Extremismus – ist das Kunst oder kann das weg?

Ungeahnte Verknüpfungen zwischen einer Verfassungsschutz-Ausstellung, einer Hausfriedensbruch-Anklage und einer ultraextremen Ausstellung+Party… (HÄH?! – guckst auf „Was zuvor geschah“, s.u.)
Vom 15. bis 18. April fand in den Räumen des kukulida e.V. die extreMISTische Ausstellung des Libertären Netzwerks Dresden statt. Am Freitag, dem 15., wurde sie fulminant eröffnet. Hier ein Erfahrungsbericht einer begeisterten Besucherin der extreMISTischen Vernissage. Wenn ihr die Ausstellung doch verpasst habt, wird es in der nächsten Zeit noch Gelegenheit zum Nachholen geben (die Party war natürlich einzigartig und bleibt unwiederholbar) – die Extremismusausstellung geht auf Tour! Achtet auf entsprechende Ankündigungen. Wenn es wieder soweit ist, könnt ihr auch gern selbst Exponate mitbringen, noch mehr extremistische Gruppierungen aufdecken und damit die Ausstellung aktualisieren und bereichern. Bis dann!

Was zuvor geschah/Chronologie der Ereignisse:
Oktober 2010
Im Sächsischen Finanz- und Kultusministerium findet eine mehrwöchige Ausstellung des Verfassungsschutzes statt. Sie trägt den Titel: „Es betrifft Dich! Demokratie schützen – gegen Extremismus in Deutschland“. Einige Menschen beschließen, Kritik zu üben, indem sie vermummt und als „Extremist*innen“ verkleidet die Ausstellung besuchen. Außerdem haben sie vor, sich als Live-Exponate neben die ausgestellten Schaufensterpuppen (mit „typischer Kleidung“ von Links- und Rechtsextremist*innen) zu stellen und Besucher*innen über die Zwecke dieser Ausstellung und der Extremismustheorie sowie über die Verleumdungs-Kampagne der Bundes- und der Sächsischen Landesregierung zu informieren. Sie werden des Hauses verwiesen, die Polizei wird eingeschaltet, Personalienkontrolle, Durchsuchung, Vorwurf des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruches
April 2011:
Leute im Libertären Netzwerk Dresden konzipieren eine Ausstellung und organisieren eine extreMISTische Party (Bericht siehe unten). Die dabei gesammelten Spenden sollen unter anderem die Prozesskosten decken
Mai 2011:
Prozess wegen Hausfriedensbruch-Vorwurf wird am ersten Prozesstag gegen Auflagen eingestellt. Es ist also noch einiges an Kohle übrig, das in die weitere Antirepressionsarbeit (betr. Razzien, §129-Verfahren,…) fließen wird!


1 Antwort auf „Extremismus – ist das Kunst oder kann das weg?“


  1. 1 Blogs aus Sachsen im Wikio-Ranking Mai 2011 – Von Stefan Stahlbaum Pingback am 13. Mai 2011 um 0:17 Uhr
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