Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der „Mehr-Wert“-Demo am 03.11.

Eingesendet
Update 2.11:
Der Aufruf des Antikap-Block: Nie nie nie wieder Mehrwert!
NiewiederMehrwert

Am 3.11. organisiert ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Studierenden, Linken und Sozialverbänden erneut eine große Demonstration gegen die aktuell geplanten Haushaltskürzungen in Sachsen. Trotz verschiedenster, schwerwiegender Kritikpunkte an dem Inhalt und der Zusammensetzung des Bündnisses möchten wir soziale Proteste als libertäre Bewegung unterstützen und rufen deshalb zu einem antikapitalistischen Block innerhalb der Demo auf.

Viele Positionen des Bündnisses für „Zusammenhalt und Zukunft“ sind mit einem kritischen Blick auf Ökonomie, Staat und Identitätskonstrukte schlichtweg abzulehnen. Sei es die Argumentation, dass die kürzungsbedrohten Haushaltsposten schlicht „mehr Wert“ sein und es sich bei den Einsparungen lediglich um eine politische Fehlkalkulation mit schädlichem Folgen für die Volkswirtschaft handele, sei es der einseitige Blick auf das eigene Bundesland oder die Zielsetzung den „sozialen Frieden“ zu bewahren statt gemeinsam die Gründe für Unzufriedenheit anzugehen.

Wir möchten, wie schon bei der Großdemonstration im Juni, kritisch auf die Proteste einwirken und deutlich machen, das einem kapitalistischen Wirtschaftssystem Krisen und Kürzungen immanent sind. Darüber hinaus möchten wir entschieden gegen die Beteiligung der „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) protestieren, ist es doch die Polizei, die Hand in Hand mit der Justiz jeden emanzipatorischen Protest immer wieder unterbindet, diffamiert und angreift. Wir sagen: Gegen Kürzungen demonstrieren ist gut, nur gegen Kürzungen demonstrieren, greift zu kurz.

Darum auf zum antikapitalistischen Block,
03.11., 15:45 Uhr auf dem Carolaplatz

- Libertäres Netzwerk Dresden


5 Antworten auf „Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der „Mehr-Wert“-Demo am 03.11.“


  1. 1 Anonymous 28. Oktober 2010 um 23:11 Uhr

    warum erst auf dem carolaplatz? auch die studis hätten mal eine inhaltliche auseinandersetzung mit dem motto „wir sind mehr-wert“ verdient.
    allerdings kann niemand polizistInnen absprechen, gegen soziale kürzungen zu demonstrieren. der gemeinsame nenner dieses bündnisses ist einfach zu klein, statt inhalten soll die masse etwas bewegen, statt ernsthafter ursachenbenennung wird sich über auswirkungen des problems ausgelassen, die sich nicht verhindern lassen. platt gesagt, könnte man als einzige vorübergehende lösung innerhalb des kapitalismus „mehr staatliche schulden“ fordern.

    auf den antikapblock bin ich auch gespannt. hoffe, die inhalte erschöpfen sich nicht in der forderung nach anarchistischer revolte;)

    ansonsten: spalten bis zur einigung!

  2. 2 menschenskind 29. Oktober 2010 um 16:40 Uhr

    „die studis“ bekommen am tag davor (am 2.11. ist ein“warm-up-day“ an der TU – im HSZ, der neuen mensa und später im potthoffbau) einen vortrag + den aufruf zum antikapitalistischen block.
    aber klar. wer will, kann am demotag natürlich gern schon ab 15 uhr von der TU aus laufen!
    ich bin auch gespannt auf den block, den nicht irgendwelche organisator*innen im hintergrund uns/euch komplett fertig vorsetzen werden (konsum und so^^), sondern den WIR ALLE gestalten. wenn du was fordern willst, wenn du einen redebeitrag verfassen oder/und irgendwas anderes mitbringen willst: bitte bitte bitte!

  3. 3 antifaschistische hochschulgruppe dd 01. November 2010 um 13:13 Uhr

    […] Wir finden es wichtig, die „MEHR WERT“-Demo ganz nach materialistischer Manier in Grund und Boden zu kritisieren, das natürlich auch praktisch auf dem antikapitalistischen Block, den es wiederum kritisch zu begleiten, aber auch zu gestalten gilt.
    Dem Arbeitswahn wird also entgegenzuhalten sein:
    Wir sind nix wert!
    […]

  1. 1 Finanzkrise und Krise des Kapitalismus « Black Monday Pingback am 03. November 2010 um 20:19 Uhr
  2. 2 Diskussion/Nachbereitung des antikapitalistischen Blocks « Black Monday Pingback am 03. November 2010 um 20:27 Uhr
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