Archiv der Kategorie 'Antimilitarismus'

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Gute Nacht Dresden. Großer Zapfenstreich

Am Montag, dem 22. November, findet in Dresden DAS Bundeswehr-Großevent des Jahres statt. Im Rahmen der Bundeswehrtagung vom 22.-23. November im Hotel Bellevue, bei der es zentral um die Umstrukturierung der Bundeswehr gehen soll, wird am Montag am Königsufer (dort, wo alljährlich die Filmnächste stattfinden) ein Großer Zapfenstreich unter dem Motto „20 Jahre Armee der Einheit“ begangen.

Vor Dresdens barocker Kulisse feiern Dr. Merkel, Freiherr zu Guttenberg und die komplette Bundeswehrführung den Geburtstag der Einheitsarmee mit militärischen Ritualen aus dem 19. Jahrhundert. Die Feierlichkeiten selbst werden höchstwahrscheinlich eine geschlossene Veranstaltung sein, aber die beiden Brücken, die das Gelände einschließen, sowie die gegenüberliegenden Brühlschen Terrassen bieten Platz für die unzähligen Schaulustigen. In Anbetracht dessen, dass die Pressemitteilung der Bundeswehr über diese Veranstaltung erst vor einer Woche herausgegeben wurde, sowie die Terrorhysterie mal wieder einen Höhepunkt erreicht hat, ist zu erwarten, dass das Gebiet weiträumig von Polizei- und Bundeswehrkräften abgesperrt wird.

Treffpunkt für Interessierte:
19:00 Albertplatz (pünktlich!)

P.s.: Haltet Augen und Ohren offen, seid viele, seid laut, macht Stunk – passt auf euch auf!
P.p.s.: An alle Zuhausebleibenden: ihr bekommt eine Live-Übertragung auf ARD…

Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums

Beitrag auf addn.me

Bundeswehr in Dresden

Eine Schule. Überall Kameras. Ein Jugendoffizier. 10 fröhlich grinsende Jugendliche außerhalb des Geländes. Eine wild telefonierende Person versteckt hinter einem Busch. 3 Sixpacks, 1Streifenwagen, 2 Zivis. Platzverweise. 10 verwunderte Jugendliche auf dem Heimweg, verfolgt von den 3 Streifenwagen.
Was war passiert?

An dem Gymnasium Dresden Klotzsche fand heute eine Informationsveranstaltung mit einem Jugendoffizier der Bundeswehr in einer 10. Klasse statt. Solche sogenannten „Informationsveranstaltungen“ werden des öfteren genutzt, um Schüler_innen für den Dienst bei der Bundeswehr zu rekrutieren. Dabei wird mit einem „krisensicheren Job“ und großen Karrierechancen geworben. Gerade den Gymnasiast_innen wird versucht, eine Langzeitverpflichtung mit Studium im höheren Dienst schmackhaft zu machen. Die Bundesregierung will mit dieser Agitation das Modell des „friedliebenden, demokratischen, Uniform-tragenden Staatsbürgers“ etablieren. Dass diese als „humanitäre Hilfseinsätze“ getarnten Kriegseinsätze nur von wirtschaftspolitischen Machtinteressen geleitet sind, wird dabei bewusst verschwiegen. Der Mord an Menschen (Soldaten wie Zivilbevölkerung) wird billigend in Kauf genommen und medial in den Hintergrund gerückt. Gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und die „Nachwuchsförderung“ an Schulen und im öffentlichen Bereich regt sich verstärkt Widerstand.

(mehr…)

Bundeswehr an Dresdener Schule

Bundeswehr raus aus den Schulen

Am 25.5 .2010, also am nächsten Dienstag, wird es eine Veranstaltung der Bundeswehr, von den sogenannten Jungoffizieren am Gymnasium Dresden Klotzsche geben. Dies geht aus einem Antrag der Linksfraktion in Bundestag hervor, der die Aktivitäten der Bundeswehr an Schulen und Unis für das Jahr 2010 erfragt.
Nach eigenen Angaben sieht die Bundesregierung die Bundeswehr als Institution der Politischen Bildung und die Schule als Ort der Ausbildung, in welchen Kontext die Bundeswehr ausdrücklich erwünscht ist und diese auch weiterhin den Wünschen
Der Schule nachkommen wird.

Das gilt es zu verhindern.

Die Bundeswehr ist immer noch eine Arme, die überall auf der Welt Militärische Einsätze begeht und auch schon im Land, siehe G8 Gipfel, zur „Gefahrenabwehr“ Eingesetz wurde. Die Bundeswehr will gezielt Junge Menschen zum Wehrdienst überzeugen, aus diesem Grund auch der Schul besuch. Die Bundeswehr soll nicht mehr als verstaubte, alte und überflüssige Militäreinrichtung gelten, sondern „Hip“ sein, sowie eine Perspektive für Jugendliche darstellen. Aus diesem Grund werden auch immer wieder für Jugendliche verlockende Angebote mit geschickt, Werbung in Schülerzeitungen geschaltet und sich auf jeder Jobmesse gezeigt.
Dabei wird aber der eigentliche Charakter der Bundeswehr und einer Arme im allgemeinen verschleiert und verharmlost. Das wird auch klar, wenn Mensch sich die von der Bundesregierung vorgegeben Ausrichtung dieser Schuleinsätze zu Augen führt. Dort heißt es:
„Leitbild ist die demokratische und gesellschaftlich friedenstiftende Idee des Staatsbürgers in Uniform“
Das diese Leitbild nicht besteht, nicht hier und auch nicht in Afghanistan gilt es auf zu zeigen und Anzugreifen. Ebenso wie Herrschaftsmechanismen und unreflektierte Anwendung von Gewalt.
Das wir bei diesen Schuleinsätzen nicht zu sehen können ist klar. Leider geht aus dem Dokument nicht hervor, welche Art von Anwerbungsversuch die Bundeswehr unternehmen wird, ob sie mit Truck kommt, oder einfach in Klassen geht und um welche Uhrzeit das ganz geschehen soll, so das eine Effektive Vorbereitung leider nicht möglich ist . Das aber trotzdem Protest möglicht ist, hat die Kletteraktion zur Firmenkontaktmesse in Dresden (de.indymedia.org/2010/05/280316.shtml) gezeigt. Und das dieser Protest wichtig ist, sollte allen klar sein.
Am Sonntag den 23.5 wird ab 14 im AZ Conni die neu gegründete Schulervernetzung Dresden sich ebenfalls damit beschäftigen. Wer Interesse hat sich mit einzubringen, ist herzlich willkommen.
Ansonsten einfach am Mittag in Gymnasium Klotzsche fahren und die Bundeswehr nicht ruhig ihre „Arbeit“ machen lassen. Ansonsten, für alle die aus verscheindsten Gründen am 25.05 nicht schaffen, wird es am 23/34 juni eine Fachmesse für Job und Ausbildung (www.erfolg-im-beruf.de) geben, bei der Bundeswehr und Bundespolizei vertrete sein werden.

Gegen Arme und Statt.

Weitere Informationen unter

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/015/1701511.pdf
http://www.bundeswehr-wegtreten.org/

Vortrag: Totalkriegsdienstverweigerung

18.02.10, 20 Uhr im AZ Conni: Offenes Antifa Treffen

Totalkriegsdienstverweigerung – Mit dem 18. Geburtstag darf man(n) sich in Deutschland erwachsen fühlen, Auto fahren, Alkohol kaufen…und auch „Vater Staat“ gratuliert: mit einer Einladung zur Musterung, welcher einige Monate „Grundwehrdienst“ oder als Alternative Zivildienst, Freiwilliges Soziales Jahr und Co. folgen können. Einigen, welche den Wehrdienst als Kriegsdienstverweigerer ablehnen, sehen diese Alternativen jedoch skeptisch und verwehren sich ihnen: Totalkriegsdienstverweigerer. Im Vortrag werden Motive und Erfahrungen mit Totalkriegsdienstverweigerung und die Ablehnung jeglichen Militärdienstes und seiner Alternativen erläutert.

Colmar: Freispruch für linken Aktivisten aus Dresden

Pressemitteilung
ROTE HILFE e. V. | Bundesvorstand
Göttingen, den 29.07.2009

Mit einem Freispruch auf ganzer Linie endete heute in Colmar der Berufungsprozess gegen einen 23-jährigen NATO-Gegner aus Dresden, der Anfang April von einem französischen Gericht zu sechs Monaten Haft verurteilt worden war.

Bei den Protesten gegen den NATO-Gipfel, der Anfang April in Strasbourg und Kehl stattfand, war die Polizei insbesondere auf der französischen Seite mit brutaler Härte gegen die DemonstrantInnen vorgegangen. Durch massive Tränengas- und Knüppeleinsätze wurden Hunderte von NATO-GegnerInnen verletzt, über Hundert Menschen wurden festgenommen. In mehreren Schnellverfahren, die eine sinnvolle Verteidigung praktisch unmöglich machen und sämtliche rechtsstaatlichen Grundsätze komplett über Bord werfen, wurden Haft- und Bewährungsstrafen verhängt, darunter auch gegen mehrere aus Deutschland stammende Aktivisten: Fünf Kriegsgegner wurden zu jeweils sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, wogegen sie Berufung einlegten. Diese Verhandlungen wurden von den Gerichten über so viele Monate verschleppt, dass die Betroffenen inzwischen den Großteil ihrer Strafe im französischen Gefängnis abgesessen haben.

Am heutigen Mittwoch fand am Colmarer Berufungsgericht („Court d‘appel de Colmar“) in der Nähe des Hauptbahnhofs um 9.00 Uhr der erste Berufungstermin im Falle des am 02.04.2009 in Strasbourg festgenommenen Dresdners Jan statt, der im Schnellverfahren drei Tage darauf mit den Vorwürfen der Bewaffnung („port prohibé d‘arme de 6ème catégorie“) und der Teilnahme an einer Menschenansammlung mit einer „potenziellen Waffe“ („participation avec arme à un attroupement“) zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung in Verbindung mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt worden war. Bei der vermeintlichen „Waffe“ handelte es sich um ein Metallrohr, das der Student auf dem nahe gelegenen Camp als Zeltstange verwenden wollte.

Nachdem der vorsitzende Richter kurz nach Verhandlungseröffnung die Anklage gegen Jan verlesen hatte, folgten die Plädoyers des Staatsanwalts und der beiden VerteidigerInnen Jans. Auffallend war, dass der Staatsanwalt den inhaltlichen Schwerpunkt seiner langen Rede weniger auf konkrete oder konstruierte Tatvorwürfe legte als vielmehr den ausschweifenden Versuch unternahm, über die anscheinend deutlich erkennbare „Gesinnung“ des Angeklagten
einen logisch-konsequenten Automatismus herzustellen: Wer – wie Jan am Tag seiner Festnahme in Strasbourg – ein der „anarchistischen, also staatsfeindlichen Szene“ zuzuordnendes T-Shirt mit den Aufschriften „Anarchist“, „Black Block“ und „Resist – Revolt – Rebel“ im Gepäck hat, ist demnach automatisch „ein politisch motivierter Gewalttäter, der sich an Widerstandsaktionen jedweder Couleur beteiligt“, auch wenn ihm das im Einzelfall mit rechtstaatlichen Mitteln nicht immer nachgewiesen werden kann.
Diese hanebüchene Argumentationskette konnten die beiden VerteidigerInnen Jans sodann überzeugend widerlegen, um dann das Schlusswort vor der richterlichen Beratungspause an Jan zu übergeben. Dieser stellte dann ganz allgemein nochmals klar, dass er sich als antifaschistisch sozialisierter Mensch immer und zu jeder Zeit dafür einsetzen werde, dass sich die nationalsozialistische Barbarei nicht wiederhole.
Der mehr als eine Stunde später erfolgende Richterspruch fiel dann erwartungsgemäß deutlich aus: Freispruch – mit der Möglichkeit für den 23-Jährigen, Haftentschädigung für fast vier Monate Knast einzuklagen, die er nun insgesamt abgesessen hat.

Bereits einige Stunden später konnte der Dresdner Aktivist an der völlig überbelegten, hygienisch desolaten und medizinisch unterversorgten Justizvollzugsanstalt von Strasbourg („Maison d‘arret de Strasbourg“), wo er noch seine Sachen abholen durfte, von mehreren glücklichen GenossInnen und Angehörigen in Empfang genommen werden.

Für die kommenden Wochen stehen noch zwei weitere Berufungsverhandlungen an. Am 5. und am 19. August 2009 gehen die Verfahren gegen zwei Berliner Aktivisten in die nächste Runde, die mit dem Vorwurf der Beteiligung an gewalttätigen Ausschreitungen sowie Widerstand bei der Festnahme ebenfalls zu sechs Monaten Haft verurteilt worden waren. Bei diesen Terminen können wir den gleichen Urteilsspruch wie bei Jan erhoffen.

Wir rufen die Presse dazu auf, die Prozesse gegen die NATO-Gegner aufmerksam zu verfolgen und die anstehenden Berufungsverhandlungen am 5. August und am 19. August zu besuchen. Beide Termine finden jeweils um 9.00 Uhr im Tribunal Colmar statt.

Die Rote Hilfe fordert die sofortige Freilassung der übrigen noch inhaftierten
Anti-Kriegs-Aktivisten!

Mathias Krause für den Bundesvorstand

ROTE HILFE e. V. | Bundesvorstand
Postfach 3255
37022 Göttingen
Tel.: 0551-7708008
Fax: 0551-7708009
Mail: bundesvorstand@rote-hilfe.de
Net: www.rote-hilfe.de

11.07.09 / Gera: Nazis die Party verderben!!

*update:
super duper mobivideo:

Am 11.07.09 jährt sich das rechtsradikale Musikfestival „Rock fuer Deutschland“ zum sechsten mal. Unter dem diesjährigen Motto „Hier bleiben – Anpacken“ versuchen Nazis und Rassisten unterschiedlicher Strukturen ihrem lebensfeindlichen Weltbild eine Plattform zu geben und gleichzeitig den Wahlkampf der NPD finanziell zu unterstützen. Dieses Jahr sind u.a. als Redner Udo Voigt und als Hauptact „Die Lunikoff Verschwörung“ geplant. Bis zu 1000 Neonazis nutzen in den letzten Jahren die Gelegenheiten auf dem zweitgrößten Nazi-Fest, nach dem Fest der Völker, um Hass und Xenophobie zu huldigen. Gleichzeitig versuchen sie insbesondere seit den letzten Wochen mit einer sich immer weiter zuspitzenden Gewaltspirale Angst und Schrecken zu verbreiten und sich somit die passende Kulisse für ihre Selbstinszenierung zu verleihen. Ignoranz oder gar falsches Verständnis sind hier völlig fehl am Platz. Nazis können kein Dialogpartner sein. Kommt am 11.07.09 nach Gera und beteiligt euch an den Protestaktionen!

Quelle und weiteres: kabelbruch.blogsport.de

Edit: In der Überschrift stand vorher „versauen“…

„8. Mai HANS frei! Nieder mit der Polizei

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Diesen Samstag den 08.05. wird im U-Boot Dresden (Bautznerstr. 75 Hinterhof) eine Soliparty für die bei den Nato Gegenprotesten in Strasburg inhaftierten Menschen stattfinden. Unser Freund Hans sitzt noch immer im französischen Knast, da er nach einem Schnellverfahren ohne jegliche Beweise zu 6 Monaten Haft verurteilt wurde. Ihm wird das Mitführen einer Eisenstange und ein schwarzes T-Shirt, welches ihn angeblich als „BackBloc“ „Mitglied“ identifizieren soll, zur Last gelegt. Gegen das willkürliche Exempelurteil ist bereits ein Revisionsverfahren eingeleitet worden. Neben Hans sitzen auch noch andere Aktivisten aus Deutschland und Frankreich im französischen Knast. Sie wurden teilweise ebenso in Schnellverfahren zu hohen Haftstrafen abgeurteilt und benötigen unser aller Solidarität! Um die laufenden Kosten der Gefangenen zu bezahlen, was beispielsweise die Gerichts- und Anwaltskosten, Miete oder auch Geld für Dinge die im Knast benötigt werden, findet also am Freitag eine Soliparty statt. Das eingenomme Geld für allen Gefangenen zur Verfügung gestellt und je nach Bedürfnissen der Gefangenen aufgeteilt werden. Um auf dem Laufenden zu bleiben informiert euch auch über breakout.blogsport.de

Kommt zahlreich und feiert mit uns und den Dj’s…

Hexagen // Protek//D‘n'B
Pilsnar // Dubstep
Miasma // MK-Ultra//Breakbeat

Solidarität mit den Gefangenen von Strasburg!
hans

Direkte Aktion gegen Bundeswehr in Dresden

Wir müssen den Kriegen ihre materielle Grundlage entziehen. Eigenverantwortliche Abrüstungsschritte sind daher das Gebot der Stunde. Um menschenverachtendes Kriegsgerät unbrauchbar zu machen, haben wir es einfach angezündet.

Mit diesem Wortlaut im Bekenner_innenschreiben der selbsternannten „Initiative für ein neues blaues Wunder“ wird die direkte Aktion gegen die Dresdner Bundeswehrschule in der Nacht zum Ostermontag, bei der 42 Autos und eine Kaserne abgefackelt und ca 1-2 Millionen Euro Schaden entstanden sind, erstmals begründet. (siehe auch addn.me)
Weiterhin fordern die unbekannten Antimilitarist_innen:

- Keine weiteren Militärrituale vor der Semperoper!
- Schluß mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehrfahrzeuge!
- Keine Inlandseinsätze von Soldatenberufe !
- „No pasaran“ für kriegsverherrlichende Neonazitruppen und deren alljährlichen Aufmarsch im Februar !
- Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus !

Diesen Forderungen kann ich mich nur solidarisch anschließen und begrüße die Abrüstung von Unten als wichtigen Schritt gegen die Bundeswehr und ihre „Friedenseinsätze“. Die Dresdner Szene ist größtenteils positiv Überrascht, von so viel österlichem Tatendrang und das LKA und der VS suchen auch schon fleißig nach Verdächtigen in allen möglichen politischen Richtungen. „Auch wenn die Art des Anschlags auf die Offizierschule des Heeres zunächst an eine linksextremistische Tat erinnere, könnten auch rechtsextremistische Motive oder eine Tätergruppe aus dem Ausland nicht ausgeschlossen werden, sagte LKA-Sprecherin Silvaine Reiche“, bevor das Bekenner_innenschreiben veröffentlicht wurde.
MG, Freie Kräfte oder doch vielleicht die Al Quaida? Wollen wir hoffen, dass die Repressionsbehörden auch weiterhin im Dunkeln tappen werden und wir in Dresden und Andernorts noch viele Blaue Wunder erleben werden. Kriegsgerät interessiert nicht nur die Militante Gruppe brennend…
why not
*direct action gets satisfaction

Lesung am 12.03.2009 um 20 Uhr im AZ Conni

Israel/Palästina: Am Rande des Abgrunds oder Aufbruch zu anderer Zukunft?

Buchvorstellung des Verlags Graswurzelrevolution

Mit Sebastian Kalicha, Wien, (Hg.):

Barrieren durchbrechen!
Israel/Palästina: Gewaltfreiheit, Kriegsdienstverweigerung, Anarchismus.

Ist eine gerechte und friedliche Lösung des Nahostkonflikts realistisch oder sind die Hindernisse auf dem Weg dahin bereits unüberwindbar? In der palästinensischen Westbank baut Israel eine groß angelegte, geopolitisch motivierte Barriere (Mauer). Zwischen Israel und Gaza herrscht offener oder verdeckter Krieg. Gegen die Sperranlage hat sich in den letzten Jahren durch die Anwendung direkter, gewaltfreier Aktionen eine neue Graswurzelbewegung in den Gemeinden der palästinensischen Westbank und bei israelischen Solidaritätsgruppen entwickelt. Die AktivistInnen durchbrechen im gemeinsamen Widerstand Barrieren der Abschottung und der gegenseitigen Ignoranz.

Dieses Buch versammelt Beiträge von israelischen, palästinensischen und internationalen AktivistInnen, die den Nahostkonflikt von gewaltfrei-antimilitaristischen, feministischen und libertären Standpunkten aus betrachten. Die AktivistInnen skizzieren ein Bild des Konflikts von unten, bei dem die Sichtweisen und Aktivitäten der lebendigen und radikalen Graswurzelbewegungen, nicht die der weltpolitischen Eliten, die Hauptrolle spielen.

AktivistInnen von Gruppen wie New Profile, MachsomWatch, Women in Black, Popular Committee of Budrus, Popular Committee of Bil’in, Gush Shalom, Yesh Gvul, International Women Peace Service, International Solidarity Movement, ActiveStills, The Other Israel, Occupation Magazine, Black Laundry und Anarchists Against the Wall kommen zu Wort und präsentieren die Auseinandersetzungen in Israel/Palästina von einer neuen, in den westlichen Medienberichten viel zu oft vernachlässigten und für viele ungewohnten Perspektive.

Die Buchvorstellung findet am Donnerstag den 12.03.2009 um 20.00 Uhr im AZ Conni (Rudolf-Leonhard Straße 39) statt und wird veranstaltet vom „infocafe-dresden“ und der „initiative für totale kriegsdienstverweigerung dresden“.

Erklärung: Totalverweigerung

Hier ein Text von den Dresdnern Totalverweigerern Richard und Maik:

„hallo

wir sind richard (19) und maik (21) aus dresden. beide befinden wir uns derzeit in einer ausbildung. neulich bekamen wir post vom kreiswehrersatzamt dresden. sie schrieben uns, dass wir uns zur musterung vorstellen sollen. damit sie festellen können „…für welche
militärische verwendung…“ wir uns am besten eignen.

das wesen des militärs besteht aus hierarchischen strukturen, chauvinistischem verhalten und nationalismus. dies sind alles erscheinungen, die wir von grund aus ablehnen und bekämpfen. des weiteren sehen wir uns nicht als einen gegenstand, den mensch beliebig verwenden kann. erst recht nicht für das militär. die musterung ist eine der ersten stationen für den militärapparat, um menschen nach ihrer tauglichkeit zum morden zu selektieren. daher beginnen wir hier mit unserer verweigerung. ob wir tauglich sind oder nicht, um menschen zu töten, möchten wir nicht wissen. unser gewissen verbietet es uns, an irgendeinem apparat zu partizipieren, dessen sinn es ist, andere menschen zu töten.

„Es ist unsre Menschenpflicht, gegen die allgemeine Wehrpflicht nicht mit dem ärztlichen Attest und den Beziehungen anzugehen, sondern sie zu verweigern, sie bedingungslos zu verweigern – auch dann, wenn sie Gesetz wird.“

dieses zitat stammt von kurt tucholsky (1922). obwohl dieses zitat mehr als 80 jahre alt ist, hat es an seiner aktualität nichts verloren. noch immer herrschen auf diesem planeten kriege oder wie es die westliche welt heute perfiderweise nennt „friedensmissionen“. dies können wir durch unser libertär emanzipatorisches weltbild nicht hinnehmen. daher werden wir nicht zu unserem musterungstermin gehen und diese würdelose, zwangsmilitärische untersuchung verweigern.

uns ist bewußt, dass wir früher oder später durch polizeiliche zuführung nach augenschein oder aktenlage tauglich zwangsgemustert werden. wir denken auch, dass sie uns anschließend einberufen werden. dieser einberufung werden wir auch keine folge leisten. also wir denken, ihr werdet an dieser stelle noch das ein oder andere von uns hören.

einen lieben gruß
der richard und der maik“