Vorstellung: Selbsthilfewerkstatt

Seit einiger Zeit gibt es eine Selbsthilfewerkstatt auf der Bremer Straße 9 in Dresden Friedrichstadt. Sie steht interessierten und baulustigen Menschen jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 20 Uhr (oder nach Vereinbarung) offen. Wir möchten das Projekt hier kurz vorstellen:

Was ist die Werkstatt?

Der gemeinnützige WerkStadtpiraten e.V. unterhält eine offene Werkstatt im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt.

Die Idee der Werkstatt basiert auf dem Do-It-Yourself Prinzip. Dahinter verbergen sich unserer Auffassung nach zumindest zwei Aspekte. Der erste ist ein praktischer, denn wer ist in seinem Leben noch nicht an die Grenzen seines handwerklichen Könnens oder des eigenen Werkzeugkoffers gestoßen. Wer seine Ideen trotzdem nicht so leicht aufgeben will braucht zum Einen eine Werkstatt und zum Anderen die Vernetzung mit Anderen, die ihr Wissen teilen oder beim Rumexperimentieren helfen können und wollen. Der zweite Aspekt ist viel weitgreifender: Statt perspektivlos in einer Lohnarbeits- und Wegwerfgesellschaft zu leben, wollen wir Wege finden in einem Raum mit möglichst wenig Einschränkungen das handwerkliche Arbeiten auszuleben und dabei etwas über uns selbst und unser Miteinander zu lernen. Zusammen mit unseren Besucher_innen wollen wir selbstbestimmt miteinander kreativ und produktiv sein.

Wie funktioniert die Werkstatt?

Wir stellen euch gegen Spende unseren Werkraum zur Verfügung, in dem Werkplätze, sowie einiges an Handwerkzeugen und Maschinen vorhanden ist. In Abhängigkeit von der Art der Arbeit und euren Fähigkeiten können wir euch beraten, helfen oder vielleicht an befreundete Handwerker_innen verweisen, damit eurer Vorhaben auch funktioniert. In diesem Sinne verstehen wir uns allerdings nicht als Dienstleister_innen, sondern als Teil eines wachsenden Netzwerks, das auf gegenseitiger Hilfe, Offenheit und Experimentierfreudigkeit basiert. Unsere Arbeitsbereiche sind die Holz-, Metall- und Elektronikbearbeitung.

Was ist der Werkstatt wichtig?

Weil wir in der Werkstatt mehr als technische Zweckerfüllung sehen steht und fällt ihr Erfolg mit dem Umgang miteinander. Deshalb richten wir uns gegen gesellschaftliche Phänomene wie Ausbeutung, Konkurrenzdruck sowie sexistisches Gehabe, das bekanntlicherweise im Handwerk allzuoft mit dazu zu gehören scheint. Wir stehen für selbstbestimmte, hierarchiefreie Arbeit. Wir verstehen uns als ein unabhängiges, offenes und unkommerzielles Projekt.

Wie organisiert sich die Werkstatt?

Die anfallenden Verwaltungs- und Arbeitsaufwendungen organisieren wir über gleichberechtigte Absprachen. Wer sich in die Organisation der Werkstatt einbringen will, kann dies im Rahmen seiner Möglichkeiten und Interessen tun. Das Spektrum ist hierbei groß. Es beginnt bei Arbeit an Werkstattausstattung und Maschinen, geht über Betreuung zu den Öffnungszeiten bis hin zu Präsentations- und Flyergestaltung oder der Vereinsverwaltung. Wenn du dich einbringen willst, dann komm einfach zu den Öffnungszeiten vorbei und mach dir ein Bild, alles Weitere wird sich dann ergeben. Gerne arbeiten wir auch mit anderen Gruppen und Vereinen zusammen und stellen die Räumlichkeit für Workshops zur Verfügung.

Wovon lebt die Werkstatt?

Eine Erfahrung, die uns kontinuierlich begleitet ist, dass handwerkliches Arbeiten teuer ist. Trotzdem ist es uns wichtig die Werkstatt jedem zugänglich machen zu können, unabhängig davon, wieviel er oder sie bezahlen kann. Deshalb sind wir auf Unterstützung angewiesen, da wir die laufenden Kosten, sowie den Verschleiß auf Dauer nicht aus eigener Tasche finanzieren können. Eine sehr gute Art der Unterstützung sind Daueraufträge auf unser Vereinskonto über einen beliebigen Betrag, denn so können wir zum Einen langfristig planen und größere Investitionen angehen und zum Anderen kann jede_r Unterstützer_in so selbst entscheiden wieviel es sein soll.

Auch andere Sach- und Geldspenden, für die wir gerne Spendenquittungen ausstellen, helfen uns sehr weiter. Wenn du uns unterstützen willst, dann komm vorbei, maile oder spende!
(Bei Material- und Werkzeugspenden am besten vorher kurz anfragen)