Iran zu machen. Das ist wie mit der IDF. Man kann sich gern dafür einsetzen, wenn man das für sinnvoll hält, aber man verabschiedet sich dabei aus der radikalen Linken. Das gilt eben auch für diese Demo. Von daher kann man die Diskussion an dieser Stelle beenden. Oder den Leuten vorwerfen, dass sie eben nur Antifaschisten und keine radikalen Linken sind.

    Wer das nicht versteht, hätte eben gestern ins Conni gehen sollen. Gibt aber wohl auch einen Mitschnitt.

  41. 41 tortellina 04. Juli 2009 um 16:58 Uhr

    Gut, dass es diesen Mitschnitt gibt, dann kannst du ihn nochmal genau anhören und an den entscheidenden Stellen die Ohren spitzen! Oder ein zweites Mal darüber nachdenken, whatever.

    Sicherlich mag die Demonstration heute, oder die Forderung nach mehr Freiheit im Iran nicht besonders radikal, ja nicht einmal beonders originell sein. Trotzdem bleiben die Forderungen, die diese Demonstration unterstützt (hat, ist ja grad vorbei.) bei ihrer Erfüllung emanzipatorisch. Die Befreiung von Wächterrat und Sittenwächtern würden für die Menschen im Iran eine ganz konkrete Verbesserung ihrer Daseinsbedingungen bedeuten, auch wenn nicht der weltweite Kommunismus ausgerufen wird. (Nebenbei: es ist auch keine Neuwahl, keine Präsidentschaft für Mussawi gefordert worden, sondern ein gesellschaftlicher Umbruch…) Daher kann ich als radikaler Linker diese Forderungen unterstützen, diese Demonstration besuchen ohne mich von meiner Szene zu verabschieden. Womöglich trinke ich auch den gleichen Tee wie Angela Merkel, benutze die selbe Grammatik wie Edmund Stoiber und schüttele meinem Vater zur Begrüßung die Hand, wie es womöglich auch Udo Voigt mit dem Seinen macht.
    Macht mich das jetzt zum Verräter an „der Sache“, zum Nazi oder zum Konterrevolutionär, der mit dem Establishment korrumpiert?
    Linke Radikalität bedeutet doch nicht einfach nur Dreads, Zapatisten-Kaffe, Vokü und Crust-Punk.
    so long.

  42. 42 halleluja 04. Juli 2009 um 17:38 Uhr

    Sicherlich mag die Demonstration heute, oder die Forderung nach mehr Freiheit im Iran nicht besonders radikal, ja nicht einmal beonders originell sein. Trotzdem bleiben die Forderungen, die diese Demonstration unterstützt (hat, ist ja grad vorbei.) bei ihrer Erfüllung emanzipatorisch.

    Merkst du was? Was denn jetzt? Nicht besonders radikal oder emanzipatorisch?

    Das ist doch genau das was der Referent gemeint hat. Du kannst das im Iran gern für unterstützenswert halten, aber diese Demonstration heute und ein Systemwechsel hin zu westlicher Demokratie hat nichts mit linksradikaler Politik zu tun. Wenn es dort tatsächlich mal einen kommunistischen Aufstand gibt, sieht das anders aus, aber den gibt es dort gerade nicht.

    Wenn du gestern aus der Veranstaltung mitgenommen hast, dass irgendwer behauptet hätte, dass linke Radikalität „Dreads, Zapatisten, Vokü und Crust“ bedeuten, hast du offensichtlich gar nichts mitbekommen. Viel begriffen hast du offensichtlich auch nicht.

  43. 43 tortellina 04. Juli 2009 um 18:17 Uhr

    Den letzten Satz gebe ich gern zurück. Beispielsweise habe ich in meinem vorherigen Kommentar ja versucht zu erklären, dass Emanzipation nicht gleichzusetzen ist mit linker Radikalität. Das hast du aber offensichtlich beiseit gelassen und in deinem Verständnis meinen Beitrag irgendwie zusammengekürzt. Die Emanzipation der Frau in den westlichen demokratischen Gesellschaften zum Beispiel war (ist) weder in ihren Mitteln noch in ihren Forderungen und in vielen Fällen auch nicht in ihrer Analyse radikal, aber hat doch bereits einen konkreten Fortschritt, den ich auch gutheiße gebracht.
    Das diese Demonstraion nicht viel mit linksradikaler Politik zu tun hat, habe ich genau so auch gesagt. Ich habe gemeint, dass mensch als LinksradikaleR trotzdem hingehen kann und sich trotzdem als radikaleR LinkeR verstehen.
    Die Menschenwürde ist etwas, dass meiner Meinung nach radikale Linke auch immerzu einforden sollten, auch wenn sie im Grundgesetz steht. Damit ist gemeint das eine Forderung nicht linksradikal (erfunden) zu sein braucht um trotzdem richtig zu sein.
    Genau dasselbe sagt letztlich der Teil über Dreads, Zapatisten-Kaffe, Vokü und Crust-Punk. Gegner_innenschaft zum System und Abgrenzung mittels subkulturellem Habitus sind halt nicht alles. Der Antagonismus zwischen linksradikaler Gesellschaftskritik und bürgerlicher Gesellschaft ist nicht ganz so unversöhnlich wie auch gestern behauptet wurde. Einige Eckpfeiler der westlichen Demokratie (auch wenn diese oft nur auf dem Papier Gültigkeit haben) passen durchauch in meine linksradikale Utopie.

  44. 44 halleluja 04. Juli 2009 um 18:36 Uhr

    Beispielsweise habe ich in meinem vorherigen Kommentar ja versucht zu erklären, dass Emanzipation nicht gleichzusetzen ist mit linker Radikalität.

    Es ist zwar belanglos, aber wo soll das in dem entsprechenden Kommentar passiert sein?

    Das diese Demonstraion nicht viel mit linksradikaler Politik zu tun hat, habe ich genau so auch gesagt. Ich habe gemeint, dass mensch als LinksradikaleR trotzdem hingehen kann und sich trotzdem als radikaleR LinkeR verstehen.

    Dann sind wir uns wohl weitgehend einig. Aber es gibt eben auch keinen Grund oder eine Verpflichtung als radikaler Linker zu so einer Demonstration zu gehen. Eben weil es nichts mit linksradikaler Politik zu tun hat.

    Als radikaler Linker fordert man keine Menschenwürde ein oder baut irgendwelche utopischen Luftschlösser, die die Glücksversprechen der bürgerlichen Gesellschaft einlösen sollen, sondern betreibt radikale Gesellschaftskritik, begreif das doch endlich mal und nerv mich nicht mit deinen Subkulturprojektionen. Ich habe keine Dreads, trinke keinen Zapatisten-Kaffe, esse Vokü nur wenns mir schmeckt und weils billig ist und höre auch keinen Crust-Punk, also pack deinen Pappkameraden wieder weg.

  45. 45 farfalla 04. Juli 2009 um 19:15 Uhr

    Ich kann als résumé des vortrags gestern (nie wieder revolutionärer antifaschismus) und der heutigen demo eigentlich nur noch eins hinzufügen: antifa ist nicht ‚der kampf ums ganze‘ und schon gar nicht revolutionär und als radikale_r linke_r kann ich sehr wohl eine emanzipation und verbesserung der lebensbedingungen für die menschen im iran einfordern. es war ein wenig traurig, aber zu erwarten, dass die üblichen verdächtigen, welche sonst so auf antifa demos rumspringen nicht auf der demo gegen das iranische regime aufgetaucht sind. dies mag nun mehrere gründe haben, wie z.b. die verbohrte vortsellung, dass eine demo wo venceremos einen aufruf zu schreibt ja generell kacke antideutsch sein muss und nichts mit ‚linker‘ politik zu tun hat. muss ja im endeffekt auch jede_r selber wissen auf welche demos er/sie geht aber ist schon bezeichnend für die dresdner ’szene‘.
    ich denke jedenfalls, dass eine solidarisierung mit den aufständischen im iran die richtige entscheidung ist und die forderung, nach dem sturz des islamistischen regimes bestehen bleibt.

  46. 46 halleluja 04. Juli 2009 um 19:34 Uhr

    Ich kann als résumé des vortrags gestern (nie wieder revolutionärer antifaschismus) und der heutigen demo eigentlich nur noch eins hinzufügen: antifa ist nicht ‚der kampf ums ganze‘ und schon gar nicht revolutionär

    Ist ja richtig, aber wieso ist das auch ein Résumée aus der heutigen Demo?

    und als radikale_r linke_r kann ich sehr wohl eine emanzipation und verbesserung der lebensbedingungen für die menschen im iran einfordern.

    Nur dass das nichts mir linksradikaler Politik zu tun hat. Warum eigentlich gerade Iran? Mir fällt gerade kein Ort auf der Welt ein, wo es nicht noch besser sein könnte.

    es war ein wenig traurig, aber zu erwarten, dass die üblichen verdächtigen, welche sonst so auf antifa demos rumspringen nicht auf der demo gegen das iranische regime aufgetaucht sind. dies mag nun mehrere gründe haben, wie z.b. die verbohrte vortsellung, dass eine demo wo venceremos einen aufruf zu schreibt ja generell kacke antideutsch sein muss und nichts mit ‚linker‘ politik zu tun hat. muss ja im endeffekt auch jede_r selber wissen auf welche demos er/sie geht aber ist schon bezeichnend für die dresdner ’szene‘.

    Kacke antideutsch? Ich würde es eher konkret dumm nennen, was auf der Seite oft produziert wird. Das wäre jedenfalls für mich ein Grund nicht zu deren Aktionen zu gehen.

    Außerdem müsstest du mal erklären, was die Situation im Iran mit dem Abwehrkampf gegen Nazis hier zu tun haben soll, und warum die Leute, die sich warum auch immer für einen Anti-Nazi-Kampf entschieden haben, sich mit irgendwelchen Regimen irgendwo in der Welt beschäftigen müssen?

    ich denke jedenfalls, dass eine solidarisierung mit den aufständischen im iran die richtige entscheidung ist und die forderung, nach dem sturz des islamistischen regimes bestehen bleibt.

    Schön, du bist also für eine Demokratie nach westlichem Vorbild im Iran, und?

  47. 47 tortellina 04. Juli 2009 um 19:52 Uhr

    Das ist in den ersten beiden Sätzen des zweiten Absatzes passiert und danach kurz erläutert…

    Für eineN radikaleN Linken gibt es bekanntlich überhaupt keine Verpflichtungen ;) . Einen Grund aber wohl. Es gibt eben im Iran auch Menschen, die einen radikalen Gesellschaftsumbruch in den letzten Wochen gefordert haben. Die komplett weg vom Glaubensstaat wollen. Und selbst wenn die sich nur für einen „demokratischen Staat nach west-europäischem Vorbild“ einsetzen (abgesehen davon, dass es selbst DORT ein paar wenige Kommunist_innen gibt) finde ich das schonmal unterstützenswert.

    Um deiner Frage nach dem Warum, oder deiner vernichtenden Kritik schonmal vorzugreifen:
    Ich glaube, dass die Verwirklichung linker Utopie nicht von Heut‘ auf Morgen gelingen wird. Wenn aber die arabischen Staaten zunächst Mal eine ähnliche Gesellschafts-/Staatsform hätten, wie wir in Schland, wären wir der befreiten Gesellschaft schon wieder ein kleines Stückchen näher. In der iranischen Gesellschaft in ihrer jetzigen Verfasstheit kann sich doch noch nicht mal eine radikale Linke wie wir sie hier haben entwickeln. Wie soll sich denn ohne linke Bewegung radikale Gesellschaftskritik verbreiten? Das wir hier anarchistische, staatsablehnende Propaganda betreiben können ist doch auch dieser Gesellschaftsform geschuldet. Es ist doch nicht bestreitbar, dass es so viel Freiheit wie wir sie heute hier haben auf diesem Flecken Erde noch nie zuvor gegeben hat, sondern dass diese erst im letzten halben Jahrhundert entstand. Das deswegen die bürgerliche Gesellschaft mit ihrer Demokratie zum Kotzen bleibt und Deutschland ein Arschloch ist ganz klar. Ebenso, dass wir nicht kurz vor dem Ziel stehen usw. usf. . Aber ich bin auf jeden Fall froh, dass ich meine Meinung öffentlich sagen kann ohne an die Wand gestellt zu werden.

    Zum letzten Absatz:
    Meine Pappgenossin hab ich zur Seite gestellt, obwohl sie jetzt vor lauter Unverstandenheit und Weltschmerz bitterlich weint. Daher mal weniger bildlich:

    Für dich mag das anders sein, aber in meiner Rezeption linksradikaler Theorie gehört Humanismus auf jeden Fall zu den Utopien über gesellschaftlichem Leben, egal welcher Strömung. Deswegen ist es ganz ohne Frage linksradikal das Leben des Menschen in Würde einzufordern.
    Das hat auch mit Versprechen der bürgerlichen Gesellschaft nix zu tun, sondern einfach damit zu wissen, dass mensch irgendwo anders hin will und zufällig ein Stückchen „jetzt“ dazu passt. Was ist denn deine radikale Gesellschaftskritik wert ohne Utopie, oder Luftschloss wie du es nanntest? Radikale Linke meinen zwar häufig auch destruktiv kritisieren zu können und dem stimme ich zu. Mensch muss nicht die passende Lösung für jedes Problem parat haben, nur um zu erkennen und zu sagen, dass es ein Problem ist. Aber besonders weit bringt uns das eben auch nicht.

  48. 48 star wars 04. Juli 2009 um 19:59 Uhr

    ich denke jedenfalls, dass eine solidarisierung mit den aufständischen im iran die richtige entscheidung ist und die forderung, nach dem sturz des islamistischen regimes bestehen bleibt.

    Und bei so einer Beurteilung wunderst du dich das Liksradikale bei so einer Demo fern bleiben. Zum einen wird das „islamistische regime“ im Iran nicht deswegen fallen weil einige linksrevisionistische Demokratieidealisten in Dresden diesen Zustand sich herbeiwünschen. Zum Anderen ist im Iran von „Aufständischen“ weit und breit nichts zu sehen. Aber das kenne ich mittlerweile in der bürgerlichen Gesellschaft zu Genüge. Wenn die empirische Wirklichkeit die vorgegebenen Wunschvorstellungen nicht realisieren kann denke ich sie mir einfach in Gedanken herbei.

  49. 49 ohno 04. Juli 2009 um 20:19 Uhr

    @halleluja:

    ich sehe keinen grund weswegen dem „sturz des iranischen regimes“ eine demokratie nach westlichem vorbild folgen müsste. das bild was sich abzeichnet, haben auch reichlich linke einen schon erheblichen anteil am aufstand und denen geht es sicherlich nicht um eine demokratie nach westlichem vorbild. dafür eine öffentlichkeit zu schaffen und genau diese linken zu unterstützen (bzw. deren vertreter_innen im exil), hat schon was mit linksradikaler politik zu tun.

    und auf der gestrigen veranstaltung wurde auch nicht dargelegt, dass antifaschismus nichts mit linksradikalität zu tun haben könnte, sondern lediglich dass revolutionärer antifaschismus, also der versuch ausgehend vom antifaschismus eine revolutionäre politik zu entwickeln, nicht sinnvoll ist.

  50. 50 entfremdet 04. Juli 2009 um 20:23 Uhr

    EMANZIPATION / BEFREIUNUNG DES MENSCHEN aus allen Verhältnissen die ihn selbst unfrei machen, die uns ein Leben aufzwängen, was wir selbst nicht wollen, die die Menschheit eben daran hindert, als jeweils selbstbestimmte Menschen entsprechend ihrer bzw. seiner eigenen individuellen Bedürfnisse, untereinander zu leben
    IST LINKSRADIKALE POLITIK!

    Wie Karl Marx es z.B. formulierte:
    „jeder Fortschritt … ist nicht nur ein Fortschritt in der Kunst den Arbeiter, sondern sogleich ein Fortschritt in der Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung seiner Fruchtbarkeit … zugleich ein Fortschritt im Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit… .
    Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und die Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“ (aus: Die lohnarbeitenden Menschen)

    oder Nestor Machno es 1918 formulierte:
    „Sterben oder siegen – das ist es, was im gegenwärtigen historischen Augenblick den Bauern der Ukraine bevorsteht. Wir können aber nicht sterben, unser sind zu viele – wir sind die Menschheit; folglich werden wir siegen. Wir werden aber nicht siegen, um nach dem Beispiel vergangener Jahre, unser Schicksal einer neuen Regierung zu überantworten, sondern um es in unseren eigenen Händen zu halten und um unser Leben so zu gestalten, wie wir es selber wollen und wie wir es als wahr empfinden.“

    Emanzipation ist also „… alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“
    (K. Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie)

    Also warum kommt ihr nicht auf den Gedanken, aus Solidarität zu den aufständischen Nenschen im Iran, Honduras, Peru, Mexico, etc. auch mal den „Wächterrat“ des jeweils eigenen Landes zu kritisieren und auch mal für die eigene Befreiung zu demonstrieren einschließlich konkret-formulierten und unmittelbaren Forderungen!?

    Sind die Menschen dieses Landes etwa frei?
    Gibt es Unterdrückung, Fremdbestimmung, Homophobie, religiöser Wahn, … wirklich immer nur in anderen Ländern, weit weg von unserem eigenen Leben?
    Seit ihr etwa mit dem Wächterrat eures Landes, eurer Stadt, Dorf, oder Viertel einverstanden ?
    Betrachtet ihr euch eigentlich selbst noch als emanzipatorisch oder gar als linksradikal?
    Geht ihr etwa immer nur für andere „solidarisch“ demonstieren und nie für euch selbst ?

  51. 51 star wars 04. Juli 2009 um 21:07 Uhr

    An der Stelle vielleicht noch mal ein paar grundlegende Gedanken über die (bürgerliche) Staatsgewalt. Gewalt kein immer nur Mittel sein, der zwischen zwei oder mehreren Willensinhalten, die gegensätzlich aufeinander bezogen sind, regulierend, also doch wohl gewaltsam in Erscheinung treten muss. Der Willensinhalt eines Privateigentümers äußert sich in der bürgerlichen Gesellschaf darüber dass er exklusiv über sachliche Reichtumsquellen verfügen, dementsprechend alle anderen Privateigentümer über die exklusive Verfügung seines Eigentums, ausschließen möchte. Der Wille eines Privateigentümers nimmt also gerne, wenn auch unter Vorbehalt, in Kauf einer Gewalt zuzustimmen, die seine Verfügungsansprüche beschränkt, wenn alle anderen Privateigentümer durch die Staatsgewalt ebenfalls darauf verpflichtet werden, die vorgegebenen, exklusive Verkehrsformen unter den Privateigentümern untereinander anzuerkennen.

    Die bürgerliche Staatsgewalt hat also einen Inhalt, den Inhalt der sich eben aus den gegensätzlich aufeinander bezogenen Willeninhalte der Privateigentümer notwendig ergeben muss. Mehr noch, die bürgerliche Staatsgewalt ergibt aus einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Privateigentümer auf das Eigentum. Entsprechend ergeben sich demokratische Regulierungsverhältnisse staatlicher Gewaltanwendung, die z.B. auf Durchsetzung, und staatlicher Garantie der Freiheit der Person und des Eigentums, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit usw. beruhen. Entsprechend aufgrund ihres gewaltträchtigen Charakters von der Staatsgewalt noch verordnet werden müssen.

    Der Gegensatz z.B. zur feudalistischen Produktionsweise, die auf personaler Abhängigkeitsverhältnisse beruht (Lehnsherrn vs. freie Bauern usw.) , oder Herrschaftsverhältnissen in der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems (wie z.B. den Iran, in denen semikapitalistische Verkehrsformen vorherrschen) besteht darin dass ökonomische und soziale Verkehrsformen auf einen allseitigen Antagonismus zwischen Privateigentümern besteht, die über exklusive, also doch wohl gegensätzliche Verfügungsansprüche über Produktionsmittel und Arbeit in der Konkurrenz gegeneinander in Stellung bringen können.

    Der postulierte Gegensatz zwischen demokratischer Herrschaftsformen und totalitären Regimen kann also nicht darin bestimmen dass in der Demokratie keine Gewalt angewendet wird, in totalitären Regimen vom Staat dagegen sehr viel Gewalt angewendet wird. Wer also wirklich verstehen will warum es in Deutschland eine Demokratie, im Iran Theokratie oder anderswo eine Diktatur den Schalthebel in der Machtzentrale bedient kommt nicht umher sich mit den gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialen Verkehrsformen, und Bedingungen, auseinander zu setzen die in diesem Land nun mal vorherrschen. Das als Gegenvorschlag zur der um sich greifenden Unsitte die gesellschaftliche Wirklichkeit an vorgegeben Wunschvorstellungen entlang blamieren zu wollen.

  52. 52 entfremdet 04. Juli 2009 um 21:55 Uhr

    @ohno
    Wo sollen im Iran wesentliche linksradikale Kräfte am Werk sein? Ich hoffe du bist nicht wirklich so naiv und glaubst das wirklich. Die Exiliraner sind was den Aufstand da angeht alles andere als representätiv und meistens auch nur Demokraten und oft gleichzeitig ganz schöne Spinner.

    und auf der gestrigen veranstaltung wurde auch nicht dargelegt, dass antifaschismus nichts mit linksradikalität zu tun haben könnte, sondern lediglich dass revolutionärer antifaschismus, also der versuch ausgehend vom antifaschismus eine revolutionäre politik zu entwickeln, nicht sinnvoll ist.

    Dann hast du das gestern auch nicht richtig mitbekommen. Revolutionär wurde im Vortrag gleichbedeutend mit linksradikal benutzt. Es wurde ganz konkret kritisiert, dass der Abwehrkampf gegen Nazis mit allen möglichen anderen Sachen (was sich eben alle so unter linksradikal vorstellen) aufgeladen wird, die damit nichts zu tun haben.

    Richtig ist, dass eingeräumt wurde, dass dieser Abwehrkampf durchaus vernünftig bzw. notwendig sein kann, aber er hat eben nichts mit Linksradikalität zu tun.

  53. 53 halleluja 04. Juli 2009 um 21:57 Uhr

    entfremdet=halleluja

    Da ist wohl mit der blogsoftware gerade was schief gegangen.

  54. 54 Leo 05. Juli 2009 um 1:49 Uhr

    Zu der mehrfach angesprochenen Veranstaltung (nie wieder revolutionärer antifaschismus): Wo wird der Mitschnitt denn online gestellt werden?

  55. 55 halleluja 05. Juli 2009 um 8:13 Uhr

    Ich glaube bisher ist nicht geplant den Mitschnitt online zu stellen. Muss auch erstmal bearbeitet werden und wird dann eher unter der Hand rumgehen. Man kann aber sicher die Veranstalter also das alias kontaktieren und da nachfragen, wenn man sonst nicht ran kommt.

  56. 56 entfremdet 05. Juli 2009 um 11:22 Uhr

    Die Schahanhänger waren gestern auch da:
    http://farm4.static.flickr.com/3663/3686775197_ff1e9150a3.jpg?v=0

    Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

  57. 57 farfalla 05. Juli 2009 um 14:09 Uhr

    das ist ne gute frage mit dem mittschnitt…
    es dauert sicherlich noch n bischen denk ich aber auf der seite vom alias dresden oder der lea (antifa leipzig) dürfte dann bestimmt bald was zu dem mitschnitt zu finden sein?!

  58. 58 hört auf den scheiß schön zu reden 05. Juli 2009 um 14:40 Uhr

    wie emanzipatorisch die besagte demo war zeigen die bilder auf indymedia. solidarität mit den aufständigen? wenn es einem schon abgesprochen wird kritik an nationalflaggen zu äußern, darf man dann wenigstens kritik an der schahflagge äußern? oder steht das terrorregime des schah, bzw dessen anhänger_innen, auch für emanzipation und politischen wandel (in die richtige richtung, versteht sich) im iran?
    nieder mit den mullahs!! ein hoch auf den schah !!!

    ich bereue es nicht, daheim geblieben zu sein!

  59. 59 hört auf den scheiß schön zu reden 05. Juli 2009 um 14:50 Uhr

    nachtrag:
    auf die nächste demo nehm ich dann ne flagge vom deutschen kaiserreich mit. muss ja irgendwie klarstellen dass ich dieses land/system nicht mag.

    -kopfschütteln-

  60. 60 cory 05. Juli 2009 um 15:04 Uhr

    im schlimmsten fall müsst ihr auf die seite der „dummen“ venceremos gehen. die haben sich nämlich gedanken zu den zuständen im iran gemacht und eine konsequenz daraus gezogen: die unterstützung der exilgruppe spi. dass neben farfalla niemand checkt, dass solidarität sinnvoll ist, könnt ihr nicht den leuten zum vorwurf machen, die aus welchen gründen auch immer die demo unterstützen.
    an dieser stelle würde ich mich riesig freuen, wenn mal beispiele für die dummheit von „venceremos“ kämen! dass dümmlich regressive potenzial in dd ist ja wohl kaum dort zu verorten. schließlich haben sich ja genügend kommentarautorinnen hier vor uns entblößt, sei es durch schweineblödes antizionistisches ressentiment, die deckung des regimes, oder anti- antideutsche beschränktheit…
    wenn linksradikalismus die ignoranz der realität bedeutet, ist mit der dresdner „radikalen linken“ nichts weiter anzufangen.
    ich erinnere an den 13.februar und die bekloppten diskussionen darum – hier wird venceremos vorgeworfen, sich mit bürgerlichen, linken kräften zusammenzutun und den emanzipatorischen kampf im iran zu unterstützen. vor einem halben jahr ging es bei euch hier um breite bündnisse, den bürgies linkes lebensgefühl nahezubringen usw usf. check ich nicht, muss ich wohl auch nicht.
    ach ja, dass die grünen das transpi gemalt haben ist auch noch zu belegen, hahahahahahahahaha

  61. 61 hört auf den scheiß schön zu reden 05. Juli 2009 um 16:41 Uhr

    @cory

    Dein Kommentar ist doch das beste Beispiel für die dümmliche Ignoranz. Aus der Diskussion hier hast du nichts gelernt, drauf eingegangen bist du jedenfalls nicht.

    Du checkst aber so einiges nicht, wer sich in die Identitätsdebatte um den 13. Februar einmischt, betreibt keine linksradikale Politik, das gilt auch für venceremos mit ihren Bomber-Harris-Sprüchen, deswegen ist das auch kein Widerspruch dazu, dass den Rest des Jahres über von euch auch mit der Zivilgesellschaft gekungelt wird.

    Ob die Grünen das Transpi gemalt haben oder nicht spielt keine Rolle, der Inhalt ist so schwach, das hätte von den Grünen, aber wahrscheinlich auch vom Ortsverband der Jungen Union gemalt werden können.

    P.S.
    Die blogsoftware spinnt wieder, ich bin „halleluja“ und nicht der Schreiber „hört auf den…“

  62. 62 star wars 05. Juli 2009 um 17:48 Uhr

    @cory

    dass neben farfalla niemand checkt, dass solidarität sinnvoll ist, könnt ihr nicht den leuten zum vorwurf machen, die aus welchen gründen auch immer die demo unterstützen.

    Fällt dir eigentlich nichts dümmeres an als die Leute hier aufzufordern für die eine oder andere Seite, ohne Angabe von Gründen, Stellung zu beziehen. Engagieren kann ich mich doch nur für Etwas was mir, anhand von einleuchtenden Argumenten, vernünftig erscheint. Voraussetzung dafür ist die Wirklichkeit, wie sie vorkommt, überhaupt zur Kenntnis nehmen zu wollen. Bei dir geht es anders herum. Zunächst positionierst du dich, und danach verlangst du das Andere deinem leuchtenden Beispiel Abbitte leisten müssen. Mehr noch, statt die Wirklichkeit mal zu überprüfen, um was es bei ihr geht, verlangst du dass sie deinen, im vorab feststehenden Beurteilungsmaßstäben, eigentlich noch beugen müsste.

    Wenn die gegnerische Fraktion dem eigenen Urteil nicht Folge leisten will, wird schon gleich gemutmaßt das ihr Beurteilungsvermögen nicht richtig funktioniert. Dann wird die vorweggenommene Begründung der Gegenposition nicht einfach als solche akzeptiert, und als solche entsprechend zur Kenntnis genommen. Sie wird stattdessen, samt Gegenposition, ideell verdoppelt, und als dessen Grund in die Persönlichkeit des Kontrahenten hinein verlagert. Schon steht glasklar fest dass die Gegenposition des Kontrahenten bloß einem schweren Webfehler seiner Persönlichkeit Abbitte leisten muss. Oder umgekehrt, der Kontrahent müsste doch umgekehrt selbst nachweisen dass die Gegenposition des Kontrahenten eine schwere Persönlichkeitsstörung nachzeichnet. Dann wäre wiederum die Gegenposition des Kontrahenten, als Persönlichkeitsstörung, widerlegt. Na dann, viel gelernt!

  63. 63 Name 05. Juli 2009 um 17:50 Uhr

    @cory

    Dein Kommentar ist doch das beste Beispiel für die dümmliche Ignoranz. Aus der Diskussion hier hast du nichts gelernt, drauf eingegangen bist du jedenfalls nicht.

    Du checkst aber so einiges nicht. Wer sich in die Identitätsdebatte um den 13. Februar einmischt, betreibt keine linksradikale Politik, das gilt auch für venceremos mit ihren Bomber-Harris-Sprüchen, deswegen ist das auch kein Widerspruch dazu, dass den Rest des Jahres über von euch auch mit der Zivilgesellschaft gekungelt wird.

    Ob die Grünen das Transpi gemalt haben oder nicht spielt keine Rolle, der Inhalt ist so schwach, das hätte von den Grünen, aber wahrscheinlich auch vom Ortsverband der Jungen Union gemalt werden können. Aber lustig, dass man hier für Menschenwürde demonstriert, auf die man am 13. Februar dann wieder scheißt.

    halleluja

  64. 64 deus ex machina 05. Juli 2009 um 19:01 Uhr

    macht eigentlich der gsp diesma auch wieder ne mullah-soli-demo wie damals oder hat der gsp da etwa seine position revidiert?

  65. 65 Kurzzeitgedächtnis 05. Juli 2009 um 20:49 Uhr

    Äh hem, muß ich grad im Urlaub gewesen sein:
    Wann hat den der gsp „ne Mullah-soli-demo“ gemacht? Ich dachte, die haben überhaupt nie irgendeine Demos gemacht.

  66. 66 öl 06. Juli 2009 um 0:14 Uhr
  67. 67 @ 06. Juli 2009 um 15:07 Uhr

    mal ne ganz blöde frage. sollte man nicht evtl. mal ne aktion zwecks poliziegewalt und repression in dtl.(aktuell: hamburg) starten?! iran ist wichtig,ok, aber solange hier nix geschieht, und sich nix ändert, könn wir dem iran auch nicht helfen. oder? vielleicht ne ganz ruhige, aber wirklich wachrüttelnde, aktion welche den „bürgerlichen“ evtl. die augen etwas öffnet und „uns“ vielleicht ein wenig mehr sympathien verschafft.

  68. 68 CP Solidarity 07. Juli 2009 um 2:14 Uhr

    Hier sieht man, dass die wütenden Protestierenden im Iran weder als enttäuschte Urnen-Demokraten noch als Soft-Islamisten pauschal zu denunzieren sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=cZjYyzwIqpA

    Die Parolen lauten: „Tod der Islamischen Republik“, „Tod den Bassiji“ und „Wenn wir nur Waffen hätten…“!

  69. 69 cory 08. Juli 2009 um 0:22 Uhr

    was sollte ich denn aus dieser diskussion weiter lernen, als dass es sinnlos ist sich politisch zu positionieren, so lange es irgendwie gegen antiamerikanische und antizionistische despoten geht. der hassreflex hat sich doch wieder gezeigt: mit der unterstützung der kämpfenden menschen im iran wird sich nicht solidarisiert, weil ein systemwechsel irgendwie israel zugute kommen könnte…
    zudem ist die auf dem oben verlinkten foto abgebildete fahne nicht die schah-fahne, diese (des schahs) hatte nämlich eine krone über dem löwen, knick knack :P
    nichts desto trotz war es schon bissl komisch, die fahne dort zu sehen, die spricht nämlich auch nicht gerade von ner tollen zeit.. von daher wurscht, aber monarchistinnen hatten wir meiner einschätzung nach nicht auf der demo.
    also, hallesonstwas, geh kacken

  70. 70 hört auf den scheiß schön zu reden 08. Juli 2009 um 11:03 Uhr

    dat is die flagge des schah-regimes! die mit der krone ist die sog. kriegsflagge.

  71. 71 kackbratze 08. Juli 2009 um 12:38 Uhr

    Ok, Cory ich habs verstanden. Dumm – Dümmer- Dresden – Cory.

  72. 72 küchentischpsychologin 08. Juli 2009 um 18:16 Uhr

    Liebe kackpratze,
    da die bisherigen Therapieversuche (Beschimpfung von Familienangehörigen, Seminarangebot: „selbstreinigung durch projektion und beschimpfung“) bei dir fehlgeschlagen sind, möchte ich dir einen weiteren Vorschlag machen. Vielleicht bereitet es dir Probleme deinen Konflikt in sozialen Zusammenhängen zu bewältigen. Deshalb möchte ich dir heute einen Vorschlag unterbreiten, der starke autoaggressive Züge trägt. Konfliktbewältigung durch Amnesie.
    Dabei führt der Patient seinem Körper eine hohe Dosis Alkohol zu, bis es zu komatösen Erscheinungen kommt.
    Die Menge muss ausreichend groß sein, um eine Amnesie zu erzeugen. Das traumatisierende Erlebnis, welches den Konflikt immer wieder hervorbrechen lässt, wird damit einfach aus dem Gedächtnis gelöscht.
    Mit einfachen Worten: durch Erbrechen das Hervorbrechen verhindern.
    der Alkohol kann dem Körper auf verschiedene weise zugeführt werden.
    Die geläufigste Methode ist wahrscheinlich die orale Darreichung.
    Die effektivste, aber zugleich auch riskanteste Zuführung, ist die anale.
    Sie ist nur Experten zu empfehlen, da die Darminnenwand eine enorme Absorptionsfähigkeit besitzt und bereit kleine mengen Alkohol zum Tod führen können.
    Leider werde ich auf diesem Weg nur von einem negativen Ergebnis des Therapieversuchs erfahren.
    Für den Fall das mein Vorschlag Früchte trägt, möchte ich dir im Vorfeld alles Gute für deinen Neubeginn wünschen.

    Deine Küchentischpsychologin

  73. 73 Urlaub auf Usedom 08. Juli 2009 um 20:55 Uhr

    *gähn*

    Na, war zu erwarten, dass der Humor das Intelligenzniveau in Dresden nicht gerade übertreffen wird.

  74. 74 deus ex machina 12. Juli 2009 um 17:59 Uhr

    tee müssste wissen, WANN das mit dem gsp war, ich meine mich an sowas anfang der 80ger zu erinnern, aber die miezensager sollten das wissen und könnten auch gern ma was dazu sagen, oder wird da wieder auf helddeckerkröllswirth gewartet?

  75. 75 tee 12. Juli 2009 um 18:14 Uhr

    häh? was‘n das für ’ne finte?

  76. 76 l 12. Juli 2009 um 18:18 Uhr

    doch, die mg hat schon einige wenige demos gemacht afaik. aber das wäre mir neu:

    macht eigentlich der gsp diesma auch wieder ne mullah-soli-demo wie damals oder hat der gsp da etwa seine position revidiert?

    ich erbete weitere informationen und, wenn möglich, eine quelle.

  77. 77 l 12. Juli 2009 um 18:44 Uhr

    das klingt nicht so recht nach „soli“:

    Als sei nicht der Staat so ungefähr das einzige, was im Iran flott floriert, und zwar gerade wegen der ganzen Brut von Ajatollahs, die den „Heiligen Krieg“ der Nation ausgerufen haben, von Politikern, die über seine zweckmäßige Umsetzung gegenüber dem Imperialismus streiten, und von sonstigen Jubelpersern, die sich dafür einspannen lassen.

    http://www.dearchiv.de/php/dok2.php?archiv=amg&brett=CHR163&fn=KORR.280&swort1=IRAN&swort2=&swort3=

  78. 78 The Red Sparrow 12. Juli 2009 um 18:57 Uhr

    Es gab Demos der MG, aber keine für die Mullahs. Für jemanden, der aber die Imperialismuskritik der MG nicht teilt, weil er den Imperialismus des Westens gegen die Mullahs lieb hab – für so jemand sieht das sicher als Mullah-Soli aus.

  79. 79 l 12. Juli 2009 um 19:29 Uhr

    demos zum iran oder sonst welche? wenn erstes: gibt’s dazu auch aufrufe, die im netz zu finden sind? denn ich kann mir das eben auch nicht vorstellen, dass das pro mullahs war; aber halt auch nicht pro westen.

  80. 80 The Red Sparrow 12. Juli 2009 um 19:40 Uhr
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