Weltfrauentag war gestern…

Antisexismus wird in Dresden ja nicht gerade sehr groß geschrieben. Oft ein lästiges Thema dem irgendwie aus dem Weg gegangen wird, dass keine_n interessiert, oder über dass mensch sich längst einig ist, da ja alle irgendwie gegen Sexismus sind. Um dem etwas entgegenzusetzten, gibt es hier ein paar Veranstaltungstipps: am 18. März gibt es beim AntifaTEEmencafe im AZ Conni was auf die Ohren. Hörkino von Oliver Lauenstein über Zusammenhänge von Männlichkeit, Staat, Nation und feministischen Perspektiven auf eben diese. Aus dieser Richtung gibt es auch einen spannenden Zusammenschnitt über Mackerverhalten in der ‚linken Szene‘.

Am 21.03 ist dann in der Praxis das zweite Café Négation. Dort wird es Raum für Diskussionen und eine kritische Einführung zu den Themen Intersexualität und Gender geben. Wie schon beim letzten mal auch wieder leckeren veganen Kuchen, super Kaffee und gemütliches sonntägliches rumhängen.

Zwar thematisch etwas anderes, aber auch spannend um am gleichen Abend gegen 21 Uhr: Buchvorstellung mit Lou Marin von der Graswurzelrevolution über gewaltfreien Anarchismus in den 70er Jahren im Buchladen König Kurt .


38 Antworten auf „Weltfrauentag war gestern…“


  1. 1 Polemiker 10. März 2010 um 8:19 Uhr

    Schön, dass mal wieder drüber gelabert wurde oder wird, damit man sich wieder sicher sein kann, dass man was gegen Sexismus gemacht hat, und auch der tolle Hecht farfalla spielt ganz vorn in der Antisexismusfront mit…am Ende folgt daraus wie immer, außer pinke Basecaps tragen, – nichts.

  2. 2 @ 10. März 2010 um 10:56 Uhr

    das ist keine polemik, das ist stänkern auf sehr geringem niveau!

  3. 3 TiegerBalsam 10. März 2010 um 13:21 Uhr

    @polemiker

    Ich bin auch nicht immer einer Meinung mit dem was farfalla schreibt.
    Aber deine sinlosen und völlig dämlich persühnlichen Komentare kannst du dir cht spaaren die will keiner höhren.
    Damit ziehst du meiner Meinung nach das Nivea dieses blockes auf das von dampfer oder so.
    Wenn du inhaltlich Kritik üben willst an dem was farfalla sagt dann macht das bitte aber net auf diese Art und Weise

  4. 4 pacman 10. März 2010 um 13:22 Uhr

    @polemiker

    da du farfalla ja anscheinend kennst wäre es schön wenn du ihm dein senf persönlich sagen könntest…denn so n stupides bashing hat definitiv nichts im netz zu suchen…
    stasi 2.0 ;)

    thxx

  5. 5 TiegerBalsam 10. März 2010 um 13:23 Uhr

    Ah und @farfalla…
    Ich finde es wichtig das feminismus und antisexismus gleichgesetzt werden.
    Aber auch feminismus kann extrem sexistisch sein.

  6. 6 Polemiker 10. März 2010 um 15:32 Uhr

    Damit ziehst du meiner Meinung nach das Nivea dieses blockes auf das von dampfer oder so.

    Genial. :)

  7. 7 Lyk 10. März 2010 um 15:37 Uhr

    @Tierbalsam

    Magst du letzteres nochmal näher erklären? Also der Feminismus, welcher an sich auch sexistisch sein kann, ist gleich mit Antisexismus?

    Ich finde Feminismus ist in fast allen Anwendungsfällen sexistisch, was wohl drauf zurückgeht, dass es die Konstruktion des Geschlechts von „Mann“ und „Frau“ unterstützt und Klischees eher festig, als diese aufzuarbeiten und zu hinterfragen.

    Denke es ist auch nicht so gut von Antisexismus zu reden, sondern eher von Sexismuskritik.

  8. 8 farfalla 10. März 2010 um 15:45 Uhr

    @ polemiker:

    Veranstaltungshinweis bedeutet, dass mensch da hingehen kann und sich damit auseinandersetzt. denk mal drüber nach.

  9. 9 freundchen 10. März 2010 um 15:46 Uhr

    uuuuuuund jetzt geht es looooos, der kindergartenring wurdeeee erneut eröööööffneeet.

    unser heutiger heeerausforderer: ein champion und klarer topfavorit ist der polemiker, es wird gefährlich wenn er verbal austeilt und noch dazu rechtschreibfehler bemerkt. technik ist gefragt meine damen und herren.

    also jetzt mal im ernst: in dresden ist die antisexismusbewegung vlt nicht so auf der höhe wie in anderen orten. aber das wird sich auch nicht ändern, wenn es keine info- und diskussionsveranstaltungen gibt. von daher finde ich es nicht sehr qualifiziert von dir, lieber polemiker,dass du es schlecht reden musst, wenn jemand versucht zumindest anstöße und anregungen zu bringen.
    ich finde die sache mit der praxis gut, weil sie ein anfang sein könnte. und du könntest dich ja auch einbringen, denn dein gefasel impliziert, dass du ein extrem wertvolles glied sein könntest. oder du lässt es sein und bist einfach ruhig…

    schönen tag

  10. 10 frau 10. März 2010 um 16:58 Uhr

    Haha wie geil, ihr seid ein schönes Abbild der aktuellen Szene: Maulheldentum gegen Sexismus wird ja gerade sehr groß geschrieben… Männer wollen eben immer Helden sein, sich wichtig tun, sich produzieren auf Veranstaltungen oder hier im Internet. Und dann auch noch mit so Nullaussagen wie „Antisexismus wird in Dresden ja nicht gerade sehr groß geschrieben.“ Boar Alter, genauer hast du’s jetzt auch nicht aufm Schirm oder?

    Sich wirklich mit Sexismus auseinandersetzen ist sehr viel unspektakulärer, hat so was stilles und für sich, ist leider nicht so zum rumprollen und angeben geeignet wie ein Muskelshirt, was den Konstrast zu den rosa Söckchen so sexy macht. Weil es ja bedeutet, sich selbst mal in Frage zu stellen, das eigene Verhalten zu reflektieren, sich auseinanderzusetzen mit Alltäglichem und achduSchreck am Ende auch etwas daran zu ändern, was nicht aufgesetzt, peinlich, nur vordergründig antisexistisch oder auf das Beeindrucken von Frauen ausgerichtet ist. ooooh, schwierig…

    Macht eure Veranstaltungen aber erwartet nicht, dass sich dadurch etwas ändert, nur weil euch jemand was vorkaut… Fragt mal ein paar alte Szenetypen, was sie so über Sexismus in Dresden gelernt haben, ist bestimmt viel interessanter. Es hat zwar durchaus viele schrille Auseinandersetzungen in Dresden gegeben, aber interessanterweise hat sich bei vielen Typen dadurch echt was bewegt und woran liegt das? Weil sie provoziert wurden, selbst mal darüber nachzudenken. Sicher ist es der unbequemste aber letztlich der einzig erfolgreiche Weg… Zur Not hilft auch das eine oder andere Buch, oder ein gutes Gespräch. Aber die Auseinandersetzung im eigenen Kopf erspart es nicht.

    (Nachtrag: Wenn ich allerdings sehe, dass in dieser Szene bzw. hier in diesem Abbild sich die meisten weder ausdrücken noch argumentieren können, zweifele ich allerdings daran, dass es mit dem Selbstdenken weiter her ist.)

  11. 11 pacman 10. März 2010 um 19:26 Uhr

    @frau

    ich gebe dir in den meisten sachen recht,gerade die geschichte mit der selbstreflektion halte ich für ungemein wichtig nur hast du was vergessen wenn du von „szene“ sprichst,nämlich das die meisten leute die sich ihr halbes leben im hecht oder der neustadt aufhalten ein anderes bild von gesellschaftlichen problemen (a la bla bla ) haben als die meisten die in löbtau wohnen..und deswegen finde ich es nicht verkehrt den leuten alternativen aufzuzeigen was sie daraus machen ist ihr ding,aber erstmal zeigen das es auch andere ansatzpunkte gibt die gesellschaft zu kritisieren außer das 0815 geschwafel was sie aus der bild kennen (von wegen auländer brennen arbeitsamt ab oder so)..somit kannst du auch leute außerhalb DER SZENE erreichen..sieh da jugendpolitik…ich finde alle sollten sich ihre aktionsform frei auswählen dürfen…..ob sie nun einen vortrag machen oder hingehen oder ob sie mit einem „alten hasen aus der szene“reden ist doch vollkommen egal

  12. 12 osbertftw 10. März 2010 um 21:04 Uhr

    Pardon, Frau, aber Veranstaltungen zurückzuweisen, weil sie nicht individuelles Denken sind, halte ich auch für falsch. Sicherlich ist Sexismus auch ein praktisches Problem, das auf dieser Ebene begegnet werden muss: der Aufruf zu kritischer Selbstreflexion ist insofern richtig. Aber das ist doch auch ein gesellschaftliches Problem, das also nicht nur individuell gelöst werden kann und vor allem auch Theorie bedarf, wenn es um mehr gehen soll, als nur (was auch wichtig ist) Symptome zu bekämpfen, nämlich dem Problem ins Auge zu sehen und Techniken zu entwickeln, diese aufzuheben.

    Anders: was sind denn die Bedingungen für kritische Selbstreflexion? Die herzustellen sehe ich durchaus auch als eine Möglichkeit eines Cafes: in gemütlicher Atmosphäre kritisch über Sexismus zu sprechen, auch theoretisch, eröffnet Kampffelder. Für alte Szenekenner_innen mag das albern sein. Ich sehe aber nicht, warum diese den Maßstab für politische Aktionen stellen sollten. Ich halte es jedenfalls für einen Fehler, lediglich indivudalisitisch nach Reflexion zu rufen; das lässt Leute letztlich als vereinzelte Einzelne zurück. Das sehe ich nicht als Aufgabe emanzipatorischer Politik.

  13. 13 tee 10. März 2010 um 21:53 Uhr

    AntifaTEEmencafe

    tze.

  14. 14 farfalla 10. März 2010 um 23:22 Uhr

    @ frau:

    Ist schon recht einfach mich in die schublade des unreflektierten, männlichen Maulhelden zu stopfen. danke auch.

    „Macht eure Veranstaltungen aber erwartet nicht, dass sich dadurch etwas ändert, nur weil euch jemand was vorkaut… Fragt mal ein paar alte Szenetypen, was sie so über Sexismus in Dresden gelernt haben, ist bestimmt viel interessanter.“

    total dumme mackerscheisze. ‚alte szenetypne‘ haben zwar deiner meinung nach die weißheit mit löffeln gefressen, aber ich bilde mir meine meinung dann doch lieber selber. lese bücher. diskutiere mit anderen menschen. versuche mein verhalten zu reflektieren und bilde mir keine identität über so ein dämliches konstrukt wie männlichkeit.

  15. 15 Polemiker 11. März 2010 um 8:08 Uhr

    Herrjeh, bist du dumm. Frau fährt sicher nicht auf die Männlichkeit von alten Szenetypen ab, sondern wies darauf hin, sich doch mal mit denen zu unterhalten, was die in den Konflikten damals gelernt haben oder auch nicht. Ich bin da eigentlich pessimistischer was das angeht.

    Dass du farfalla irgendwas reflektierst, davon war bisher hier gar nichts mitzubekommen. Aber gleich mal eine praktische Aufgabe, warum schreiben eigentlich die Beiträge auf anarchia fast ausschließlich zwei Typen?

  16. 16 farfalla 11. März 2010 um 13:48 Uhr

    zuallererst mal:

    es gibt auf dem maedchenblog sowas, das nennt sich netiquette
    Ich hab langsam keine lust mehr auf so ein blödes zugekacke hier. ich steh ja selber auf polemik, aber beschimpfen lass ich mich hier auch nicht.

    @ polemiker:

    neben deinem überzeugenden charme nochmal eine erklärung ganz persönlich für dich:
    „bilde mir keine identität über so ein dämliches konstrukt wie männlichkeit.“
    war darauf bezogen, dass ich mich selbst nicht in die schublade ‚mann‘ stecken lasse und eine reaktion auf frau’s kategorisierung für mich. da du ja scheinbar ganz genau beurteilen kannst wer ein mann und wer eine frau ist gibt es nur eine antwort auf deine frage: anarchiadd ist die schaltzentrale der patriarchen.

  17. 17 Polemiker 11. März 2010 um 13:58 Uhr

    So dreist muss man erstmal sein, „ich muss nichts reflektieren, ich lass mich nämlich nicht in die Kategorie Mann stecken – Ätsch!“.

    Selbstreflektion: Null
    praktische Konsequenzen: Null

    Womit wir wieder bei meinem Eingangskommentar wären.

    Q.E.D.

    Jaja, und beschimpfen und über andere herziehen, darf nur das über den Geschlechterkategorien schwebende Wesen farfalla…

  18. 18 TiegerBalsam 11. März 2010 um 15:34 Uhr

    Ok…
    @lyk
    Sorry ich war seht in Eile als ich gepostet habe…
    Sollte eigendlich heißen
    „Ich finde es wichtig das feminismus und antisexismus nicht gleichgesetzt werden.
    Da auch feminismus extrem sexistisch sein kann “
    Also genau deine Aussage.
    Das mit Sexismuskritik halte ich für nen guten hinweis.
    @ Frau
    Ich halte das was alte Szenelmenschen erzählt haben und was wir übernehmen sollen (Ich hoffe ich habe dich da missinterpretiert) für genau das gegenteil von selbständigen denken. Im gegenteil ist das ne echt dämliche altershirachie (a la Ich habe schon so viel erlebt und ich weiß alles und du bist jung und weißt gar nicht dich nehme ich nicht ernst).
    Außerdem habe ich in Farfallas Aufruf nicht davon gelesen Denken und handeln abzustellen und nur ihm zu folgen sondern zu einer Veranstaltung zu gehhen und dort gemeinsam über das thema zu reden. (kannst ja die „Szeneopas/omas mitbringen damit sie uns ne Geschichte erzähllen können)

    Zum thema rechtschreibung: Wie deutsch seit ihr eigendlich?
    Ich schreibe wie es mir passt und lasse mir das nicht von einer Regierung Kulltur oder was auch immer vorschreiben. Rechtschreibung ist ein sinnloses Konstrukt.
    @Polemiker:
    Du forderst von Farfalla das er aus deiner Kritik (so du kritisiertst und nicht nur dumm rum labbst) etwas mitnimmt und zu reflektieren beginnt.
    Sorry aber das kann ich bei dir auch nicht erkennen. Den an deinen persöhnlichen angriffen gegen Leute auf diesem block ist auch viel zu kritisieren oh großes allwissendes Wesen Polemiker. Also solltest du erstmal bei dir anfangen mit reflektieren.
    @Frau
    Das mit dem macker vorwurf ist echt nen bisl zu hart. Du kannst net jedem der was für Sexismuskritik sagt (und noch dazu biologisch nänlich ist) vorwerfen das er das nur macht um Frauen zu beeindrucken. Das ist einfach nur arm. Den damit bedienst du ganz finstere Rollenbilder und unterdrücks alle menscchen die sich nicht nach geschlechtteilen definieren wollen.

    Mit diesem statement erhebe ich mich jetzt über euch und eure Geschlechterrollen und fliege ne runde mit farfalla^^

    Ps: Wer Reschtschreipfeller fintet tarf sie behaklten

  19. 19 lyk 11. März 2010 um 21:02 Uhr

    @polemiker
    ich finde auch das deine ausdrucksweise einfach zum kotzen ist und wäre auch fuer die einfuehrung einer nettiquette. schade ist jedoch das es gebraucht wird und das mensch bei manchen leuten auch nur hoffen kann das sie moeglichst zeitnah gesperrt werden.
    dein mackerverhalten und dein dauerndes rumgeprollen, andere leute, insbesondere farfalla und leute die dich dir gegenüber kritisch verhalten, anzumachen ist mehr als kontraproduktiv.
    fände es, wenn du hier weiter fröhlich deinen mist posten darfst, gut, dich zu ignorieren.

    zum rest;
    die ganze diskussion ist ziemlich unproduktiv.

    keine_r ist wohl ganz und vollkommen reflektiert, weder du noch ich, noch farfalla noch alte szenehasen.
    es wäre jedoch schoen wenn sich menschen mit sich selbst, ihrer_seiner sozialisation und somit auch den innehabenden geschlechterrollen auseinandersetzt und reflektiert. dazu gehoert wohl auch das diskutieren miteinander und dabei koennen auch die angesprochenen veranstaltungen wichtig, interessant und anregend sein.

    im allgemeinen habe ich in dd den eindruck, dass viele leute die augen verdrehen, wenn sie das wort „gender“ oder „sexismus“ oder so hören. es besteht eine verdrussenheit, obwohl sich auch bei mir keine wirkliche auseinandersetzung mit der thematik erkennen lässt. weder in privaten noch öffentlichen zusammenhängen. alle ruhen sich auf dem allgemein bekannten antisexismus aus und mackern aber weiter munter drauf los.

  20. 20 Polemiker 12. März 2010 um 10:02 Uhr

    Wenn die Leute die Augen verdrehen und dann anfangen rumzupampen, mag das aber gerade auch an solchen selbstgerechten Gestalten wie farfalla liegen. Die Ankündigung fängt doch bereits in den ersten Sätzen mit einer unglaublichen Arroganz an. „Ich toll – Szene doof“ Präsentiert selbst aber völlige Ahnungslosigkeit was gesellschaftlich geprägte Verhaltensweisen und Strukturen auch bei ihm angeht. Was für ein Echo erwartet man denn da bitte? Soll man mit selbstherrlichen, arroganten Mackern bei nem Tässchen Tee plaudern? Nein danke. Auf den feministischen Veranstaltungen von früher die ich kenne, wär so jemand wie farfalla, nach so einem Diskussionsverlauf (vor allem nach dem letzten statement) längst rausgeflogen oder gar rausgeprügelt worden.

  21. 21 ich 12. März 2010 um 11:13 Uhr

    DONT FEED THE TROLL!

  22. 22 lyk 12. März 2010 um 12:01 Uhr

    @polemiker

    also ich finde der artikel fängt, wenn ich deine worte uebernehme, mit „szene in dreden = doof“ an. ein direktes farfalla = toll sehe ich nicht und selbst wenn er_sie sich als besser als die allgemeine szene finden sollte, heiszt das ja auch noch lange nicht das er_sie perfekt ist und sich fuer perfekt haellt. habe ja oben schon gesagt das keine_r hier wirklich perfekt ist.

    generell wuerde mich mal interessieren wer du bist, finde die reale diskussion, vorgeschlagen von pacman, super.

    so und wenn ich nun mal den letzten teil von deinem geschriebenen anschaue, bist du dafuer bist, dass wie frueher (wann war das und welche gruppen bitte, alice schwarzer revival pary?) menschen, welche zwar, wie alle, nicht komplett reflektiert sind und dadurch auch gewissen ansozialisierten rollen entsprechen, reflektieren und sich kritisch mit den vorhandenen zustaenden auseinandersetzen und auch durchaus selbstkritik äußern, rausgefolgen und rausgeprügelt werden?

    selbst wenn es zu einem übergriff kommt, egal welche form, halt ich rausprügeln oder verprügeln für 100%ig kontraproduktiv. warum der menschn rausfliegen sollte kommt ja dann auch die einzelne definitionmacht der betroffenen personen an.
    wobei „frueher“ keine definitionsmacht angewendet wurde und wenn dann nur eine feministische, welche durch und durch sexistsisch ist und nur sehr gering reflektiert.

    also; warum findest du es gut wie du hier verbal auf leuten rumhackst, warum sagst du andere mackern rum und reflektierst dich selbst null?- denn nicht nur dein fehlendes gendern, sowie seine namensgebung verdeutlichen dein mackerverhalten, sondern so ziemlich alles was du schreibst.
    warum findest du solche verkuerzten konzepte gut?

    wäre schoen mal was konstruktives von dir zu hoeren.

  23. 23 Polemiker 13. März 2010 um 7:56 Uhr

    @lyk

    Szene=doof impliziert aber in der Regel, dass man selbst es nicht ist. „Szene“ sind schließlich immer die anderen, der dumme Pöbel von dem man sich als linker Avantgardist abgrenzen muss.

    Das mit der direkten Diskussion muss ich mir überlegen, momentan habe ich da eher keine Lust drauf.

    Ich habe nicht geschrieben, dass man farfalla jetzt verprügeln muss, noch dass ich so ein Vorgehen sonderlich gut finde. Ich wollte damit lediglich die Verhältnisse gerade rücken. Dass dir solche Zustände offenbar völlig unbekannt sind, zeigt eigentlich, wie wenig du von der Szene und insbesondere den FrauenLesbenZusammenhängen weißt.

    Und ohne deren Erfahrungen zu kennen, maßt du dir an über deren Vorgehensweise ein Urteil zu fällen. Die Konflikte die in der Szene getobt haben, wurden von beiden Seiten mit körperlicher Gewalt ausgetragen. Während es in Berlin um eine Vergewaltigungsdebatte ging, gab es in Dresden „banalere“ Anlässe (und das ist noch gar nicht so lange her), wie zum Beispiel die Tatsache, dass die damaligen Obermacker der Dresdner Antifa nicht damit klar kamen, dass Frauen nicht nur hübsches Beiwerk der edlen Antifarecken sein wollten, sondern in der Politik richtig mitmischen wollten. Solche Zustände sind in Dresden vom Prinzip her passé, aber das musste im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft werden. Damals ist aber auch viel in der Szene kaputt gegangen, einige Projekte haben sich davon nie wieder erholt, und es gibt sogar noch Leute, die bis heute mit finanziellen Konsequenzen von damals zu tun haben. Selbstverständlich haben vor allem Menschen die länger in der Szene sind und das mitgemacht oder miterlebt haben, dadurch ganz andere Erfahrungen und verbinden ganz andere Sachen mit Antisexismus. So etwas sollte man Rechnung tragen, bevor man eine ganze Szene mal einfach so abkanzelt. Darauf zu bestehen hat nichts mit Altermackertum zu tun. Ich werde die Geschichten hier jetzt aber nicht alle ausbreiten, lasst sie euch eben erzählen, und möglichst nicht nur von einer Person, weil natürlich jeder seine eigene Version hat.

    Was Gendern und sowas angeht. Von dem ganzen Unterstrichgendern halte ich gar nichts. Das Ziel damit irgendwelche Leute zum denken anzuregen ist völlig verfehlt worden. Stattdessen wird das als Gradmesser genommen, ob jemand reflektiert ist oder nicht. Dabei kann jeder Depp ohne großes Nachdenken den Unterstrich benutzen und sich dann als besonders toller Antisexist vorkommen. Viel wichtiger ist es zu analysieren, warum sind Frauen nach wie vor in der Szene unterrepräsentiert, was sind gesellschaftlich geprägte „männliche“ und „weibliche“ Verhaltensweisen. Natürlich ist es in dieser relativ marginalisierten Szene wichtig, dass Einzelpersonen Verantwortung übernehmen, sonst würden viele Gruppen und Projekte gar nicht mehr funktionieren, aber muss man immer den als Typ den Chef raushängen lassen? Muss so ein dominantes Redeverhalten immer sein, kann ich nicht doch mal jemand anderes zum Zuge kommen lassen, und kann man sich nicht mal gemeinsam darüber austauschen, was die Ursachen für den Zustand der Szene sind, und wie man das ändern kann. Veranstaltungen wo am Ende nur bei rauskommt, dass man einfach behaupten kann, dass man sich einfach nicht in die Kategorie Mann einordnet, und damit mit allem aus dem Schneider ist, und man seine Verhaltensweisen, die nach wie vor durch die gesellschaftliche Prägung als männlich sozialisiertes Wesen vorhanden sind, nicht reflektiert, scheinen mir da eher wenig hilfreich zu sein.

  24. 24 Polemiker 13. März 2010 um 8:17 Uhr

    Noch ein Nachtrag zum „Chef raushängen lassen“ bevor das jetzt auf eine reine Hierarchie-Disskussion-Ebene abdriftet. Damit ziele ich eher darauf ab, dass männlich sozialisierte Wesen in den meisten Gesellschaften, auch in unserer, den Drang bzw. Druck haben etwas darzustellen, wichtig zu sein, eben alles was den gesellschaftlichen Status irgendwie erhöht zu nutzen. Das läuft eben auch im Internet ab auf blogs oder in der Szene, wo man sich einen Status erkämpft, erarbeitet oder erschleicht und um Anerkennung buhlt, das ist bei Frauen wesentlich weniger sozialisiert, und deswegen auch ein Grund, warum diese sowohl im Internet als auch in der Szene weniger wahrgenommen werden, obwohl es prinzipiell an Basis oft eine bessere Quote gibt. Das sind meiner Meinung nach Punkte über die man sich bei ernsthaften Antisexismus Gedanken machen muss, wenn man an den Verhältnissen in der Gesellschaft und der Szene was ändern will.

  25. 25 leni 13. März 2010 um 15:01 Uhr

    hallo farfalla, die jeden donnerstag 20:00 im conni stattfindende veranstaltung heißt schon lange nicht mehr teemencafe! sondern OFFENES ANTIFASCHISTISCHES TREFFEN (OAT)!
    möchte auch gleich noch auf zwei konzerte im april hinweisen, beide werden von der ladyfestgruppe organisiert. 22.4. und 27.4. siehe azconni.de !
    ansonsten schon lustig wer hier so von selbstreflektion redet. wär ja was ganz neues und glaub ich auch nicht!

  26. 26 farfalla 13. März 2010 um 16:25 Uhr

    @leni:

    auf der az conni seite sthet das noch so und ich glaube auf dem flyer steht auch noch antifateemencafe?!
    die angesprochenen konzerte klingen auf jeden fall gut. danke für den hinweis ;)
    *Do, 22.04.
    21.00 Uhr Konzert

    ladyfestcrew präsentiert:
    men (us)
    - MEN sind eine aus dem DJ/Produktion/Remix-Team um Le Tigre- Mitglied JD Samson hervorgegangene Band aus Brooklyn, NYC. Men sind JD Samson, Michael O‘Neil und Ginger Brooks Takahashi, haben sich ganz der Energie von Live Performances verschrieben und glauben an das radikale Potenzial von Tanzmusik.
    Tipp: Einmal zahlen, zweimal feiern! Nach dem Konzert umsonst zum Jugendtanz -

    *Di, 27.04.
    21.00 Uhr Konzert

    norah noizzze & band (wien)
    - NORAH NOIZZZE & BAND sind vermutlich das coolste und punkigste, was die queere DIY Szene in Wien momentan zu bieten hat. Im Juni 2008 anlässlich des Festivals „Ladyzzz‘ Mile“ gegründet, bleibt die nach Eigendefinition „(Post?-)Punk-Rockband zwischen Noise, Pop und leidenschaftlichem Gesang“ ihrem Entstehungskontext auch inhaltlich treu und setzt auf lautstark artikulierte politische Messages anstelle von Perfektion. Neben queer-feministischen Lyrics läßt auch der musikalische Inhalt nicht nur erklärten Queercore/RiotGrrrl/just-do-it-yourself-Anhänger_innen dann auch nichts zu wünschen übrig – ein musikalisches Erlebnis, das definitiv gute Laune macht! -

  27. 27 Polemiker 13. März 2010 um 16:37 Uhr

    Gibt es eigentlich einen Grund dafür, dass meine Antwort auf lyk nicht frei geschaltet wird? [anmerkung: die wege der moderationsschleife sind unergründlich]

    @leni
    Wenn du glaubst zu wissen, wer ich bin, dann kannst du mich gern das nächste mal drauf ansprechen, wenn du mich siehst.

  28. 28 Polemiker 13. März 2010 um 17:20 Uhr

    Ach und die ladyfestcrew hat auch eine eigene Seite. Da kündigen die auch inhaltliche Veranstaltungen z.B. nächstes Wochenende an.
    http://projekte.free.de/ladyfestcrewdresden/index.html

  29. 29 farfalla 13. März 2010 um 17:23 Uhr

    @ polemiker:

    schön, dass auch mal was inhaltliches kommt.
    ich kann über einige dinge, die du angesprochen hast recht wenig sagen, da sie mir einfach noch nicht bekannt sind. wäre sicherlich spannend da ein paar meinungen zu hören zu bekommen.
    wenn ich von einer dresdner szene rede, die nicht gerade durch sexismuskritische arbeit glänzt, dann spreche ich aus meiner jetzigen perspektive. sicherlich gab es in dresden in den letzten jahren debatten, machtkämpfe usw. und sicherlich hat sich auch einiges getan, aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich nicht (wenn auch polemisch) werbung für veranstaltungen machen kann, die sich zumindest teilwesie zum ziel gesetzt haben, mal wieder frischen wind in die debatte zu bringen.
    der vorwurf, dass ich mich nicht in eine männliche schublade stecken lassen will kam anscheinend anders rüber als gedacht. auch wenn ich die selbstbezeichnung als männlich, mann was auch immer ablehne, habe ich sicherlich sexismen, unterdrückungsmechanismen und allerlei unreflektiertes verhalten verinnerlicht. ich bin eben nicht das über allen geschlechterkategorien schwebende wesen.
    schön wärs.

  30. 30 leni 14. März 2010 um 3:16 Uhr

    @ farfalla: auf den monatsflyern steh ganz dick offenes antifa treffen, die conni seite … ok. danke dir fürs reinstellen der veranstaltungen und konzerte.
    @ polemiker: reflektion und meist auf selbst bezogen steht ja hier in einigen kommentaren, aber wir sehen uns ja bestimmt bald mal und können die diskussion über farfalla, anarchiadd, gender, o.ä. bei veganen kuchen, kaffee und tee weiter führen.

    achso, zum glück gibts ja ums hecht/neustadtvirtel so große mauern, das da lebende menschen die so völlig anderen „gesellschaftlichen probleme“ von pieschen, löbtau, striesen u.s.w. nicht kennen, oder gar auch leben müssen! :) /:(

  31. 31 Bruja 15. März 2010 um 14:43 Uhr

    Zu dem Thema „ich bin keine männliche/weibliche Geschlechterrolle“ einfach mal ein Zitat:

    „Das erste und oberste Paradox von gender ist, daß die Institution, ehe sie abgebaut werden kann, erst einmal ganz sichtbar gemacht werden muss […]“
    (Lorber, Gender Paradoxien)

    Das heißt, Selbstdefinition als nicht-heteronormatives gender ist zwar nett, aber praktisch erst mal nicht möglich. Wir müssen reichlich Selbstreflexion betreiben, auch uns von unserem Umfeld auf negatives geschlechtsspezifisches Verhalten, Unterdrückungsmechanismen und genderspezifische Privilegien, die wir (oft unbewusst) selbstverständlich in Anspruch nehmen, hinweisen lassen (können) – und diese nicht nur hinterfragen sondern auch aktiv zu ändern versuchen.

    Andererseits empfinde ich „Runtergemache“, Reduktion auf das „Macker-Geschlecht“ (ohne konkreten Anlass) extrem unproduktiv, da es der anderen Person damit unterstellt, dies nicht ändern/reflektieren zu können/ zu wollen. Dann lieber sachliche Kritik.

    Soweit meine Sichtweise. Ist natürlich auch nur „Maulheldentum“…

  32. 32 pacman 15. März 2010 um 14:46 Uhr

    lieber noch mal den artikel lesen ;)
    und nicht einfach wörter so drehen das sie dir passen

    Antifa heißt kinderkacke

  33. 33 leni 16. März 2010 um 3:11 Uhr

    das die meisten leute die sich ihr halbes leben im hecht oder der neustadt aufhalten ein anderes bild von gesellschaftlichen problemen haben als die meisten die in löbtau wohnen.

    zum glück gibts ja ums hecht/neustadtvirtel so große mauern, das da lebende menschen die so völlig anderen „gesellschaftlichen probleme“ von pieschen, löbtau, striesen u.s.w. nicht kennen, oder gar auch leben müssen!

    antisexismus heißt dynamo

  34. 34 ding dong 16. März 2010 um 20:02 Uhr

    „antisexismus heißt dynamo“ – richtig!

  35. 35 pacman 17. März 2010 um 13:34 Uhr

    na hauptsache ihr habt die weißheit mit löffeln gefressen und seit ausschließlich darauf aus bestehende projekte am laufen zu halten und im gegenzug alle neuen sachen in den dreck zu ziehen..aber in dresden ist das wort jugendarbeit ja eh nicht so beliebt.elitäre szene scheiße reicht anscheinend vielen als politische arbeit.

    Love Dynamo – Hate Racism

    wie gesagt persönliche kinderkacke hier für die ich keine zeit hab.

  36. 36 fru 17. März 2010 um 16:14 Uhr

    Die Frauenbewegung war auch mal anders: Früher wussten kritische Hausfrauen, dass sie wegen ihrer gesellschaftlichen Nachwuchsfunktion in eine familiäre „Rolle“ gedrängt werden. Die Suffragetten von damals wollten keine Gebärmaschinen für neues Kanonenfutter mehr sein und haben „Mein Bauch gehört mir“ skandiert.

    Heute wird in sexistischer Tradition „der Mann“ für männerdominierte Machtpositionen verantwortlich gemacht und Selbstbezichtigung in Sachen Sexismus soll ein Mittel sein, „Bewusstsein“ zu schaffen. Das erinnert stark an Katholizismus: Die Abbitte, sich als sexistisches Männermonster zu outen, soll am Grund für sexistische Ideologie nicht kratzen, stattdessen können sich Sexisten mit dem Argument „Ich bin halt Mann“ wieder reinwaschen.

  37. 37 leni 18. März 2010 um 5:00 Uhr

    pacman: wollt eigentlich nur sagen das „gesellschaftliche probleme“ halt nicht auf bestimmte stadtteile, orte u.s.w. begrenzt sind. im jägerpark (neustadt!) gibts zum beispiel mehr nazis als um die praxis herum. das eine ist halt studentisch,alternativ geprägt, der jägerpark sozialwohnungen und ehemaliges stasi-wohngebiet mit verbitterten wendeverlierern. und trotzdem die gleichen „gesellschaftlichen probleme“.
    und jugendarbeit die !in dresden! nicht so beliebt sein soll wie in…???
    elitär ist doch auch quatsch, wir waren und sind, wenn ihr uns braucht, immer für euch da und das wisst ihr auch. oder du. ich werd trotzdem meine meinung sagen wenn mir was nicht passt.
    mit sinnfreien sprüchen hast du angefangen (antifa heißt kinderkacke)! wie aber gerade dynamoprolls aus der praxis die superkorrekten antisexisten sein sollen, wollen, erschliest sich mir nicht!
    Love Dynamo – Hate Racism… na klar ist aber hoolstil und nicht antisexistisch!
    ja vielleicht persöhnlich weil ich dich kenn, nimm dir die zeit! ich nehm sie mir auch obwohl es wichtigeres gibt.

  1. 1 Sexismus « KOK 16 Pingback am 11. März 2010 um 19:04 Uhr
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