Deutschland? Eine Zumutung!

Der Mauerfall war nicht nur ein Grund zum Jubel. Das Bauwerk war ebenso wie die Besatzung Deutschlands eine Art Diktatur zur Erziehung der postfaschistischen Gesellschaft. ( jungle world) klingt komisch. ist auch so.

60 jahre kotzkrampf.
20 jahre revolutionsromantik.
wie steht ‚die linke‘ zum mauerfall und zur ‚friedlichen revolution‘? interessante artikel in der aktuellen jungle world und morgen am donnerstag natürlich alle zur infoverantaltung ins AZ conni kommen:

Still not lovin’ Germany
01. Oktober 2009, 20.00 Uhr
german
Vorstellung der Kampagne gegen die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Bundesrepublik und dem 20. Jahrestag der »Friedliche Revolution« und Infos zur bundesweiten Demonstration am 10. Oktober 2009 in Leipzig.


32 Antworten auf „Deutschland? Eine Zumutung!“


  1. 1 Fremdleser 01. Oktober 2009 um 9:03 Uhr

    Interessant im Zusammenhang mit der Diskussion in der Jungle World:
    http://besserscheitern.wordpress.com/2009/09/28/auf-schlingerkurs/

  2. 2 den Konsens brechend 01. Oktober 2009 um 18:10 Uhr

    eines da oberen links (Politische Mindeststandards gegen linken Antizionismus) der Seite „Still not lovin’ Germany“ heißt es u.a.:
    „1. Wir akzeptieren keine Verbote von Fahnen des Staates Israel“

    genau das ist angewandte antinationale Politik
    TOLL!

    aber nun mal im Ernst zum Text von Marquardt von wegen befreiung,
    dazu sag ich nur eins:

    Die entgültige Teilung Deutschlands JETZT!

  3. 3 farfalla 01. Oktober 2009 um 19:14 Uhr

    @konsensbrecher:

    die ‚politischen mindeststandarts gegen linken antisemitismus‘, welche ein verbot von israelfahnen auf demos ausschließen sind halt angewandte antiDEUTSCHE politik. darüber kann mensch jetzt streiten. wird ja auch schon zur genüge gemacht.

  4. 4 farfalla 02. Oktober 2009 um 14:13 Uhr

    war eine nette mobiveranstaltung.
    interessanterweise war es eigentlich die einzige in dresden bisher, bei der das böse wort ‚antideutsch‘ benutzt wurde und ein tragen von israelfahnen ausdrücklich erwünscht, allerdings nicht von der demoleitung organisiert ;) , sein wird.
    zu diesem thema auch ein interessanter beitrag der antifa (f) und anderen: ‚gegen deutschland helfen keine gedichte‘ http://www.no-racism.mobi/?page_id=439#_ednref1

  5. 5 uusch 04. Oktober 2009 um 18:52 Uhr

    ey, rechtschreibung wär auch toll und so

  6. 6 Fremdleser 04. Oktober 2009 um 19:30 Uhr

    In Leipzig macht sich Verwirrung unter den Antideutschen breit:
    http://www.conne-island.de/nf/169/29.html

  7. 7 Hallo! 05. Oktober 2009 um 10:15 Uhr

    @ Fremdleser:

    Ich muss deine kindische Freude über den allein von dir entdeckten Beitrag Hannes Gießlers an der CEE IEH #169 dämpfen: daß dieser Typ breit und verwirrt ist, daran gibt es auch unter Leipziger „Antideutschen“ keinen Disput. Geh ruhig weiter deine Pappkameraden hauen.

    @ farfalla:

    Interessant ist aber nicht, auf was für verdunkelnd-sinnentleerte Aneinanderreihungen von falschen GSP-Phrasen, die Mangels Vermögen obendrein nicht einmal richtig ausformuliert werden konnten (was zum Henker ist bitteschön ein „freiester Gewaltmonopolist“?), ein Anarchist so abfährt. An „Ums-Ganze!“, die sich selbst als Überbau der neuen Deutschen Welle der Bewegungslinken abfeiern und im GSP, als nachholend verwertbare theoretische Basis, seit dem Kongress vor zwei Jahren ihre lang ersehnte inhaltliche Legitimation zu erfahren suche, antizipierst du im Geiste, um ganz freiwillig der auf „geläutert“ gedrehten Demokratie BRD auf den Leim zu gehen. So lässt sich die Singularität der Shoa prima a posteriori im Bewusstsein auslöschen und Auschwitz steht als „ein Sonderweg von vielen“, neben dem Genozid an den Eingeborenen Amerikas, den stalinistischen Gulags und der spanischen Hexenverbrennung. Der Text ist nicht interessant, er ist eine absolute Peinlichkeit, die jede berechtigte Kritik am Aufruf untergräbt.

    Im Übrigen:
    http://saar.antifa.net/index.php/20090930191/Archiv/Texte/03.-Oktober-09-Gedichte-nach-K%C3%B6ln-und-Frankfurt.html

    http://sinistra.copyriot.com/?p=547

  8. 8 Fremdleser 05. Oktober 2009 um 15:34 Uhr

    @aufgeregtes Hallo!
    Immerhin druckt der Conne Island Newsflyer das ab. Das ist doch eins der antideutschen Zentralorgane in Leipzig, oder ist es doch nur (noch) ein Magazin von und für Breite und Verwirrte in Leipzig? Bitte um Aufklärung!

    Was ist eigentlich mit dieser Kritik:
    http://bildungskollektiv.blogsport.de/2009/09/01/still-not-lovin-linke-selbstverstaendlichkeit/

    auch eine Peinlichkeit? Wie sieht eigentlich berechtigte Kritik am Aufruf aus? Wer entscheidet das? Ich bin sicher der große Meister „Hallo!“ wird uns dahingehend erleuchten, oder doch nicht?

  9. 9 Hallo! 05. Oktober 2009 um 21:52 Uhr

    Ganz einfach: berechtigte Kritik, ist immanente Kritik. Eine „Kritik“, die ihren Maßstab von außen anlegt und sich an selbst konstruierten Pappkameraden abkämpft, ist eine, welche über ihren Gegenstand hinweg geht und damit unter ihm verharrt.

    Du möchtest wissen, was der Newsflyer aus dem Conne Island ist? Dann schau einfach mal nachhttp://www.conne-island.de/ceeieh.html). Ich lese dort nichts von einem „antideutschen Zentralorgan“; muss wohl irgendwie deine fremdlesende Projektion mit dir durchgegangen sein.

  10. 10 Hallo! 05. Oktober 2009 um 21:57 Uhr

    Zu dem Text von den Leuten aus Chemnitz kann ich nichts sagen, weil ich ihn noch nicht gelesen habe.

  11. 11 farfalla 06. Oktober 2009 um 0:05 Uhr

    @ hallo!

    ja auf was ein anarchist so alles abfährt. unglaublich.
    die verlinkung des textes der ‚antifa (f)‘ war rein informativ. ich find die diskussion auf jeden fall gerade sehr spannend…
    und nur mal kurz inhaltlich:
    ‚der deutsche sonderweg‘ als ein sonderweg unter vielen schließt die singularität von auschwitz keineswegs aus.
    das nation building deutschlands kann sich ja heute besondererweise auf die singulare tat berufen, indem auf die besondere verantwortung ‚der deutschen‘ in der welt verwiesen wird. das geläuterte deutschland als retter der welt vor einem zweiten auschwitz sozusagen.

  12. 12 Hallo! 06. Oktober 2009 um 2:03 Uhr

    Es ging nicht um die Diskussion, sondern um den Text und der ist eben nicht „interessant“, sondern fällt hinter die wenigen erhellenden Einsichten, die in den letzten Jahren erfasst wurden, zurück, indem er sie so tut, als hätte es sie nie gegeben. Darum ist die Diskussion auch alles andere als spannend: die sinistra² und Antifa Saar müssen Sachen klarstellen, die schon tausendmal klargestellt und debattiert wurden. Wer das spannend findet, befand sich die gesamten letzten 20 Jahre im Winterschlaf.

    „der deutsche sonderweg‘ als ein sonderweg unter vielen schließt die singularität von auschwitz keineswegs aus.“
    Sowohl formal-logisch, als auch inhaltlich macht das keinen Sinn. Wenn jede Entwicklung der nationalen Identität „bloß“ – und das ist doch schon Stichwort für die sich anschließende Relativierung – einer von vielen „nationale[n] Sonderwege[n]“ war, was war denn dann die in dem Verhältnis der Differenz zum Sonderweg stehende Normalität? Die Logik ist so einfach wie durchsichtig: die „Sonderwege“ selbst sind die Normalität. Damit aber macht die Rede von „Sonderwegen“, explizit vom „deutschen Sonderweg“ gar keinen Sinn mehr; es gibt keine Sonderwege mehr, auch keinen deutschen, nur ein abstrakten Haufen nationaler „Normalitäten“, die ja sowieso schon scheußlich genug seien – das ist antinationale Kritik at its best.
    Statt mal darauf zu reflektieren, das gerade die Differenzierung der einst die privat-kapitalistischen Produktionsverhältnisse des frühen Liberalismus transzendierenden Entwicklungen in England, den USA, Frankreich, Italien und Deutschland konstitutiv in den Begriff des „deutschen Sonderweges“ eingegangen sind, wird alles zu einem Brei der selben „national-building“ vermatschten Scheiße vergeistigt und ganz im Sinne des postmodernen Diskurses von der Normalität „vieler einzelner, individueller Sonderwege“ geschrieben, von denen der deutsche eben „ziemlich schlimm“, aber dennoch eine Form der „Normalität des Sonderweges“. Das muss konsequenzenlogisch die Singularität von Auschwitz eliminieren – eben nur auf linksdeutsch. Was denn sonst?

    „das nation building deutschlands kann sich ja heute besondererweise auf die singulare tat berufen, indem auf die besondere verantwortung ‚der deutschen‘ in der welt verwiesen wird. das geläuterte deutschland als retter der welt vor einem zweiten auschwitz sozusagen. “

    Ja, und das hältst du für ein normal-demokratisches und kein postnazistisch-demokratisches „national building“, oder wie?

    Wenn man dich liest empfindet man durchaus so etwas wie analytische Sympathie in dem intuitiven Ekel davor, daß, dort wo Deutschland am widerlichsten sei, es auch ihre Linke wäre.

  13. 13 Fremdleser 06. Oktober 2009 um 8:39 Uhr

    @hallo!
    Ganz einfach: berechtigte Kritik, ist immanente Kritik. Eine „Kritik“, die ihren Maßstab von außen anlegt und sich an selbst konstruierten Pappkameraden abkämpft, ist eine, welche über ihren Gegenstand hinweg geht und damit unter ihm verharrt.

    Das heißt, um Kritik an deinem Denken üben zu dürfen, müsste ich deine Glaubensgrundsätze erstmal grundlegend teilen? Sorry, mit solchen Formen der Selbstvergewisserung habe ich nichts am Hut.

    In Sachen Pappkameraden wende ich mal den absolut argumentativen Imperativ von humantraffic an und sage einfach: Selber!

    Wer fängt denn hier an, allgemein von irgendwelchen Anarchisten zu schreiben? Und selbst die Unterstellung ich würde mich an Pappkameraden abarbeiten wollen, ist nichts anderes als ein aufgebauter Pappkamerad deinerseits.

    Du möchtest wissen, was der Newsflyer aus dem Conne Island ist? Dann schau einfach mal nachhttp://www.conne-island.de/ceeieh.html). Ich lese dort nichts von einem „antideutschen Zentralorgan“; muss wohl irgendwie deine fremdlesende Projektion mit dir durchgegangen sein.

    Ich kenne das Conne Island und den Conne Island Newsflyer schon viele Jahre. Aufgrund deines postpubertären Schreibstils vermute ich, dass ich ihn auch schon etwas länger als du lese. Dadurch bin ich auch im Bilde was die Bedeutung derselben in der Ideologiebildung der Leipziger Szene angeht. Du kannst dir also deine Versuche, mich zu versuchen für dumm zu verkaufen, sparen. Wenn der Conne Island Newsflyer so was abdruckt, dann scheint die Crew (zumindest die, die für die politischen Inhalte im Flyer zuständig ist) den Text zumindest für diskutabel und nicht für einen Ausdruck von Verwirrtheit zu halten. Willst du dich jetzt ernsthaft hinstellen, dass diese Crew quasi niemand und völlig irrelevant in Leipzig ist? Schön wärs, sag ich da nur.

    Ich misch mal kurz in eure Nichtdiskussion ein.

    Statt mal darauf zu reflektieren, das gerade die Differenzierung der einst die privat-kapitalistischen Produktionsverhältnisse des frühen Liberalismus transzendierenden Entwicklungen in England, den USA, Frankreich, Italien und Deutschland konstitutiv in den Begriff des „deutschen Sonderweges“ eingegangen sind,

    Ja, und? Wo ist denn da der Widerspruch zu:

    wird alles zu einem Brei der selben „national-building“ vermatschten Scheiße vergeistigt und ganz im Sinne des postmodernen Diskurses von der Normalität „vieler einzelner, individueller Sonderwege“ geschrieben, von denen der deutsche eben „ziemlich schlimm“, aber dennoch eine Form der „Normalität des Sonderweges“.

    Darum gehts doch letztendlich auch bei diesen ganzen moralischen Schaumschlägereien gar nicht, bzw. ist es relativ uninteressant. Das ist erst mal nur eine Analyse, die zumindest den Ablauf meiner Meinung nach korrekt beschreibt. Die Frage ist, inwieweit hat da 1945 ein Bruch statt gefunden. Es ist offensichtlich, dass offiziell inzwischen eine andere deutsche Identität vorherrscht, die nur insofern in der Tradition der deutschen Geschichte von 1933-1945 steht, als dass sie sich deutlich davon abgrenzt. Die Frage die man stellen könnte, wenn man schon solche Sachen wie das rassistische EU-Grenzregime und Leiharbeit ignoriert, ob und wie schnell das wieder in den deutschen Sonderweg umschlagen kann.

    Das muss konsequenzenlogisch die Singularität von Auschwitz eliminieren – eben nur auf linksdeutsch. Was denn sonst?

    Vielleicht solltest du noch mal nachlesen worum es im Historikerstreit ging und wie es zu dem Begriff der Singularität in der Debatte um Auschwitz kam. Ich kann aus der Analyse der Antifa F und des AK Antifa Köln nicht heraus lesen, dass sie die Singularität von Auschwitz in Frage gestellt hätten. Dazu müssten sie andere geschichtliche Ereignisse wie die GULAG-Lager in der ehemaligen Sowjetunion mit Auschwitz gleich setzen.

    Und mal rein theoretisch. Letztendlich ist auch die Singularität kein Wert an sich. Selbst wenn man das nicht anerkennen würde oder sich einfach herausstellt, dass dem nicht so war, wäre das kein Freibrief oder eine Rechtfertigung dafür wieder Juden zu vernichten. Man kann nur hoffen, dass das Ereignis singulär bleibt, aber vermutlich hat doch eher Primo Levi recht.

  14. 14 farfalla 06. Oktober 2009 um 16:12 Uhr

    @ hallo:
    was ich interessant finde bleibt ja immer noch mir überlassen und vllt kannst du dir das nicht so recht vorstellen, aber es gibt auch menschen die die letzten 20 jahre nicht damit beschäftigt waren linke und antideutsche debatten zu verfolgen.

    mein standpunkt war einfach der, dass angela merkel heutzutage mit dem kategorischen imperativ adornos, „denken und handeln so einzurichten, dass auschwitz nicht sich wiederhole“ haussieren gehen und krieg in der ganzen welt führen kann. der widerspruch vom post-nationalsozialistischen deutschland als friedensliebender zivilmacht, welche den juden auschwitz zwar nie verzeihen wird, trotzdem aber (tüchtig wie ‚die deutschen‘ nunmal sind) immer das beste aus der jeweiligen situation macht, wird damit nicht aufgehoben.
    die deutsche staatsgündungsgeschichte ist sicherlich einzigartig. .einzigartig ist allerdings auch eine geschichte der staatsgründung einer ehemaligen sowjetunion oder den vereinigten staaten von amerika. mensch kann diese entwicklungen und nationsbildungen miteinander vergleichen (nicht gleichsetzen!) und wird feststellen, dass es besonderheiten im deutschen staatsgründungsprozess gibt. (besondere rolle eines deutschen volkes/volksgemeinschaft, damit verbunden völkische blut und boden theorien, besonders stark ausgeprägter antisemitismus und ein obrigkeits- und pflichterfüllungsbewusstsein -stichwort: ‚deutsche gründlichkeit‘, welche sich natürlich auch auf die arbeit deutscher täter_innen in konzentrationslagern bezieht).
    es geht es in der diskussion ja jetzt nur um das wort „sonderweg“. ist deutschlands nationale einigung vom kaiserreich über den nationalsozialismus und der von den deutschen verübten shoa, bishin zum mauerfall und dem‘ zusammenwachsen was zusammengehört‘ ein sonderweg im weltweiten vergleich? jeder staatsgründungsprozess ist einzigartig. der deutsche allerdings besonders barbarisch.

  15. 15 Hallo! 06. Oktober 2009 um 21:42 Uhr

    @ Fremdleser alias Mr. R. :

    Wo habe ich denn von „Anarchisten“ und nicht „ein[em] Anarchist“ geschrieben?

    Was Kritik ist, daß ist nicht mein Glaubensgrundsatz; es ist eben einfach so. Das du diese Banalität nicht verstehst, scheint dir nicht peinlich: wenn man an einen Gegenstand ein Maß der Kritik von außen heranträgt, verfehlt man ihn. Hab ich nicht festgelegt, ändert aber auch nichts an der Sache. Auf deinen Altersrassismus und deinen notorischen Zwang, Geschriebenes, welches dir nicht passt, unter dir geläufige Peergroups zu subsumieren werde ich nicht eingehen. Nur soviel: ich werde immer besser wissen, wie lang ich den Conne Island Newsflyer schon gelesen habe, als du.

    Mit dem Vorwurf, ich sollte mich mal mit dem Historikerstreit und Nolte beschäftigen, brauchst du mir nicht zu kommen. Im Übrigen verfehlst du damit auch den Begriff der „Singularität“ in diesem und den Diskussion zwischen den Antideutschen und Linken, bei welchem es a) darum geht, inwieweit die Shoa dazu beigetragen hat, die Grundlagen des Kapitalismus auf der Grundlage des Kapitals total umzufunktionieren und b) ob sie ein rational begreifbarer, ergo: plausibler Exzess bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaft war oder nicht.

    @ farfalla:

    Auch wenn es Antideutsche und dem Anschein nach auch du nicht lassen kannst, Adorno hat in der Negativen Dialektik Seite 358 lediglich den kantschen Imperativ reformuliert: „Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: Ihr Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts ähnliches geschehe.“
    Freilich ist jede erste Akkumulation und damit auch jeder erste Staatsgrundüngsprozess gewalttätig. Darum geht es aber doch gar nicht, denn es gab doch wohl vor dem NS einen deutschen Staat; du haust mal eben Nation, Staat, die Entwicklung vom liberalen Staat und seiner privat-kapitalistischen Produktionsweise hin zu anderen Formen der Vergesellschaftung durcheinander. Genau das ist mit dem „vergeistigten Brei“ gemeint. Es geht tatsächlich um den Begriff der Singularität. Mit dem „deutschen Sonderweg“ sind die Prämissen gemeint, die die Form der kapitalistischen Vergesellschaftungt ermöglichte, welche die kapitalistisch-bürgerliche Gesellschaft der Weimarer Republik im Kollektiv der Volksgemeinschaft des NS, daß eben keinesfalls nur ein propagiertes, sondern prosaisch reelles war, negativ aufgehoben hat, ohne dabei die Grundlagen dieser Gesellschaft zu negieren. Das es da keine historische Determinante gab, ist dabei klar.

  16. 16 Fremdleser 07. Oktober 2009 um 7:45 Uhr

    Wo habe ich denn von „Anarchisten“ und nicht „ein[em] Anarchist“ geschrieben?

    Dabei ging es um diesen Absatz.

    Interessant ist aber nicht, auf was für verdunkelnd-sinnentleerte Aneinanderreihungen von falschen GSP-Phrasen, die Mangels Vermögen obendrein nicht einmal richtig ausformuliert werden konnten (was zum Henker ist bitteschön ein „freiester Gewaltmonopolist“?), ein Anarchist so abfährt.

    Dabei wurde nicht farfalla angesprochen, sondern sich der Pappkamerad „freiester Gewaltmonopolist, ein Anarchist“ aufgebaut. Dem noch irgendwelche angeblich unausformulierten GSP-Phrasen in den Mund gelegt werden. Das brauchst du für dich wohl als Rechtfertigung um dann so aufzutreten, wie du auftrittst.

    Was Kritik ist, daß ist nicht mein Glaubensgrundsatz; es ist eben einfach so. Das du diese Banalität nicht verstehst, scheint dir nicht peinlich: wenn man an einen Gegenstand ein Maß der Kritik von außen heranträgt, verfehlt man ihn. Hab ich nicht festgelegt, ändert aber auch nichts an der Sache.

    Na, das würde mich mal interessieren, wer so einen Blödsinn festgelegt hat. Sektierergeschwätz at it’s best. Das heißt, wenn ich die politischen Grundlagen von Deutschland nicht teile, kann ich auch keine berechtigte Kritik daran äußern. Interessant, das würde erklären, wie solche Texte, wie die von Hannes Gießler, zustande kommen.

    Auf deinen Altersrassismus und deinen notorischen Zwang, Geschriebenes, welches dir nicht passt, unter dir geläufige Peergroups zu subsumieren werde ich nicht eingehen.

    Warum machst du es dann? Wer sagt, dass ich dich unter irgendeine peergroup subsummiere? Ich habe lediglich zu deinen Gunsten angenommen, dass sich deine unausgegorene Schreibe bei dir noch geben wird. Wenn du das dementieren willst, bittesehr. Was soll eigentlich Altersrassismus sein? Wenn du schon auf die Schiene machen willst, dann nutze bitte korrekte Begriffe wie „Gerontokratie“. Mein Gott ist die Jugend von heute peinlich…

    Wenn irgendwelche Antideutschen den Begriff von der „Singularität von Auschwitz“ auf ihre theoretischen Ergüsse ausdehnen wollen, dann müssen sie das auch jedes mal dazu sagen. Sonst wird das missverständlich. Diese Mißverständlichkeit ist aber vermutlich erwünscht, da der Vorwurf des Verneinens der Singularität von Auschwitz, dem unaufgeklärten Leser vermittelt, jemand würde gerade die Einzigartigkeit von Auschwitz in Frage stellen. Obwohl gerade nur Rätselraten darüber stattfindet, ob die Shoa dazu beigetragen hat, die Grundlagen des Kapitalismus auf der Grundlage des Kapitals total umzufunktionieren und ob sie ein rational begreifbarer, ergo: plausibler Exzess bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaft war oder nicht.

    Appropos Pappkamerad und peergroup, wer soll eigentlich Mr. R. sein?

  17. 17 Hallo! 08. Oktober 2009 um 23:07 Uhr

    Das heißt, wenn ich die politischen Grundlagen von Deutschland nicht teile, kann ich auch keine berechtigte Kritik daran äußern.

    Das heißt einfach, wenn du keinen Plan davon hast, was die Bedingungen, also der Maßstab der politische Grundlagen ist und wie diese im speziellen in Deutschland ausgestaltet sind, kannst du keine Kritik daran üben. Das dies für dich „interessant“ erscheint, befremdet nicht.

    Diese Mißverständlichkeit ist aber vermutlich erwünscht, da der Vorwurf des Verneinens der Singularität von Auschwitz, dem unaufgeklärten Leser vermittelt, jemand würde gerade die Einzigartigkeit von Auschwitz in Frage stellen. Obwohl gerade nur Rätselraten darüber stattfindet, ob die Shoa dazu beigetragen hat, die Grundlagen des Kapitalismus auf der Grundlage des Kapitals total umzufunktionieren und ob sie ein rational begreifbarer, ergo: plausibler Exzess bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaft war oder nicht.

    Es ging nicht darum, ob die Shoa zu dieser Umfunktionierung beigetragen hat, sondern inwiefern. Das Lesen fällt dir manchmal schwer, kann das sein? Dein Missverständnis beruht darauf, daß du permanent einen Spaltung (Warum denn „obwohl“?) zwischen der Singularität der Shoa und einem Legitimationsgrund für diese Singularität aufmachst, d.h. du meinst, sie sei singular, da sie bspw. nicht mit den stalinistischen „GULAGS“ gleichzusetzen sei. Einmal abgesehen von deinem antikommunistischen Reflex, bleibt das eine reine Tautologie: die Shoa sei singular, weil sie nicht gleichzusetzen, also singular sei. Ein anderer Legitimationsgrund könnte für dich dann nur noch die Quantität der Shoa darstellen und darin wäre sie eben nicht mehr „singular“. Doch die Shoa hat keinen Legitimationsgrund fernab von sich selbst. Ein Antideutscher Kommunist, was auch immer das dann sein soll, würde eben sagen, die Singularität der Shoa sei: sie selbst, weil sie maßgelich zu einer totalen Umfunktionierung der kapitalistischen Grundlagen auf der Basis des Kapitals beigetragen hätte („Vernichtung des Werts“ nach Moishe Postone, „Suche nach dem >“ Jochen Bruhn) und rational nicht zu begreifen sei, da sie der Plausibilität der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft zuwider liefe. Du hast eben noch nicht einmal die Argumentation verstanden. Kritisieren kannst du sie folglich auch nicht.

  18. 18 Hallo! 08. Oktober 2009 um 23:08 Uhr

    Das heißt, wenn ich die politischen Grundlagen von Deutschland nicht teile, kann ich auch keine berechtigte Kritik daran äußern.

    Das heißt einfach, wenn du keinen Plan davon hast, was die Bedingungen, also der Maßstab der politische Grundlagen ist und wie diese im speziellen in Deutschland ausgestaltet sind, kannst du keine Kritik daran üben. Das dies für dich „interessant“ erscheint, befremdet nicht.

    Diese Mißverständlichkeit ist aber vermutlich erwünscht, da der Vorwurf des Verneinens der Singularität von Auschwitz, dem unaufgeklärten Leser vermittelt, jemand würde gerade die Einzigartigkeit von Auschwitz in Frage stellen. Obwohl gerade nur Rätselraten darüber stattfindet, ob die Shoa dazu beigetragen hat, die Grundlagen des Kapitalismus auf der Grundlage des Kapitals total umzufunktionieren und ob sie ein rational begreifbarer, ergo: plausibler Exzess bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaft war oder nicht.

    Es ging nicht darum, ob die Shoa zu dieser Umfunktionierung beigetragen hat, sondern inwiefern. Das Lesen fällt dir manchmal schwer, kann das sein? Dein Missverständnis beruht darauf, daß du permanent einen Spaltung (Warum denn „obwohl“?) zwischen der Singularität der Shoa und einem Legitimationsgrund für diese Singularität aufmachst, d.h. du meinst, sie sei singular, da sie bspw. nicht mit den stalinistischen „GULAGS“ gleichzusetzen sei. Einmal abgesehen von deinem antikommunistischen Reflex, bleibt das eine reine Tautologie: die Shoa sei singular, weil sie nicht gleichzusetzen, also singular sei. Ein anderer Legitimationsgrund könnte für dich dann nur noch die Quantität der Shoa darstellen und darin wäre sie eben nicht mehr „singular“. Doch die Shoa hat keinen Legitimationsgrund fernab von sich selbst. Ein Antideutscher Kommunist, was auch immer das dann sein soll, würde eben sagen, die Singularität der Shoa sei: sie selbst, weil sie maßgelich zu einer totalen Umfunktionierung der kapitalistischen Grundlagen auf der Basis des Kapitals beigetragen hätte („Vernichtung des Werts“ nach Moishe Postone, „Suche nach dem „‚Wertgeheimnis‘“ Jochen Bruhn) und rational nicht zu begreifen sei, da sie der Plausibilität der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft zuwider liefe. Du hast eben noch nicht einmal die Argumentation verstanden. Kritisieren kannst du sie folglich auch nicht.

  19. 19 Fremdleser 09. Oktober 2009 um 8:40 Uhr

    Ach Junge, denk doch erst mal drüber nach, was du selbst geschrieben hast, bevor du mir wieder irgendwas antwortest.

    wenn man an einen Gegenstand ein Maß der Kritik von außen heranträgt, verfehlt man ihn.

    Das ist das, was du von Anfang an gemeint hast, und worauf ich dir geantwortet habe. Ich habe nie bezweifelt, dass man Gegenstände auch von außen analysieren kann. Diesen Zweifel hast du selbst gestreut.

    Die Shoa ist übrigens deswegen singular, weil sie sich in der Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis von solchen Ereignissen wie den Lagern auf dem Archipel Gulag in der Sowjetunion unterscheidet. Das hat mit Tautologie nichts zu tun.

    Die antideutsch-wertkritische Analyse ist mir bekannt, aber in meinen Augen zu wenig stichhaltig, deswegen für mich irrelevant. Ich akzeptiere letztendlich nur Theorien, die tatsächlich wissenschaftlich erarbeitet und falsifiziert wurden, mit dem ganzen empirischen Drum und Dran. Der Rest ist für mich einfach nur Küchenpsychologie.

  20. 20 Hallo! 11. Oktober 2009 um 23:32 Uhr

    „Ach Junge, denk doch erst mal drüber nach, was du selbst geschrieben hast, bevor du mir wieder irgendwas antwortest. […] Ich habe nie bezweifelt, dass man Gegenstände auch von außen analysieren kann.“

    Und wo soll ich dir dies gleich gemacht haben? Muss wohl ein erneuter Lesefehler sein.

    Die Shoa ist übrigens deswegen singular, weil sie sich in der Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis von solchen Ereignissen wie den Lagern auf dem Archipel Gulag in der Sowjetunion unterscheidet.

    Das tut der Völkermord an den Indianern auch, na und? Worin liegt den der Unterschied?

    Seit wann richtet sich die gesellschaftliche Relevanz einer Sache bitteschön nach deinem persönlichen Gutdünken? Wenn sogenannte „Antideutsche Kommunisten“ einen nicht irrelevanten Teil der deutschen Linken ausmachen, zu der sie selbst ja eigentlich gar nicht gehören wollen, dann sind sie als solche Gegenstand von Kritik, und zwar nicht obwohl, sondern gerade aufgrund ihrer mangelhafte „antideutsch-wertkritische Analyse“. Es kommt hier nur in Betracht, daß du gar keine Kritik an herrschenden Zuständen üben und lieber an deiner empirisch falsifizierbaren wissenschaftlich-reinen Theorie des linken Popperianismus basteln möchtest.

    P.S.: Ich bin eine Frau, du beschissener Sexisten-Arsch!

  21. 21 Fremdleser 12. Oktober 2009 um 8:32 Uhr

    Ok, ich halte fest: Du willst also nach wie vor suggerieren, dass man Deutscher sein muss, wenn man Deutschland kritisieren will.

    Das tut der Völkermord an den Indianern auch, na und? Worin liegt den der Unterschied?

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil: „weil sie sich in der Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis von solchen Ereignissen wie den Lagern auf dem Archipel Gulag in der Sowjetunion unterscheidet.“ und dem Völkermord an den Indianern unterscheidet.

    Wen oder was ich kritisiere musst du schon mir überlassen. Solange du nicht mal die einfachsten Sätze und Gedankengänge verstehst, ist jeder aufgeschriebene kompliziertere Gedankengang nur Zeitververschwendung. Für sinnloses Phrasengedresche mag es noch so vornehm und hochgestochen klingen, habe ich nichts übrig.

    P.S.: Ist mir scheißegal, was du bist. In 90 Prozent der Fälle hätte ich aufgrund der Szenezusammensetzung richtig gelegen, wenns denn überhaupt stimmt. Was das mit Sexismus zu tun haben soll, kannst du vielleicht noch mal ausführen. Den „Arsch“ nehme ich an, den Rest verbitte ich mir, von mir werden alle gleich behandelt.

  22. 22 Hallo! 12. Oktober 2009 um 17:17 Uhr

    Noch einmal anders: Wenn sich die Shoa in „Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis“ von den stalinistischen Gulags unterscheidet, was war denn dann an „Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis“ anders?

    Zum Thema der Kritik: auch der Politische Ökonomie ist nicht stichhaltig, sondern geht an vielerlei Stellen unwissenschaftlich vor. Trozdem ist das Kapital nun einmal weder für mich, noch für dich irrelevant. Es schädigt, gehört begriffen und praktisch abgeschafft. Natürlich kannst du sagen, daß du dich mit der Politischen Ökonomie gar nicht auseinandersetzt, weil sie dir nicht stichhaltig genug und darum für dich irrelevant sei. Was das bedeutete, kannst du dir ja selbst denken. Genau so kann man es eben auch hinsichtlich der „antideutsch-wertkritischen Analyse“ machen: nicht stichhaltig, irrelevant, interessiert mich nicht, kritisiere ich nicht. Etwas anderes hast du gar nicht geschrieben, etwa, daß die „antideutsch-wertkritische Analyse“ für deine Theoriebildung irrelevant sei. Obwohl selbst diese Aussage noch strunzdoof wäre, da sich Theorie selbstverständlich auch immer negativ am Kritisierten bildet. Demgemäß solltest du erst einmal nachdenken, was du da zusammengeschwurbelt hast, bevor du mir vorwirfst, ich könne weder einfache Sätze, noch Gedankengänge verstehen.

    Was das mit Sexismus zu tun haben soll? Dein ganzer Jargong ist paternalistisch-herrschaftlich und fortlaufend der eines „älteren, und weil älter darum automatisch schon klügeren“ Mannes, der einem „Jungen“ vorwirft, er könne nicht einmal die „einfachsten Sätze und Gedankengänge“ begreifen. Daß dieser „Junge“ dabei eine Frau ist, stört ihn einfach gar nicht, weil er nicht mit einem (auch sexuellen) Individuum, sondern mit irgendeinem abstrakten Anonymous aus irgendeinem abstraktem „Szenezusammenhang“ schreibt. Dein Hirn muss von 30 Jahre Anarchismus wirklich so zugekleistert sein, daß du gar nicht mehr mitbekommst, wie du Herrschaft im sprachlichen Diskurs ausübst: notwendige Identifikation des Einzelnen mit Kollektiven, stetes Kokettieren mit dem Alter, um daraus automatisch mehr „linke Lebenserfahrung“ abzuleiten („Ich kenne das Conne Island und den Conne Island Newsflyer schon viele Jahre. Aufgrund deines postpubertären Schreibstils vermute ich, dass ich ihn auch schon etwas länger als du lese.“; „Junge“ etc.pp.) – wie erbärmlich muss man dafür sein – und also alters- sowie geschlechterspezifische Zuschreibungen an den Gegenüber. Unter deinem autoritären Gehabe des „ich bin der ältere, belesenere Mann und du der dumme, unbelesene Jüngling aus irgendeinem Szenezusammenhang, welcher nicht einmal einfache Sätze und Gedanken begreift“ machst du es wohl nicht.
    Mir das Geschlecht eines „Jungen“ zuzuschreiben, obwohl ich eine Frau bin, ist selbstverständlich sexistisch. Und hier mal etwas aus dem Nähkästchen meiner „linken Lebenserfahrung“: daß sich gerade hinter vermeintlich anti-autoritären Anarchisten nur so von Herrschaftsausübung und Machtgehabe triefende autoritäre Charaktere verbergen, ist wirklich nicht neu.

  23. 23 Hallo! 12. Oktober 2009 um 17:25 Uhr

    Warum und wieso du überhaupt ein Anarchist seist? Erspar dir die Finte den Vorwurf zurückzugeben, ich weiß wer du bist.

  24. 24 antifaschistischer Aktionär 12. Oktober 2009 um 17:43 Uhr

    „Die Shoa ist übrigens deswegen singular, weil sie sich in der Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis von solchen Ereignissen wie den Lagern auf dem Archipel Gulag in der Sowjetunion unterscheidet.“

    Dann ist jedes Ereignis singulär, und eine Hervorhebung dessen überflüsig.

  25. 25 Fremdleser 12. Oktober 2009 um 17:50 Uhr

    *lol*

    Wenn du wüsstest, wer ich bin, könntest du gar nicht wissen, dass ich Anarchist bin.

    Im Übrigen ist es nicht so, dass ich nicht auch meine antideutsche Phase hatte, und damals alles gelesen habe, was mir aus dieser Richtung unter die Finger gekommen ist. Dennoch habe ich mich davon wieder weg entwickelt, weil es mir immer weniger Antworten auf die Fragen die mich beschäftigen, geben konnte. Insofern ist die korrekte Beschreibung interessiert mich nicht mehr.

    Noch einmal anders: Wenn sich die Shoa in „Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis“ von den stalinistischen Gulags unterscheidet, was war denn dann an „Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis“ anders?

    Wenn du nicht selbst dahinter kommst, können wir uns eh jede weitere Diskussion sparen.

    Bei der Kritik der politischen Ökonomie wird aber nicht ständig versucht, die Psychologie von ganzen Menschengruppen zu beschreiben, insofern ist das alles leichter nachvollziehbar, da es mehr um eine objektive Faktenbeschreibung geht. Da wo es psychologisch wird, haben sich bei Marx & Engels die größten Schwächen gezeigt. Der Arbeiter ist nämlich nicht aufgrund seiner Stellung automatisch das revolutionäre Objekt.

  26. 26 Hallo! 12. Oktober 2009 um 21:09 Uhr

    Das ist tatsächlich eine leicht zu durchschauende Logik: die Vernichtungslager der Shoa sind singular, weil es nicht die stalinistischen Gulags waren. Dadurch werden die jeweiligen Spezifika eines jeden Genozids mit dem Begriff der „Singularität“ vermengt, sodass jeder „auf seine ganz eigene Art und Weise singular“ gewesen sei. Allerdings macht dann der Begriff der Singularität gar keinen Sinn mehr – singular zu was denn? Wenn man nun fragt, was denn an den von dir „entdeckten“ Unterschieden der „Planung, Motivation, Durchführung und im Ergebnis“ der SHoa zu stalinistischen Gulags überhaupt anders war, musst du eine Antwort schuldig bleiben. Tja, so ist das eben, wenn man alles von außen abwatscht, ohne es durchstiegen zu haben. Du hast wohl sehr viele antideutsche Unsinnsproduktionen konsumiert, gelesen aber hast du nichts. Genau deshalb musst du an entscheidenen Punkten die Diskussion abbrechen:

    „Wenn du nicht selbst dahinter kommst, können wir uns eh jede weitere Diskussion sparen.“

    Darum ging es nämlich gar nicht, sondern, was deiner Meinung nach die Dinge sein sollen, welche „dahinter“ wären. Ob ich von selbst darauf komme, hat damit tatsächlich nichts zu tun.

  27. 27 Fremdleser 12. Oktober 2009 um 21:48 Uhr

    Ok, du scheinst tatsächlich einfach zu dumm für die einfachsten Gedankengänge zu sein. Damit erübrigt sich jegliche weitere Diskussion.

  28. 28 Hallo! 13. Oktober 2009 um 4:05 Uhr

    Falsch. Mit deiner Unfähigkeit klarzustellen, was an den von dir ausgemachten Unterschieden anders sei und also deinem Stehen mit dem Rücken zu der Wand, erübrigt sich jegliche weitere Diskussion. Singularität ist eben kein Vergleichsverhältnis; logisch, daß du deshalb nicht darlegen kannst, was an den Unterschieden anders war. Es kommt auf diese im Vergleich der Shoa zu den Gulags nämlich gar nicht an: die Shoa hat keine Rechtfertigung fernab von sich selbst. Darum dein Dilemma.

  29. 29 Hallo! 13. Oktober 2009 um 5:22 Uhr

    P.S.: Es heißt „revolutionäres Subjekt“, du Trottel und mit Psychologie hat das ganze auch nichts zu tun.

  30. 30 Fremdleser 13. Oktober 2009 um 8:51 Uhr

    Kalt. Ganz kalt.

  31. 31 Sonja 13. Oktober 2009 um 19:00 Uhr

    @ Hallo!

    „Hannes Gießlers (…); daß dieser Typ breit und verwirrt ist, daran gibt es auch unter Leipziger „Antideutschen“ keinen Disput.“

    Dass die Mehrheit und nicht die Argumentation entscheidet, was wahr ist, nennt man wohl Majoritätsprinzip, und dass die Mehrheit in der anonymen Blogossphäre entscheidet, wer mit dem Stigma „verwirrt“ disqualifiziert und in die Klapse verwiesen wird, wäre für Foucault wohl ein paradigmatischer Fall gewesen. Vor eurer Revolution habe ich Angst!

  32. 32 Sonja 13. Oktober 2009 um 19:02 Uhr

    im Übrigen hätte es in deinem Satz heißen müssen:

    „darüber gibt es in Leipzig keinen Disput“
    oder
    „daran gibt es in Leipzig keinen Zweifel“

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