negativansicht

bilder von dem glück das es niemals gab
als ersatzbefriedigung per bildschirm in mein hirn projiziert
so eckelhaft schön das ich heulen möchte
eine so wunderbare verbildlichung das ich kotzen möchte

mir soll es gut gehn? ich soll mir mal zeit für mich nehm,
na schön… dann lass ichs mir gut gehen,
drogen, fernseher, masturbation – kleine, bunte comicwelt.
es soll mir gut gehn?
ich kann euch nicht mal schmerzfrei beobachten,
kann es nicht ertragen wie ihr alle so happy seid
und in gütigkeit
auf mich herabblickt,
mitleid heuchelt,
wenn das nicht reicht verständnis

umarm mich nur,
fühlst du den auswurf meiner seele?
riechst du den fauligen gestank der schwarzen galle?

wir wissen beide, dass der heldenpathos gerade reicht um über den tag zu kommen,
aber ich weiß was was du nicht weißt,
ich weiß was unser held nachts macht,
wenn er allein ist,
wenn das licht aus ist.

ich kenne seine gedanken,
scheiße, ich kenne jede erbärmliche regung in seinem gemüt,
jede verdammte assoziation,
tag und nacht

lässt sich nicht behandeln
will nicht behandelt werden
will nur in selbstmitleid zerfließen
und überdröhnt werden

gib mir einen äußeren feind,
dann hält der innere die fresse
wenn du wüsstest, wie gut dieses schweigen tut,
wie seelig es ist, wenn es aufhört

der schlagstock – ein freund
der schnaps – ein freund

scheiß auf die motivation,
nehmen was da ist, nur bloß nicht akzeptieren
verrückte welt,
in der einem ein ehrliches lächeln den Verstand raubt
und ein schlag ins gesicht ihn wieder zurück bringt


2 Antworten auf „negativansicht“


  1. 1 S_Schneid 17. Februar 2010 um 21:46 Uhr

    Reimt sich garnicht! ^^

  2. 2 W.M. 17. Februar 2010 um 21:53 Uhr

    Blitzmerker_in ;)

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