Archiv für April 2011

Material zur Antirep-Demo vom 21.04.

Hier die gehaltenen Redebeiträge und das Handout von der Antirepressions-Demo:

Redebeitrag 1

Redebeitrag 2

Redebeitrag 3

Redebeitrag 4

Redebeitrag 5

Handout

Viel Spaß beim Lesen :)

Solidaritätsdemonstration für die Betroffenen von Repression und staatlicher Gewalt

Donnerstag, 21.04.2011, 18.00 Uhr Jorge Gomondai Platz

Obwohl Neonazis letztes Jahr unzählige Brandanschläge gegen jüdische und linke Einrichtungen, Orte alternativer Lebensweisen als auch Wohn- und Geschäftsräume von Migrant*innen verübten, hat der neue sächsische LKA-Chef dem sogenannten „Linksextremismus“ den Kampf angesagt. Dass dabei der grundlegende Unterschied von humanistischen und freiheitlichen Idealen, hin zu einer rassistischen, autoritären Ideologie verwischt wird, ist dabei kein Zufall. Der neue LKA-Chef ist gleichzeitig ein ranghohes CDU-Mitglied und verfolgt damit die Parteilinie die schon seit Monaten bemüht ist, angesichts von Krise und Kürzungen, die sozial schwachen und mittelständischen Schichten im konservativen Lager zu halten. In der Öffentlichkeit wird dabei medial das Bild von linken Gewalttäter*innen geschürt, welche autoritären Staatssystemen nacheifern oder blanke Willkür durchsetzen wollen. Mit den Hausdurchsuchungen am 19.02. und am 12.04. diesen Jahres sollen sozial und politisch engagierte Menschen eingeschüchtert werden. Dabei werden einzelne Funde hochstilisiert. Der Selbstschutz von Opfern rechter Gewalt wird als Grund zur Kriminalisierung verkehrt.

So werden die jüngsten Razzien laut Medien unter anderem mit der Behauptung begründet, dass Neonazis nach einem Angriff auf ein linkes Hausprojekt 2010 später bei einer erneuten Annäherung attackiert wurden. Die Polizei in Sachsen hat mit ihrer einseitigen Fürsorge klare politische Stellung bezogen. Dies zeigen nicht nur die Konstruktionen einer kriminellen Vereinigung im antifaschistischen Spektrum und die halbherzigen Ermittlungen hinsichtlich mehrerer Nazianschläge, sondern auch die Untätigkeit der Polizei beim Angriff auf das Wohnprojekt „Praxis“ durch 250 Nazis im Februar. Diesen wurde wenig später auch noch der problemlose Abzug ohne Polizeikontrollen ermöglicht.

http://repressiondresden.blogsport.de/

OAT am 21.April und OAT-Party am 22.April

Am 21. April wird Classless Kulla einen Vortrag zum vieldiskutieren Buch „Der kommende Aufstand“ halten. Donnerstag 20:00 im AZ Conni.

Am folgenden Freitag legt er außerdem, unterstützt durch 4 weitere DJanes, in der Robert-Matzke Straße 16 auf. Beginn ist 22:00 in der RM16, der Eintritt liegt bei 3,50€ und der ganze Gewinn wird einem guten Zweck gespendet.

OAT am 14.April

Am Donnerstag bekommen wir Besuch vom ‚Bündnis 1. Mai Leipzig‘. Es wird über eine Veranstaltungsreihe, Anfang Mai, informiert welche sich kritisch mit der Rolle des Staates zum Arbeitszwang und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.


The Future is unwritten

Die Krise scheint zumindest in Deutschland überwunden zu sein. Doch hinter sinkender Arbeitslosigkeit verbirgt sich die Zunahme unsicherer und schlecht bezahlter Jobs. Die Rettungspakete, die den Zusammenbruch gerade noch abwendeten, drohen einen zukünftigen Staatsbankrott voran zu treiben. Staaten und Arbeitende versuchen den Anforderungen der Verwertung nachzukommen um ein kärgliches Dasein zu führen. Angesichts der ständig wachsenden technologischen Möglichkeiten wird die Unterwerfung des ganzen Lebens unter die Optimierung der eigenen Arbeitskraft zum Hohn auf den Fortschritt. Statt die gigantische Einsparungen von Arbeit für ein besseres Leben zu nutzen, wird um die verbliebenen Arbeitsplätze gekämpft. Und in der Tat hängt an diesen das Überleben. Auch wenn das Existenzminimum in Deutschland für Arbeitslose gewährt bleibt, zieht dies dennoch den weitgehenden Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben nach sich. Für viele andere gilt selbst dies nicht: Sie verhungern oder sterben an behandelbaren Krankheiten.
Dieser Zustand ist der Anlass der diesjährige Kampagne zum 1. Mai in Leipzig, die sich für eine Perspektive jenseits von Arbeitswahn und Staatsfetisch einsetzt. Neben einer Demonstration am 30. April wird es eine Veranstaltungsreihe geben. Auf der Veranstaltung am 5. April (19 Uhr) wird die Kampagne vorgestellt. Zudem soll nach einem Einleitungsreferat die im Aufruf vorgelegte Kritik, sowie mögliche Perspektiven emanzipatorischer Praxis diskutiert werden.

Start 20:00 im AZ Conni

Libertäre Tage Vorbereitungstreff

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte, liebe Nicht-Streiter*innen nd Uninteressierte. Im Anhang kommen die Mitschriften/Protokolle der beiden ersten Libertäre-Tage-Vorbereitungstreffen. Auf dass ihr vor lauter Tranparenz dahinschmelzet und zum nächsten Treffen kommen möget. Findet statt am kommenden Montag, ab 17 Uhr (später kommen is auch super), bei gutem Wetter Louisenstraße Ecke Kamenzer Straße, bei Regen oder sonstigem Niederschlag: in der Lutherstraße 33.
Bis dann! (mehr…)

Sozialistische Sauberkeit für die Neustadt…

Die Neustadt ist zu dreckig. Das sagen zumindest die Unternehmer_innen des Viertels laut einer vor kurzem in der Scheune stattgefundenen Umfrage. Und dagegen soll jetzt endlich mal was unternommen werden.

Die Werbegemeinschaft Dresden-Neustadt ruft deshalb seit ein paar Tagen mit Flyer und Internetblog zur Wiedererweckung einer, nach ihren Worten, „schönen sozialistischen Tradition“ auf – der Volksmasseninitiative. Dabei darf volk, im Kampf gegen Hundescheiße und halbe Dürüms, am kommenden Samstag drei Stunden mit neben der Katy’s Garage ausgegebenen Gummihandschuhen und Müllbeuteln bewaffnet, durch das Viertel kriechen und die Umwelt ein kleines bisschen attraktiver machen.
Das ganze soll dann, in journalistischer Begleitung, die stadtweiten Reinlichkeitstage einleiten. Und dabei gilt: “Sauber ist schöner!”

An Mieterhöhung, zunehmende Überwachung, soziale Verdrängung, höhere Polizeipräsenz, Leinenpflicht dank bereits erfolgter Stadtteilaufwertung muss volk dabei auch gar nicht denken, wenn es doch für jeden vollen Sack eine kleine Überraschung gibt und am Ende sogar ein goldener Blumenkübel gewonnen werden kann. Eben „typisch für die Neustadt, der Spaß steht mal wieder im Vordergrund“.

Und sicherlich freuen sich die Initiator_innen nicht nur über den Dreck, der auf der Straße liegt. Denn wo kein Papiermüll, Elektroschrott oder Bauschutt mehr im Wohnzimmer ist, ist auch wieder Platz für neue Klamotten, Möbel und anderlei Kram – und das kann ja dann wieder im attraktiven Einkaufs-, Kneipen- und Restaurantviertel nach Herzenslust geshoppt werden.

Deshalb:
Heraus, heraus, zum sozialistischen Frühjahrsputz – der Sauberkeit, dem Volk und der alten Zeiten zuliebe!
Am 9. April von 14-17 Uhr Louisenstraße Ecke Alaunstraße.

Links:
Artikel mit Ankündigung
Umfrageergebnisse (lesenswert!)

Globalisierung, Globalisierungskritik und Kritik der Globalisierungskritik

Auch in diesem Jahr organisiert das Referat für politische Bildung (Stura TU Dresden) zusammen mit der Vernetzung politischer Hochschulgruppen eine Ringvorlesung. Dieses Mal wird das Thema Globalisierung näher beleuchtet. Die meisten der angekündigten Vorträge (u.a. mit Stephan Grigat, Gerhard Scheit und Justin Monday) versprechen interessante Inhalte und vielleicht auch Diskussionsstoff. Die Vorlesung steht dabei allen Interessierten, egal ob StudentIn oder nicht, offen. Weitere Infos und eine Übersicht der einzelnen Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Referats für politische Bildung.

Ringvorlesung Sommersemester 2011