Archiv der Kategorie '13. Februar'

Solidaritätsdemonstration für die Betroffenen von Repression und staatlicher Gewalt

Donnerstag, 21.04.2011, 18.00 Uhr Jorge Gomondai Platz

Obwohl Neonazis letztes Jahr unzählige Brandanschläge gegen jüdische und linke Einrichtungen, Orte alternativer Lebensweisen als auch Wohn- und Geschäftsräume von Migrant*innen verübten, hat der neue sächsische LKA-Chef dem sogenannten „Linksextremismus“ den Kampf angesagt. Dass dabei der grundlegende Unterschied von humanistischen und freiheitlichen Idealen, hin zu einer rassistischen, autoritären Ideologie verwischt wird, ist dabei kein Zufall. Der neue LKA-Chef ist gleichzeitig ein ranghohes CDU-Mitglied und verfolgt damit die Parteilinie die schon seit Monaten bemüht ist, angesichts von Krise und Kürzungen, die sozial schwachen und mittelständischen Schichten im konservativen Lager zu halten. In der Öffentlichkeit wird dabei medial das Bild von linken Gewalttäter*innen geschürt, welche autoritären Staatssystemen nacheifern oder blanke Willkür durchsetzen wollen. Mit den Hausdurchsuchungen am 19.02. und am 12.04. diesen Jahres sollen sozial und politisch engagierte Menschen eingeschüchtert werden. Dabei werden einzelne Funde hochstilisiert. Der Selbstschutz von Opfern rechter Gewalt wird als Grund zur Kriminalisierung verkehrt.

So werden die jüngsten Razzien laut Medien unter anderem mit der Behauptung begründet, dass Neonazis nach einem Angriff auf ein linkes Hausprojekt 2010 später bei einer erneuten Annäherung attackiert wurden. Die Polizei in Sachsen hat mit ihrer einseitigen Fürsorge klare politische Stellung bezogen. Dies zeigen nicht nur die Konstruktionen einer kriminellen Vereinigung im antifaschistischen Spektrum und die halbherzigen Ermittlungen hinsichtlich mehrerer Nazianschläge, sondern auch die Untätigkeit der Polizei beim Angriff auf das Wohnprojekt „Praxis“ durch 250 Nazis im Februar. Diesen wurde wenig später auch noch der problemlose Abzug ohne Polizeikontrollen ermöglicht.

http://repressiondresden.blogsport.de/

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Wenn die Kiez Miliz zuschlägt…

Der 19. Februar 2011 kann, nach allem was so passiert ist, wohl getrost als neuer Chaostag in Ostdeutschland betitelt werden. Brennenden Barrikaden, Wasserwerfer bei Minusgraden, randalierende Nazis…und: linke, antisemitisch motivierte, Polit-Hools.
In einem Interview aus der aktuellen Jungle World wird der linksdeutsche Mob, dem die Fahnen von RAF und ganz besonders des Staates Israel Grund genug waren, Antifaschist_innen ins Krankenhaus zu prügeln, von einer betroffenen Person selbst geschildert. Lizas Welt schreibt dazu folgendes:

…In einem unmittelbar am Ort der Gegendemonstration gelegenen Café, in dem sich viele durch stalingradsche Temperaturen Unterkühlte aufwärmten und sich von den Strapazen der Dresdner Kesselerrichtung erholten, suchte auch ein junger Demonstrant Zuflucht, der sich eine Flagge der Royal Air Force umgehängt hatte – jener Streitkräfte also, die an der militärischen Zerschlagung des Nationalsozialismus einen maßgeblichen Anteil hatten und bekanntermaßen auch der sächsischen Hauptstadt eine Kriegserfahrung bescherten, aus der sich die Dresdner Identität bis heute speist. Als eine Gruppe schwarz gekleideter Gestalten nun jener Flagge gewahr wurde, begann sie, den Sympathisanten Sir Arthur Harris’ zu beschimpfen und zu bedrängen; zudem versuchte sie, ihm seine Flagge zu entreißen.

In dieser misslichen Lage intervenierte eine Gruppe von vier Leuten, die sich zwischen die Angreifer und den Bedrängten stellte, um den stetig größer werdenden, aggressiv auftretenden Haufen nach dem Grund für seine Attacken zu fragen: „Keine Nationalfahnen!“, „Nur die Rote Armee hat Deutschland befreit [sic!], sonst niemand!“, „Scheiß Engländer, scheiß Amis!“, schallte es aus dem mittlerweile auf 15 bis 20 stolze Antifa-Deutsche angewachsenen Block. Unter dem Schlachtruf „Hier sind Antideutsche!“ drängte der zunehmend gewalttätiger auftretende Mob die vier als Volksfeinde Entlarvten aus dem Café heraus auf die Straße und mitten in die Gegendemonstration. Als nun einer der langsam Zurückweichenden eine israelische Flagge hochhielt, gab es kein Halten mehr. Die zuvor nur mühsam zurückgehaltene Aggression brach sich beim Anblick des verhassten Davidsterns endgültig Bahn.
[lizas welt]

Aus dem Interview der JW:
„…Offenbar muss man konstatieren, dass in Teilen der Antifa ein Davidstern die gleichen Reflexe auslöst wie eine Horde Neonazis. Die sogenannte israelsolidarische Antifa muss sich fragen lassen, warum sie mit solchen Leuten zusammen gegen Neonazis demonstriert.“

PM: Nazi-Angriff auf mehrere Häuser im Stadtteil Dresden Löbtau am 19.02.

siehe: libertäres netzwerk dresden

Am 19.02. begleitete die Polizei ca. 250 Neo-Nazis, die sich von Freital aus in Richtung der Dresdner Innenstadt bewegten. Im Ortsteil Löbtau attackierten diese mehrere Wohnhäuser mit Stöcken, Pfefferspray und Steinen – vor den Augen der Polizei. Bei dem 10 Minütigen Angriff gingen über 50 Scheiben zu Bruch. Verletzt wurde niemand. Eines der angegriffenen Häuser war das Wohnprojekt „Praxis“, welches in der Vergangenheit schon mehrfach Ziel rechter Anschläge war.
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Impressionen vom Tag der Trauer

Kurze, subjektive Collage aus gestrigen Eindrücken, in Verbindung mit dem Live-Ticker der TAZ.

10.50 Uhr: Heidefriedhof

Knapp 20 Antifas stehten vor dem Eingang des Heidefriedhofs und dürfen nicht rein. Die Polizei erklärt, sie seien von der Stadt Dresden aus nicht erwünscht. Auf dem Friedhof selbst stehen rund 50 Menschen. Unter ihnen auch eine handvoll Neonazis. (mehr…)

Diskussionsbeitrag zum 13. Februar der Antifa Freiberg

Die linke Formierung

„[D]ie Entscheidung ist gefallen. Für den 19. Februar 2011 gibt es die Großmobilisierung zu Massenblockaden nach Dresden.“ Dass man vor diesem Spektakel, bei dem das Gros der Teilnehmenden an den unheimlichen Aufmarsch der ML-Zombies auf der LLL-Demo beinahe heranreicht, besser Reißaus nehmen sollte, möchten wir im Folgenden versuchen darzulegen.

Der Fluch des Superlativs!!!

Großmobilisierung; Massenblockaden; Event; Europas größter Naziaufmarsch; endgültig Geschichte werden zu lassen; bundesweit; auf jeden Fall zu verhindern; können und werden wir nicht; öffentlichkeitswirksam; aktiv werden; Aktionstag; trommelt alle eure Freunde zusammen usw. usf. Diese Sprache spricht Bände. Man braucht nicht erst Victor Klemperers L.T.I. zu lesen, um den Tatendrang, die Kraft und den superlativierten Sinn zu erkennen, mit denen bei no pasarán und Dresden-Nazifrei Politik gemacht wird: Mit einer Sprache, die schon von ihrer Struktur her auf etwas verweist, das zum Fürchten ist. Welch autoritärer Gestus muss in den Köpfen der Menschen herrschen, die die überwiegende Zahl ihrer Ergüsse mit Ausrufezeichen beenden und für die es Höchstleistungen darstellt, Sätze zu formulieren. Sätze, die diese Bezeichnung verdienen und vom Jargon emanzipiert ohne Verlautbarungen der Entschlossenheit und Versicherungen der eigenen, gemeinsamen Identität auskommen. Sätze also, die Inhalt, oder im höchsten aller Fälle gar Kritik, transportieren. (mehr…)

OAT 20.Januar: Der 13. Februar rückt näher!

In wenigen Wochen steht wieder der 13. Februar auf dem Kalender: in Dresden das alljährliche Datum für Trauerspiele mit Geschichtsrevisionismus und Naziaufmärschen. Der „AK Antifa Dresden“ erläutert, was er in diesem Jahr an Aktionen zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens und die ihn begleitenden Nazidemos plant. -> http://dresden1302.noblogs.org

Die Veranstaltung findet am 20. Januar 20:00 im AZ Conni statt.

Eingesendet: Demotraining für den 13. Februar

Demotraining am 30. Januar, 15 Uhr im AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str.39

Veranstaltet von Rote Hilfe Dresden.

Wie verhalte ich mich auf Demonstrationen und Blockaden?
Was nehme ich mit, was bleibt besser zu Hause?

Desweiteren gibt es Infos zu Rechtshilfe, Bezugsgruppen und das Verhörtraining!

Eingesendet: Zwei rechte Veranstaltungen im Februar geplant

Quelle: Gruppe Antifa Dresden

Auch im kommenden Jahr wollen wieder mehrere tausend Nazis aus ganz Europa im Februar in Dresden demonstrieren. Dazu wird auf einschlägigen Internetseiten der Nazis für zwei Demonstrationen im Februar geworben. Am 13. Februar ist demnach in den Abendstunden eine regionale Demonstration geplant. Für den 19. Februar 2011 wurde inzwischen eine Großveranstaltung unter dem Motto: “Recht auf Gedenken und Versammlungsfreiheit” angemeldet. Aber auch die Gegner der Nazis haben spätestens seit der Konferenz im November mit den Vorbereitungen für das Ereignis im kommenden Jahr begonnen. Erst in der vergangenen Woche hatte das Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer” in der Innenstadt mit einem Flashmob auf die geplanten Gegenaktivitäten aufmerksam gemacht und die Dresdner Bevölkerung zur Teilnahme an den Massenblockaden aufgerufen. Im Februar hatten mehrere tausend Menschen am Neustädter Bahnhof mit Sitzblockaden den von den Versammlungsbehörden zuvor genehmigten Aufmarsch der aus ganz Europa angereisten Nazis verhindert. Zeitgleich waren in der Innenstadt mehr als 10.000 Menschen einem Aufruf von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) gefolgt und hatten die Altstadt symbolisch mit einer Menschenkette umstellt. (mehr…)

Eingesendet: Neonazis planen Saalveranstaltung zum 13.02.

Neonazis eröffnen neue Saison – JLO plant Vortragsabend zum 13. Februar

Am Abend des 03. Dezember soll in Dresden eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Dresden 1945 – Daten – Fakten – Opfer“ stattfinden. Die „Junge Landsmannschaft Ostpreußen“ (JLO) hat dazu Wolfgang Schaarschmidt, Autor des gleichnamigen, im Jahre 2005 erschienenen Buches eingeladen. Schaarschmidt, Zeitzeuge des 13. Februar 1945, widmet sich darin hauptsächlich der nicht nur bei Nazis immer wieder geführten Debatte über die Anzahl der Todesopfer der Bombardierungen von Dresden. Dabei greift er auf Mutmaßungen und Schätzungen über verbrannte Leichen, anwesende Flüchtlinge und nie gefundene/registrierte Tote zurück. Wenig überraschend kommt er in seinem Resümee auf eine sechsstellige Zahl als Wahrscheinlichste.

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Talkin‘ ’bout your gedenken

Termin: Mittwoch, 20. Oktober || 19 Uhr || AZ Conni Dresden

Gedenk kritische Diskussionsrunde mit dem Vorbereitungskreis Keine Versöhnung mit Deutschland

Der Blick in die Lokalpresse deutet es an: der 13. Februar 2011 rückt beharrlich näher. Erste Meldungen über die bevorstehenden Naziaufmärsche und den Stand der Gegenproteste füllen die Spalten. Parallel dazu und unbeirrt von den jüngsten Denkmalseinweihungen gewinnt erneut eine Kampagne an Fahrt, die das Fehlen eines wirklich „zentralen und würdigen“ 13.Februar-Mahnmals beklagt. Die Idee diesmal: ein Denkmal mit den Namen der 19.000 bekannten Bombentoten. Hingegen stößt die Absicht in London ein Denkmal für die umgekommenen Piloten des Bombercommand zu errichten, auf wenig Verständnis. Pikiert stellte der SZ-Chefredakteur Peter Ufer fest: „Der Versöhnung hilft das nicht.“ Wie Versöhnung und Gedenken auszusehen haben, entscheiden ja wohl immer noch die Dresdner_innen.
Angesichts dieser Denkmals- und Gedenkeuphorie stellt sich jedes Jahr aufs neue die Frage: was tun, um dagegen eine gedenkkritische, linksradikale Positionen stark und wahrnehmbar zu machen? Um diese Frage zu diskutieren, Ideen und Vorschläge zu sammeln laden wir alle Interessierten für einer Diskussionsrunde am 20. Oktober 2010, 19 Uhr ins AZ Conni ein.
Wir freuen uns über eine rege Beteiligung,
Keine Versöhnung mit Deutschland.

Versöhnungstragödie

Jochen Wittmann, SZ-Korrespondent in London stellt fassungslos fest:

„Man hat sich von britischer Seite nie entschuldigt für die Zerstörung Dresdens…“

In London soll ein Denkmal für das Bomberkommando entstehen, das einst auch Dresden zerstörte. Einer der Initiatoren ist der Bee-Gees-Sänger Robin Gibb. (Freitag, 3. September 2010, Sächsische Zeitung)

[Ein hoch auf die Bee Gees- Tragödien zum mitsingen]

siehe auch: ak antifa dresden

Von Siegesmythen und Menschenketten

Der 13. Februar in Dresden ist vorbei. Naziaufmarsch blockiert. Menschenkette wieder entkettet und alle Trauerkerzen abgebrannt. Die Siegesfeiern und glorreichen Auswertungen werden von nur wenigen mit geballter Kritik ein wenig gedämpft. Die Antifa Freiberg beispielsweise kritisiert in einem Resumee den Untergang emanzipatorischer Kritik am Gedenken in der Bündnissarbeit. Selbiges treibt die AG no tears for krauts in Polemik par excellance auf die Spitze.
Auch in der aktuellen Jungle World ist eine sehr lesenswerte Reportage über den 13. Februar.
Bestes Zitat eines Teilnehmers zur Beschreibung der Menschenkette:
„Es geht um ein stilles Gar-nichts-Tun…“

Ein vollständiger Überblick wird mir an dieser Stelle nicht gelingen. Es gibt unzählige Fotos, Videos und interessante Texte im Netz. Informiert euch einfach selbst. Erwähnen will ich allerdings noch, dass im kleinen braunen Pirna der deutsche Mob so richtig den Frust abbauen wollte und dabei Fensterscheiben, eine Nase und ein Auto zu Bruch gingen.

zum Schluss noch ein bischen Werbung: Andere Städte bleiben von der Inszenierung Deutschlands zu einem Opfer des 2. Weltkrieges auch nicht verschohnt und deshalb heißt es in Chemnitz am 5. März-
Das Tränenmeer trocken legen. Wider den Chemnitzer Totenkult.

Von Opfermythen und Menschenketten

Dresden. Februar 2010.
Die letzten Wochen waren turbulent. Fast jeden Tag neue Kuriositäten. Polizei und Staatsanwaltschaft prophezeien Dresdner Chaostage am 13. Februar. Die Stadt und die Medien, allen voran die Sächsische Zeitung, schwingt die Extremismuskeule. Den „deutschen Opfern“ der Bombardierung vom 13. Februar 1945 soll auch in diesem Jahr mal wieder würdig gedacht werden. Nazis, die eben dies auch vorhaben, dürfen aber nicht mitmachen. Menschenketten sollen die heilige Innenstadt rund um die Frauenkirche vor Extremisten absichern. Und alle sollen mitmachen. „Erinnern und Handeln für mein Dresden“ lautet das Motto.
Alles was von dem ekeleregenden antifaschistischen Schutzwall aus CDUler_innen und deutschem Mob an Protestformen gegen den jährlichen Nazigroßaufmarsch abweicht, wird als „extremistisch“ gebrandmarkt und öffentlichkeitswirksam kriminalisiert. Kritik an Gedenkritualen und deutschem Opfermythos ist selbst in antifaschistischen Kreisen rar. Antinazipolitik bestimmt das subkulturelle Bild.
Der neue städtische Kampf gegen Nazis reproduziert dabei alte und erfindet neue Mythen.
Man habe die richtigen Schlüsse aus der Geschichte gezogen. Der Krieg der von Deutschland 1939 ausging sei 1945 zurückgekehrt…
Deutsche Opfer des Zweiten Weltkriegs? Rückkehr des Krieges? Richtige Schlüsse ziehen?
Die Schrecken und das Leid der Bombardierung Dresdens vor nunmehr 65 Jahren sollen den Grund liefern, dass auch Deutschen nachgetrauert werden kann. Opa und Oma waren schließlich keine Nazis. Die Deustchen von damals wie Heute- Gegenstück zu den Nazis. Man will sein Gedenken nicht vereinnamen lassen- deshalb geht in diesem Jahr sogar die CDU Bürgermeisterin Helma Orosz auf die Straße.

Doch kehrte der rassistische Vernichtungskrieg der Deutschen wirklich nach Dresden zurück? Sind die ideologisch begründeten Massenmorde im deutschen Vernichtungskrieg mit dem Krieg, der nach Deutschland zurückgekehrt sein soll, gleichzusetzen? Bombenkrieg als Rache für die Invasion Europas?

Die Geschichte liefert keinen Master Plan. Und eine Interpretation der Gleichen kann vielseitig sein, was nach den Angriffen im Kosovo 1999 nicht trotz, sondern gerade wegen Auschwitz jeder und jedem bekannt sein dürfte. Der richtige Schluss aus dem Holocaust kann demnach eben auch eine moralische Überlegenheit der Deutschen sein. Das scheinbare Patentrezept gegen die Wiederholung von Auschwitz.
Doch es kann keine richtigen Schlüsse, es kann nur Konsequenzen aus der deutschen Geschichte geben: Ein unversöhnbarer Bruch mit Deutschland.
Die Mythen um die sogenannte unschuldige Stadt Dresden haben sich zwar in den letzten Jahren gewandelt, aber im Kern geht es immer um das gleiche.
Die Deutschen sollen auch Opfer des 2. Weltkrieges sein dürfen.

Um diesen geschichtsrevisionistischen Unerträglichkeiten etwas entgegenzusetzen gibt es auch am diesjährigen Februar einiges an Möglichkeiten.
Keine Versöhnung mit Deutschland‘ läd zur Vorabenddemo am 12. Februar durch die Innenstadt.
Am 13. Februar selbst gibt es zahlreiche Blockadeaktionen gegen den geplanten Nazigroßaufmarsch. Auch die revisionistischen Gedenkfeiern der Stadt auf dem Heidefriedhof, um die Frauenkirche und die Menschenkette von Helma können sicherlich gestört werden.

Hoffentlich bekommt diese scheiß Stadt den Krawall den Sie verdient.
„…das braune Dresden brannte…und Deutschland kackte endlich ab…“

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AK Abriss und Kritik: Gegen das deutsche Opfergedenken

Henny Brenner über Dresden vor der Zerstörung und danach:„Der Brand Dresdens hat mich gerettet“

Eingesendet: Vortrag/ Strategien gegen rechts…

Ich möchte mich von der Formulierung „rechtsextrem“ hier in aller Deutlichkeit distanzieren (mehr dazu auf inex.blogsport.de), finde den Vortrag aber trotzdem bewerbenswert.