Nachdem erst letzten Donnerstag das linksalternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden Löbtau, vermutlich von Nazis mittels Brandanschlag angegriffen wurde, geht es nun anscheinend munter weiter. Unbekannte Täter_innen haben in den Morgenstunden des 24. August einen Brandsatz durch ein Fenster in der Robert-Matzke-Straße 16 geschleudert. Glücklicherweise gab es auch dabei keine Verletzen oder Tote, welche einmal mehr in Kauf genommen wurden. Das seit Jahren als politisches Wohnprojekt bekannte Haus ist des öfteren von Anschlägen bedroht und reiht sich nun in eine traurige Bilanz von Brandanschlägen und Naziübergriffen ein.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die Aktion aus dem Dresdner Hooligan Umfeld, welche beim Spiel Dresdner SC 1898 gegen Post SV Dresden randalierten. Die Polizei Presse schreibt dazu unter anderem: „Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit rannten ca. 20 vermummte und vorwiegend dunkel gekleidete Personen auf die Tribüne. Sie versuchten eine Fanfahne abzureißen und zu stehlen. In diesem Zusammenhang schlugen und traten die Vermummten auf anwesende Personen ein.“
Auf der Seite des Fußballclubs erfährt mensch jedoch eine äußerst wichtige Zusatzinformation. Die Äußerungen „…‘Scheiß Antifa‘ garniert mit einem Hinweis auf den mitte der Woche statt gefundenen Brandanschlag in Löbtau und der Frage, ob wir daraus nichts gelernt hätten…“ machen recht deutlich, wie siegessicher sich die Dresdner Naziszene zur Zeit fühlt.
Die Gerüchteküche brodelt und die Presse konstruiert sich einen Links-Rechts-Bandenkrieg zurecht um sich nicht ernsthaft mit dem Problem der Dresdner Naziszene auseinandersetzen zu müssen.
wie adäquat reagieren?
auge um auge und „die stadt“ hat ihren „bandenkrieg“. aussitzen und die nasen machen weiter was und wie sie wollen. demos und/oder infoveranstaltungen zur aufklärung der menschen, welche die rechten umtriebe doch garnicht zu interessieren scheint?
@ratloser:
die möglichkeiten von reaktionen sind sicherlich vielfältig, sollten allerdings nicht hier im netz geführt werden, wo jede_r mitlesen kann.
einer der wichtigsten aspekte sollte wohl sein, dass die öffentlichkeit mitbekommt, was gerade für zustände in dresden herrschen…
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2543323
mdr bericht über nazischläger in meerane:
http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/7593324.html