Dresden: Buchvorstellungen zu Perspektiven Autonomer Politik und Männlichkeit im Rechtsradikalismus

Buchvorstellung „Perspektiven Autonomer Politik“

am 24. Januar 2011 im Buchladen „König Kurt“ Rudolf-Leonhard-Str.39 /// 01097 /// Dresden

Beginn 20.00 Uhr

„Der ak wantok hat in diesem Buch an die 50 Beiträge vereint, die sich mit der Geschichte, vor allem aber mit der Gegenwart und Zukunft der autonomen Bewegung auseinandersetzen. Der Textsammlung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die autonome Bewegung nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der neueren Geschichte linksradikalen Widerstands in Europa darstellt, sondern dass sie einen Rahmen geschaffen hat, der auch zukünftig das Schaffen und Verteidigen gegenkultureller Räume ebenso ermöglichen und stärken kann wie den Kampf gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Aus der Einleitung: »Autonome Diskussionen finden auf Treffen statt, auf Veranstaltungen und Demos, in Szeneblättern und Internet-Foren. Sie sind breit gefächert, vielfältig und komplex, und das ist gut so. Manchmal jedoch scheinen den Diskussionen gemeinsame Referenzpunkte zu helfen, die Debatten zusammenfassen, zueinander in Beziehung setzen und in historische Zusammenhänge rücken. Dies kann zu mehr Klarheit führen, noch einmal neue Perspektiven ermöglichen und Grundlagen für weitere lebendige Diskussionen schaffen.“

Und trotz der unreflektierten Benutzung der unwissenschaftlichen und -sachlichen Extremismustheorie sei auch folgende Veranstaltung angekündigt:

Buchvorstellung und Diskussion »Was ein rechter Mann ist …«

Der Buchladen könig-kurt präsentiert:

am Dienstag, dem 01. Februar um 20:30 im Saal des Connis

„Geschlechter- und Familienbilder sind konstitutive Elemente rechtsextremer Phänomene, doch in der Forschung ein bislang nahezu unbeachtetes Themenfeld. Doch wenn sich Studien überhaupt mit der Kategorie Geschlecht auseinandersetzten, dann wurden meist Funktionen, Karrieren und Rollen von Frauen innerhalb rechtsextremer Strukturen fokussiert. Männlichkeit hingegen findet selten eine Thematisierung, obwohl dessen Wichtigkeit doch offensichtlich scheint: Ein übergroßer Teil körperlicher Gewalttaten werden von Männern begangen, Kameradschaften gelten als Männerbünde par excezellence und das öffentliche Bild von Rechtsextremismus ist dominiert vom rechten Schläger.

Doch wie konstitutiv ist die Kategorie Männlichkeit für rechtsextreme Phänomene? Wie werden Männlichkeiten im Rechtsextremismus konstruiert und diskursiviert? Welchen Stellenwert hat die Kategorie Männlichkeit in der politischen Agitation? Inwiefern ist Männlichkeit als Bias programmatischer Grundsätze zu sehen? Kann von einer genuin rechtsextremen Männlichkeit gesprochen werden? Wie ist die permanente Krisenrhetorik zu deuten, die wir sowohl im Rechtsextremismus als auch im Männlichkeitsbild finden?

Das 2010 im Dietz-Verlag erschienene Buch *»Was ein rechter Mann ist …« versucht die inhaltlichen Leerstellen in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus zu füllen und soll an diesem Abend vorgestellt werden. Im Anschluss an eine thematische Einführung wird Ulrich Overdieck seinen Beitrag zum Themenkomplex der sog. Rassenschande vorstellen, und dessen Funktion im rechtsextremen Geschlechterdiskurs beleuchten.“