Archiv der Kategorie '(Anti-)Kapitalismus'

OAT am 14.April

Am Donnerstag bekommen wir Besuch vom ‚Bündnis 1. Mai Leipzig‘. Es wird über eine Veranstaltungsreihe, Anfang Mai, informiert welche sich kritisch mit der Rolle des Staates zum Arbeitszwang und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.


The Future is unwritten

Die Krise scheint zumindest in Deutschland überwunden zu sein. Doch hinter sinkender Arbeitslosigkeit verbirgt sich die Zunahme unsicherer und schlecht bezahlter Jobs. Die Rettungspakete, die den Zusammenbruch gerade noch abwendeten, drohen einen zukünftigen Staatsbankrott voran zu treiben. Staaten und Arbeitende versuchen den Anforderungen der Verwertung nachzukommen um ein kärgliches Dasein zu führen. Angesichts der ständig wachsenden technologischen Möglichkeiten wird die Unterwerfung des ganzen Lebens unter die Optimierung der eigenen Arbeitskraft zum Hohn auf den Fortschritt. Statt die gigantische Einsparungen von Arbeit für ein besseres Leben zu nutzen, wird um die verbliebenen Arbeitsplätze gekämpft. Und in der Tat hängt an diesen das Überleben. Auch wenn das Existenzminimum in Deutschland für Arbeitslose gewährt bleibt, zieht dies dennoch den weitgehenden Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben nach sich. Für viele andere gilt selbst dies nicht: Sie verhungern oder sterben an behandelbaren Krankheiten.
Dieser Zustand ist der Anlass der diesjährige Kampagne zum 1. Mai in Leipzig, die sich für eine Perspektive jenseits von Arbeitswahn und Staatsfetisch einsetzt. Neben einer Demonstration am 30. April wird es eine Veranstaltungsreihe geben. Auf der Veranstaltung am 5. April (19 Uhr) wird die Kampagne vorgestellt. Zudem soll nach einem Einleitungsreferat die im Aufruf vorgelegte Kritik, sowie mögliche Perspektiven emanzipatorischer Praxis diskutiert werden.

Start 20:00 im AZ Conni

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Eingesendet: Infotag über Latain-Amerika und Oaxaca-Aufstand

Liebe Lateinamerika- und Menschenrechts-Interessierte in Dresden,

feiert den Frühling mit uns – erstmals haben sich 9 Vereine, Gruppen und Einzelpersonen aus Dresden zusammengetan, um mit und für euch einen ganzen Tag prall gefüllt mit Informationen und kostenlosen Workshops zum Thema „Lateinamerika“ zu gestalten!

Am 02April 2011 ab 10:00h im Studentenhaus Tusculum könnt ihr diskutieren, tanzen, kochen, kreativ werden und euch rund ums Thema Lateinamerika an verschiedenen Infoständen beraten und begeistern lassen. Abends ab 20:00h feiern wir dann den Abschluss des Tages mit einer Party – live werden macondo son, Banda Comunale und DJ Zischalski eure Beine in Bewegung bringen.

Unser gesamtes Programm sowie eine kleine Anfahrtsskizze findet ihr auf unserem Blog: mexikodresden.wordpress.com. Wir freuen uns auf euch und einen gelungenen Frühlingsanfang!

Mexiko-Gruppe Dresden und promovio e.V

Religionskritische Reihe im Café Négation von März bis Juni 2011

Das Gefühl des Ozeanischen- Das Opium des Volkes?

Gründe für die Kritik der Religion und die Ablehnung Gottes gibt es viele. Ideengeschichtlich kann dies unterschieden werden in Ablehnung aufgrund der Vernunft, der Natur, der leidenden Kreatur, des Menschen, des Lebens, der Mündigkeit oder der Freiheit. Die Beschäftigung mit Kritik der Religion wird notwendig durch ihre trotzige Allgegenwärtigkeit. ‘Wir sind Papst’ oder die unzähligen Werbeplakate in der Stadt Dresden, welche penetrant zur Nächstenliebe und der Aufnahme von erwarteten Anreisenden für den evangelischen Kirchentag im Juni aufrufen, sind nur wenige Beispiele. Auch die gerade stattfindende Ausstellung ‘Kraftwerk Religion’ im Dresdener Hygiene-Museum ist ein gutes Beispiel für die Aktualität des Glaubens. In jener wird neben marginaler Kritik vor allem eine Individualisierung des Glaubens beschworen durch Einzelinterviews, welche einen subjektiven Blick auf Glauben und Religion vermitteln.
Trotz der die Individuen befreienden Erkenntnisse der Aufklärung und offizieller Säkularisation in den meisten westlichen Nationen boomt der Glaube auf der Ganzen Welt, sei es in Form der großen Weltreligionen oder sei es in Gestalt von spirituellem Kitsch, Yoga oder Esoterik.
Wir wollen mit euch gemeinsam die Grundlagen für eine fundierte Religionskritik erarbeiten, und dies in verschiedenen Workshops, Vorträgen und Diskussionen realisieren.
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Der kommende Aufstand.

Im folgenden sollen einige Gedanken, die mir nach der Lektüre Der Kommende Aufstand im Kopf umherrschwirren, zur Diskussion gestellt werden.
Der recht kurze Text des sogenannten Unsichtbaren Komitee’s wird seit geraumer Zeit, nicht nur in linken Kreisen, sondern auch in der Mainstreampresse, bishin zu TV Sendungen in den USA, heftig diskutiert.
Inhaltlich ist das Werk jedoch nicht sonderlich gewinnbringend an politischen Analysen. Die Basis bildet eine versuchte, aber sehr verkürzte Darstellung des Status Quo, ausgegend von den Unruhen in den französichen Banlieues. Unterteilt in sieben Kapitel bzw. Kreise soll dies eine Einführung und Grundlage bieten. Das Ganze wirkte auf mich allerdings sehr zusammengewürfelt und chaotisch. Unter anderem wird konstatiert, dass in der Postmoderne kein klassisches Proletariat mehr vorhanden sei, da sich die Produktionsstruktur verändert hätte. Auch die Veränderung der städtischen Struktur, die Metropolisierung, wird besonders stark angeprangert. Die sehr dürftigen Gedanken zur Ökonomie, werden immerhin durch einige Seitenhiebe auf die Wirren ‚Anti-Wachstumsideen‘ von Organisationen wie ATTAC ergänzt. Eine tiefgreifende Kritik der politischen Ökonomie, die Kritik an der Proletarisierung der Menschheit oder eine radikale Wertkritik kommen an dieser Stelle eindeutig zu kurz. Ein stärkerer Bezug auf Marxsche Kapitalismuskritik hätte sicherlich nicht geschadet.
Eine äusserst kritisch zu hinterfragende These ist schließlich die, vom vermeintlichen Scheitern der Zivilisation. Dies sei eine Tatsache. Es solle sich des Kadavers der Zivilisation entledigt werden um anschließend eine neue Welt zu errichten.
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Kopenhagener Gericht erklärt Massenverhaftungen während COP15 für illegal

Pressemitteilung des Climate Collective vom 16. Dezember 2010

Das Kopenhagener Stadtgericht entschied heute, dass die gesamten Massenverhaftungen während des Kopenhagener Klimagipfels 2009 illegal waren und die Polizei 9000 dänische Kronen Schadensersatz an die Protestierenden zahlen muss, die bislang Beschwerde eingereicht haben. Das Urteil erklärt alle präventiven Festnahmen vom 11. bis zum 16. Dezember 2009 für illegal. Das Handeln der Polizei im Rahmen der COP15 wird damit vom Gericht nicht akzeptiert. (mehr…)

Solidarität mit der kämpfenden Bevölkerung Europas

Auch hier ist das Vokabular in Hinblick auf die Analyse von kapitalistischen Verhältnissen nicht unkritisch zu betrachten. Ich möchte die Erklärung trotzdem aufgrund ihrer Wichtigkeit veröffentlichen.

Quelle: A-Infos

Gemeinsame Erklärung der europäischen Organisationen in Anarkismo:

In den vergangenen Wochen mehrten sich die Zeichen der Wut unter der Bevölkerung Europas: Ein Generalstreik in Portugal, der große Arbeitsausstand am 29. September in Spanien, Demonstrationen historischen Ausmaßes in Irland, die StudentInnenbewegung in England, die enormen Proteste von FabrikarbeiterInnen und StudentInnen in Italien sowie der wachsende Widerstand gegen die Privatisierung der Wasserversorgung und – hoffentlich – der Beginn einer andauernden Mobilisierung gegen die Reform der Altersversorgung in Frankreich. Obwohl die Parolen von Land zu Land unterschiedlich sein mögen, hat die Revolte denselben Ursprung: Die Weigerung der Bevölkerung, für eine Krise zu bezahlen, die sie nicht verursacht hat, und Sparmaßnahmen tragen zu müssen, von denen die KapitalistInnen nicht betroffen sind. (mehr…)

Mietstreik in Warschau: Aktivierung und Organisation im Kontext sozialer Atomisierung

Quelle: A-Infos

Der Mietstreik in Warschau läuft seit dem 1. Oktober. Obwohl die Gründe dafür bis zu einem viertel Millionen Menschen in der Hauptstadt Polens betreffen, ist die Anzahl der sich beteiligenden MieterInnen bislang nicht signifikant. Das Fehlen einer diesbezüglichen Tradition und die Atomisierung der Gesellschaft sind hierfür ausschlaggebend – typische Phänomene in den ehemaligen Staaten des sowjetischen Blocks. Außerdem gibt es nur eine geringe Anzahl an Basisbewegungen in Polen und die Linke schätzt radikale Aktionen jenseits reformistischen und parteipolitischen Engagements nur äußerst gering.[1]

Die Warschauer ZSP (anarcho-syndikalistische Organisation), die zu dem Streik aufgerufen hat, macht sich seit Beginn des Mietstreiks keine Illusionen und hat die Aktion auf längere Zeit ausgelegt. Die Verzweifelten sollen sich daran beteiligen, diejenigen, die nichts zu verlieren haben. Unsere Hoffnung ist, dass die Bewegung wächst, sobald die Menschen sehen, dass unser Netzwerk expandiert. Die Aktivierung der Nachbarschaft ist die wichtigste Herausforderung und ein Element, durch das sich die momentane Situation ändern kann. Für uns hat der Streik nach zwei Monaten erst richtig begonnen. (mehr…)

Wie wird man fremd?

Dieser und ähnlicher Fragen soll im November beim Café Négation nachgegangen werden.
Die Jour Fixe Initiative (Berlin) referiert zu den Themen Nationalismus, Migration und Nomadentum. Der Ankündigungstext verspricht einen spannenden Vortrag.

*Sonntag, 21.11.10
*15h Praxis Löbtau

No­ma­den­tum statt (na­tio­na­le) Iden­ti­tät?
Eine Denk­fi­gur und ihr Ver­hält­nis zum Na­tio­na­lis­mus

Wan­de­rungs-​ und Flucht­be­we­gun­gen stel­len fast immer das Kon­zept von na­tio­na­ler Iden­ti­tät in Frage. In den meis­ten Fäl­len tun sie dies je­doch nicht be­wusst. Wan­de­rungs-​ und Flucht­be­we­gun­gen kön­nen mit dem mo­di­schen Be­griff des No­ma­di­schen be­schrie­ben wer­den. Die­ser Be­griff um­fasst in den ak­tu­el­len Dis­kur­sen die di­ver­sen Bil­der der Mo­bi­li­tät in­ner­halb des frü­hen und spä­ten Ka­pi­ta­lis­mus. Er be­inhal­tet so­wohl die frei­wil­li­ge – wenn es sie auch nur sel­ten gibt – als auch die er­zwun­ge­ne Mo­bi­li­tät aus den un­ter­schied­lichs­ten Mo­ti­ven. Ge­mein­sam­keit aller no­ma­di­sie­ren­den Sub­jek­te ist al­lein diese Mo­bi­li­tät. Die Fas­zi­na­ti­on über das und die Ab­wehr des No­ma­di­schen sind bei­des Grund­be­stand ge­sell­schaft­li­cher Dis­kur­se und Pro­zes­se des 20. Jahr­hun­derts

Iden­ti­tät setzt die Kon­struk­ti­on von Kon­stanz und Ord­nung vor­aus, die das No­ma­di­sche schein­bar ins Wan­ken bringt. Oder ist das No­ma­di­sche die schein­bar kri­ti­sche Af­fir­ma­ti­on der spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Zer­stö­rung von Sub­jek­ti­vi­tät? Ist Iden­ti­tät nur als dia­lek­ti­scher Be­griff zu ver­ste­hen, der fest und flüs­sig, ter­ri­to­ri­al, de- und re­ter­ri­to­ria­li­siert, also im Prin­zip alles sein kann?

Ob die Wei­ge­rung, sich mit der ei­ge­nen Na­ti­on zu iden­ti­fi­zie­ren, zu einer no­ma­di­schen Sub­jek­ti­vi­tät, d.h. kei­ner fes­ten und ho­mo­ge­nen Iden­ti­tät führt und diese uns wie­der­um Flucht­li­ni­en aus der spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Rea­li­tät schla­gen lässt, bleibt aber nach wie vor der po­li­ti­schen und dis­kur­si­ven Pra­xis vor­be­hal­ten.

Auswertungstreffen zur Mehrwert Demo

Montag, 08.11.10
19:30 AZ Conni

Es soll Raum und Zeit für Kritik, Anmerkunegn, Ergänzungen, Perspektiven und sonstiges geben.
Um inhaltlich etwas mehr als die subjektiven Demoerinnerungen mitzubringen sind hier einige der Redebeitrage gesammelt. Wer die Liste noch erweitern kann und will, kann das gerne tun. (Insbesondere das Flugblatt der AG Gesellschaftskritik wäre an dieser Stelle noch interessant.)

Der Aufruf des Antikap-Block:NiewiederMehrwert

Black Monday: Finanzkrise und Krise des Kapitalismus

Antifaschistische Hochschulgruppe Dresden: Wir sind nix wert!

Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der „Mehr-Wert“-Demo am 03.11.

Eingesendet
Update 2.11:
Der Aufruf des Antikap-Block: Nie nie nie wieder Mehrwert!
NiewiederMehrwert

Am 3.11. organisiert ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Studierenden, Linken und Sozialverbänden erneut eine große Demonstration gegen die aktuell geplanten Haushaltskürzungen in Sachsen. Trotz verschiedenster, schwerwiegender Kritikpunkte an dem Inhalt und der Zusammensetzung des Bündnisses möchten wir soziale Proteste als libertäre Bewegung unterstützen und rufen deshalb zu einem antikapitalistischen Block innerhalb der Demo auf.
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Jubel,Trubel,Heiterkeit: Kick it like 1994!


Unter dem absurden Motto 20 Jahre Grenzenlos hat das postnazistische Deutschland in Bremen einen Anlass gefunden sich selbst als ein ganz anderes Deutschland zu feiern. Ganz anders, weil „wir“ den Schrecken von 2 (in Worten: zwei) Totalitarismen überwunden haben und nun als geläuterte Nation Frieden und Moral in der Welt verbreiten, undsoweiterundsofort…
Das daran so einiges stinkt ist nicht schwer zu erkennen, weshalb auch einige Gruppen, wie zum Beispiel …ums Ganze, nach Bremen mobilisieren:

Deutschen Nationalismus allerdings ausschließlich mittels Standortlogik und internationaler Konkurrenz erklären und fassen zu wollen, ist ein Unterfangen, was nicht ganz glücken kann. Zu diesem kritischen Punkt hat die Gruppe ASSOCIAZIONE DELLE TALPE einen lesenswerten und ausführlichen Debattenbeitrag geschrieben. Antinationale und Antideutsche Positionen werden darin fein säuberlich auseinander genommen und mit (Selbst-) Kritik wird nicht gegeizt.

Ob es wie 1994 auch 2010 geschafft werden kann, die Volkstümmelei zum Desaster zu machen steht noch in den Sternen- Doch schon jetzt ist Bremen scheinbar in Angst und Schrecken vor der geballten Ladung Kritik, die es erwarten kann.

TOP B3rlin im Café Négation

Nach dem Sommerloch meldet sich im September das Café Négation wieder zurück. Die frisch renovierte Praxis bietet also an diesem Sonntag wieder Raum für Kaffee, Kuchen und Diskussionen. Erwarten wird euch ein Workshop zum Thema Krisennationalismus mit der TOP B3RLIN.

* Wer Zeit und Muße hat kann gerne Kuchen mitbringen*

Ankündigungstext:

Der Staat als ‘last re­sort’: Kri­sen­na­tio­na­lis­mus 2010

Als die Krise los­brach, hieß es über­all, dass eine “trans­na­tio­na­le
Re­gu­la­ti­on” etc. her muss. Als dann aber die “Ret­tungs­pa­ke­te” ge­schnürt
wur­den, stell­te sich schnell her­aus, dass die Staa­ten auch in der Krise vor
allem Stand­ort­po­li­tik ma­chen (müs­sen). In der Krise wurde auch die
un­ter­schied­li­che na­tio­nal­öko­no­mi­sche Leis­tungs­fä­hig­keit der Staa­ten
of­fen­sicht­lich. Viele Staa­ten ge­rie­ten durch die kost­spie­li­gen
Steue­rungs­ver­su­che in neue Ab­hän­gig­keit von bür­gen­den und Gläu­bi­ger­staa­ten.
Doch selbst die Staa­ten, die ihre ord­nungs­po­li­ti­schen Wün­sche durch­set­zen
konn­ten, be­we­gen sich in einem Wi­der­spruch: Die Krise soll “be­wäl­tigt”
wer­den, doch die Rück­kehr auf einen ka­pi­ta­lis­ti­schen “Wachs­tums­kurs” ist
zu­gleich die Rück­kehr zur kri­sen­träch­ti­gen Stand­ort­kon­kur­renz. Die
öko­no­mi­schen wie ideo­lo­gi­schen Ver­wer­fun­gen, die dar­aus her­vor gehen, wol­len
wir uns in die­sem Work­shop an­se­hen.

Sonntag, 19. September
ab 15h in der Praxis Löbtau.

Interview mit der (A) Zeitschrift ,,El Libertario“ – Venezuela

Quelle: Letzter Hype / A-Infos

„Die demoralisierte traditionelle Linke entdeckt in ihrer Verzweiflung immer seltsamere Lichtgestalten“, schrieb Robert Kurz vor fünf Jahren über die Chávez-Begeisterung, die auch in der Zwischenzeit nicht abgeklungen ist. Um auch einmal kritische Stimmen aus dem Land zu hören, auf das die europäische Linke – gerne mit Verweis auf „basisdemokratische Bewegungen“ – am liebsten ihre Hoffnungen projiziert, wurde das folgende Interview mit der anarchistischen Zeitschrift „El Libertario“ aus Caracas, Venezuela, geführt. Sie ist eine der wenigen Publikationen in Venezuela, die ebenso kritisch über die Chávez-Regierung wie die reaktionäre Opposition berichten. Die Fragen wurden per Mail geschickt, die Redaktion antwortete als Kollektiv. Das Magazin gibt es seit 1995 und erscheint alle zwei Monate. Die aktuelle und ältere Ausgaben, sowie Übersetzungen von Artikeln in verschiedene Sprachen finden sich auf http://www.nodo50.org/ellibertario.

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Kommentar zur „Mehr Wert“-Demo am 16.06.

Aufgrund angekündigter Kürzungen von über 1,7 Milliarden Euro im Sächsischen Landeshaushalt demonstrierten am 16.06. ca. 10 000 Menschen in Dresden. Wir hatten uns auf anarchia schon im Vorfeld kritisch zur Zusammensetzung des aufrufenden Bündnisses geäußert. Hier ein paar weitere Anmerkungen zur Demonstration.

Natürlich ist es positiv, wenn sich im sonst so politik-trägen Sachsen 10 000 Menschen auf einer Demonstration zusammen finden, um gegen soziale Ungerechtigkeiten und die Auswirkungen des Kapitalismus zu demonstrieren. Beachtlich ist diese Zahl auch, wenn mensch bedenkt, dass der überwiegende Teil des linksradikalen Spektrums aufgrund der Beteiligung der GDP (Gewerkschaft der Polizei) der Veranstaltung fern blieb. Das ein solch breiter Protest auch inhaltlich großes Potential gehabt hätte ist nicht von der Hand zu weisen, die Chance wurde von Seiten der Veranstalter*innen, wohl auch mangels eigener kritischer Analysen der wirtschaftlichen Situation, jedoch völlig verspielt.

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