Archiv für März 2010

Gomondai-Demonstration am 6. April 2010

Kurzinfos geklaut vom AK Antifa Dresden

Infoveranstaltung zur Demonstration
Mittwoch, 31.03.2010, 18.00 Uhr, AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str. 39
Themen: Worum geht es inhaltlich, was ist geplant, wie kann man sich noch einbringen?
vorgestellt vom AK Antifa, anschließend offene Runde mit BündnispartnerInnen

Aufruf des AK Antifa im Libertären Netzwerk Dresden zur antirassistischen Demonstration in Gedenken an Jorge Gomondai am Dienstag, den 6. April 2010 um 18 Uhr, nach der Jorge Gomondai-Gedenkkundgebung auf dem Gomondai Platz um 17 Uhr.
Rassismus ist immer noch tödlich:
Von Jorge bis Marwa – jetzt ist Schluss!

OAT zum thema ‚Autonome Nationalisten‘


Diesen Woche wird es im Offenen Antifa Treffen (OAT) einen Vortrag zum Thema der sogenannten Autonomen Nationalisten und den aktuellen Entwicklungen der sächsischen Naziszene geben.
Die Gruppe Antifa Dresden (GAD) und das a.l.i.a.s wollen über die subkulturelle Naziszene in und um Dresden, deren Hintergründe und Inhalte sprechen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der vor kurzem erschienene Pocket Guide über Dresdner Nazistrukturen..

Spannend wäre für eine Diskussion sicherlich die Frage, wie sich Nazis als ‚autonom‘ oder antikapitalistisch bezeichnen können? Welche Anknüpfungspunkte an linkem Szenekitsch gibt es und was sollten daraus für Konsequenzen im Auftreten, sowie inhaltlich gezogen werden?
Da ist Kritik und Reflektion an linken Basiscs gefragt.

Donnertag // 20 Uhr // AZ Conni

DD: Dreitägige Belagerung der KAS

Hier einige Impressionen vor und in der Drei Königskirche, in welcher die Anarchietage der Konrad Adenauer Stiftung statt fanden.

Kritische Menschen waren die letzten drei Tage mit einem Infostand vor Ort, nahmen an dem Schüler_innensymposium und an der Podiums“diskussion“ teil und informierten Passant_innen, Schüler_innen und sich gegenseitig in spannenden Gesprächen.

Leider fehlt uns gerade die Kraft die letzten Tage auszuwerten und ausführlich zu berichten. Dies wird in der nächsten Zeit nachgeholt.

Schüler_innensymposium
Schüler_innensymposium
Einführungsveranstaltung mit Klose und Stasi 2.0
Einführungsveranstaltung mit Klose und Stasi 2.0
Infostand 1
Infostand 1
Infostand 2
Infostand 2
Schüler_innenvernetzung
Schüler_innenvernetzung
Podiumsdisko
Podiums“diskussion“ mit Jünschke, Klose und Baum (v.l.n.r.)

Dresden, Kondrad Adenauer und die Anarchie

Während in Dresden die Libertären Tage vorbereitet werden kommt die CDU nahe Konrad Adenauer Stiftung den Anarchist_innen vor Ort zuvor und veranstaltet selbst im Rahmen der „Sächsischen Schülerpolitiktage 2010″ ein dreitägiges Seminar zum Thema „Anarchie“. Hier ein paar Gedanken zu dem bürgerlichen Bildungsevent, das vom 18.-20.03. in der Dreikönigskirche stattfindet.

Manch eine_r wird schwer ins Grübeln gekommen sein, als er/sie im Internet auf die Ankündigung Symposium „Anarchie! Ordnung ohne Herrschaft?“ stieß. Welche Motivation versteckt sich also hinter der Themenwahl?

Die Konrad Adenauer Stiftung (Konrad Hermann Joseph Adenauer 1949-1963 Bundeskanzler der BRD) ist eine „Denkfabrik“ (auch think tank) d.h. eine Art Forschungsunternehmen. Dieses Unternehmen hat das Ziel zu Gunsten seiner Geldgeber_innen, also in diesem Fall der CDU, aktuelle politische Entwicklungen zu analysieren, Strategien zu entwickeln, öffentliche Debatten zu fördern (bzw. vorhandene in bestimmte Bahnen zu lenken) und Meinungsmache zu betreiben. Der Fakt, dass hier enorme finanzielle Mittel für die Ausrichtung einer Veranstaltung zum Thema Anarchie aufgewendet werden ist hierbei ein sicherer Indikator dafür, dass die Strateg_innen der CDU die stärker werdenden libertären Umtriebe als Gefahr wiederentdeckt haben.

Das Programm des Symposiums lässt dabei schon auf die eher ermüdende Argumentationslinie schließen, mit der hier versucht werden soll, libertäre Ideen zu diffamieren. So heißt es schon in der Einleitung:

„Anarchie (griech.) ~ Herrschaftslosigkeit. Ein Zustand absoluter Freiheit. Keine Pflichten, keine Unterdrückung. Was passiert, wenn jeder nur sich selbst verpflichtet ist? Welche Ordnung entsteht, wenn es keine Ordnung gibt?“

Hier lesen wir, wenn auch durch die Blume, das alte Klischee in dem Anarchie mit dem Recht des Stärkeren gleichgesetzt wird. Ist es nicht logisch, dass wann immer ich mich in einer sozialen Gemeinschaft bewege, ich auch Verpflichtungen eingehe? Die einzigen Möglichkeiten diesem gesellschaftlichen Gesetz zu entgehen, wäre a) der Verzicht auf jede soziale Kooperation oder b) die Erzwingung dieser mit Hilfe von Macht/Gewalt. Im Fall a) ist Leben nur noch auf primitivsten Level möglich, jedoch hätte dies nur für die Person die sich bewusst für diesen Weg entscheidet negative Konsequenzen. Im Fall b) ist der Zustand nicht herrschaftslos und somit keine Anarchie. Sobald Menschen in einer Gemeinschaft zusammen leben oder arbeiten, gehen diese auch Verpflichtungen ein. Diese Verpflichtungen haben sogar einen viel größeren Stellenwert, wenn dabei jede Form von Hierarchie und Gewalt vermieden werden soll. Wenn es keine Gesetze gibt und keinen Staat den ich nutzen kann um Menschen zu Handlungen (oder Unterlassungen) zu zwingen bin ich auf Kommunikation und gemeinsame Übereinkünfte (anstatt genereller Gesetze) angewiesen. Mensch könnte also sagen, das freiwillige Verpflichtungen im Zustand der Anarchie eine viel größere Rolle spielen würden, als in der heutigen Gesellschaft.

Auch sonst geht das Programm der Veranstaltung – wer hätte das gedacht – eher an jeder realen Diskussion um libertäre Ideen vorbei. So wird zum Beispiel am Sonntag ein Großteil des Programms mit einem Spaziergang durch die Neustadt und der Filmvorführung von „Animal Farm“ gefüllt. Auch bei der Auswahl des Filmes drängt sich der Eindruck aus, das hier alles zusammengewürfelt wird, was irgendwie mit „links“ zu tun hat, war George Orwells Film doch eine literarische Aufarbeitung der gescheiterten Oktoberrevolution die schließlich zum Stalinismus führte. Mensch darf hier wohl eine einfache Moral von der Geschicht à la revoltieren lohnt sich nicht erwarten. Mit ziemlicher Sicherheit wird hier der Stalinismus als Beweis für die Machtgier des Menschen herhalten müssen, ohne irgendeine Beleuchtung soziologischer Hintergründe oder Unterschiede zwischen anarchistischer und marxistischer Organisationstheorie.

Am nächsten Tag erwartet die Teilnehmenden wenigstens eine Veranstaltung zum Thema „Macht und Ordnung“ in der Anarchie und gleichzeitig eine der wenigen Gelegenheiten die es den Schüler_innen ermöglichen mit zu diskutieren. Das im großen und ganzen an einem gleichberechtigten Dialog mit den Jugendlichen kein Interesse besteht und dies von Seiten der Veranstalter_innen wohl an ihren Vorstellungen zum Umgang mit jüngeren Menschen liegt, wird gleich zu Beginn des Programmheftes deutlich wenn es heißt: „Ihr dürft mitreden: Bei den ersten Sächsischen Schülerpolitiktagen 2010.“

Kurz nach der Diskussionsveranstaltung folgt der vielleicht größte propagandistische Trumpf der Organisator_innen: Wie in Clockwork Orange tritt der geläuterte Vorzeigekriminelle Klaus Jünschke zusammen mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum auf. Unter dem Titel „Der Revolutionär! Geweihter Mensch oder hässliche Fratze des anarchistischen Machtkampfs?“ Klaus Jünschke arbeitete bis 1971 im SPK, einer sozialistischen Gruppe der damaligen Antipsychiatrie-Bewegung, mit. Nach der Kriminalisierung der Organisation schloss er sich der zweiten Generation der R.A.F. an. 1977 wurde er für die Beteiligung an einem Banküberfall, bei dem ein Polizist erschossen wurde, zu lebenslanger Haft verurteilt und 1988. begnadigt. Das die R.A.F. eine sozialistische Organisation war, alles andere als anarchistische Ziele verfolgte und in der Wahl der Mittel als auch in ihrer internen, hierarchischen Struktur alles andere als „anarchistisch“ war, sich darüber hinaus noch mehrfach von libertären Ideen distanzierte wird hier natürlich zufällig übersehen.

Am Samstag folgt ein großer Workshop und Kulturblock. Mensch könnt mutmaßen, das hier versucht wird nach 2 Tagen platter Propagands wenigstens mit Grafitti, Musik, Tanz und Theater noch ein paar Sympathien bei der aufmüpfigen Jugend zu erreichen, frei nach der Devise: „Ihr könnt ein wenig ausflippen, ihr dürft nur nichts verändern!“. Bleibt zu hoffen, dass sich die Teilnehmenden nicht von dieser staatlich angeordneten Rebellion einlullen lassen.

14 Uhr wird die Demokratie mal wieder mit der DDR verglichen und damit aufgehübscht, eine Argumentation die von der CDU seit Monaten gebetsmühlenartig wiederholt wird, obwohl sie rein garnichts über die tatsächliche Lebensqualität im heutigen Deutschland oder eine emanzipatorische Bewegung aussagt.

Abschließend gibt es noch eine anarchistische Party in der Straße E (für alle die mitfeiern wollen: Werner-Hartmann-Straße 2) und am Ende des Programms werden die Schüler_innen nochmal aufgefordert „nochmal richtig nachzudenken“. Im Text heißt es:

„Im radikalsten Sinne beschreibt Anarchie eine Ordnung, in der ein Jeder nur sich selbst, also seinem eigenen ICH verpflichtet ist. Es gibt keine übergeordnete Machtinstanz. Ein Zustand, den der Staatsphilosoph Thomas Hobbes als „Naturzustand“ bezeichnet. In diesem hat zwar jeder das Recht auf alles, doch dieses gemeinsame Recht auf alles ist so ziemlich dasselbe, als bestände überhaupt kein Recht. Wer sollte es denn durchsetzen – DU, und dann…?

Fraglich ist ebenso, ob dieser Zustand wirklich als Chaos beschrieben werden kann. Tauscht der
Anarchist nicht nur die Ordnung des Rechts, durch die Ordnung des Natur-Rechts, den „Survival of the Fittest“? So verändert er zwar die Voraussetzungen von Ordnung, schafft eine vermeintliche Un-Ordnung, aber keine Ordnungslosigkeit. Vielleicht ist auch die Ordnung des Einen die Un-Ordnung des Anderen, und andersherum?

Gleiches gilt für den Aspekt der Freiheit. Dort wo die Freiheit grenzenlos ist, ist auch die Ohnmacht am größten.

„Insofern bilden die anderen zunächst unsere Hölle, weil sie uns dazu verdammen, etwas zu sein, was wir nicht sind, und uns damit unserer Freiheit berauben, uns zu dem zu machen, was wir wirklich sind.“ (Sartre)

Ist das Recht auf alles, damit eine wirkliche oder nur eine geliehene Freiheit, geliehen von den Anderen? Ist deine Freiheit vielleicht wichtiger, als die der Anderen? Und ist Anarchie damit nicht nur die Freiheit von Narren?“

Interessant ist, dass die KAS hier offensichtlich der Meinung ist, es gäbe für den Menschen andere Verpflichtungen, als die die er sich freiwillig wählt. Hier wird aus dem Zwang, den repressive Organe heute auf uns ausüben eine positive Verpflichtung gemacht.

Menschen haben, auch jenseits von Solidarität und sozialen Bedürfnissen, ein Interesse daran gemachte Vereinbarungen einzuhalten. Wenn die freiwillige Vereinbarungen zwischen zwei Menschen nicht eingehalten werden, z.B. die der Gewaltfreiheit, so bedroht dies die weitere Kooperation zwischen den Menschen. In einem System in dem Menschen Dinge nicht kaufen oder durch Macht an sich reißen können, ist es besonders wichtig in einem guten Verhältnis zu seinem sozialen Umfeld zu stehen. Es gibt eine Vielzahl von guten Gründen nicht mit Macht oder Gewalt gegen Menschen vorzugehen, wer dies abstreitet ist wohl in Wahrheit der gewaltgeile Chaot. Das weiterhin nie jemand, außer konservative und rechte Propagandisten, behauptet hat mit Anarchie solle eine Unordnung oder ein Faust-Recht durchgesetzt werden und dass anarchistische Theorie und Praxis zu großen Teilen darauf ausgelegt sind, diese beiden Zustände zu vermeiden, sollte bekannt sein. Weiterhin ist eine der anarchistischen Grundsätze das die eigene Freiheit nur so weit geht, wie die Freiheit der anderen davon nicht angetastet wird. Alles andere erfordert Kommunikation und Vereinbarungen.

Fazit:

Die Konrad Adenauer Stiftung stellt verschiedene Vertreter_innen von Kirche und CDU als Expert_innen für Anarchie dar. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass es bei der Kritik libertärer Ideen bei Klischees auf etwas geschönten Stammtischniveau bleibt.

Wer das Niveau der Veranstaltungen positiv oder negativ beeinflussen will, kann das am Donnerstag 18:30 Uhr („alternativer Stadtrundgang“) am Freitag 20 uhr (R.A.F.-Diskussion, öffentlich) und Samstag ab 18 Uhr (Werner-Hartmann-Straße 2, Dresden) tun. Weiterhin gibt es während des dreitägigen Symposiums eine angemeldete Kundgebung vor der Dreikönigskirche. Dort könnt ihr euch mit eigenen Ideen einbringen und den Menschen am Infostand Gesellschaft leisten.

Wirkliche Infoveranstaltungen über Anarchie gibt es über vom 1.-8. Mai: Libertäre Tage Dresden 2010

Interview mit dem Vorbereitungskreis der Libertären Tage Dresden

Vom 01. bis zum 08. Mai finden unter dem Titel „Utopien entdecken!“ die ersten Libertären Tage in Dresden statt. Geplant sind Workshops, Vorträge, Demonstrationen, Straßenfeste, Freilichtkinos, Konzerte, Partys, VoKüs und vieles mehr. Wir haben uns mit ein paar Menschen aus dem derzeitigen Vorbereitungskreis getroffen und wollten von ihnen wissen, mit welcher Motivation sie an der Veranstaltungswoche planen, wie die Vorbereitungen laufen und auf was wir uns freuen dürfen.

anarchia: Hallo Ronny. Was verbirgt sich hinter dem Titel „Libertäre Tage“?

Libertäre Tage (Ronny Urban)*: Dahinter verbirgt sich die Idee die Woche zwischen den zwei geschichtsträchtigen Daten, Tag der Arbeit und Tag der Befreiung, für eine vielseitige Veranstaltungsreihe zu nutzen. Mit vielseitig meine ich ein breites Spektrum an veranstaltenden Gruppen und Projekten sowie unterschiedlichste Veranstaltungsformen. Das geht von Diskussionen, Workshops und Veranstaltungen wie Feste und Partys bis hin zu politischen Aktionen. Was uns vereint ist der Wille emanzipatorische Alternativen jenseits von mehr Wirtschaft oder mehr Staat, also der Wahl zwischen Pest und Cholera, aufzuzeigen und zu erleben.

anarchia: Wer veranstaltet die Libertären Tage? Ist das eine Aktion des Libertären Netzwerks oder gibt es einen offenen Vobereitungskreis?

LiTa: Ich würde sagen, dass wir da ganz undogmatisch vorgehen. Wir sind ein Vorbereitungskreis, so offen wie das Libertäre Netzwerk auch. Jede/r kann mitmachen, die/der gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Hierarchien ankämpft, jede/r, die/der Ideen hat und keine kommerziellen Ziele verfolgt. Und das sind viele, von Gruppen wie dem AK Antifa oder der Tierrechtsgruppe bis hin zu Locations wie U-Boot oder Chemiefabrik. Auch Einzelpersonen mischen mit. Also am Anfang war das ganze eine Idee des Libertären Netzwerks, aber sehr schnell waren so viele dabei, dass sich die Sache verselbstständigte. Da fiel ein Samen auf fruchtbaren Boden, würde ich sagen. Sehr viele soziale Initiativen wollen einfach nicht mehr in der Versenkung verschwinden.

anarchia: Das klingt doch ganz enthusiastisch. Was erhofft ihr euch von den Veranstaltungstagen? Habt ihr eine bestimmte Vorstellung, welche Wirkung auf das politische Klima die Libertären Tage haben sollen und gibt einen speziellen Grund für die Wahl der Stadt Dresden und des Zeitraums?

LiTa: Das sind viele Fragen auf einmal. Erstmal erhoffen wir, dass wir nicht im Chaos versinken, dass wir wenige Fehler machen. Sollte das klappen, möchten wir den einfallslosen, konservativen Klüngel aufrütteln, indem wir eine kritische Öffentlichkeit entwickeln. Eine Öffentlichkeit, die kommuniziert, hinterfragt und interveniert. Wir wollen mehr horizontale Selbstorganisation propagieren und erarbeiten. Wir zeigen diese Möglichkeiten interessierten Menschen und lernen uns kennen. Zum Zeitraum sagte ich vorher schon etwas: Es ist eine geschichtsträchtige Woche, die stark mit emanzipatorischen Bemühungen verbunden werden kann. Wir leben in Dresden oder Umgebung und hier aktiv zu werden kann viele Gründe haben. Da gibt es die tägliche Nazihetze, da gibt es Frust über das fehlende Interesse der Stadt an Bewohner_Inneninitiativen jenseits staatlicher Organisationen, da fehlen Räume und Förderungen, da wird gegen den Willen von Anwohner_Innen stadtentwickelt oder aber auch alles wilde, aufmüpfige, neue als extremistisch denunziert.

anarchia:
Seht ihr euch in Dresden mit einer solchen Entstehung libertärer Dynamik eher als eine Insel in trister, ostdeutscher Einöde oder als Teil einer überregionalen Entwicklung? Wie beurteilt ihr die Situation?

LiTa: Ich will mich hier nicht weiter an „ostdeutschen“ Klischees und Realitäten abarbeiten. Sicher entstehen die Veranstaltungen, obwohl wir uns weit über die Stadtgrenzen hinaus vernetzen, aus einer lokalen Kultur heraus und das ist auch nicht verwerflich. Allerdings sind die Probleme, die uns zu schaffen machen, für die wir Lösungen suchen, ähnlich denen in anderen europäischen Städten. Sie sind mit den Vorgängen der Globalisierung verwoben. Sie sind stark mit einem Leben im Kapitalismus verbunden. Wir sehen uns also als Teil einer globalen Bewegung.
Der Dynamik, die sich hier herausbildet, liegt ein langer Erfahrungsprozess zugrunde. Dazu gehören auch viele scheiternde Einzelprojekte, aus denen wir die Lehre gezogen haben, dass zuviele eigentlich an einem Strang ziehen, aber es meist nicht wissen. Seit sich viele zum Libertären Netzwerk zusammen schlossen, regen wir uns mit Ideen an, können wir mit vereinter Stimme sprechen und Arbeit teilen. Und alles, ohne dass Gruppen oder Individuen ihre Handlungsfreiheit verlieren. Ich bin mir sicher: Da wird noch viel passieren.

anarchia: Ich wollte mit dem Verweis auf das Gebiet der ehemaligen DDR eher auf die besondere Situation der besonders strukturschwachen Provinzen hinweisen. Wie können euch sympathisierende Leser_innen in- und außerhalb der Stadt Dresden unterstützen?

LiTa:
Es gibt strukturschwächere Regionen auf der Welt und in Europa. Wir wollen nicht jammern, denn es gibt viele Perspektiven. Wir müssen nur unser Leben selbst in die Hand nehmen. Für fast alles gibt es Mittel und Wege.
Wenn ihr euch einbringen wollt, könnt ihr zum Vorbereitungsplenum am Sonntag um 18 Uhr ins AZ Conni kommen. Ihr könnt euch mit Freunden zusammentun und Programmelemente erarbeiten. Es gibt auch ein Wiki, in dem ihr einen Open Space füllen könnt. Wenn ihr außerhalb wohnt, schreibt doch einfach an linetdd@riseup.net und informiert euch auf dem Blog utopienentdecken.blogsport.de oder alternativ der englischen Version utopienentdecken2.blogsport.de. Wir schicken euch auch gerne Plakate und Flyer. Und ehe ich es vergesse: Wir sehen uns am ersten Mai.

anarchia: Dann wünschen wir euch viel Erfolg. Wollt ihr den Leser_innen absschließend noch etwas sagen?

LiTa: Libertäre Tage kann es überall geben, libertäre Vernetzung auch. Wir haben darauf kein Copyright angemeldet. Verwirklicht eure Träume, wenn wir gemeinsam kämpfen wird einiges Unmögliche vielleicht bald konkret.

* Hier handelt es sich um Einzelmeinungen und nicht um ein Gruppenstatement des ganzen Vobereitungskreises.

Eine Woche Besetzung in Geringswalde

Quelle: Squat Geringswalde

Fazit der Hausbesetzung am 6.März 2010

Etwas mehr als eine Woche ist es nun her, als wir ein Haus in der Geringswaldeer Wiesenstraße besetzten. Als erstes möchten wir uns für die große Solidarität bei euch bedanken. Das die Besetzung und das dieses damit verbundene Projekt so viel Zuspruch und Unterstützung findet, hätten wir uns nicht einmal zu träumen gewagt. Dank, an auch alle, welche uns Essen und Trinken zubringen, welche uns Sofas, Stühle ,andere Möbel und auch Holz und Kohle für unseren nun gemütlichen Squat brachten. Des Weiteren dank für Kerzen und Taschenlampen, damit wir überhaupt etwas sehen konnten. Dank an die Leute, welche uns Tipps gaben und uns beraten haben. Danke, auch an die, die einfach da waren und uns zeigten, dass wir nicht allein sind. Danke an Parteien, Initiativen und Vereine, welche uns Hilfe zusagten. Weiteren dank an die vielen Unterstützer aus anderen Städten. Es zeigt uns, dass die Freiraumpolitik und deren Umsetzung doch nicht so tot ist, wie es manchmal scheint. Wir sehen damit, wie es notwendig scheint, dass alternative und emanzipatorische Politik in die ländliche Region getragen werden muss, um die Zustände in den Provinzen angreifen zu können.
Zusammenfassend danken wir euch allen, die uns geholfen haben die Woche ohne Wasser und Strom angenehm gestalten konnten. Ohne euch wäre dies alles gar nicht möglich gewesen!
In der derzeitigen Lage ist leider nicht sehr viel zu sagen. Wir sind geduldet bis Gespräche stattfinden, es soll einen runden Tisch geben wo Polizei, Stadt, Besitzerin und die „Vermittlerin“ über den Ausgang des Projektes reden. Dazu entstehen folgende Probleme:
1.Die sogenannte Vermittlerin ist die extremismusbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen. Dies zeigt einmal mehr, dass alles was anders leben will, anders aussieht und anders denkt „extrem“ sein muss. Wir persönlich sehen den Extremismusbegriff als unzulässig und falsch an.
2.Es kam bei den geplanten Gesprächen mit Polizei und „Vermittlerin“ so bei uns an, dass wir das Haus freiwillig räumen sollen, damit es zu dem runden Tisch kommt. Das bedeutet also, bei der Unterlassung der Räumung wird es keinen runden Tisch geben.
Unsere Entscheidung ist klar, Räumen wir freiwillig so fehlt uns jeglicher Rückhalt, wir haben demzufolge nichts mehr in der Hand. Wer garantiert uns dass es die Gespräche nach der Räumung geben wird, und wer garantiert und eine Lösung und somit eine Zukunft des Projektes? Unsere Zweifel sind klar und begründet. Der Bürgermeister der Stadt Geringswalde hat uns schon genug enttäuscht. Der anfänglich Aufgebaute Vertrauen zu Ihm ist vollkommen verloren gegangen. Des weiteren wusste er, laut Presse, nicht einmal etwas von einem runden Tisch mit uns! Wieso soll es keine Gespräche mit uns geben, solang das Haus besetzt ist? Es ist die Angst vorhanden, dass wir eine freiwillige Räumung durchführen und im Nachhinein kein Wort mehr über das Projekt verloren wird. Wieso mischen sich die Polizei, die Stadt und die Extremismusbeauftragte so in die Verhandlungen mit ein und versuchen sie mit zu bestimmen? Die Vermutung liegt nahe, dass es das Projekt nicht geben soll.
3.Wieso werden die Verhandlungen in die Hände von den Menschen gegeben, welche sie auch etwas angehen. Das wären in diesem Falle die Hausbesitzerin und wir, als Besetzer_Innen. Wir hoffen deshalb an dieser Stelle, dass die Besitzerin dies genau so sieht und mit uns verhandelt ohne von anderen beeinflusst zu werden. Wir sind deshalb weiterhin an einer Lösung interessiert und zu Gesprächen bereit.
Diese Gründe bewegen uns nicht freiwillig zu räumen, um nicht wieder vor dem Nichts zu stehen.
Aus genau diesem Grunde brauchen wir gerade in dieser Zeit Unterstützung und Hilfe denn je. Also alle, welche uns Helfen wollen und uns unterstützen wollen können dies per Mail bei uns tun!
Wir werden definitiv nicht aufgeben und freiwillig räumen! Wir werden weiterkämpfen für unsere Träume, welche in dieser einen Woche ein ganzes Stück näher kamen!
Diese Woche darf und kann nicht alles gewesen sein!
Kämpft mit uns!
Wir bleiben alle!

Besetzerinnen und Besetzer des Hauses in der Wiesenstraße 7 – März 2010

Anarchistische Spontandemonstration durch Dresden Löbtau: Polizei verhängt Ausnahmezustand

Am Samstag, den 13. März, versammelten sich ca. 60 Menschen zu einer spontanen Demonstration durch das Dresdner Stadtviertel Löbtau Anlass war ein Angriff auf das libertäre Hausprojekt „Praxis“ einen Monat zuvor, in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar. Die Demonstration verlief entschlossen und friedlich ohne Störungen durch die zu spät eintreffende Polizei. Die „Praxis“ wurde daraufhin die ganze Nacht durch uniformierte und zivile Einsatzkräfte belagert.

Um 14:30 begann sich der Platz vor der „Praxis“ mit Menschen zu füllen. Einige kamen in sportlichem Schwarz, andere bunt geschminkt. Als ungefähr 60 Menschen vor Ort eingetroffen waren wurde das auf einem Einkaufswagen montierte DIY Soundsystem angeschmissen und los ging es die Columbusstraße hinunter.

Die Stimmung heizte sich beim Einzug in die Kesselsdorfer Straße auf. Es wurden bengalische Fackeln und Böller gezündet. Die Teilnehmer_Innen riefen Sprechchöre und mit einem Megaphon wurden an der Haltestelle Wartende über die Vorfälle vor einem Monat informiert. Manchen Demonstant_Innen erschien das Vorgehen jedoch zu bedrohlich und geschlossen, was auch im weiteren Verlauf Diskussionen hervorrief.

Obwohl viele Menschen Flyer entgegen nahmen, blieben doch die meisten skeptisch gegenüber der ersten Demonstration durch den Stadtteil seit Jahren. Auch das Naziproblem in der Nachbarschaft offenbarte sich auf der Kesselsdorfer Straße. Mit verschiedenen rechten oder rechtsoffenen Personen kam es zu verbalen Auseinandersetzungen, von denen sich die Versammlung jedoch nicht aus der Fassung bringen ließ. Überall wurde Nazipropaganda übergeklebt und eigene Inhalte mit Kreide auf den Hauswänden formuliert.

Über die Rudolf-Renner Straße zog mensch im Bogen zurück in die Wernerstraße. In kurzen Redeeinwürfen wurde neben antifaschistischen Inhalten auch immer wieder Stadtentwicklung und Freiraumproblematiken thematisiert. In der Wernerstraße erschien die Polizei mit einigen Kleinbussen, konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Die Teilnehmer_Innen verhielten sich frech und ungehorsam. Niemand ließ sich ausfragen oder in Gespräche verwickeln.

Auf dem Nachhauseweg wurde eine Gruppe von zwei mit Nazis bestückten PKWs angegriffen. Nach bisherigem Informationsstand scheint es keine Verletzten gegeben zu haben. Die Verbliebenen rechneten aus diesem Grunde mit einem weiteren Angriff auf die „Praxis“, der aber auch im Verlauf der Nacht ausblieb.

Stattdessen entwickelte sich die Situation zu einem rechtsstaatlichem Alptraum. Die machtlosen Polizeikräfte begannen die Anwohner_Innen des gesammten Häuserblocks zu nötigen und machten aus einer Bagatelle einen kostspieligen Polizeigroßeinsatz. Die Nacht über positionierten sich diverse zivile Einheiten in PKWs rund um die Häuser. In der Hinterhand und auf Patrouille befanden sich Bereitschaftspolizeieinheiten. Alle Anwohner_Innen, die die Häuser verließen wurden gefilmt. Meist wurden auch über halbstündig die Personalien aufgenommen. Aus der Straße abfahrende Autos wurden angehalten und kontrolliert, bzw. verfolgt und überwacht. Die Situation beruhigte sich erst gegen Morgen.

Hintergrund:
Löbtau ist einer der strukturschwächsten Stadteile Dresden. Die Bevölkerung setzt sich vorrangig aus Niedrigverdienenden, Arbeitslosen und Studierenden zusammen. Bekannt ist der Stadtteil durch seine hohe Leerstandquote, sterbende Industriegebiete und eine starke, rechtsoffene Hooliganszene. Das Hausprojekt „Praxis“ besteht seit 2 Jahren und versucht hier linkspolitische und kulturelle Veranstaltungen zu ermöglichen. Sie ist das einzige derartige Projekt auf der südlichen Elbseite. Hier findet einmal die Woche eine Volxküche statt, Veranstaltungsräume stehen für verschiedenste Projekte und Events offen. Es besteht auf diese Weise ein Frei- und Begegnungsraum für und von unterschiedlichsten Menschen.

Am 12. und 13. Februar wurde die „Praxis“, wie viele andere alternative Räume auch, Ziel eines gewalttätigen Angriffs. Der Angriff konnten dank eines erfolgreichen Schutzkonzeptes ohne Verletzte abgewehrt werden.

1. Ganztagswanderung des AK Freizeit

An diesem Sonntag (den 14.03.) findet die erste Wanderung des AK Freizeit (Libertäres Netzwerk Dresden) unter dem Titel „Mal wieder raus an die frische Luft!“ statt. Treffen ist auch bei schlechtem Wetter. Hier die Beschreibung:

Unsere Wanderung durchstreift den weniger erschlossenen Teil der vorderen Sächsischen Schweiz. Über die idyllischen Flussauen im Basaltdurchbruch zieht sie sich über einige der schönsten Aussichten des Elbsandsteingebirges bis in die düsteren Felstäler um Hohnstein. Die reine Wanderung kann ergänzt werden durch die Besichtigung 3 ehemaliger Burgen, mit kleiner Führung und der Erzählung der damit verbundenen Spukgeschichten. Die Länge der Wanderung ist je nach Kondition der Teilnehmenden spontan variabel und lässt sich mit Kneipenbesuchen verbinden.

Treffpunkt: 9 Uhr (pünktlich!) am Neustädter Bahnhof, Dresden

Mitbringen: Essen und Trinken für den Tag, Fahrtgeld, gutes Schuhwerk usw., gute Laune und den Fotoapparat (lohnt sich).

Fragen, Sorgen, Ideen usw. an anarchiadd@riseup.net

akfreizeit.blogsport.de

Weltfrauentag war gestern…

Antisexismus wird in Dresden ja nicht gerade sehr groß geschrieben. Oft ein lästiges Thema dem irgendwie aus dem Weg gegangen wird, dass keine_n interessiert, oder über dass mensch sich längst einig ist, da ja alle irgendwie gegen Sexismus sind. Um dem etwas entgegenzusetzten, gibt es hier ein paar Veranstaltungstipps: am 18. März gibt es beim AntifaTEEmencafe im AZ Conni was auf die Ohren. Hörkino von Oliver Lauenstein über Zusammenhänge von Männlichkeit, Staat, Nation und feministischen Perspektiven auf eben diese. Aus dieser Richtung gibt es auch einen spannenden Zusammenschnitt über Mackerverhalten in der ‚linken Szene‘.

Am 21.03 ist dann in der Praxis das zweite Café Négation. Dort wird es Raum für Diskussionen und eine kritische Einführung zu den Themen Intersexualität und Gender geben. Wie schon beim letzten mal auch wieder leckeren veganen Kuchen, super Kaffee und gemütliches sonntägliches rumhängen.

Zwar thematisch etwas anderes, aber auch spannend um am gleichen Abend gegen 21 Uhr: Buchvorstellung mit Lou Marin von der Graswurzelrevolution über gewaltfreien Anarchismus in den 70er Jahren im Buchladen König Kurt .

2 Veranstaltungen zur Solidarität mit Gefangenen!

Am 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. Zu diesem Thema gibt es bereits am 15. eine Veranstaltung in Görlitz:

Solidarität mit den „Belgrad Sechs“

„Nach mehr als einem halben Jahr Untersuchungshaft standen sechs belgrader AnarchistInnen, darunter Mitglieder der anarchosyndikalistischen ASI, am 17. Januar 2010 erneut vor Gericht. Ihnen wird das Organisieren und Durchführen eines Brandanschlages auf die griechische Botschaft in Belgrad vorgeworfen. Nach der Gerichtsver- handlung wurden die sog. Belgrad Sechs vorerst wieder freigelassen. Der Vorwurf des “internationalen Terrorismus” blieb jedoch bestehen. Einer der Inhaftierten, Ivan Savic, wurde im Gefängnis gefoltert und dazu gezwungen eine Erklärung zu unterschreiben, nach der es angeblich eine Verschwörung zu einem Mord gegeben hätte. Vielen der über hundert angereisten ProzessbeobachterInnen wurde der Einlass in den Gerichtssaal verwehrt. Zwei Personen, welche während der Verhandlung ein Transparent mit der Aufschrift “Anarchismus ist kein Terrorismus” entrollten, sind nun von einer Haftstrafe bedroht. Der nächste Prozesstermin, der sechs Angeklagten, ist für März angesetzt. Helft mit und unterstützt die „Belgrad Sechs“ und alle anderen Opfer staatlicher Repression. Seit kreativ und macht Aktionen!

AG H.a.n.S. im Februar 2010″

Beginn: 20.00 Uhr, Hospitalstr.30 (Görlitz)

Am Nächsten Tag veranstaltet die Ortsgruppe Dresden der Roten Hilfe einen Vortrag zum Thema Antirepressionsarbeit:

„Drinnen und draußen ein Kampf?“ – Zur Kommunikation mit Gefangenen

„Antirepressionsarbeit hat viele Gesichter, ob es nun Informationsveranstaltungen, Demonstrationen oder andere Aktionen zum Thema Repression und Eingesperrte sind. Ein wichtiger Gesichtspunkt dieser Arbeit, der direkte Kontakt zu den Inhaftierten, kommt leider oft zu kurz. Doch gerade dieses Gebiet ist unheimlich wichtig, zum einen für die Weggesperrten, zum anderen für uns, da der Knast ein weiterer Schauplatz des Klassenkampfes und der Auseinandersetzung mit den Herrschenden ist. Viele sind hinter Gittern wegen „Eigentumsdelikten“, weil sie sich aufgrund ihrer Klassenlage und den damit verbundenen Lebensbedingungen „Nebenverdienstmöglichkeiten“ schaffen mussten oder ohne deutschen Pass keinen Zugang zu legalen Einnahmequellen haben. Andere weil sie aktiv gegen das kapitalistische System kämpfen.

Es hat sich zwar ein bisschen was bewegt bezüglich der Notwendigkeit der direkten Auseinandersetzung mit Gefangenen, aber trotzdem ist die Parole „Drinnen und draußen ein Kampf!“ noch nicht Realität für die (radikale) Linke.

Wie sind diese Blockaden aufzulösen? Auf der Veranstaltung wird versucht, auf einige dieser Probleme und Fragen einzugehen.

Mit Wolfgang Lettow, Redakteur des GefangenenInfo, und der Roten Hilfe OG Dresden“

16.03., 20:00 Uhr im AZ Conni

Vorläufige Entlassung für Angeklagte/ Neue Repression in Serbien

Quelle: Solidaritätsgruppe der Belgrade 6

Sechs AnarchistInnen aus Belgrad, die sechs Monaten in Haft verbracht haben, sind nun am 17. Februar nach ihrer ersten Gerichtsverhandlung aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Anklage lautete auf “Internationalen Terrorismus” und sie werden sich in Freiheit verteidigen können. Die Staatsanwaltschaft sagte, dass sie die Anklage noch einmal „einsehen“ wird, weil der „Tatbestand mittlerweile verändert ist“ und weil neue Beweise da sind. Deswegen wird die Anwaltschaft „rechtliche Qualifikation dieser kriminellen Akte sorgfältig behandeln“. Am Tag des Prozesses haben sich mehrere Hundert Menschen gesammelt, aus der ganzen Welt, um ihre Solidarität gegenüber den sechs angeklagten GenossInnen zu zeigen. Die Stimmung war die ganze Zeit aufregend und in dem Moment in dem die AnarchistInnen freigelassen wurden, war die Freude unfassbar. In den Gerichtshof durften nur ca. 50 Leute. Obwohl das Gericht halb leer war, ließ die Polizei die Leute nicht mehr rein. Wahrscheinlich wollte das Justizwesen nicht unter den kritischen Augen der Öffentlichkeit walten. Die Mehrheit der gekommenen UnterstützerInnen blieben im Hof vorm Gericht und warteten auf die Ergebnisse. Die Justizwache versuchte die Menschen aus dem Gebäude zu entfernen, was sie aber nicht schafften. Der Richter hat sich sehr bemüht die Anklage für “internationalen Terrorismus” zu retten, aber seine Bestrebungen waren nicht erfolgreich. In unklaren und oft gefälschten Untersuchungsschriften, die von der Staatsanwaltschaft vorgebracht wurden, war es klar, dass die Anklage überhaupt keine Grundlage hatte. Die Aussagen der Verhafteten unterschieden sich stark von den offiziell registrierten Aussagen. Der Untersuchungsrichter hat den Großteil der Aussagen nicht ins Protokoll eingetragen, und zufällig waren das genau die Teile, die zugunsten der Angeklagten waren. Sehr eindrucksvoll war die Aussage von einem der Betroffenen, wo er erklärte wie er im Gefängnis zu einem Bekenntnis genötigt wurde. Die Polizisten haben ihn mit Drohungen, Prügel und Folter dazu gezwungen irgendwelche Papiere zu unterschreiben, auf denen er fälschlich zu gibt, dass er den griechischen Botschafter mit zwei Bomben töten wollte! Der Beschluss die Haft zu unterbrechen bedeutet eigentlich die Rücknahme der Anklage. Die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 23. März angesetzt. Aber die Repression scheint kein Ende zu nehmen. Zwei Personen wurden während der Gerichtsverhandlung verhaftet und für “Störung der Justiz“ angeklagt. Die Personen haben ein handgeschriebenes Plakat auf eine Glasscheibe vor dem Gerichtshof geklebt. Die Polizei behauptete, dass die Gerichtsverhandlung deswegen unterbrochen wurde, obwohl niemand innerhalb des Gerichtssaales etwas von dem Plakat, das nur ein paar Sekunden dort hing, mitbekommen hatte. Für “Störung der Justiz” ist im schlimmsten Fall mit einer Strafe von bis zu 3 Jahren Haft zu rechnen. Die verhafteten AktivistInnen wurden 48 Stunden in Untersuchungshaft gesperrt und wurden am 19. Februar nachts, nach der Anhörung vor der Untersuchungsrichterin, entlassen. Die serbische Polizei hat beiden jedoch die Pässe abgenommen, und sie müssen bis zum Ende ihres Prozesses in Serbien bleiben, was für die Betroffenen besonders schlimm ist, weil sie sonst nicht in Serbien leben. Sie müssen sich regelmäßig bei der Polizeistation melden. In dem Moment als die sechs AnarchistInnen entlassen wurden, bewies die serbische Behörde, dass sie weiter repressiv gegen alle, die es wagen ihre Meinung laut zu verkünden und die Staatsgewalt zu kritisieren, vorgehen wird. Am 19. Februar fand das schon lang angekündigte Soli-Konzert für die von der Repression betroffenen AnarchistInnen statt, allerdings wurde es aber zweimal unterbrochen. Einmal wurde eine Bombe im Lokal gemeldet (bekannte Methode der Faschisten in Serbien) und später wurde Tränengas in den Veranstaltungsraum geworfen, angeblich von der Polizei, die hier in großen Massen anwesend war. Gerade in Zeiten in denen die Repression immer mehr verschärft wird und uns beinahe die Luft zum Atmen fehlt ist es wichtig solidarisch zu einander zu halten!

Spendenaufruf: Besetzung für ein alternatives Zentrum in Geringswalde

Im zwischen Döbeln und Chemnitz gelegenen Dorf Geringswalde wurde am 6. März ein seit 20 Jahren leer stehendes Fabrikgebäude neuer Nutzung zugeführt. Die Besetzer_Innen möchten in der 5000 Einwohner zählenden Gemeinde ein alternatives Zentrum errichten. Ein Nutzungskonzept für das Gebäude wurde bereits erarbeitet.

Nach den ersten klärenden Gesprächen mit der Eigentümerin und Polizei scheint eine gewaltsame Räumung zunächst ausgeschlossen. An einem runden Tisch soll die Zukunft des Projektes verhandelt werden.

Da der bauliche Zustand des Gebäudes bedingt durch den langen Leerstand sehr umfangreiche Sanierungsarbeiten (natürlich DIY) erfordert, benötigen die Besetzer_Innen Geld und viele helfende Hände.

Das Projekt ist aufgrund seiner Lage im tiefsten ländlichen Raum besonderen Schwierigkeiten gegenübergestellt. Mutig finden wir, dass die beteiligten Menschen alternative Kultur und emanzipatorische Politik mitten in die ländliche Gesellschaft hinein tragen wollen und sich dabei von fehlenden alternativen Strukturen, Faschos und eingefahrenen, dörflichen Strukturen nicht aufhalten lassen. Hoffen wir das diese bis jetzt erfolgreiche Vorgehensweise anderen um Freiraum kämpfenden Gruppen auf dem Land als Beispiel dient.

Also macht euer Kleingeld locker und krempelt die Ärmel hoch …….
Spenden könnt ihr bei den VoKüs in: Conni, Praxis, Luther

Eure Aktivist_Innen des AK Freiraum

Mehr Infos: squatgw.blogsport.de/

Für alle, die die Besetzung besuchen wollen:

Hausbesetzungen: Reichenbach verlassen, Geringswalde hält!

Quelle: Indymedia

Reichenbach

Am 05.03.2010 besetzten in Reichenbach (Vogtland) junge Leute ein leer stehendes Gebäude am Rande der Innenstadt. Etwa 100 Menschen unterstützten die Besetzung. Schon seit Monaten gibt es bei Leuten aus Reichenbach Bestrebungen ein selbstverwaltetes Kultur –und Wohnprojekt ins Leben zu rufen, unter dem Motto „Dieses Haus kann leben“.

„Reichenbach hat viele leer stehende Häuser und da soll kein Platz für uns sein?“

Schon länger als einen Monat dauert die stille Besetzung, es wurde aufgeräumt, instand gesetzt und Hoffnungen erweckt. Es ist ihnen Ernst, das merkt man. Träume, Wünsche und Ziele verbinden sie mit der Besetzung.
Auf die Frage warum Sie das Haus besetzt haben antwortete einer der Besetzer: „Wir wollen auf den jahrelangen Leerstand und den Verfall von Häusern in unserer Stadt hinweisen“. Er betonte auch den friedlichen Charakter der Besetzung „Mit Gewalt erreichen wir nichts“.

Aber man will nicht nur auf Verfall und Leerstand hinweisen, das wäre auch zu kurz gegriffen. Auch eine politische Botschaft soll mit der Besetzung vermittelt werden.

„Wir solidarisieren uns mit allen anderen Hausprojekten – viele sind von Räumung bedroht oder schon geräumt“

Egal ob im Vogtland oder anderswo, es braucht Freiräume für Menschen die sich nicht in eine Schublade stecken lassen wollen. Wer frei denken und kreativ sein will, kann das in den oftmals eng gesteckten Grenzen von kommerziellen oder staatlich verwalteten Einrichtungen nicht tun. Besonders in der Provinz braucht es dieses Engagement, da es kaum Vereine und Gruppen gibt die solchen Menschen eine Plattform bieten.

„Partybesetzung mit Kulturprogramm“

Für ein Wochenende ist dieses Haus nach langem Leerstand wieder mit Leben erfüllt. Freitagabend ging es los, mit der gemeinsamen Gestaltung eines Transparentes, Vokü für alle und Livemusik von regionalen und überregionalen Bands. Den weitesten Weg hatte „Geigerzähler“ aus Berlin. Der bei seiner Ankunft auf dem Reichenbacher Markt spontan einige seiner Stücke zum Besten gab.
Auch am Samstag blieb nicht viel Zeit zum ausruhen, Gesprächsrunden am Morgen ein Graffiti Workshop am späten Mittag. In einer der endlosen großen Hallen des ehemaligen Lagergebäudes konnten selbstverantwortlich die traurig-grauen Wände verschönert werden. Wie viel Spaß den Leuten das ausleben ihrer Kreativität gemacht hat, sieht man den Graffitis an. Von nachdenklich bis einfach nur lustig reicht die Bandbreite der Bilder.

Auf Nachfrage, wie er es finden würde wenn es auch legale Räume und Möglichkeiten geben würde seine Kunst zu verwirklichen, antwortete einer der Künstler „es wäre schon toll wenn man nicht ständig kriminalisiert werden würde und unsere Kunst nicht nur als Sachbeschädigung betrachtet wird.

Da über Nacht der Winter wieder Einzug hielt, musste auch ein geplantes Fußballturnier in die riesige Halle verlegt werden, die sich hervorragend für allerlei kulturelle Aktivitäten eignet.
Am Abend gab es dann noch ein Abschlusskonzert mit regionalen Punkbands.
Seit Sonntagmittag haben die Besetzer das Haus wieder verlassen.

„Wir hoffen, dass wir nicht das letzte Mal hier waren“

Gerne würden die jungen Leute weitermachen, an dem Haus arbeiten auch wenn das Gebäude sich nicht für ein Wohnprojekt eignet, so könnte aber dafür ein Ort kultureller Freiheit entstehen. Man hofft in Reichenbach auf eine Einigung mit Stadt und Eigentümer des Gebäudes.

Geringswalde

Am 6.März 2010 wurde ein Haus in der Wiesenstraße besetzt. Nach mehreren gescheiterten Verhandlungsversuchen mit der Stadt, wurde nun dieser Versuch der Artikulation durchgeführt. Als, nach einem Naziaufmarsch, im vergangenen Jahr der Jugendtreff des Jugendvereins „solid“ geschlossen wurde, gibt es keinen Alternativen Platz für Jugendliche mehr. Mehrere Verhandlungsversuche, von Versammlungen vieler alternativer Jugendlicher in der Stadtratssitzung bis hin zur Demonstration, schlugen völlig fehl.

In einem offenen Brief äußern sich die Besetzer_innen:

Wir sind eine Gruppe von Jugendlichen aus Geringswalde, die den vorherrschenden Verhältnissen in Geringswalde eine Alternative entgegenbringen möchten.

Es gibt in Geringswalde keine Räume oder Möglichkeiten für die Jugend um Veranstaltungen und Konzerte durchzuführen, oder sich auch einfach mal länger als um 10 am Wochenende zu treffen.

Wir finden ebenso, dass in Geringswalde die Mieten in den meisten Wohnungen bei 5 € pro m² oder noch höher liegen und somit leider die Verdrängung von Menschen mit wenig Geld auch in der Kleinstadt angekommen ist.

Bei unserer Kritik soll auch der Hausleerstand in Geringswalde angesprochen werden. Für eine Kleinstadt ist der Leerstand enorm, die Besitzer kümmern sich nicht um ihre Häuser – und ein Haus nach dem anderen Verfällt.

Wir möchten ein Selbstverwaltetes Hausprojekt in Geringswalde aufbauen um diesen Dingen entgegenzuwirken.

Im Haus soll ein Veranstaltungsraum für unkommerzielle Konzerte und Veranstaltungen geschaffen werden. Des Weiteren soll es eine kleine Siebdruckwerkstatt geben, eine Selbstverwaltete Kneipe oder Bar, günstigen Wohnraum sowie einen Infoladen.
Das Haus soll einen Emanzipatorischen Anspruch haben, es soll Schutz vor Übergriffen von Nazis und Rassisten bieten und die Antifaschistische Jugendkultur im Landkreis stärken und ausbauen.

Es soll ein Raum ohne Kapitalismus, Sexismus, Faschismus und jeglicher Unterdrückung entstehen.

Solidarität mit allen besetzten Häusern! Schafft 1,2, viele autonome Zentren!

[Belgien] Lappersfort-Räumung

Die mittlerweile zweite Besetzung des Waldes „Lappersfort“ im belgischen Brügge wurde gestern geräumt. Der „illegale“ Wald, der sich aus Wildwuchs auf einem ehemaligen Waffenfabrikgelände entstanden ist, wurde bereits zweimal besetzt, um die Fällung dieses Waldes zu verhindern. Der Eigentümer des Grundstücks, das auf Karten nicht als Wald, sondern als Brachfläche verzeichnet ist, ist Fabricom/Suez, ein Großkonzern, der das Areal roden und als Industriegelände neu besiedeln will.

Trotz vielfältiger Anstrengungen von Anwohner_innen und Aktivist_innen in den letzten Jahren steht dieses Unternehmen nun anscheinend kurz vor der Durchführung.
Gestern, am 3.3.2010 begann die zweite Räumung des Geländes. Die wahrscheinlich 20 anwesenden Aktivist_innen, die sich zum Räumungsbeginn zum Teil in den vielen errichteten Baumhäusern oder im „Fort“, einem ursprünglich nur aus einem Baucontainer bestehenden, über die Jahre zu einem kompletten, zum Teil untertunnelten Gebäude herangewachsen ist, würden Stück für Stück von der Polizei, unter anderem mit Spezialkommandos, aus dem Wald getrieben. Nach letzten Informationen von der Homepage hat als Letzte_r ein_e Besetzer_in unter dem Fort in einem Lock-On ausgehalten. Ein_e andere_r Aktivist_in wurde auf Grund des nicht-legalen Aufhaltens in der EU direkt in Verwahrung genommen und ihm_ihr droht nun die Abschiebung.

Somit steht wieder einmal ein Stück Natur, dass sinnigerweise für ein Industriegebiet weichen soll, wobei in Belgien über die Hälfte der Industrieflächen brach liegen, nach fast 10 Jahren Verteidigung kurz vor der Zerstörung.

Solidarität mit den Besetzer_innen!
Fuck Fabricom/Suez.
Lappersfort blijft!

Vorstellung: Selbsthilfewerkstatt

Seit einiger Zeit gibt es eine Selbsthilfewerkstatt auf der Bremer Straße 9 in Dresden Friedrichstadt. Sie steht interessierten und baulustigen Menschen jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 20 Uhr (oder nach Vereinbarung) offen. Wir möchten das Projekt hier kurz vorstellen:

Was ist die Werkstatt?

Der gemeinnützige WerkStadtpiraten e.V. unterhält eine offene Werkstatt im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt.

Die Idee der Werkstatt basiert auf dem Do-It-Yourself Prinzip. Dahinter verbergen sich unserer Auffassung nach zumindest zwei Aspekte. Der erste ist ein praktischer, denn wer ist in seinem Leben noch nicht an die Grenzen seines handwerklichen Könnens oder des eigenen Werkzeugkoffers gestoßen. Wer seine Ideen trotzdem nicht so leicht aufgeben will braucht zum Einen eine Werkstatt und zum Anderen die Vernetzung mit Anderen, die ihr Wissen teilen oder beim Rumexperimentieren helfen können und wollen. Der zweite Aspekt ist viel weitgreifender: Statt perspektivlos in einer Lohnarbeits- und Wegwerfgesellschaft zu leben, wollen wir Wege finden in einem Raum mit möglichst wenig Einschränkungen das handwerkliche Arbeiten auszuleben und dabei etwas über uns selbst und unser Miteinander zu lernen. Zusammen mit unseren Besucher_innen wollen wir selbstbestimmt miteinander kreativ und produktiv sein.

Wie funktioniert die Werkstatt?

Wir stellen euch gegen Spende unseren Werkraum zur Verfügung, in dem Werkplätze, sowie einiges an Handwerkzeugen und Maschinen vorhanden ist. In Abhängigkeit von der Art der Arbeit und euren Fähigkeiten können wir euch beraten, helfen oder vielleicht an befreundete Handwerker_innen verweisen, damit eurer Vorhaben auch funktioniert. In diesem Sinne verstehen wir uns allerdings nicht als Dienstleister_innen, sondern als Teil eines wachsenden Netzwerks, das auf gegenseitiger Hilfe, Offenheit und Experimentierfreudigkeit basiert. Unsere Arbeitsbereiche sind die Holz-, Metall- und Elektronikbearbeitung.

Was ist der Werkstatt wichtig?

Weil wir in der Werkstatt mehr als technische Zweckerfüllung sehen steht und fällt ihr Erfolg mit dem Umgang miteinander. Deshalb richten wir uns gegen gesellschaftliche Phänomene wie Ausbeutung, Konkurrenzdruck sowie sexistisches Gehabe, das bekanntlicherweise im Handwerk allzuoft mit dazu zu gehören scheint. Wir stehen für selbstbestimmte, hierarchiefreie Arbeit. Wir verstehen uns als ein unabhängiges, offenes und unkommerzielles Projekt.

Wie organisiert sich die Werkstatt?

Die anfallenden Verwaltungs- und Arbeitsaufwendungen organisieren wir über gleichberechtigte Absprachen. Wer sich in die Organisation der Werkstatt einbringen will, kann dies im Rahmen seiner Möglichkeiten und Interessen tun. Das Spektrum ist hierbei groß. Es beginnt bei Arbeit an Werkstattausstattung und Maschinen, geht über Betreuung zu den Öffnungszeiten bis hin zu Präsentations- und Flyergestaltung oder der Vereinsverwaltung. Wenn du dich einbringen willst, dann komm einfach zu den Öffnungszeiten vorbei und mach dir ein Bild, alles Weitere wird sich dann ergeben. Gerne arbeiten wir auch mit anderen Gruppen und Vereinen zusammen und stellen die Räumlichkeit für Workshops zur Verfügung.

Wovon lebt die Werkstatt?

Eine Erfahrung, die uns kontinuierlich begleitet ist, dass handwerkliches Arbeiten teuer ist. Trotzdem ist es uns wichtig die Werkstatt jedem zugänglich machen zu können, unabhängig davon, wieviel er oder sie bezahlen kann. Deshalb sind wir auf Unterstützung angewiesen, da wir die laufenden Kosten, sowie den Verschleiß auf Dauer nicht aus eigener Tasche finanzieren können. Eine sehr gute Art der Unterstützung sind Daueraufträge auf unser Vereinskonto über einen beliebigen Betrag, denn so können wir zum Einen langfristig planen und größere Investitionen angehen und zum Anderen kann jede_r Unterstützer_in so selbst entscheiden wieviel es sein soll.

Auch andere Sach- und Geldspenden, für die wir gerne Spendenquittungen ausstellen, helfen uns sehr weiter. Wenn du uns unterstützen willst, dann komm vorbei, maile oder spende!
(Bei Material- und Werkzeugspenden am besten vorher kurz anfragen)