Archiv für März 2011

Knut und das Ende eines deutschen Traums

Bevor hier die Schotten dicht gemacht werden, möchte ich der als humorvoll bekannten LeserInnenschaft dieses Blogs die folgende, heute erschienene Kolumne, nicht vorenthalten:

In Deutschland hat man wie immer nichts gelernt. Nach zwei Weltkriegen wird immer noch vor fremden Türen gekehrt. Panische Blicke sind auf Japan gerichtet und die Geiger-Müller-Zählrohr-Produktion boomt wie nie, deutsche Linke trauern um Gaddafis Macht und E10 wird jetzt mangels Absatz zum Anteil von 10% in Oettinger und Sternquell-Bier gemischt.
Währenddessen torkelt ein Eisbär mitten in Berlin in ein Wasserbecken und ertrinkt qualvoll. Niemand hilft. In Deutschland steht man, wenn man überhaupt zufällig in der Nähe ist und nicht mit dem Finger auf Jüdinnen und Juden oder andere Länder zeigt, daneben und schaut zu. Hier gibt es keine Pamela Anderson und keinen David Hasselhoff. Und so kommt es, wie es kommen musste: Nach dem bösen Erwachen aus der eigenen Katastrophe, die natürlich niemand kommen sah, schiebt man sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe.
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OAT am 24.März

Etwa über 20 Jahre ist es her, da wurden in den Wirren der Wiedervereinigung weite Teile Ostberlins besetzt und es etablierte sich ein Ort frei von staatlicher Autorität. Ein Ort in dem die Selbstverwaltung möglich war. Doch dieser Zustand währte nicht allzulange und die Stadt Berlin liess diese Orte räumen.
Freke Over, damals Sprecher der Hausbesetzer der Mainzer Straße, wird an diesem Donnerstag ins AZ Conni kommen und über die Ereignisse von damals sprechen. Wenn es irgendetwas zur Mainzer Straße gibt, was euch brennend interessiert, aber nirgendwo erwähnt wird dann habt ihr an diesem Donnerstag die ultimative Chance eures Lebens ihn selbst zu fragen.

Donnerstag 20:00 im AZ Conni.


Hier noch ein kleines Interview aus der Djungle World.

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Solidatität mit den Flüchtlingen in Calais!

Donnerstag 7.April

Infovortrag mit Film
20uhr Veränderbar (Görlitzerstraße 42, Hinterhaus)

Soli-Cocktailstand
22uhr Chemiefabrik beim Jugendtanz (Petrikirchstraße 5)

Hintergründe:

Die Grenzpolitik Europas ist präsenter, seit Bilder von den im Mittelmeer versinkenden Flüchtlingsbooten in den Medien kursieren. Die Festung Europa macht ihre Außengrenzen immer undurchlässiger und immer mehr Menschen sterben bei dem Versuch, nach Europa zu kommen. Dort erhoffen sie sich die Möglichkeit, ein würdiges Leben zu führen, das sie in ihrer ursprünglichen Heimat nicht – oder nicht mehr – führen können. Aber auch innerhalb der Grenzen wird ein Erreichen des Zielortes durch steigende und gezieltere Verfolgung und restriktivere Gesetze immer schwieriger. Viele Menschen stranden zum Beispiel an der Atlantikküste in Frankreich und hoffen auf eine Überfahrt nach England, wo sie Bekannte haben, oder sich aufgrund der einst sehr offenen Asylpolitik Englands Hoffnung auf einen regulären Status machen. Seit Jahren ist Calais ein Sammelpunkt für Flüchtlinge. Die Lage ist prekär, da Frankreich seit Jahren die Gesetze und das Vorgehen gegen illegalisierte Flüchtlinge verschärft.

Seit 2009 sind unabhängige no-border Aktivist*innen dauerhaft in Calais, um die Lage zu beobachten und zu dokumentieren. Darüber hinaus versuchen sie, die Menschen vor Ort zu unterstützen. Dazu fehlen jedoch selbst lebensnotwendige Dinge: (mehr…)

Eingesendet: Infotag über Latain-Amerika und Oaxaca-Aufstand

Liebe Lateinamerika- und Menschenrechts-Interessierte in Dresden,

feiert den Frühling mit uns – erstmals haben sich 9 Vereine, Gruppen und Einzelpersonen aus Dresden zusammengetan, um mit und für euch einen ganzen Tag prall gefüllt mit Informationen und kostenlosen Workshops zum Thema „Lateinamerika“ zu gestalten!

Am 02April 2011 ab 10:00h im Studentenhaus Tusculum könnt ihr diskutieren, tanzen, kochen, kreativ werden und euch rund ums Thema Lateinamerika an verschiedenen Infoständen beraten und begeistern lassen. Abends ab 20:00h feiern wir dann den Abschluss des Tages mit einer Party – live werden macondo son, Banda Comunale und DJ Zischalski eure Beine in Bewegung bringen.

Unser gesamtes Programm sowie eine kleine Anfahrtsskizze findet ihr auf unserem Blog: mexikodresden.wordpress.com. Wir freuen uns auf euch und einen gelungenen Frühlingsanfang!

Mexiko-Gruppe Dresden und promovio e.V

Solidarität mit Betroffenen in Japan!

Quelle: Fau.org

In Japan zeichnet sich nach einem Erdbeben der Stärke neun und einem z.T. über zehn Meter hohen Tsunami eine zusätzliche nukleare Katastrophe ab. Die FAU-IAA hat sich deshalb entschlossen mit dem „Freeters Relief Fund“ einen Hilfsfond einzuricheten. Einerseits sollen damit die GenossInnen in Japan finanziell unterstützt werden, andererseits wird es ggf. nötig sein anstelle von Bargeld Hilfpackete mit haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten usw nach Japan zu schicken. Zu guter letzt sollen die Mittel im Falle eines Falles auch helfen Japan ggf. zu verlassen… – Überweist bitte auf folgendes Konto:

Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU)
Postbank Hamburg
BLZ: 200 100 20
Konto: 961 522 01
Verwendungszweck: „Freeters Relief Fund“ oder „Freeters Fund“ (mehr…)

Eingesendet: FuckUshima! – Der Wind hat sich gedreht.

Quelle: Libertäre Presseagentur (LPA)

Es ist wieder passiert – und es wird wieder passieren!

Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut, so hat man uns jahrzehntelang erzählt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt, mittlerweile fast 40 Jahre lang, daß atomare Energieerzeugung letztendlich keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und für hunderttausende Jahre lebensgefährlichen Giftmüll produziert. Kaum 5.000 Jahre reicht das Gedächtnis der Menschheit zurück… manchmal nicht einmal fünf.

Nun hat ein einziges schweres Erdbeben dazu geführt, daß gleich mehrere der sechs japanischen Atommeiler in Fukushima1, einem der größten AKWs der Welt, sich im Stadium eines unkontrollierbaren GAU, dem Größten Anzunehmenden Unfall, befinden. Zurückzuführen ist dies u.a. auch darauf, dass versäumt wurde, in die Druckbehälter Notventile einzubauen. Mindestens zwei Druckbehälter sind schon undicht. Mit ein paar lächerlichen Löschspritzen -echter Hightech im Lande der Roboter!- versucht man nun der verfahrenen Lage Herr zu werden und ein paar arme Feuerwehrleute werden verheizt. In Fukushima lagert genügend Brennmaterial um damit 15 Atomkraftwerke zu bestücken. Eine final unkontrollierbare Kernschmelze steht kurz bevor oder hat wahrscheinlich schon begonnen. Es ist schon wirklich bizarr, dass einem AKW, das dirket am Wasser gelegen ist, das Kühlwasser fehlt… und daß mensch es offenbar nicht schafft, welches in relevanten Mengen hinzupumpen. Hätte nicht innerhalb einer Woche ein provisorisches Rohrsystem zum nahen Meerwasser gelegt werden können, um es einzuspeisen? Das ganze „Krisenmanagement“ sieht ziemlich dilettantisch aus. Nach der weltweit gültigen Katastrophenstaffel INES wurde Fukushima1 inzwischen von unabhängigen Instituten auf INES_6 hochgestuft, das ist die zweithöchste Kategorie. Ein „Sarkophag“ ist im Gespräch. (mehr…)

Imperialistischer Kreuzzug, Verteidigung der Zivilisation oder einfach nur neutrales Schultern zucken?

Das Gaddhafi irgendwie ein Rießenarschloch ist, gilt mittlerweile als Konsens. Russland kritisiert den Militäreinsatz allerdings als Kreuzzug gegen Libyen und macht der militärischen Intervention damit einen ziemlich platten ImperialismusVorwurf. Dass die Hoffnung auf eine starke Demokratiebewegung, die Hilferufe der Libyschen Freiheitsbewegung ernst genommen werden, wie in Frankreich, ist hierzulande nicht zu bemerken. Die Angst vor dem Atomtod treibt die Regierung in einen gefährlich blinden Pazifismus. Die Grünen, die früher mal ein „zweites Auschwitz“ verhindern wollten, haben heutzutage ernsthafte Bedenken, was den Militäreinsatz im Libyen angeht. Hendryk M. Broder bringt es auf die einfache Formel: Neutralität kann es nicht geben!

Hände weg von Libyen? Fuck you!

Nach viel zu langem Warten und Zögern, hat heute Nacht der UN Sicherheitsrat endlich einem militärischen Eingreifen in Libyen zugestimmt. Äußerst positiv ist dabei, dass der seit Wochen überfällige Beschluss nicht nur eine Flugverbotszone zum Schutz der aufständischen Rebellen im Osten des Landes beinhaltet, sondern darüber hinaus, auch militärische Luftschläge und aktives Eingreifen erlaubt.

Der Aufschrei der friedensbewegten Linken, wie beispielsweise in einem Artikel der national-bolschewistischen Jungen Welt, wird nun sicherlich noch größer werden.

Den verschwörungstheoretisch , antizivilisatorisch und kulturalistisch argumentierenden Einwänden gegen einen militärischen Befreiungsschlag, ist mit unversöhnlicher Kritik entgegenzuhalten:
Pazifisten sind Mörder!

-The only good system is a soundsystem-

19. September 2009, weit über 1000 Menschen tanzten durch Dresden. Der Ruf nach alternativen Freiräumen entlud sich in knallenden Bässen. Jedoch hat sich seit dem die Politik der Stadt Dresden in keinster Weise geändert. Ein Kaufhausprojekt jagt das nächste. Der Versuch hingegen sich Räume zu schaffen in welchen Menschen selbstverwaltet leben, sich ausprobieren oder feiern können wird mit Repression überhäuft. Auch sieht sich die Stadt nach wie vor nicht in der Pflicht den eigenen Leerstand einer sozialen Nutzung zu zuführen. Dieses bewusste Übergehen jeglicher angestrebter Selbstverwaltung und Mitbestimmung ist jedoch nicht nur symptomatisch für Dresden. Überall wird das Bedürfnis nach selbstverwalteten Räumen mit Polizei und Ignoranz beantwortet. Diesen Zustand jedoch wollen wir nicht schweigend hinnehmen. Im Gegenteil wollen wir unseren Protest laut kundtun. Deswegen rufen wir Mitte Mai zur 3. Nachttanzdemo in Dresden auf. Da wir jedoch auch in der Organisation der Demo an sich das Prinzip der Selbstverwaltung praktizieren wollen sind alle Menschen welche einen rassismuskritischen, sexismuskritischen Grundkonsens teilen herzlich eingeladen sich an der Vorbereitung zu beteiligen und sich auf der Demonstration mit Wagen, Soundsystems, Technik oder anderem zu beteiligen.
Je mehr Menschen sich beteiligen, um so länger und vielseitiger wird die Demonstration.
Das erste Treffen um eine Grundausrichtung zu erarbeiten findet am Sonntag den 20. März im Info – Caffe des AZ Conni (Rudolf-Leonard-Straße 39)
um 18 Uhr statt. Für weitere Absprachen im Voraus oder für Menschen welche es zu diesem

Termin nicht schaffen gibt es folgende Emailaddresse: kollektivnachttanz@Safe-mail.net

Zeigen wir der Stadt Dresden das wir schwer zu überhören sind.

Café Religion

Diesen Sonntag den 20.03 beginnt die religionskritische Reihe im Café Négation mit einem Workshop ab 15 Uhr in der RM16.

Gelesen und diskutiert werden Texte von Feuerbach, Marx und Sartre.
Kaffee und Kuchen gibts auch wieder.
Amen.

OAT am 17. März

Es wird eine kleine Filmüberraschung geben. Nur soviel ist sei gesagt: Es wird eine Reise nach Absurdistan. Realsatire, bei der einem auch mal das Lachen vergehen kann. Es geht um Nord Korea…

Wenn ihr wollt kommt ihr dazu am Donnerstag 20:00 ins AZ Conni!

Warschau: Mietstreik-Aktivistin ermordet

Verdrängung ist nicht nur in Berlin, Hamburg oder Freiburg ein Thema. In Warschau herrscht seit einiger Zeit ein ebenso unglaublicher Verdrängungsprozess, von dem in der Stadt bis zu eine Viertelmillionen Menschen betroffen sind. Die Symptome kommen einem derweil sehr bekannt vor. Massenhafte und intransparente Privatisierungen, Profitdrang und Luxussanierung, und z.T. skrupellose MieterInnenverdrängung am oder auch über den Rand der Legalität hinaus, die man in Berlin beispielsweise mit den Namen Suitbert Beulker (Liebig14) oder Gijora Padovicz (u.a. Schenkladen/Scharni29) verbinden könnte.. In Warschau sind seit längerem MieterInnenaktivistInnen aktiv. Auch die anarchosyndikalistische ZSP ist eine der wenigen politischen Kräfte die die Kämpfe unterstützt und darüber berichtet. Aktuell erreichte uns nun die schreckliche Meldung, das die 64Jährige und langjährige MieterInnenaktivistin Jolanta Brzeska (Gründerin der MieterInnenbewegung) am 7. März verbrannt in den Wäldern von Warschau gefunden wurde. (mehr…)

Who cares?

Das Referat für Gleichstellungspoltitikim StuRa der TU Dresden, veranstaltet zum 100. Jubiläum des Frauentages im Alten Wettbüro in der Neustadt ein spannendes Tagesprogramm:

08. März 2011: 100 Jahre Frauentag — Who Cares?


17h: Workshop – Feminismus 2.0

Mit Vertreterinnen aus Presse, Wissenschaft, Frauenbildungs- und Mädchenarbeit wollen wir über ganz konkrete Erscheinungsformen des „Feminismus heute“ ins Gespräch kommen, uns über Erreichtes informieren und neue Betätigungsfelder für uns erschliessen.

19h: Ausstellungseröffnung Silke Paustian (und Imbiss)

In ihren Fotografien nimmt die Rostocker Künstlerin Silke Paustian Geschlechterklischees unter die Lupe, inszeniert sie neu, zeigt Brüche auf und ermöglicht uns so einen anderen Blick auf das Alltägliche.

20h: Tanz das F – Party

Studio 17 und DJane Fran laden mit funkiger Musik zum Zelebrieren und standesgemäßen Ausklingen unseres Festtags.

Sicherlich auch interessant ist die Konferenz vom 11. bis 13. März zu lesbischen Perspektiven in Europa unter dem Motto „Vereint unterm Regenbogen“.