Archiv für Juli 2010

Dokumentarfilm über Anarchismus benötigt Mithilfe

Quelle: A-Infos

Liebe Anarchisten und Anarchistinnen!

Unserem besten Wissen zu Folge gibt es noch keine umfassende Dokumentation über Anarchismus. Dieses Projekt entwickelt einen Dokumentarfilm, der so wohl eine grundlegende Einführung in den Anarchismus ist, als auch die Geschichte des Anarchismus historisch und global erzählt.
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Wer ist eigentlich diese_r QUEER?

Kann ich queer sein? kannst du queer sein? kann überhaupt ein mensch seine identität mittels queer beschreiben, oder läuft das nicht vielmehr der idee der queer theory, sich viele identitäten zu schaffen, um diese letztendlich in der rauen menge zu dekonstruieren.
wenn ich gelichzeitig lesbe, jüdin, gärtnerin, mutter, mitbewohnerin, briefmarkensammelerin usw. bin, dann passe ich nicht in eine bipolare schublade von mann oder frau, schwarz oder weiß…

Der zwar sehr witzig gemachte Mobitrailer zum kompenhagener queerfilmfestival verfällt meiner meinung nach aber genau in solch eine rolle, eine queere identität aufmachen zu wollen. queer als lifestyle, als gruppenzugehörigkeit und erkennungsmerkmal.
Also wer oder was ist nun QUEER?

Cph Queerfestival film 2010 from Tine Alavi on Vimeo.

Eingesendet: Heute Punkkonzert in der Sächsischen Schweiz

Am 17. Juli findet in Rathmannsdorf, bei Bad Schandau in Mitten der Sächsischen Schweiz ein Konzert der Deutschpunkband „Dritte Wahl“ und der alternativen Sebnitzer Band „Iowa Cryes“ statt.

Für alternative Jugendliche in der Sächsische Schweiz, eine der braunsten Regionen Deutschlands, stellt dieses Konzert nach langer Zeit mal wieder einen Lichtblick dar.

Innerhalb der Region gibt es keine, vor Nazis sicheren, Treffpunkte. Ob in der Schule oder im Dorf sind alternative Jugendliche, die Courage gegen Nazis zeigen, immer wieder aufs neue gefährdet.

Nach verschiedenen Angriffen auf linke Personen in Pirna, Sebnitz und Umgebung, brauchen solche Veranstaltungen besondere Solidarität und Unterstützung.

Deswegen kommt alle zum Konzert der Dritten Wahl und feiert zusammen – ohne Nazis.

Love music – hate fascism!

Am 17.07. ab 18 Uhr am Sebnitzbach 6 in Rathmannsdorf. Anfahrt kann über Bad Schandau bis zum Bahnhof Porschdorf erfolgen.

anarchia: Fehlerteufel bei Gewinnspiel

Uuuuuuuuups, bei unserem Gewinnspiel ist uns leider ein kleiner Fehler passiert: Gewohnt jedes politische Fettnäpfchen gekonnt zu umgehen, haben wir an unserer Emailadresse das Kürzel „dd“ vergessen. Wer also eine Email an anarchia@riseup.net geschickt hat, der/die muss sich leider nochmal bemühen. Wir entschuldigen uns für die Panne.

Empfehlung: A-Camp in Niederöstereich

Vom 30. Juli bis zum 8. August findet dieses Jahr schon zum 5. mal das anarchistische Camp im niederösterreichischen Kautzen statt. Dazu wird „jede_r … eingeladen, die_der sich mit emanzipatorischen und herrschaftskritischen Ideen identifizieren kann“ (Orga-Gruppe).

Das Campleben wird komplett mit allen Anwesenden selbstorganisiert, d.h. dass es keine festen Gruppen für bestimmte Aufgaben bestehen, sondern alle sich an Einkäufen, Kochdiensten, Müllentsorgung und Kinderbetreuung beteiligen können. Auch das Programm wird vor Ort selbst zusammen gestellt. Durch Infowände, Diskussionsrunden u.ä. gibt es vielfältige Diskussionen und die Dauer des Camps lässt genug Zeit für die Entwicklung von weiterführenden Diskussionskreisen, Projekte u.ä.. Bereits sicher bestehende Programmpunkte werden z.T. im Wiki des Camps dargestellt. Weiterhin erwarten euch Kino, Lagerfeuer, ein Badesee, Disko, Arbeitsrechner, Jonglage, leckeres veganes Essen und vieles mehr.

Aus Sachsen reist ihr mit dem Zug am Besten nach Decin (CZ), kauft dort ein Ticket und fahrt für ca. 12 Euro nach Slavonice. Dort lauft/ trampt ihr (geht gut) bis nach Kautzen.Die Strecke durch Tschechien zu trampen ist weniger zu empfehlen, wenn dann eher über Linz und Wien.

Hier alle offiziellen Infos: A-Camp-Seite

Café Négation zum Thema Psychiatrie

Diesen Sonntag findet in der Praxis mal wieder das monatliche Café Négation statt.
Was euch erwartet gibt der Ankündigungstext wohl ganz gut wieder, der an dieser Stelle dokumentiert ist:

„Viele von euch ken­nen Men­schen, die in schwie­ri­gen see­li­schen Si­tua­tio­nen sind. Nicht nur früh­kind­li­che Er­fah­run­gen spie­len dabei eine Rolle, son­dern auch oft Stress in Schu­le, Ar­beit oder Re­pres­si­on durch po­li­ti­sches En­ga­ge­ment.
Oft kommt ihr dabei mit psych­ia­tri­schen Krank­heits­bil­dern, der ent­spre­chen­den me­di­ka­men­tö­sen The­ra­pie und auch Zwangs­maß­nah­men in Be­rüh­rung.
Das wirft si­cher (oft un­be­ant­wor­te­te) Fra­gen auf.
Was pas­siert bspw. mit einem Men­schen, wenn er „zwangs­ein­ge­wie­sen“ wird?
Gibt es al­ter­na­ti­ve Mo­del­le für psy­chisch kran­ke Men­schen und was be­deu­tet dies
für die be­freun­de­ten Per­so­nen?
Eine etwas an­de­re Sicht­wei­se auf psych­ia­tri­sche Er­kran­kun­gen und dem (ge­sell­schaft­li­chen) Um­gang mit den Be­trof­fe­nen soll offen und in Dis­kus­sio­nen ge­schaf­fen wer­den.
The­men­vor­schlä­ge:

Streß­si­tua­ti­on Zwangs­ein­wei­sung
Ge­mein­de­psych­ia­trie
Ein­blick in die An­ti­psych­ia­trie
Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­räu­me“

Sonntag 18.07. // Ab 15 Uhr Praxis Löbtau

No-go-area Deutschland


[So jung und doch schon Teil des deutschen (Fußball-) Mobs]

Endlich ist dieser schreckliche WM Spuk vorbei. Mit der Niederlage der deutschen Herren WM Mannschaft gegen Spanien hat der Partynationalismus vorerst ein Ende gefunden. So kann ich zumindest hoffen, dass diese ganzen ekligen Flaggen von den Autos bald wieder verschwunden sind.
In Dresden wurde am Mittwoch ausgelassen gefeiert und der Anblick vieler trauriger deutscher Gesichter war wirklich eine kleine Entschädigung für die Wochen des nationalen Taumels. Gerüchte sprachen zwar von Spaniern, welche bei der mittlerweile als Nazianlaufpunkt bekannten Kneipe Ackis Sportsbar, in eine Schlägerei verwickelt worden sein sollten, aber das bestätigte sich im Laufe des Abends nicht. Doch nicht überall blieb es so ruhig wie hier. Die Konkret hat ein WM Special über den ‚fröhlichen Partynationalismus‘ mit aufgelisteten Nebenwirkungen solch eines nationalistischen Großevents online gestellt und resümiert:
Neonazi-Randale, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und drei Tote

*edit:
passend zum thema, wenn auch etwas verspätet noch ein gastbeitrag von fremdkörper:

Wir sind Party!

Alle sozialen Unterschiede sind aufgehoben, seit zwei Wochen gibt es nur noch die feiernde Schicksalsgemeinschaft in Schwarz-Rot-Gelb (der Fahnenpolyester kann kaum als Gold bezeichnet werden). So viel Deutschlandsymbolik wie seit 2006 gab es nicht mal in Lichtenhagen, Hoyerswerda oder zur Wiedervereinigung. Die neue Ungeniertheit, was nationale Symbole angeht, äußerte sich gewissermaßen als kollektiver Erleichterungsseufzer, der alle angestauten Wir-Gefühle schlagartig nach außen brechen ließ. Manche sahen darin vielleicht das ersehnte Zeichen eines erwachenden Nationalstolzes, viele einfach nur etwas ganz Normales, wie in jedem anderen Land auch und einige womöglich den ersten Schritt in Richtung viertes Reich.

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Dresden: Vortrag zur Freiraumbewegung in Düsseldorf

AK Freiraum (Libertäres Netzwerk Dresden) | Freiräume für Bewegung | Antifa-KOK präsentieren:

gentrifizierung, freiräume und ein großes bündnis

- zur städtischen situation in düsseldorf

die linke szene vieler großstädte macht durch aktionen und kampagnen gegen gentrifizierung von sich reden. oft richten sich diese aktionen gegen großprojekte wie die mediaspree in berlin, oder zielen auf den erhalt von vom abriss bedrohter gelände, wie dem gängeviertel in hamburg. in einer „schon weitgehend gentrifizierten“ stadt wie düsseldorf wird die linke mit anderen veränderungen und problemen konfrontiert, die eine angemessene politische praxis fordern. was verändert sich und wie? was lässt sich dagegen tun? diese fragen werden anhand von beispielen wie der gründung des freiräume für bewegung bündnisses erläutert. die praxis des bündnisses wird anhand von einigen aktionen und kampagnen, wie dem leerstandsmelder und den pinken bänken diskutiert, dabei werden ideen, chancen und grenzen deutlich.

14.07.10 | 18 Uhr | Martin-Luther-Straße 33

mehr infos unter: akfdresden.blogsport.de

Flyer zum selbst kopieren findet ihr hier.

Kleine Erinnerung in eigener Sache

Wir möchten euch daran erinnern, dass am 20 Juli der Einsendeschluss unseres anarchia-Gewinnspiels eintritt. Zu Gewinnen gibt es immer noch viele Ausgaben des hervorragenden Magazins „Streifzüge“. Also los! Setzt euch an die Tastatur und schreibt uns, was ihr von uns haltet!

The Party is Over…

Weils bestimmt noch niemensch mitbekommen hat, hier nochmal der Aufruf nach Gera zu fahren:

Am 10.07.2010 findet in Gera eines der letzten Großereignisse der Neonaziszene statt, das jährlich stattfindende „Rock für Deutschland“. Im Jahr 2009 fanden sich 4000 Neonazis auf der Spielwiese in Gera ein und konnten ungestört dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt oder der „Lunikoff Verschwörung“ zuhören. Das Festival, eine Mischung zwischen politischen Hetzreden und Rechtsrockkonzerten, mobilisiert nahezu alle Subkulturen der Neonaziszene und dient so auch zur Vernetzung und dem Austausch innerhalb der Szene.

Das Protestjahr 2010 mit Dresden und dem 1. Mai in Berlin oder Erfurt war bis jetzt ein Erfolg und es konnte der Szene ihr größter Aufmarsch blockiert werden. Uns als AK ANTIFA DD ist bewusst, dass ohne die bundesweite Unterstützung dies nicht möglich gewesen wäre, über 100 Busse sind aus ganz Deutschland nach Dresden gekommen, mit Menschen die sich gegen Nazis auf die Straße gesetzt oder dezentral gegen Nazis protestiert haben. Deswegen fahren wir auch nach Gera.
Wir rufen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen! Egal, ob ihr die Blockaden unterstützt oder euch an dezentralen Aktionen beteiligt. Zeigt, dass auch in Gera für Nazis keine Raum ist.

Aus Dresden wird es Busse geben und eine gemeinsame Anreise zur Vorabdemo am Freitag ist geplant.
Wir raten dringend davon ab, am Sa den 10.07 mit dem Zug nach Gera zu fahren, da die größte Anreise der Nazis über Züge geschehen soll und hinter dem Bahnhof, auf einem Baumarktparkplatz die Busanreis der Nazis sein wird und somit Klein- bis Großgruppen von Neonazis in diesem Gebiet unterwegs sein werden. (Auch in ganz Gera ist mit Nazigruppen zu rechnen!) Auch am Tag selbst solltet ihr in Gruppen unterwegs sein, um handlungsfähiger zu sein und euch vor Übergriffen besser schützen zu können.

Bildet Bezugsgruppen, sprecht euch über Aktionskonsens und eventuelle Situationen ab und tragt dazu bei, „Rock für Deutschland“ abzuschalten.

weitere Infos: Europas größtes Nazifest blockieren – mit Beteiligung aus Dresden

Anreise aus Dresden
Busanreise am Samstag, den 10.07. organisiert von DIE LINKE – Kontaktnummer: 0351/8583801

Für gemeinsame Anreise am Freitag einfach bei uns melden….
akantifa@riseup.net