Gesine und der Kommunismus

„Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen. Viel zu lange stehen wir zusammen an Weggabelungen und streiten über den richtigen Weg, anstatt die verschiedensten Wege auszuprobieren.“

junge welt (03.01.2011)

Sehr probierfreudig gab sich Gesine Lötzsch, Vorsitzende im Bundestag für die Partei Die Linke, auf einer Konferenz der Rosa-Luxemburg-Konferenz, hinsichtlich der Perspektiven zur Überwindung des Kapitalismus.
Sie hatte das verbotene K-Wort ausgesprochen und damit heftigen Medienrummel ausgelöst. Nach Kritik von allen Seiten ruderte sie schließlich zurück und versicherte, dass sie mit Kommunismus eigentlich den demokratischen Sozialismus gemeint hatte. Die absurde Hetze wurde schließlich bei der Polit-Talkshow Anne Will unter dem Titel „Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt da noch vom Kommunismus?“ zur Realsatire im ARD. Lafontaine schwafelte von communis, traute sich aber nicht das verbotene Wort auszusprechen. Vielleicht auch besser so, da seine Vorstellungen vom Kommunismus sicherlich keine Bereicherung für einen Diskurs, der den Namen gar nicht verdient, gewesen wäre.
Man weiß nicht so recht, ob man lachen oder weinen soll, wenn die einzigen Reaktionen zum Stichwort Kommunismus, Stalin und Stasi lauten. Die Reaktionen von stalintreuen Gespenstern bei der diesjährigen Luxemburg-Liebknecht Demo jedoch, welche protestierende Opfer des Stalinismus verprügelt hatten, bereichern das Ganze schließlich mit einem ekelhaften Beigeschmack von ideologischer Menschenverachtung. Um nicht in die Falle der Verteidigung von Totalitarismus im Gewand des „Real existierenden Sozialismus“ zu tappen, bedarf es in der Linken einiges an Geschichtsaufarbeitung. Ein Verweis auf Bini Adamczak’s
Gestern Morgen
kann dabei vielleicht einen Einstieg bilden.

Sehr amüsant in diesem Zusammenhang ist aktuell allerdings folgendes: Der CDU-Ortsverband Lichtenberg-Mitte lud heute zu einer Kundgebung gegen den Kommunismus, an dem sich dutzende subversive Teilnehmer_innen beteiligten, um das Ganze etwas aufzulockern. Das Schild mit dem Spruch des Tages:

Kommunisten fressen kleine Kinder!


67 Antworten auf „Gesine und der Kommunismus“


  1. 1 Stalins Schäferhund 22. Januar 2011 um 22:39 Uhr

    Was spricht jetzt bitte dagegen rumopfernde Deutsche zu verprügeln?

  2. 2 ex-S 23. Januar 2011 um 0:38 Uhr

    dieser ewige versuch, die linke zu reformieren, sie zu „verbessern“, ist der völlig falsche weg. dahinter verbirgt sich nichts anderes als das bedürfnis nach szene-harmonie, die hoffnung, die linke sei noch zu retten. ist sie aber nicht. ihr überwiegender anteil besteht und wird bestehen aus autoritären lenin- und stalin-fans oder zumindest aus sympatisanten diverser „unterdrückter völker“. die ll-demo – das ist die linke. keine eigentlich im kern ja irgendwie gute bewegung, die nur auf den richtigen weg gebracht werden muss (klingelts?), sondern autoritär, völkisch und antisemitisch. da helfen weder kuscheln noch einen kritischen dialog führen: da helfen nur abgrenzung und kritik.

  3. 3 ich 23. Januar 2011 um 1:24 Uhr

    @ex-S: sehr gut, also geben wir die Linke auf und reihn uns bei der „Ideologiekritischen“ ein!?
    @stalins schäferhund: das warn keine deutschen, die rumopfern, weil sie, ne Bombe abgekriegt ham, nachdem es ihnen über ein Jahrzent lang egal war, was mit politsch und rassistisch Verfolgten passiert is, sondern leute die selbst politisch verfolgt waren (was sie daraus für Konsequenzen gezogen haben und heute politisch machen steht auf nem anderen Blatt und ist durchaus kritikwürdig, hat aber damit erstmal nix zu tun)

  4. 4 farfalla 23. Januar 2011 um 1:50 Uhr
  5. 5 ex-S 23. Januar 2011 um 2:44 Uhr

    @ich:

    wenn du zu blöd bist, außerhalb von gruppen und schubladen zu denken, bist du in der linken auf jeden fall richtig aufgehoben.

  6. 6 tee 23. Januar 2011 um 3:58 Uhr

    ex-s, du warst nicht zufällig am freitag in leipzig?

  7. 7 tee 23. Januar 2011 um 3:59 Uhr

    und kuscheln hilft wohl! vor allem gegen spinner wie dich. und das ist und bleibt doch das wichtigste.

  8. 8 ex-S 23. Januar 2011 um 14:10 Uhr

    klar. nachdem ich meinte, kuscheln sei unsinn, ist es ja absolut logisch, dass es gegen mich helfen muss. schließlich stimmt immer das gegenteil von dem, was ich sage und insgeheim steh ich drauf. dann versteh ich nur nicht, warum ich es nicht selber tu.
    du?

  9. 9 justus 23. Januar 2011 um 15:19 Uhr

    @ ex-S: Welche Linke meinst du jetzt? Die gleichnamige Partei oder alle, die sich irgendwie als „links“ verstehen? Du drückst dich ziemlich unklar aus.

    Der Übergriff auf „protestierende Opfer des Stalinismus“ ereignete sich meines Wissens übrigens nicht bei der Demonstration, sondern beim Rosa-Luxemburg-Kongress. Dies nur so als kleine Korrektur am Rande.

  10. 10 farfalla 23. Januar 2011 um 15:48 Uhr

    @ justus:

    kann auf jeden fall sein, dass auch bei dem kongress was vorgefallen ist.
    beim kranzabwurf (ll-demo) auf dem friedhof wurde so ein kranz der opfer des stalinismus zerrupft…meines wissens kam es da auch zu übergriffen.
    de facto ist es ja auch zweitrangig, wer wann genau, sondern dass so etwas überhaupt passiert. bestätigt eben genau das bild einer totalitären linken

  11. 11 ex-S 23. Januar 2011 um 21:10 Uhr

    @justus

    ich meine einfach den großteil derer, die sich links nennen. egal wie organisiert. für mich besteht ja gerade das probem darin, dass sich sogar die, die sich als antideutsch und ideologiekritisch verstehen, zur linken zählen, obwohl das, was sie als fortschrittlich in der linken festmachen und was es zweifellos auch dort gibt, wenn auch nur marginal, durch abspaltung und formulierung von kritik entstanden ist.

  12. 12 w.m. 23. Januar 2011 um 22:28 Uhr

    Einfach nur traurig finde ich, das es in antiautoritären und anarchistischen Zusammenhängen im deutschsprachigen Raum immernoch keine klaren Trennlinien zu stalinistischen Fanatiker*innen und DDR/UDSSR-Nationalist*innen gibt. Das zeigt sich oft genug, wenn Leute von MLPD und Co. auf Demos seelenruhig akzeptiert werden und es keinen juckt, wenn eine SU-Fahne geschwenkt wird (wobei ja bei Fahnen des Staates Israel so gleich große Aufschreie folgen). Die Standards sind dahingehend einfach miserabel. Liegt das daran, dass mensch in den Zusammenhängen nicht hinreichend sensibilisiert ist? Oder sind einige Menschen wirklich so blind und denken immernoch DDR und SU hätten irgendwas mit linken Ideen zu tun (wo doch jeder Blick ins Geschichtsbuch schnell vom Gegenteil überzeugen würde)?

    Neben dem Faschismus waren die realsozialistischen Apparate, Regierungen und Organisationen wohl der niederträchtigste und menschenfeindlichste Gegner, der den emanzipatorischen Bewegungen der Welt in der Vergangenheit gegenüberstand. Behaupteten diese Staatskapitalist*innen doch immer und aller Orten Freunde der Freiheit und Solidarität zu sein, um dann, nachdem die früheren Bündnispartner*innen nicht mehr benötigt wurden, Verleumdnungen, Gefangenschaft, Folter und Tod folgen zu lassen. Wer mit diesem Phänomen der Geschichte, dass sich ja glücklicherweise weitestgehend zerschlagen hat, sympathisert, ist für mich ebenso Feind wie jede*r Faschist*in.

    Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch der Neoliberalismus im höchsten Maße menschenfeindlich und grausam ist und tägliche Opfer fordert. Jedoch fordert er langer nicht solche Opfer, wie sie ein stalinistischer Realsozialismus in vergleichbarer Zeit und Ausdehnung gefordert hätte.

    Ein Eingriff in die öffentliche Debatte um das Schreckgespenst Kommunismus muss daher aus meiner Sicht eine klare (auch praktische) Abgrenzung zu stalinsitischen und leninistischen Zusammenhängen und Theorien beinhalten um den Begriff des Kommunismus verständlich verteidigen zu können. Alles andere ist reine Reaktion im anderen Gewand.

    Bzgl. Partyknast Bautzen – ich könnte kotzen!

  13. 13 tee 24. Januar 2011 um 0:47 Uhr

    ich meine einfach den großteil derer, die sich links nennen.

    und – offensichtlich – den grossteil derer, die du links nennst.

  14. 14 dummer Pöbel 24. Januar 2011 um 9:16 Uhr

    Ist der Stern jetzt der neue Unterstrich oder was?

  15. 15 ex-S 24. Januar 2011 um 12:53 Uhr

    klar, damit sich auch intergalaktische wesen nicht diskrimimiert fühlen.

  16. 16 farfalla 24. Januar 2011 um 13:33 Uhr

    @ w.m.:
    ich versteh deine abgrenzung zu menschenverachtenden real-sozialistischen regimen, aber in dem gedankengang steckt ein fehler:

    „Oder sind einige Menschen wirklich so blind und denken immernoch DDR und SU hätten irgendwas mit linken Ideen zu tun (wo doch jeder Blick ins Geschichtsbuch schnell vom Gegenteil überzeugen würde)?“

    der punkt ist eben der, dass die ddr und die su sehr wohl in linker tradition stehen. genau an diesem punkt muss dann eben auch mit der kritischen analyse angesetzt werden, wie aus einer politischen theorie, welche freiheit, gleichheit und gerechtigkeit verspricht, staatsterror, gleichmacherei und unrecht wird.
    Adamczak hat es in etwa so formuliert: nein, nein, das war nicht der kommunismus. aber das war auch nicht nicht der kommunismus.

    und: „wer vom stalinismus nicht reden will, sollte vom kommunismus schweigen.“

  17. 17 tee 24. Januar 2011 um 14:27 Uhr

    genau an diesem punkt muss dann eben auch mit der kritischen analyse angesetzt werden, wie aus einer politischen theorie, welche freiheit, gleichheit und gerechtigkeit verspricht, staatsterror, gleichmacherei und unrecht wird.

    moment, du meinst:

    freiheit -> staatsterror
    gleichheit -> gleichmacherei
    gerechtigkeit -> unrecht

    das letzte verstehe ich nicht, aber bei den ersten beiden sind die mittel doch zum zweck gewählt. der bürgerliche staat löst die kommunistischen glücksversprechen schon adäquat ein. na er versucht’s zumindest!

  18. 18 w.m. 24. Januar 2011 um 14:52 Uhr

    @farfalla – Da hast du recht, richtiger wäre es von meiner Seite aus gewesen, von anarchistischen/ libertär-kommunistischen und antiautoritären Ideen zu sprechen. Ich denke im Kern zeichnet sich hier die Tendenz ab, das die Aspekte der Selbstorganisation und Selbstverantwortung in Hinblick auf Veränderungen in der Gesellschaft nicht ausreichend behandelt wurden und werden. Wie wäre es anders erklärbar, dass sich „Kommunist*innen“ überhaupt immer wieder zentrale Planungs- und Kontrollorgane bis hin zu Exekutivorganen wünschen? Auch in der aktuellen Bewegung zeichnet sich dieser Hang zu revolutionären Führer*innen, Scheu vor eigener Organisation und Verantwortung durchaus ab.

    So haben linke Gruppierungen mit klaren oder auch unklaren Führungsebenen doch wesentlich mehr Zulauf, als jene, die auf dem Prinzip der Selbstorganisation fußen. Auch zeigt sich anhand einer Vielzahl von bestehenden Gruppen, das Projekte an der mangelnden Selbstverantwortung der Nutzer*innen kranken und offene Entscheidungsgremien wenig besucht werden. Ebenfalls lässt sich eine große quantitative Kluft zwischen reinen Aktions- bzw. Debattiergruppen auf der einen und organisierten Gruppen die um tatsächliche gesellschaftliche Relevanz auf der anderen Seite bemüht sind.

    So muss mensch feststellen, dass auch heutige, linke Organisationen mit Erfolg in der Regel jene sind, in denen mit Hierarchien gearbeitet wird, während sich anarchistische und libertär-kommunistische Zusammenhänge den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass sie durch mangelnde Organisation und praktische Strukturarbeit (was sicherlich auch mit den sozialen Milieus zu tun hat, in denen viele in der Szene sozialisiert sind) in der Bedeutungslosigkeit versinken.

  19. 19 dummer Pöbel 24. Januar 2011 um 15:07 Uhr

    Ist doch ganz einfach, wer nichts macht, kriegt nichts zu fressen. Wer keine Verantwortung übernehmen will, hat auch nichts zu melden.

  20. 20 farfalla 24. Januar 2011 um 17:04 Uhr

    @tee:
    gerechtigkeit-> unrecht

    …ist nicht die sinnvollste gegenüberstellung. ‚ungerechtigkeit‘ passt eher.
    und ja: der bürgerliche staat löst diese glücksversprechen besser ein, als es die realexistierende barbarei tat.

    @ w.m.:
    da steckt ganz viel an aussagen drin, aber ist mir gerade zu müsig, auf alles einzugehen.
    soviel villeicht: würde ‚die bewegung‘ ihre eigenen emanzipatorischen grundsätze einhalten, wäre sie schonmal nen riesen schritt weiter.

    @ dummer pöbel:
    frei nach franz müntefering: „wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.“

  21. 21 tee 24. Januar 2011 um 18:31 Uhr

    barbarei? ich weiss ja nicht. aber gut, ich hab‘ nur die ddr mitempfunden.

    über den begriff barbarei sollte übrigens endlich mal jemand etwas wirklich erhellendes schreiben. diese dauernde, m.e. allermeist unpassende benutzung des begriffs entläd ihn zum einen von einer wirkmächtigen bedeutung, zum anderen lässt sie seinen scheinbaren antagonisten, die zivilisation, als viel zu gut dastehen und trägt letztlich (oder sehr oft) zur affirmierung derselben bei. und wie die sich in unserer welt äussert, wisst ihr ja.

  22. 22 LW 25. Januar 2011 um 9:48 Uhr

    ich versteh deine abgrenzung zu menschenverachtenden real-sozialistischen regimen…“

    Dass sie menschenverachtend waren, ist doch gerade das gute, weise, vernünftige und fortschrittliche an ihnen gewesen. Man kann doch nicht ernsthaft den Kommunismus und also den neuen Menschen wollen, ohne den alten elenden zu verachten.

    Da sucht man sich halt die größten Schweine, mit denen eine zumindest einigermaßen zivilisierte Gesellschaft nicht mehr möglich ist, heraus und sperrt sie weg, ja nun – das ist überall und zu jeder Zeit gängige Praxis.

    Menschenaverachtung ist notwendig. Und natürlich gehören komplett ungebildete, analphabetische und unwillige antikommunistische Anarchopfeifen wie ihr nach Bautzen, bzw. am besten sofort an die nächste Wand gestellt, wenn man das mit dem Kommunismus durchziehen will.

    „nein, nein, das war nicht der kommunismus. aber das war auch nicht nicht der kommunismus.“

    Ein beachtliches Dokument nachhaltiger Hirnlosigkeit.

    „Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch der Neoliberalismus im höchsten Maße menschenfeindlich und grausam ist und tägliche Opfer fordert. Jedoch fordert er langer nicht solche Opfer, wie sie ein stalinistischer Realsozialismus in vergleichbarer Zeit und Ausdehnung gefordert hätte.“

    Das ist einfach eine krasse Lüge. Und für solche Verbrechen gabs dann eben Gulag – völlig zurecht.

  23. 23 farfalla 25. Januar 2011 um 13:32 Uhr

    @ tee:

    man sollte sicherlich mit solch großen worten sparsam sein, da sie schnell ausgelutscht sind.
    wenn ich mir jetzt allerdings die realsatiere von ‚lyzis welt‘ anschaue trifft es das wort doch schon ganz gut ;)

    @ LW
    ich lass den einen post als beweis deiner unendlichen dummheit hier stehen. wenn nochmal sowas von dir kommen sollte, wirds gelöscht.

  24. 24 LW 25. Januar 2011 um 13:55 Uhr

    Kommt da jetzt noch was, Farfalla?
    Argumentativ und inhaltlich wie immer: top!

  25. 25 ex-S 25. Januar 2011 um 14:42 Uhr

    ja, argumentativ UND inhaltlich.

  26. 26 Unglaublich 25. Januar 2011 um 18:37 Uhr

    Also ich hoffe das ein Mensch, welcher sich mit libertärem Gedankengut auseinanderstzten will, wenn er diesen Blog liest nie die Komentare mitliest. Denn auf welchem Niveau hier teilweise gepostet wird ist unglaublich. Manche Menschen sollten echt mal überlegen das nicht jeder unsinnige Gedanken der einem durch den Kopf geht ins Internet und schon gar nicht hier her gehört.
    Langeweile lässt sich auch mit Drogen nehmen oder so überbrücken.

  27. 27 tee 25. Januar 2011 um 18:47 Uhr

    Argumentativ und inhaltlich wie immer: top!

    sagt die kleine provo-trine, die argumenten und inhalt nix zu tun haben will. na egal.

    man sollte sicherlich mit solch großen worten sparsam sein, da sie schnell ausgelutscht sind.

    eben. da kann man sich den schmarrn von der „barbarei“ nämlich öfter mal sparen.

  28. 28 tee 25. Januar 2011 um 20:04 Uhr

    +mit

  29. 29 Rote Armee 25. Januar 2011 um 20:38 Uhr

    Also ich hoffe das ein Mensch, welcher sich mit libertärem Gedankengut auseinanderstzten will, wenn er diesen Blog liest nie die Komentare mitliest.

    Der ist hier sowieso falsch. Farfalla ist inzwischen zum Kulla-Zweitverwerter verkommen und w.m. kriegt nach wie vor nichts auf die Reihe. Das passiert halt, wenn man sich zuviel Dope einschmeißt.

    Dass die Kommentare hier so unterirdisch sind, liegt nicht zuletzt an dem unterirdischen Niveau von farfalla & friends.

    ja, argumentativ UND inhaltlich.

    Der Pöbel kennt noch nicht einmal den Unterschied zwischen der Kunst des Argumentierens und irgendwas zum Inhalt beizurotzen.

    Das größte Problem für den Kommunismus sind tatsächlich solche Flachpfeifen hier, insofern kann man lyzis nur voll und ganz zustimmen.

    Allerdings würde ich euch nicht gleich an die Wand stellen, Arbeitslager reicht auch. Wer danach immer noch nicht in der Realität angekommen ist, kann immer noch Sonderbehandlung erfahren.

  30. 30 umwerfend, was sonst? 25. Januar 2011 um 21:24 Uhr

    „Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch der Neoliberalismus im höchsten Maße menschenfeindlich und grausam ist und tägliche Opfer fordert. Jedoch fordert er langer nicht solche Opfer, wie sie ein stalinistischer Realsozialismus in vergleichbarer Zeit und Ausdehnung gefordert hätte.“

    Das ist einfach eine krasse Lüge.

    zustimmung. selten, aber doch, passiert das.

    wie viele menschen verhungern denn am tag? und jetzt brav rechnen.

    und ja: der bürgerliche staat löst diese glücksversprechen besser ein, als es die realexistierende barbarei tat.

    neben der barbarei sollte man auch endlich mal das gerede vom glückversprechen auf den müll werfen. wo löst der das denn ein und für wen und wie?! und v.a.: wer oder was soll glück überhaupt mal versprochen haben? das ist ideologie! es gibt kein versprechen, also auch keine verwirklichung.
    ich HASSE diese dämliche phrasendrescherei.

  31. 31 w.m. 25. Januar 2011 um 22:18 Uhr

    @ Umwerfend: Ich sag nur Hungersnot in der UDSSR 1932/33 der ca. 3,5 Millionen Menschen allein in der Ukraine zum Opfer vielen. Um nur ein Beispiel zu nennen, viele weitere könnten aufgeführt werden. Genaue Vergleichsdaten zwischen durchschnittlichen Hungertoten/ Jahr pro System auf vergleichbare Bevölkerungszahlen angewendet liegen mir nun natürlich nicht vor. Wenn mensch aber bedenkt, wieviele Menschen unter stalinistischer Führung aus politischen oder xenophoben Motiven liquidiert wurden und wie vielen weiteren Menschen durch absolute Misswirtschaft seitens der SU in diesem Zeitraum die Lebensgrundlage entzogen wurde, dann denke ich, dass meine Einschätzung durch aus sachlich. Interessant ist hierbei ja auch, dass sich die Hungersnöte in der Ukraine in den Jahren der partiellen Selbstverwaltung in den Jahren von 1918 bis 1921 trotz jahrelangem Kriegszustand deutlich milder wahren. Diese Selbstverwaltung wurde im übrigen von den Bolschewiki aus machtpolitischen Gründen gewaltsam niedergekämpft und mit Massenexekution beantwortet (ein Hoch auf die Freunde der Arbeiter*innen und Bäuer*innen!). Interessant ist ja auch der Vergleich wie unter stalinistischer Herrschaft (insbesondere politische) Streiks beantwortet wurden – nämlich mit Tscheka und Roter Armee. Da konnten die Vertreter*innen der neo-Liberalen Ordnung nicht mehr viel drauf setzen, höchstens sich ereifern ein vergleichbares Maß an Grausamkeit und Hass gegen jede Selbstbestimmung der Arbeitenden aufzubringen.

    Zwecks Glücksversprechen – dito.

  32. 32 umwerfend, was sonst? 25. Januar 2011 um 22:23 Uhr

    Ich sag nur Hungersnot in der UDSSR 1932/33 der ca. 3,5 Millionen Menschen allein in der Ukraine zum Opfer vielen.

    und? man kommt derzeit pro jahr auf mehr als 9 mio weltweite hungertote. also: bleib mal realistisch.

    ansonsten interessiere mich gar nicht besonders dafür, den realen sozialismus zu verteidigen.

  33. 33 remember, remember 25. Januar 2011 um 23:39 Uhr

    @ Rote Armee

    Ich kann in deinem Post nicht ein einziges Argument entnehmen.
    Du wirfst hingegen eine Menge an Beheauptungen in den Raum ohne sie irgendwie argumentativ zu hinterlegen.
    Auch fällt auf das auf jeglichen Ideologiekritischen Text/Post/whatever ein Beisreflex bei manchen Menschen (Ich tippe auf mänlich Sozialisierte) einsetzt. Welcher sich in persöhnlichen Diffamierungen und Behauptungen manifestiert welche absolut nichts mir Argumenten gemein haben.

    @ w.m.&umwerfend, was sonst?

    Ich finde die hier stattfindende Aufrechnung von
    Toten und menschlcihem Elend äußerst fragwürdig und sehe die Zielsetzung der Disskusion absolut nicht gegeben. Denn das sowohl Weltanschauungs marxismus und seine Umsetzungen genauso abzulehnen wie die bürgerlich/kapitalistische Gesellschaft.
    Dies sollte als Feststellung eigendlich reichen.

    @w.m.

    Ob für dich „glücksversprechen eingelöst werden ist glaub ich nicht generalisiert werden. Denn sowohl in der Bürgerlichen Gesellschaft wie in autoritär Komunistischen Systemen gab es Menschen die dort ein reproduzierendes Leben geführt haben und dabei sogar glücklich waren/davon profitiert haben.
    @umwerfend, was sonst?

    neben der barbarei sollte man auch endlich mal das gerede vom glückversprechen auf den müll werfen. wo löst der das denn ein und für wen und wie?! und v.a.: wer oder was soll glück überhaupt mal versprochen haben? das ist ideologie! es gibt kein versprechen, also auch keine verwirklichung.
    ich HASSE diese dämliche phrasendrescherei.

    In der gesellschaftlichen Realität gibt es diese jedoch schon.
    die Bürgerliche gesellschaft verpflichtet sich mir gegenüber mein Privateigentum zu schüzen und sichert mir die Freiheit zu jederzeit Verträge mit anderen Menschen zu schließen die durch den Staat bindent werden. Dies alles schaft mir eine gewisse Sicherheit in meiner Exsitenz und Reproduktion welche schon zufriedenstellend empfunden werden kann/wird.
    Auch ist in der bürgerlichen Gesellschhaft politische Arbeit in größerem Maaße möglich als es in autoritäreren Gesellschaften möglich war/ist.
    jedoch ist der Vergleich auch hier wieder nicht zielführend da beide gesellschaftlich Systeme die freie Assoziation von Menschen verhindert.
    Auch ist der Vergleich beider Systeme methodisch sehr bedenklich.

  34. 34 tee 26. Januar 2011 um 1:52 Uhr

    wie viele menschen verhungern denn am tag? und jetzt brav rechnen.

    boah, so langsam geht mir diese zynische aufrechnungsmethode auf die nerven. am besten ihr ermittelt mal jahresmittel der toten in der jeweiligen jeweiligen herrschaftsform, fein unterschieden zwischen langsam in arbeitslager zu tode gekommenen, hungertoten und hingerichteten sowie in bewaffneten konflikten umgekommenen. meinetwegen noch mehr kategorien. ach ja – das ganze natürlich noch auf die gesamtmenge der jeweiligen unter der herrschaftsform lebenden leute berechnen!

    und wenn am ende die statistik nicht stimmt und wir doch wieder für den kapitalismus argumentieren müssen … hey – die empirie lügt nie!

    *augenroll*

  35. 35 tee 26. Januar 2011 um 1:53 Uhr

    -jeweiligen ;)

  36. 36 tee 26. Januar 2011 um 1:58 Uhr

    die Bürgerliche gesellschaft verpflichtet sich mir gegenüber mein Privateigentum zu schüzen und sichert mir die Freiheit zu jederzeit Verträge mit anderen Menschen zu schließen die durch den Staat bindent werden. Dies alles schaft mir eine gewisse Sicherheit in meiner Exsitenz und Reproduktion welche schon zufriedenstellend empfunden werden kann/wird.

    DIR vielleicht! dann gehörst du aber auch zu der privilegierten minderheit der weltbevölkerung. also mal schön vorsichtig mit solchen aussagen.

  37. 37 Rote Armee 26. Januar 2011 um 10:24 Uhr

    @remember
    Es muss schon ein gewisses Niveau erreicht sein, damit es auch Sinn macht, sich über irgend etwas zu verständigen. Sonst ist es nur Zeitverschwendung. Den Leuten den Spiegel vorzuhalten und ihnen die unangenehme Wahrheit über sie ins Gesicht zu scheißen, ist momentan die einzige Möglichkeit, die man als Kommunist hat, mit so einem selbstherrlichen und gleichzeitig abgrundtief dummen Pack umzugehen.

    Wenn ich mir deine Rechtschreibung ansehe, die nicht nur auf Typos beruht, weiß ich, dass du in der deiner Freizeit eher selten mal ein Buch oder sonst einen längeren Text liest. Damit ist auch klar, dass man besser keine weitere Sekunde mit deinem Gedankenmüll verschwendet, da die einfachsten Grundvoraussetzungen für eine zivilisierte Diskussion nicht gegeben sind.

  38. 38 LW 26. Januar 2011 um 11:14 Uhr

    „Argumentativ und inhaltlich wie immer: top!

    sagt die kleine provo-trine, die argumenten und inhalt nix zu tun haben will. na egal.“

    Tee, du hast mal wieder, wie immer, rein GAR NICHTS kapiert: weder provoziere ich (wo denn bitte? Wahrheit sagen, gilt das für dich Konformistenarschloch schon als „Provo“?), noch will ich mit Inhalten und Argumenten „nix zu tun“ haben, steht alles auf meinem Blog, kann man alles nachlesen, nur ums zu kapieren braucht man halt mehr als die bloße Kenntnis des Alphabets.

    Also: ich werde doch wohl die hochwohlgeborenen achso-humanen, diskussions- und argumentierfreudigen anarchistischen Kapitalismus-Verteidiger von „anarchiadd“ noch nach Argumenten fragen dürfen, wenn sie mich einfach nur bepöbeln – dürfte für die doch eigentlich nicht so schwierig sein, so hochintellektuell wie die sind, oder?

    Und dann auch noch das übliche „na egal“, wenn man sich der Nichtigkeit des eigenen Gefasels gewahr wurde: warum postest Du dann überhaupt? Lass es doch einfach mal son paar Jahrzehnte lang bleiben, thx.

    und @umwerfende Laura: „ansonsten interessiere mich gar nicht besonders dafür, den realen sozialismus zu verteidigen.“

    Ich weiss. Du verteidigst lieber auch weiterhin den irrealen, unrealistischen, verwirklichungsunfähigen. Du bist auf diesem Blog hier schon richtig aufgehoben.

    @Rest: Es gab keine „Opfer Stalins“. Alle Toten in der UdSSR gehen letztlich aufs Konto der Faschisten (bzw., in geringerem Maße, auf das der zaristischen, anarchistischen und bürgerlichen Konterrevolutionäre). Jeder kann das wissen, das Behaupten des Gegenteils ist nazideutsche Propaganda, also ebenfalls wieder mal: pure Lüge.

  39. 39 tee 26. Januar 2011 um 13:27 Uhr

    :D

  40. 40 w.m. 26. Januar 2011 um 13:58 Uhr

    @ LW, wenn du dieses Gebluber ernst meinst, bist du keinen Deut besser als jede*r andere scheiß Geschichtsrevisionist*in. Auf diesem Blog werden auch Nazi-Kommentare, zum Beweiß deren Dummheit, nicht gelöscht – daher werde ich es auch mit deinen nicht tun. Mir stellt sich die Frage, wie du ernsthaft erwarten kannst, dass mensch sich mit jede*r verwirrten Person beschäftigt und ihr gesamtes unverstehbares Gebrabbel liest, um ihren Dachschaden zu verstehen. Im Übrigen hab ich von dir noch nichts gehört außer „Alle die was gegen meine Meinung haben, gehören erschossen!“ Auf harte Fakten warst du unfähig einzugehen und kamst – wie in alten Zeiten – mit der Konterrevolutionskeule. Falls es dir nicht aufgefallen ist – du hast hier kein einziges Argument gebracht und mit Götzendiener*innen zu diskutieren scheint mir unmöglich.

  41. 41 Hi-Pi 26. Januar 2011 um 14:20 Uhr

    Können bitte alle Trolle hier zurück auf ihre eigenen Blogs krieschen und dort ihre persönlichen Feindseligkeiten austragen!?!
    Das Niveau hier ist meistens nicht besonders hoch, bevor ihr beschlossen habt, euch hier gegenseitig zuzupöbeln war es zumindest partiell auch möglich inhaltliche Diskussionen zu führen.

    Und zum Thema bürgerliche Glücksversprechen: Wahrscheinlich haben die meisten Diskutierenden hier den Feudalismus nicht mehr erlebt, aber das ist keine Ausrede dafür seinen Horizont so eingeengt zu lassen. Zu diesen Glücksversprechen gehören zum Beispiel so triviale Dinge wie Freiheit (ja ich weiß, bürgerliche Freiheit, die Freiheit seine Arbeiskraft auf dem Markt zu verticken, aber es sind ja auch uneingelöste Glücksversprechen, das ist der zentrale Punkt) und Gleichheit (die natürlich auch uneingelöst ist, aber formal vorhanden und als uneingelöstes Versprechen über diese Gesellschaft hinausweist).
    Und warum hier Leute auf die Idee kommen, dass aus der simplen Feststellung, dass der sich sozialistisch nennenden Staatskapitalismus sehr schnell zu einem unappetitlich-repressiven System wurde und dass es für unsereins durchaus von Vorteil ist in einem bürgerlichen Staat mit bürgerlichen Freiheitsrechten zu leben, zu folgern wäre, dass hier Leute den Kapitalismus affirmieren würden, kann ich mir nur mit mangelndem Denkvermögen oder bösem Willen erklären

  42. 42 LW 26. Januar 2011 um 15:04 Uhr

    „Und warum hier Leute auf die Idee kommen, dass aus der simplen Feststellung, dass der sich sozialistisch nennenden Staatskapitalismus sehr schnell zu einem unappetitlich-repressiven System wurde und dass es für unsereins durchaus von Vorteil ist in einem bürgerlichen Staat mit bürgerlichen Freiheitsrechten zu leben, zu folgern wäre, dass hier Leute den Kapitalismus affirmieren würden, kann ich mir nur mit mangelndem Denkvermögen oder bösem Willen erklären.“

    Mangelndes Denkvermögen und böser Wille, genau. Du hast Dein eigenes Elend erkannt, auch wenn Du es auf mich projizierst. Immerhin.

    Kopfschuss.

  43. 43 unfassbar 26. Januar 2011 um 16:01 Uhr

    alismus sehr schnell zu einem unappetitlich-repressiven System wurde und dass es für unsereins durchaus von Vorteil ist in einem bürgerlichen Staat mit bürgerlichen Freiheitsrechten zu leben

    ich hätte, um ehrlich zu sein, lieber in der DDR gelebt. an dieser finde ich einiges kritikabel – aber man muss schon recht verblendet sein, um nicht erkennen zu können, dass man da als arbeiter/in besser dran war als hier.
    was sich da für zwänge aufgetan haben im zuge des anschlusses – für die arbeiter/innen im allgemeinen und dann nochmal für frauen im besonderen – das kann man doch nicht einfach übersehen?! frauen, die in der DDR selber bestimmten, ob und wann die ein kind kriegen, die – da selbstverständlich ökonomisch unabhängig vom mann – auch nicht in die zwangsgemeinschaft ehe verdammt waren, sondern sich munter scheiden ließen, wann immer es ihnen nicht mehr in der ehe passte; usw usf.

    aber hier wird halt wieder mal die freiheit abgefeiert. aber genau diese freiheit war es, die den arbeiter/innen im allgemeinen und den frauen im speziellen unglaublich viel angetan hat! alleine schon aus frauenpolitischer sicht stellt sich der anschluss dar als beinahe unfassbarer rückschlag! – da mussten frauen wieder dem mann gehorchen, weil sie in ihrer und mit ihrer tollen freiheit so einen miesen lohn erhielten (wenn sie denn überhaupt irgendwo ihre arbeitskraft loswurden), dass sie ökonomisch vom verdienenden mann abhängig wurden. in und mit der freiheit ist kindererziehung natürlich großteils privatsache, wie auch das kinderkriegen (wer kann sich das heute leisten? die verarmten werden ja beschimpft, wenn sie ein kind kriegen), daher abbau von kinderbetreuung etc. ein einziger riesiger BACKLASH!

    und dann kommst du daher und sagst „uns“ geht es besser hier. „uns“?

  44. 44 unfassbar 26. Januar 2011 um 16:33 Uhr

    wieso sollten freiheit und gleichheit heute uneingelöst sein?

  45. 45 Ja,ja die Rote Armee 26. Januar 2011 um 18:07 Uhr

    Wie deutsch bist du eigentlich?
    Rechtschreibung? OMG wie albern ist das denn…
    Du machst Intelligenz an der Erfüllung von Regeln zur Rechtschreibung fest?
    Naja und wenn du hier nicht das Niveau siehst auf dem du dich hier ernsthaft mit Texten auseinander setzt dann schreib hier halt nicht und Trolle woanders rum. Denn deine Gesabbel hier ist echt unerträglich.
    @alle die gerne wieder Honecker an der Wand hängen haben wollen und ihr Jugendpionier Halstuch oder ihre NVA uniform wieder haben wollen:
    Ich find Coca Cola schmeckt halt einfach Sau geil und ne Zentralheizung ist super klasse.
    KLar bin ich sind wir alle weiße privilegierte Menschen.
    Jedoch ist das halt einfach ne Feststellung (wären wir in der DDR aber auch gewesen). Aus dem Müll zu leben und fair trade Caffe kaufen ändert halt nichts an Staat Nation und Kapital.
    Aber das scheinen unsere super Kommis mit ihrer 0815 Kapitalismus Analyse halt nicht zu rallen.
    Ich glaube die MLPD hat sicher auch irgend nen Block wo ihr euren SCheiß ablassen könnt.

  46. 46 Deutscher Tschekist 26. Januar 2011 um 18:11 Uhr

    „…zu folgern wäre, dass hier Leute den Kapitalismus affirmieren würden…“

    Das ist ja auch gar nicht dadurch evident, dass eurereins den real existierenden Sozialismus damals und heute konsequent bekämpft (bzw. euch die Bekämpfung denkt, richtiger Kampf hätte sowas autoritäres, vernünftiges, stalinistisches…), dem den Kapitalismus gegenüberstellt und mit seiner ganzen Barbarei hochhaltet; lieber ein paar Faschisten am Leben seht, als dass der Großteil der Menschheit vernünftige Lebensverhältnisse hat; und dann auch noch meint, dass irgendwer dadurch „aufgeklärt“ wird, dass er eure Blogs lest: Die sind ja schließlich eure „politische Arbeit“, euer „Diskurs“.
    Jeder, der NICHT sieht, dass ihr Kapitalismusapologeten seid, ist einfach hirnlos.

  47. 47 tee 26. Januar 2011 um 19:05 Uhr

    @alle die gerne wieder Honecker an der Wand hängen haben wollen und ihr Jugendpionier Halstuch oder ihre NVA uniform wieder haben wollen:
    Ich find Coca Cola schmeckt halt einfach Sau geil und ne Zentralheizung ist super klasse.

    kann echt nur jemand sagen, der nie eine eiskalte club-cola im von der zentralheizung gewärmten tanzhaus geniessen durfte.

    und es hiess nicht jugendpionier!

    vielleicht machste also vor deiner kapitalismusanalyse (du hast doch eine?) erstmal eine realsozialismusanalyse, dann klappt’s auch mit dem pöbeln.

  48. 48 remember, remember 27. Januar 2011 um 1:20 Uhr

    @tee
    Ich spreche mich nicht dagegen aus sich mit dem Realsozialismus auseinander zu setzten und ihn als Versuch zu begreifen eine lebenswerte Alternative zum Kapitalismus zu schaffen. Jedoch sollte jeder halbwegs reflektierende Mensch auch sehen das dieser Versuch gescheiter ist. Und die Gründe dieses Scheiterns (interne/systemische und externe) sollte eine nach Emanzipation strebende politische Praxis klar beeinflussen. Sich jedoch hinzustellen und die DDR als lebenswertes tolles Etwas hinzustellen ist zwar klar als individuelle Ansicht denkbar sollte jedoch keine Grundlage für politische Praxis und Theorie sein. Da ich mich (klar priveligiert und alles) in der Bürgerlichen Gesellschaft schon freier entfalten kann als ich es in der DDR hätte tun können. Wass jedoch nicht die Kritik an den bestehenden Verhältnissen nehmen soll. Denn klar bin ich auch in einer bürgerlichen, kapitalistischen Gesellschaft weit von Freiheit oder Selbstverwirklichung entfernt.
    Auch ist die Frage welches System nun besser war nur dann von Relevanz wenn es gilt die DDR oder ähnliche Systeme wieder auf zu bauen. Und ich denke wer das will hat echt nen Problem. Zielführender wäre es hingegen konkret sich mit kapitalistischen Herrschaftsverhältnissen auseinander zu setzen und diese anzugreifen.

  49. 49 tee 27. Januar 2011 um 1:49 Uhr

    Sich jedoch hinzustellen und die DDR als lebenswertes tolles Etwas hinzustellen ist zwar klar als individuelle Ansicht denkbar sollte jedoch keine Grundlage für politische Praxis und Theorie sein.

    du richtest dich an „unfassbar“, glaube ich. der_die hat aber auch nur die eigene individuelle ansicht geäussert.

  50. 50 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:28 Uhr

    ich hätte null problem euch einzuknasten, euch freiheits- also kapitalismusfans. nur damit ich es mal gesagt habe.

  51. 51 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:29 Uhr

    mehr noch: ihr zwingt einen ja nachgerade dazu. ARSCHLÖCHER!

  52. 52 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:34 Uhr

    Ich find Coca Cola schmeckt halt einfach Sau geil und ne Zentralheizung ist super klasse.

    ich auch! und nun geh deine freiheit kosten, arbeiter! viel spaß!

  53. 53 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:39 Uhr

    keine Grundlage für politische Praxis und Theorie sein.

    leck mich am arsch!

    Da ich mich (klar priveligiert und alles) in der Bürgerlichen Gesellschaft schon freier entfalten kann als ich es in der DDR hätte tun können.

    um FREIHEIT geht es dem kommunismus nicht, du trottel!

  54. 54 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:41 Uhr

    ihr seid doch nur bürger, die da kreischen: wollt ihr die totale freiheit? YEAH!

    - viel spaß.

    klar ist: ich bin euer feind.

  55. 55 unfassbar 27. Januar 2011 um 4:46 Uhr

    WIEDRHOLUNG:

    wieso sollten freiheit und gleichheit heute uneingelöst sein?

  56. 56 remember, remember 27. Januar 2011 um 4:46 Uhr

    nee ich frag eher mal den Führungsoffizier ob ich Cola trinken darf. Weil ist ja böse amerkiaKapitalismus^^
    So nen blödscheiß kein mensch hier hat geaagt das wir im kapitalismus frei sind. Raff dich einfach mal. Leute einsperren…die nicht ins Weltbild passen…jap das klingt nach der Diktatur des Proletariats…
    wenn der Feind sagt wir haben keine Marmelade dann lügt er…wir zeigen sie nur nicht
    Troll

  57. 57 unfassbar 27. Januar 2011 um 5:06 Uhr

    uch nur die eigene individuelle ansicht geäussert.

    nein.

    jap das klingt nach der Diktatur des Proletariats…

    jap freiheitsfans einsperren!

  58. 58 w.m. 27. Januar 2011 um 7:19 Uhr

    @ Unfassbar, Rote Armee und LW, da dies hier eine politische Website ist, die versucht emanzipatorischen Diskurse zu fördern und ihnen den entsprechenden Raum zu geben, kein Blog für Pöbeleien und Gewaltandrohungen werden alle weiteren Kommentare von euch, bzw. Beiträge gleichen Inhalts unter anderem Namen ab sofort von mir gelöscht.

  59. 59 tee 27. Januar 2011 um 14:57 Uhr

    Der deutsche Anarchismus zeigt sich wehrhaft – und kann dabei noch nicht mal mit Kommunisten umgehen, ohne sie zu zensieren. LOL.

    lyzi, sei doch froh. ist zensur nicht der erste schritt richtung kommunismus?!

    Wir haben den Kalten Krieg verloren – und das wird nicht mehr vorkommen.

    natürlich nicht, weil ich eh keiner mehr mitspielen lässt. du bist echt ein drops.

    ach, du wirst ja gleich „zensiert“. LOL.

  60. 60 tee 27. Januar 2011 um 18:57 Uhr

    AUTSCH!

  61. 61 Deutscher Tschekist 28. Januar 2011 um 0:03 Uhr

    Anarchismus – allen voran der Deutsche – konnte noch nie mit den Kommunisten umgehen. Er reiht sich in die Irrationalität und Fortschrittsfeindlichkeit der spätimperialistischen Bourgeoisie ein. Hach waren das noch Zeiten, als die Bourgeoisie selbst solche Arschlöcher auf’s Schafott geschickt hat.

    Die SED hat nicht umsonst Bücher herausgegeben in denen steht: „Der Kampf gegen den A. in allen heutigen Erscheinungsformen ist eine wichtige Aufgabe der marxistisch-leninistischen Parteien.“

  62. 62 hutu 28. Januar 2011 um 1:13 Uhr

    Die glorreiche SED, soso. Das war ja quasi der Fortschritt in Reinform.

    Als hätten DIE mit Kommunisten umgehen können!

  63. 63 Deutscher Tschekist 28. Januar 2011 um 1:19 Uhr

    „Die glorreiche SED, soso. Das war ja quasi der Fortschritt in Reinform.“
    Hm, joa.

  64. 64 slas 28. Januar 2011 um 6:15 Uhr

    rememberremember:“sichert mir die Freiheit zu, jederzeit Verträge mit anderen Menschen zu schließen“
    aber auch nur bis zu einem gewissen punkt, solang aufgehobene monopole für das das herrschende wirtschaftssystem günstig sind.
    bei legistlative und judikative hört sich der freie markt auf.

    den vertrag mit einem anderem gesetzgeber/rechtssprecher (bleiben wir im patriarchat) als vater staat bleibt mir die bürgerliche gesellschaft wohl noch ein weilchen schuldig.

    tee:
    „am besten ihr ermittelt mal jahresmittel der toten in der jeweiligen jeweiligen herrschaftsform, fein unterschieden zwischen langsam in arbeitslager zu tode gekommenen, hungertoten und hingerichteten sowie in bewaffneten konflikten umgekommenen.“

    mir fehl‘n da ja eigentlich noch die tiere. oder lassen wir das lieber mal aus?

    rote armee:
    „Wenn ich mir deine Rechtschreibung ansehe, die nicht nur auf Typos beruht, weiß ich, dass du in der deiner Freizeit eher selten mal ein Buch oder sonst einen längeren Text liest.“
    und du liest wohl zu viel griechische wörterbücher… die rechtschreibung beruht auf was?
    glaubst du nicht, dass den leuten hier egal is, wie lang dein orthographischer schwanz ist?


    ich find das cool, dass eins sich hier aussuchen kann, wo es leben möchte. versteh aber nicht warum die wahlmöglichkeiten so gering sind.
    feudalismus, kapitalismus oder ddr? hm.

    wie wärs mit einem paralelluniversum, in dem uns der übergang zum patriarchat (nennt es faustrecht vonmiraus) erspart geblieben ist.
    das stürzt mich allerdings in die cocacola frage.

    hätten uns jahrtausende der subsistenzwirtschaft etwas beschert, das ähnlich schmeckt? und manchmal entscheid ich mich bewusst für pepsi. von dr.pepper fang ich gar nicht erst an.

    als hätten wir eine wahl.
    es ist wie’s ist, und wie’s ist so bleibt’s nicht.

  65. 65 rem. 28. Januar 2011 um 10:53 Uhr

    @slas
    Wie schon gesagt sind das alles nur Freiheiten welche mir in der momentanen Ausprägung der Bürgerlichen Gesellschaft garantiert werden. Sicher lässt sich das auch anderst denken. MIr ging es mehr darum das momentan gewisse Freiheitsmpmente von der bürgerlichen Gesellschaft versprochen werrde welche auch meist eingehalten werden, was dazu führen kann das sich ein Mensch in dieser Gesellschaft glücklich und frei fühlen kann.
    Und das der frei Markt eine Lüge ist wollte ich nie bestreiten.

  66. 66 tee 28. Januar 2011 um 16:41 Uhr

    Bei Cocacola fällt ihm nichts weiter ein, als über Geschmack zu philosphieren.

    wo?

  67. 67 farfalla 28. Januar 2011 um 20:55 Uhr

    es reicht an dieser stelle.
    die gewalt androhungen wurden gelöscht.

    closed.

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