Archiv für August 2010

Brandanschlag 3.0 in Dresden

Auf dem Hechtfest konnte dieses Wochenende die neueste Kollektion von Thor Steinar und Eric and Sons begutachtet werden. Vereinzelt soll es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Zahlreiche Nazis schwirrten durch die mit feiernden Leuten gefüllten Straßen doch diese sahen scheinbar keinen handlungsbedarf. Warum auch. Dresden wird ja schließlich dieser Tage nur fast täglich von rechts motivierten Übergriffen beglückt. Das neueste Ereigniss ist ein Brandanschlag auf eine jüdische Friedhofsanlage. In Dresden Johannstadt zündeten Unbekannte die Eingangstür einer Begräbnishalle an. ein Übergreifen der Flammen auf die ehemalige Synagoge auf selbigem Gelände, konnte dank Hilfe der Feuerwehr verhindert werden.


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Sponti am Donnerstag

Aufgrund der aktuellen Brandanschläge wird es am Donnerstag, den 26.8, um 18:30 eine Demonstration gegen den Nazi-Terror und für die Solidarität mit den Betroffenen ab Alexander-Puschkin-Platz geben!

„Antideutsche Strukturen“ angreifen?

Nachdem erst letzten Donnerstag das linksalternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden Löbtau, vermutlich von Nazis mittels Brandanschlag angegriffen wurde, geht es nun anscheinend munter weiter. Unbekannte Täter_innen haben in den Morgenstunden des 24. August einen Brandsatz durch ein Fenster in der Robert-Matzke-Straße 16 geschleudert. Glücklicherweise gab es auch dabei keine Verletzen oder Tote, welche einmal mehr in Kauf genommen wurden. Das seit Jahren als politisches Wohnprojekt bekannte Haus ist des öfteren von Anschlägen bedroht und reiht sich nun in eine traurige Bilanz von Brandanschlägen und Naziübergriffen ein.
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Gapfest im AZ Köln

Einladung zum _fest 2010::: 3. – 5. September::: in Köln

Das _fest 2010 ist aus dem Ladyfest Play Gender 2008 entstanden und will eine Lücke (= gap = _ ) aufreißen für das, was sich zwischen den Zahnrädern des Mainstreams befindet, für alle, die sich nicht in Binaritäten und Rollen einsperren lassen wollen.

Geplant sind Workshops, Konzerte, Diskussionen, bildende Kunst, Film, Theater, Party…
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Eingesendete Einladung…

Liebe Leute,
wir laden euch herzlich ein zu einem Vorbereitungstreffen zu einer
mackermassakerartigen Veranstaltung ein. Mackermassaker heißt für uns
ganz grob kritische Auseinandersetzungen mit Männlichkeiten auf
verschiedenen Ebenen mit verschiedenen Mitteln anzustoßen ;) Allerdings
ist Mackermassaker erstmal nur ein Arbeitstitel und wer das Themenfeld
Geschlecht gerne breiter bearbeiten würde (zB mit einem Gendermassaker)
fühle sich bitte auch angesprochen. Über konkretere Vorstellungen und
Planungen (wie was wollen wir veranstalten, welchen Zeitraum, notwendige
Konsense etc.) würden wir gerne zusammen mit euch persönlich beim
Vorbereitungstreffen sprechen.

In liebe zum sexismuskritischen ansatz,
verschiedene Einzelpersonen.

24.8. um 19 uhr im az conni

Totenland

alles fällt ins Leere
alles steht in Frage
Vaterland überall
- kein Land in Sicht

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Brandanschlag auf die „Praxis“

In der Nacht vom 18. zum 19. August 2010 gegen 3 Uhr morgens wurde auf das alternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau ein Brandanschlag verübt. Kurz nach 3 Uhr bemerkten die Bewohner den Brand und versuchten selbstständig zu löschen, bekamen den Brand jedoch nicht mehr unter Kontrolle und begannen den restlichen Hausbewohner zu alarmieren und zu evakuieren. Mittlerweile hatten verschiedene Personen aus der Nachbarschaft, die das Feuer ebenfalls bemerkten die Feuerwehr alarmiert. Diese rückte mit einem Großaufgebot an und bekam das Feuer nach der vollständigen Räumung des Hauses glücklicherweise schnell in den Griff. Größere Schäden wurden durch umsichtiges Löschen vermieden, so dass der Schaden auf das Zimmer begrenzt blieb. Das Zimmer selbst ist jedoch vorerst unbewohnbar und das Inventar durch Brand und Rauchschäden vernichtet.
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Antifaschistische Demonstration in Radeberg am 28.08.

Schon seit Jahren sind in Radeberg und Umgebung vermehrt Aktivitäten zu beobachten, welche eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Aufkleber mit nationaler und ausländerfeindlicher Propaganda, Schmierereien mit nazistischen Inhalt und faschistische Parolen sind Alltag in Radeberg. Die „autonomen Nationalisten“ treten gegenüber Menschen, welche nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, immer gewaltbereiter entgegen.

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Eingesendet: Gedichte

manchmal habe ich angst

|eigentlich habe ich immer angst
|aber manchmal habe ich angst
|_____nichts zu tun zu haben
|nichts tun zu können
|_____was mich ablenkt von meiner angst
|nichts tun zu können
|_____was ich ihr entgegensetzen könnte
|nichts tun zu können
|_____das funktioniert und mir vertrauen
|_____oder sogar mut geben könnte
|womit ich meine angst besiegen könnte
|_____und leben könnte ohne angst
|leben ohne angst zu haben und
|_____ nichts mehr zu tun
|um vor der angst zu fliehen
|_____ nichts mehr zu tun
|um sie zu verleugnen
|_____nichts mehr zu tun
|um zu versuchen, sie zu überwinden
|_____nichts mehr zu tun
|_____davor hab’ ich angst

manchmal hoffe ich

|eigentlich hoffe ich immer
|aber manchmal hoffe ich
|_____nicht mehr warten zu müssen
|nicht mehr warten zu müssen
|_____bis das worauf ich hoffe eintritt
|nicht darauf zu warten
|_____dass das worauf ich hoffe nicht eintritt
|endlich leben zu können ohne zu erwarten
|endlich erleben können und wahrnehmen
|_____und erst nachher merken
|_____was ich eigentlich gehofft habe
|ob ich überhaupt gehofft habe
|nicht mehr zu hoffen
|_____darauf warte ich

Interview mit der (A) Zeitschrift ,,El Libertario“ – Venezuela

Quelle: Letzter Hype / A-Infos

„Die demoralisierte traditionelle Linke entdeckt in ihrer Verzweiflung immer seltsamere Lichtgestalten“, schrieb Robert Kurz vor fünf Jahren über die Chávez-Begeisterung, die auch in der Zwischenzeit nicht abgeklungen ist. Um auch einmal kritische Stimmen aus dem Land zu hören, auf das die europäische Linke – gerne mit Verweis auf „basisdemokratische Bewegungen“ – am liebsten ihre Hoffnungen projiziert, wurde das folgende Interview mit der anarchistischen Zeitschrift „El Libertario“ aus Caracas, Venezuela, geführt. Sie ist eine der wenigen Publikationen in Venezuela, die ebenso kritisch über die Chávez-Regierung wie die reaktionäre Opposition berichten. Die Fragen wurden per Mail geschickt, die Redaktion antwortete als Kollektiv. Das Magazin gibt es seit 1995 und erscheint alle zwei Monate. Die aktuelle und ältere Ausgaben, sowie Übersetzungen von Artikeln in verschiedene Sprachen finden sich auf http://www.nodo50.org/ellibertario.

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13. – 20. August 2010: 6. Anarchistisches Sommercamp

Hier der Aufruftext für das A-Camp in der Schweiz:

Wozu ein anarchistisches Sommercamp?

In der aktuell vorherrschenden Gesellschaftsform sind kaum selbstgestaltete, unabhängige Freiräume vorhanden: Lebensräume frei von Konsumzwängen, frei von Alltagsroutine und Einheitsbrei, frei von Rassismus, frei von Sexismus und Speziesismus. Deshalb bauen wir Stück für Stück täglich auf viele erdenkliche Weisen an einer anderen, neuen Lebensform. Ein anarchistisches Sommercamp jedoch bietet uns die Möglichkeit, diese Lebensform bereits jetzt eine Woche lang ganz konkret zu leben. Eine Woche lang gestalten wir unser kollektives Miteinander so, wie wir uns die Gesellschaft als Ganzes wünschen: wir können selbstbestimmt und hierarchiefrei miteinander leben, basierend auf unserer Individualität, unserer Solidarität und gegenseitigem Respekt und Verantwortung. Statt passivem Konsum gestalten wir unseren Alltag aktiv selber und sorgen für ein kunterbuntes Tagesprogramm.

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