Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive.

Workshop. Buchvorstellung. Film.

Wo und wann:
Am Samstag, dem 17.04.2010 im AZ Conni.

Der Eintritt ist frei!

Programm

16:00 Es wird ein Text aus „Making Sex Revisited“ gelesen, bearbeitet
und diskutiert um eine Verständnissgrundlage zu schaffen.

19:00 Essen aus der Seminarküche

20:00 Buchvorstellung und Diskussion mit Heinz-Jürgen Voß

Danach der Film: „Die Katze wäre eher ein Vogel“:
Vier intersexuelle Menschen erzählen in einem visuellen Hörstück und dokumentarischen
Experiment von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen.

Hintergrund
Im Gegensatz zu sozialem Geschlecht (Gender) gilt das biologische
Geschlecht noch immer als sicher und unabänderlich. Doch Geschlecht wird
gesellschaftlich gemacht bzw. konstruiert. Dass das auch für das biologische Geschlecht Sex
gilt, kann das 2010 erschiene Buch „Making Sex Revisited“ anhand biologischer Theorien erstmals
dezidiert und differenziert belegen. Naturphilosophische und
biologisch-medizinische Geschlechtertheorien werden von Heinz- Jürgen Voß
mit gesellschaftlichen Geschlechterordnungen in Verbindung gebracht. Es
zeigt sich: Mit prozessorientierten Betrachtungsweisen sind biologisch
viele Geschlechter denkbar – statt nur zwei oder drei.

Der Buchladen Koenig- Kurt lädt ein, zusammen mit Heinz- Jürgen Voß den
vermeintlichen Gleichheiten und Differenzen der Geschlechter
nachzuspüren, um die Spuren dann gekonnt zu verwischen.

Zum Autor:
Heinz-Jürgen Voß (Dr. phil., Dipl.-Biol.) lehrt zu Geschlecht und
Biologie an verschiedenen Universitäten. Forschungsschwerpunkte sind
biologische Geschlechtertheorien, Queer Theory und Queer Politics.