Archiv für September 2010

Veranstaltungshinweis: SQUEERdance

Heteronormativität beschreibt ein binäres Geschlechtssystem in welchem lediglich genau zwei Geschlechter akzeptiert sind und das Geschlecht mit Geschlechtsidentität Geschlechtsrolle und sexueller Orientierung gleichgesetzt wird.
* Frauen: weibliche Geschlechtsmerkmale = weibliche Geschlechtsidentität = weibliches Verhalten = begehrt männliche Partner.
* Männer: männliche Geschlechtmerkmale = männliche Identität = männliches Verhalten = begehrt weibliche Partner.
Verhalten oder Gefühle welche dieses System destabilisieren könnten werden streng sanktioniert.

[…]

Die Ladyfest Crew Dresden und DieSer – Independent Club präsentieren diesen Samstag im AZ Conni eine queere Mischung aus Electro und Indy, verschiedenen Dj’s und visueller Gestaltung.

squeerdance

Jubel,Trubel,Heiterkeit: Kick it like 1994!


Unter dem absurden Motto 20 Jahre Grenzenlos hat das postnazistische Deutschland in Bremen einen Anlass gefunden sich selbst als ein ganz anderes Deutschland zu feiern. Ganz anders, weil „wir“ den Schrecken von 2 (in Worten: zwei) Totalitarismen überwunden haben und nun als geläuterte Nation Frieden und Moral in der Welt verbreiten, undsoweiterundsofort…
Das daran so einiges stinkt ist nicht schwer zu erkennen, weshalb auch einige Gruppen, wie zum Beispiel …ums Ganze, nach Bremen mobilisieren:

Deutschen Nationalismus allerdings ausschließlich mittels Standortlogik und internationaler Konkurrenz erklären und fassen zu wollen, ist ein Unterfangen, was nicht ganz glücken kann. Zu diesem kritischen Punkt hat die Gruppe ASSOCIAZIONE DELLE TALPE einen lesenswerten und ausführlichen Debattenbeitrag geschrieben. Antinationale und Antideutsche Positionen werden darin fein säuberlich auseinander genommen und mit (Selbst-) Kritik wird nicht gegeizt.

Ob es wie 1994 auch 2010 geschafft werden kann, die Volkstümmelei zum Desaster zu machen steht noch in den Sternen- Doch schon jetzt ist Bremen scheinbar in Angst und Schrecken vor der geballten Ladung Kritik, die es erwarten kann.

Jungle world über Mütter, Stillen und Arbeitsmarktsegregation

„…Viele Frauen von heute verfügen außerdem über einen Haufen Bildung. Die geht ihnen doch nicht verloren, wenn sie ein paar Jahre mit ihren Kindern verbringen! Herrjeh! Mir ist kein Gehirn aus der Brust getropft, während ich gestillt und nebenher im Übrigen meine Aufträge erledigt habe. Heutzutage kann man doch im akademischen Diskurs bleiben, wofür gibt es denn Skype und das Netz im Besonderen und WLAN und all den Kram? Männer können ganz hervorragend von allüberall her Mails checken und sich in Flugzeugen und Zügen herumtreiben, während sie Konzerne leiten – warum also nicht die Mutter, die eben eine Weile zuhause ihre Basis hat?«

Die Antworten gibt die Realität der Arbeitswelt, wo sich die Zahl der Mütter, die vom Stillzimmer aus internationale Konzerne leiten, wohl im Promillebereich bewegt…“
( dschungel aktuelle jungle world )

…lesenwerter Artikel der viele Fragen aufwirft, über Selbstbestimmung in einem patriachal geschlechtlich segregierten Arbeitsmarkt…

TOP B3rlin im Café Négation

Nach dem Sommerloch meldet sich im September das Café Négation wieder zurück. Die frisch renovierte Praxis bietet also an diesem Sonntag wieder Raum für Kaffee, Kuchen und Diskussionen. Erwarten wird euch ein Workshop zum Thema Krisennationalismus mit der TOP B3RLIN.

* Wer Zeit und Muße hat kann gerne Kuchen mitbringen*

Ankündigungstext:

Der Staat als ‘last re­sort’: Kri­sen­na­tio­na­lis­mus 2010

Als die Krise los­brach, hieß es über­all, dass eine “trans­na­tio­na­le
Re­gu­la­ti­on” etc. her muss. Als dann aber die “Ret­tungs­pa­ke­te” ge­schnürt
wur­den, stell­te sich schnell her­aus, dass die Staa­ten auch in der Krise vor
allem Stand­ort­po­li­tik ma­chen (müs­sen). In der Krise wurde auch die
un­ter­schied­li­che na­tio­nal­öko­no­mi­sche Leis­tungs­fä­hig­keit der Staa­ten
of­fen­sicht­lich. Viele Staa­ten ge­rie­ten durch die kost­spie­li­gen
Steue­rungs­ver­su­che in neue Ab­hän­gig­keit von bür­gen­den und Gläu­bi­ger­staa­ten.
Doch selbst die Staa­ten, die ihre ord­nungs­po­li­ti­schen Wün­sche durch­set­zen
konn­ten, be­we­gen sich in einem Wi­der­spruch: Die Krise soll “be­wäl­tigt”
wer­den, doch die Rück­kehr auf einen ka­pi­ta­lis­ti­schen “Wachs­tums­kurs” ist
zu­gleich die Rück­kehr zur kri­sen­träch­ti­gen Stand­ort­kon­kur­renz. Die
öko­no­mi­schen wie ideo­lo­gi­schen Ver­wer­fun­gen, die dar­aus her­vor gehen, wol­len
wir uns in die­sem Work­shop an­se­hen.

Sonntag, 19. September
ab 15h in der Praxis Löbtau.

Sarrazins Judengeheimniss

Sarrazin starrte mich an, ausdruckslos, ohne eine Miene zu verziehen.

„Kann ich diese Heringsgräte von Ihnen haben?“

Ich schüttelte den Kopf: „Nein, das verstößt gegen alle Prinzipien. Verschenken geht nicht. Kein Jude gibt so einfach seine Heringsgräte her. Niemals. Ich könnte höchstens…“ ich zögerte.

„Was?“, fragte Dr. Sarrazin.

„Ich könnte sie Ihnen verkaufen“, schlug ich leise vor.

Sarrazin nickte, öffnete dann seine Aktentasche und zog ein klassisches Scheckheft hervor. Wieder zückte er seinen Füllfederhalter. Die Feder über dem aufgeschlagenen Scheckbuch, schaute er mich fragend an. „Wie viel?“

„Sie überfallen mich ein bisschen. Ich habe nie über den Preis meiner Heringsgräte nachgedacht“, stammelte ich.

„Ich möchte Ihre Heringsgräte kaufen. Sie ist mir einiges wert. Und zur Geheimhaltung habe ich mich doch gerade schon verpflichtet. Was hielten Sie von zehntausend Euro?“

Ich fühlte, wie mein Herz einen Hüpfer machte. Aber ich beherrschte mich.

„Hm, wenn Sie noch eine Null dranhängen…“

Dr. Sarrazin schrieb auf der Stelle einen Scheck über einhunderttausend Euro aus. Er reichte ihn mir. Ich schob ihm das Plastiktütchen mit der Heringsgräte hin. Er nahm es wie ein kostbares Juwel in die Hand.

„Das ist also das Geheimnis des jüdischen Intellekts“, flüsterte er, während er die Heringsgräte geradezu verliebt betrachtete. Doch gleich darauf funkelte er mich an: „Was bin ich doch für ein Idiot“, sagte er mit strenger Stimme. „Für hunderttausend Euro hätte ich mir gut fünfzigtausend Heringe kaufen können. Nein hunderttausend. Mitsamt Gräten.“

Ich lächelte: „Sie reagieren schnell, Dr. Sarrazin. Die Heringsgräte tut bei Ihnen sofort ihre Wirkung. So schnell ist noch keiner auf jüdisch klug geworden.“

Ein Lächeln huschte über sein Gesicht: „Verdammt, Sie haben recht.“

Er reichte mir die Hand.

„Ich bin jetzt so klug wie ein Jude“, sagte er stolz und steckte das Plastiktütchen mit der Heringsgräte in seine Innentasche, wo ich sie auch getragen hatte. „Es sind also nicht die Gene, sondern es ist die Heringsgräte.“

Ich nickte: „Absolut. Aber bitte kein Wort darüber.“

„Ich werde schweigen“, beteuerte er.

„Und falls je irgendwer das Thema jüdischer Intellekt anschneiden sollte, sagen Sie einfach: Die Juden haben ein Intelligenz-Gen. Denn wir wollen doch nicht, dass irgendwann womöglich alle Welt eine Heringsgräte bei sich trägt. Da verlieren wir doch unseren Klugheitsvorsprung.“

„Ein jüdisches Gen“, murmelte Sarrazin schmunzelnd und klopfte sich auf die Brust.

via: Lizas Welt

Demo gegen Naziterror

„Es ist immer ein Angriff auf uns alle“
Samstag, 18. September
15 Uhr Albertplatz

check:

http://angriffaufunsalle.blogsport.de/
ak antifa dresden

Versöhnungstragödie

Jochen Wittmann, SZ-Korrespondent in London stellt fassungslos fest:

„Man hat sich von britischer Seite nie entschuldigt für die Zerstörung Dresdens…“

In London soll ein Denkmal für das Bomberkommando entstehen, das einst auch Dresden zerstörte. Einer der Initiatoren ist der Bee-Gees-Sänger Robin Gibb. (Freitag, 3. September 2010, Sächsische Zeitung)

[Ein hoch auf die Bee Gees- Tragödien zum mitsingen]

siehe auch: ak antifa dresden

Eingesendet: Anarchistisches Netzwerk Südwest gegründet!

Diese frohe Nachricht erreichte uns aus dem Südwesten Deutschlands. Wir wünschen viel Glück und Erfolg mit der neuen Vernetzung!

Am 28. August haben wir im Rahmen einer Soli-Cocktailbar in Mannheim die Gründung des Anarchistischen Netzwerks Südwest* gefeiert. Zeitgleich ist unsere Website veröf­fentlicht worden. Wir dokumentieren an dieser Stelle unsere Gründungserklärung.

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Große Flammen und Saalverweisungen

In der aktuellen Jungle World ist eine gute Zusammenfassung über die aktuellen Dresdner Zustände zu finden. Deutlich wird, wie hegemonial in einigen Stadtteilen die Nazis agieren können. Die Polizei verschleppt seit Jahr und Tag rechtsstaatliche Ermittlungen gegenüber rechtsradikalen Übergriffe.
Wie aus einer aktuellen Meldung des Dresden Fernsehen bekannt, kam es heute zu einer Protestaktion im Rathaus. Auf den Alternativen Dresden News gibt es dazu auch etwas ausführlichere Informationen. Die Protestierenden hatten mittels Flugblättern und Transparent auf die zurückliegenden Brandanschläge aufmerksam gemacht und das Stadtklima skandalisiert, nachdem zuletzt auch in der Sächsischen Zeitung ein Artikel erschienen war, der die Gefahr „linksextremistischer“ Gewalttataen besonders hervorgehoben hatte.
Die Reaktion auf den antifaschistischen Protest waren dann Stress mit Rathaus Sicherheitspersonal und anschließende Polizeikontrollen.

Eingesendet: Intersquat-Festival, Libertäre Medienmesse

Und hier mal wieder ein paar interessante Termine für den Kalender:

Libertäre Medienmesse Oberhausen

Libertäre & Anarchas aller Territorien,

wir freuen uns, euch mitteilen zu dürfen, das es nach langer Zeit in Germoney mal wieder eine grossartige Möglichkeit gibt, sich mit libertären Infos zu versorgen (wir erinnern uns noch an die von Anares organisierte Buchmesse im Rahmen der Libertären Tage ´93…).

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