Partynationalismus und Zombideutsche

Wer keinen fernseher besitzt, konnte dem nationalen trubel um ‚wir sind lena‘ nach dem european song contest sieg noch ganz gut aus dem weg gehn. allerdings taten sich auch da schon abgründe auf und in einem kommentar in der taz wurde sich gefreut, dass mann nicht antideutsch sei, und sich deshalb ohne schlechtes gewissen deutschland hingeben könne. doch so langsam wird es unübersehbar:
Männerfußballweltmeisterschaft.
rkf
[wm gefeier auf deutsch gibts jetzt auch als autofahne]
wer nicht mitfeiern will beim nationalen fußballtaumel, der wird als ewiger nögler abgestempelt, wie die in linken kreisen bekannte band die bandbreite in ihrem deutschland bollertechno lied beweist.
Der marginale widerstand gegen die deutschlandfahnen schwenkenden horden kann kaum erfolgreich sein, angesichts der tatsache, dass selbst an der tu dresden massenweise deutschlandfähnchen von werbeunternehmen verschenkt werden und die nationalen burschis per flyer zum deutschlandspiele schauen einladen, um dort die nation abzufeiern.

alles in allem bleibt mir nur noch zu sagen:
Die nacht der lebenden (fußball-) idioten steht bevor…
Es gibt viele deutsche Sprichwörter, aber die meisten haben mit Völkermord zu tun.
(zitat klaus, aus der serie american dad)


teil 2 und 3 auf antiterra


2 Antworten auf „Partynationalismus und Zombideutsche“


  1. 1 zasterknaster 17. Juni 2010 um 14:43 Uhr

    Ja. Viel Wichtiger: wer Deutschland sagt, sagt Auschwitz. Das mag oldschool sein und gewendet worden, es gilt aber.

  2. 2 Anonymous 25. Juni 2010 um 20:30 Uhr

    nunja jetzt kommt das traum achtelfinale für antideutsche, wa?

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