Archiv der Kategorie 'Freiräume'

A-Park-Westerweiterung

Seit Sonntag ist der Alaunpark ein ganzes Stück größer. Das seit 1993 brachliegende Gelände westlich des Alaunparks ist endlich wieder öffentlich zugänglich gemacht worden. Zur Zeit befindet es sich noch im Besitz des Landes Sachsen, das strebt dort den Bau eines Polizeireviers anstrebt, wohingegen sich Oppositionsparteien im Stadtrat und verschiedenen Initiativen für eine öffentliche Nutzung aussprechen. Vorstellbar wäre eine Erweiterung des Alaunparkes oder der Bau von Kitas etc. Auf dem Blog Neustadtgeflüster gibt es neben einer Diskussion zum Thema folgende Bilder:

schatten1

schatten2

schatten3

Zu den Zetteln in den Büschen: Es gab mindestens drei verschiedene:
Einer beschrieb in blumigen Worten die Geschichte des Alaunparks und des westlich angrenzenden Teils (auch „Russensportplatz“ genannt).
Ein weiterer („Was ist eigentlich Hausfriedensbruch?“) enthielt eine ausführliche Definition davon, was Hausfriedensbruch ist und was nicht. Dabei war die Hauptaussage, dass die Straftat begangen wird, wenn ein Gebäude/Gelände offensichtlich befriedet/umfriedet ist (z.B. durch einen Zaun oder das Schild „betreten verboten“). Dementsprechend wurde hier kein Hausfriedensbruch begangen, denn es war im Gegenteil offensichtlich, dass mensch das Gelände betreten SOLLTE: der Zaun war offen, es gab ein Holztor mit der Aufschrift „Willkommen in Schatten“ (siehe Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett), ein Weg führte dorthin, es gab einen Wegweiser.
Der dritte Zettel – eine Art Bekenner*innenschreiben – wurde zur Dokumentation abgetippt:

01.Mai 2011, Tag der Freizeit

WILLKOMMEN IN SCHATTEN!
…Westerweiterung zum Selbermachen

Der Freistaat will ein Polizeirevier.
Die Stadt weiß nicht, was sie will.
Wir machen einfach mal auf.

An der Westseite des Alaunparks befindet sich ein seit Jahren brach liegendes Gelände, das nur darauf wartet, endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt zu werden. Dass dies ein Polizeirevier nicht sein kann, versteht jeder Drops. Viel naheliegender wäre doch, den ständig überfüllten Alaunpark zu erweitern. Dies ist nun geschehen. Zieht mit eurer Decke, eurem Fußball, eurem Buch, eurem Ghettoblaster… einfach mal ein paar Meter weiter. Das Tor zum Glück befindet sich neben der Spinne – schaut nach, was euch dort erwartet. Ein besseres Leben? Gott? Ein Kasten Bier? Wahrscheinlich nichts von alledem. Ihr findet dort genau das, was ihr draus macht.

Liebe Mitanwohner*innen, liebe Mitnutzer*innen, lasst uns nicht auf Pläne der Stadt warten, lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir den Platz gestalten wollen.

Mit Grüßen der etwas anderen Art,
die Freund*innen des Hauptmann Mumm

Abends/Nachts kam es noch zu einem großangelegten Polizeieinsatz, der allerdings bislang verschwiegen wird bzw. über den der Polizeisprecher keine Auskunft zu geben bereit ist. Sonntag gegen 23 Uhr befanden sich noch 20 bis 30 Menschen auf dem Gelände, die am Lagerfeuer den Abend ausklingen ließen, als plötzlich das Gelände taghell erleuchtet wurde. Nun bekam mensch skurrile Situationen zu sehen. Die plötzliche Erleuchtung stellte sich als polizeiliche Leuchtrakete heraus, unter deren Schein ca. 50 Einsatzkräfte das Gelände stürmten und die verstreuten Besucher_innen der Freifläche am Lagerfeuer zusammen trieben. Dort wurden sie ca. 2 Stunden festgehalten. Ihre Personalien wurden kontrolliert, sie wurden durchsucht und einzeln abgefilmt. Nach Abschluss dieses Einsatzes hatte die Polizei offensichtlich immer noch nicht genug, sodass auch mehrere im Alaunpark sitzende Menschen deren Ordnungswut zu spüren bekamen. Mit der Begründung, sie hätten möglicherweise schon Straftaten begangen oder könnten noch welche begehen und generell gelte es die Nachtruhe zu wahren, wurden auch ihre Personalien kontrolliert.

Dieser Einsatz scheint der Polizei allerdings entweder nicht wichtig genug, was schon angesichts der Mengen an verschossener Leuchtmunition mehr als erstaunlich wäre, er ist ihr peinlich oder aber ihr ist bewusst, dass sie sich damit auf rechtlich dünnem Eis bewegte. So erklärt Marko Laske, Sprecher der Polizeidirektion Dresden auf Anfrage des Neustadtgeflüster-Menschen Anton Launer, zu diesem Vorfall läge kein Bericht vor und für einen Einsatz dieser Größenordnung hätte es einen Bericht gegeben.

Mensch darf also gespannt sein, ob sich die Polizei noch dazu herablässt, zu dieser Entgleisung Stellung zu nehmen oder ob sie zu beschäftigt damit ist, alternative Projekte zu kriminalisieren und zu schikanieren, wie heute wieder bei der Hausdurchsuchung im Wohnprojekt „Praxis“ geschehen. Im Stadtrat wird es am 12. Mai auch wieder um das Thema „Russensportplatz“ gehen. Ob dort eine Entscheidung zugunsten einer „sinnvollen Nutzung“ im Sinne der „Freund*innen des Hauptmanns Mumm“ gefällt werden wird ist sicher mehr als fraglich. Wir werden dran bleiben.

Den anwesenden Pressevertreter bitten wir, Photos des vertuschten Polizeieinsatzes hier zur Verfügung zu stellen.

P.s.: Geht das ruhig mal besichtigen! Das Gelände ist offen zugänglich, es gibt den Weg und das Tor, nur das Wegweise-Schild hat die Polizei leider mitgenommen – um es sich als (Jagd-)Trophäe an die Wand zu hängen? Ihr findet den Eingang nahe der „Spinne“…

Sozialistische Sauberkeit für die Neustadt…

Die Neustadt ist zu dreckig. Das sagen zumindest die Unternehmer_innen des Viertels laut einer vor kurzem in der Scheune stattgefundenen Umfrage. Und dagegen soll jetzt endlich mal was unternommen werden.

Die Werbegemeinschaft Dresden-Neustadt ruft deshalb seit ein paar Tagen mit Flyer und Internetblog zur Wiedererweckung einer, nach ihren Worten, „schönen sozialistischen Tradition“ auf – der Volksmasseninitiative. Dabei darf volk, im Kampf gegen Hundescheiße und halbe Dürüms, am kommenden Samstag drei Stunden mit neben der Katy’s Garage ausgegebenen Gummihandschuhen und Müllbeuteln bewaffnet, durch das Viertel kriechen und die Umwelt ein kleines bisschen attraktiver machen.
Das ganze soll dann, in journalistischer Begleitung, die stadtweiten Reinlichkeitstage einleiten. Und dabei gilt: “Sauber ist schöner!”

An Mieterhöhung, zunehmende Überwachung, soziale Verdrängung, höhere Polizeipräsenz, Leinenpflicht dank bereits erfolgter Stadtteilaufwertung muss volk dabei auch gar nicht denken, wenn es doch für jeden vollen Sack eine kleine Überraschung gibt und am Ende sogar ein goldener Blumenkübel gewonnen werden kann. Eben „typisch für die Neustadt, der Spaß steht mal wieder im Vordergrund“.

Und sicherlich freuen sich die Initiator_innen nicht nur über den Dreck, der auf der Straße liegt. Denn wo kein Papiermüll, Elektroschrott oder Bauschutt mehr im Wohnzimmer ist, ist auch wieder Platz für neue Klamotten, Möbel und anderlei Kram – und das kann ja dann wieder im attraktiven Einkaufs-, Kneipen- und Restaurantviertel nach Herzenslust geshoppt werden.

Deshalb:
Heraus, heraus, zum sozialistischen Frühjahrsputz – der Sauberkeit, dem Volk und der alten Zeiten zuliebe!
Am 9. April von 14-17 Uhr Louisenstraße Ecke Alaunstraße.

Links:
Artikel mit Ankündigung
Umfrageergebnisse (lesenswert!)

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Warschau: Mietstreik-Aktivistin ermordet

Verdrängung ist nicht nur in Berlin, Hamburg oder Freiburg ein Thema. In Warschau herrscht seit einiger Zeit ein ebenso unglaublicher Verdrängungsprozess, von dem in der Stadt bis zu eine Viertelmillionen Menschen betroffen sind. Die Symptome kommen einem derweil sehr bekannt vor. Massenhafte und intransparente Privatisierungen, Profitdrang und Luxussanierung, und z.T. skrupellose MieterInnenverdrängung am oder auch über den Rand der Legalität hinaus, die man in Berlin beispielsweise mit den Namen Suitbert Beulker (Liebig14) oder Gijora Padovicz (u.a. Schenkladen/Scharni29) verbinden könnte.. In Warschau sind seit längerem MieterInnenaktivistInnen aktiv. Auch die anarchosyndikalistische ZSP ist eine der wenigen politischen Kräfte die die Kämpfe unterstützt und darüber berichtet. Aktuell erreichte uns nun die schreckliche Meldung, das die 64Jährige und langjährige MieterInnenaktivistin Jolanta Brzeska (Gründerin der MieterInnenbewegung) am 7. März verbrannt in den Wäldern von Warschau gefunden wurde. (mehr…)

PM: Nazi-Angriff auf mehrere Häuser im Stadtteil Dresden Löbtau am 19.02.

siehe: libertäres netzwerk dresden

Am 19.02. begleitete die Polizei ca. 250 Neo-Nazis, die sich von Freital aus in Richtung der Dresdner Innenstadt bewegten. Im Ortsteil Löbtau attackierten diese mehrere Wohnhäuser mit Stöcken, Pfefferspray und Steinen – vor den Augen der Polizei. Bei dem 10 Minütigen Angriff gingen über 50 Scheiben zu Bruch. Verletzt wurde niemand. Eines der angegriffenen Häuser war das Wohnprojekt „Praxis“, welches in der Vergangenheit schon mehrfach Ziel rechter Anschläge war.
(mehr…)

Kopenhagener Gericht erklärt Massenverhaftungen während COP15 für illegal

Pressemitteilung des Climate Collective vom 16. Dezember 2010

Das Kopenhagener Stadtgericht entschied heute, dass die gesamten Massenverhaftungen während des Kopenhagener Klimagipfels 2009 illegal waren und die Polizei 9000 dänische Kronen Schadensersatz an die Protestierenden zahlen muss, die bislang Beschwerde eingereicht haben. Das Urteil erklärt alle präventiven Festnahmen vom 11. bis zum 16. Dezember 2009 für illegal. Das Handeln der Polizei im Rahmen der COP15 wird damit vom Gericht nicht akzeptiert. (mehr…)

Statement zu Brandanschlägen

Nachdem bereits das ART Dresden im Oktober eine Einschätzung der Brandanschlagserie dieses Jahres veröffentlicht hatte, wurde just ein anonymes Statement auf dem linken Medienportal Indymedia veröffentlicht.

Einige Gedanken zu den Brandanschlägen in Dresden
Vom 18. – 29. August ereignete sich in Dresden eine Serie von Brandanschlägen auf linke Wohnprojekte und jüdische Kultur. So wurden die „Praxis“, die Robert-Matzke-Strasse 16 und der Neue Jüdische Friedhof, Ziele feiger Naziattacken, wobei es bei den Übergriffen auf die Wohnprojekte nur glücklichen Umständen zu verdanken ist, das niemand körperlich zu Schaden kam. Spontan folgte eine Welle der Solidarität. In Form von tatkräftiger Unterstützung vor Ort, Geldspenden, Feuerlöschern, bis hin zum Ausrüsten mit neuen Feuermeldern brachten sich GenossInnen helfend mit ein und ließen Solidarität praktisch werden.
An dieser Stelle nochmal ein grosses DANKE an alle, die ihren Arsch nicht nur zum Palavern
hochgekriegt haben!
Nachdem der dritte Brandanschlag verübt wurde, sah sich auch die herrschende Politik genötigt, Stellung zu beziehen, wobei kräftig Lippenbekenntnisse geschwungen wurden.
Helma Orosz, Oberbürgermeisterin und CDU-Zombie hätte wohl politischen Selbstmord begangen, wenn sie nicht floskelmässig die Brandanschläge öffentlich verurteilt hätte, während sie an anderer Stelle kapitalistische Quartiersaufwertung schon fast militärisch abgesichert sehen möchte und krude Integrationspolitik befürwortet, nach der MigrantInnen wirtschaftlich nutzbar sein müssen, um eine gesellschaftliche Legitimation zu erhalten. Bei einer Rede vor dem Stadtrat sicherte sie den betroffenen Projekten finanzielle Unterstützung zu, wobei es wohl nie die Intention gab, dem Taten folgen zu lassen. Ein Antrag der Praxis wurde unter fadenscheiniger Begründung abgelehnt. Das ist wenig verwunderlich; viel mehr bestätigend. So bietet der kleinbürgerliche Klüngel mit seinem Sicherheitswahn die Fassade für den braunen Dreck, der durch Naziübergriffe erst richtig zum Vorschein kommt und die Spitze des Eisberges unübersehbar macht.
In Limbach-Oberfrohna ereignete sich am 13. November der 14. Brandanschlag in Sachsen dieses Jahr was zeigt, dass Übergriffe dieser Art erstens nicht selten sind und Nazis,
mit oder ohne Struktur, nicht effektiv genug bekämpft werden.
Es reicht eben nicht aus, von Plenum zu Plenum zu huschen, ab und zu auf einer Soliparty nen Cocktail zu schlürfen und Minimal zu hören, um die Revolution herbeizufeiern.
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freiraum elbtal stellt sich vor

Der Freiraum Elbtal e.V. läd zu einem Aktions- und Infotag am 22.10.2010 in Dresden Pieschen ein:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Bekannte.

Der Freiraum Elbtal wird seit Jahren von Künstlern und Handwerkern mit
steigender Beliebtheit genutzt, was uns zu der Absicht ermuntert, unser Projekt weiter
zu entwickeln und dauerhaft zu betreiben.
Seit über einem Jahr liegt der Masterplan für ein Hafen City Projekt in
Pieschen an der Elbe vor. Da der Freiraum Elbtal auf dem Endgrundstück dieser Planung
existiert, werden wir von der Sanierungsmaßnahme unmittelbar betroffen sein.
Der Masterplan sieht erstens einen Bestandschutz für existierende Projekte auf dem
Areal vor, und will zum zweiten gerade in unserer Ecke die Kulturspange mit größeren
Grünanlagenanteilen weiterentwickeln.
So sehen wir uns als ergänzende Möglichkeit für eine differenzierte Bebauung auf
dem Masterplan Gelände und sind an einem Dialog mit den Dresdner Bürgern und Politikern interessiert.

In einer Infoveranstaltung am Fr, 22. Oktober ab 17:30 Uhr wollen wir den
Bürgern-Politikern inhaltlich den Projektstand und unsere längerfristigen Konzeptvorstellungen
näher bringen (die Vorträge beginnen ca. 18:00 Uhr) und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Bereits tagsüber wollen wir der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, Einblick zu erlangen in unsere fortwährenden Beräumungs- und Instandsetzungsaktivitäten auf dem Gelände.
Um 10:00 Uhr wird eine Bauaktion zu diesem Zwecke beginnen.
Beschließen wollen wir den Tag ab 19:30 Uhr mit Kulinarischem und Musik.
Im Laufe des Tages und Abends wird es zusätzlich möglich sein, unsere
jüngsten Werkstätten zu besichtigen: Die Glasbläserei wird mit Vorführungen
eröffnet, Hackenberg’s Kelterei läd zu Besichtigung und Verkostung.
Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch.

http://freiraumelbtal.wordpress.com

„Antideutsche Strukturen“ angreifen?

Nachdem erst letzten Donnerstag das linksalternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden Löbtau, vermutlich von Nazis mittels Brandanschlag angegriffen wurde, geht es nun anscheinend munter weiter. Unbekannte Täter_innen haben in den Morgenstunden des 24. August einen Brandsatz durch ein Fenster in der Robert-Matzke-Straße 16 geschleudert. Glücklicherweise gab es auch dabei keine Verletzen oder Tote, welche einmal mehr in Kauf genommen wurden. Das seit Jahren als politisches Wohnprojekt bekannte Haus ist des öfteren von Anschlägen bedroht und reiht sich nun in eine traurige Bilanz von Brandanschlägen und Naziübergriffen ein.
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Brandanschlag auf die „Praxis“

In der Nacht vom 18. zum 19. August 2010 gegen 3 Uhr morgens wurde auf das alternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau ein Brandanschlag verübt. Kurz nach 3 Uhr bemerkten die Bewohner den Brand und versuchten selbstständig zu löschen, bekamen den Brand jedoch nicht mehr unter Kontrolle und begannen den restlichen Hausbewohner zu alarmieren und zu evakuieren. Mittlerweile hatten verschiedene Personen aus der Nachbarschaft, die das Feuer ebenfalls bemerkten die Feuerwehr alarmiert. Diese rückte mit einem Großaufgebot an und bekam das Feuer nach der vollständigen Räumung des Hauses glücklicherweise schnell in den Griff. Größere Schäden wurden durch umsichtiges Löschen vermieden, so dass der Schaden auf das Zimmer begrenzt blieb. Das Zimmer selbst ist jedoch vorerst unbewohnbar und das Inventar durch Brand und Rauchschäden vernichtet.
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Dresden: Vortrag zur Freiraumbewegung in Düsseldorf

AK Freiraum (Libertäres Netzwerk Dresden) | Freiräume für Bewegung | Antifa-KOK präsentieren:

gentrifizierung, freiräume und ein großes bündnis

- zur städtischen situation in düsseldorf

die linke szene vieler großstädte macht durch aktionen und kampagnen gegen gentrifizierung von sich reden. oft richten sich diese aktionen gegen großprojekte wie die mediaspree in berlin, oder zielen auf den erhalt von vom abriss bedrohter gelände, wie dem gängeviertel in hamburg. in einer „schon weitgehend gentrifizierten“ stadt wie düsseldorf wird die linke mit anderen veränderungen und problemen konfrontiert, die eine angemessene politische praxis fordern. was verändert sich und wie? was lässt sich dagegen tun? diese fragen werden anhand von beispielen wie der gründung des freiräume für bewegung bündnisses erläutert. die praxis des bündnisses wird anhand von einigen aktionen und kampagnen, wie dem leerstandsmelder und den pinken bänken diskutiert, dabei werden ideen, chancen und grenzen deutlich.

14.07.10 | 18 Uhr | Martin-Luther-Straße 33

mehr infos unter: akfdresden.blogsport.de

Flyer zum selbst kopieren findet ihr hier.

Schulstreik

Am Mittwoch dem 09.06. ist wieder bundesweiter Bildungsstreik. Überregional wird es, wie auch schon in den Vorjahren, etliche dezentrale Aktionen und Demonstrationen geben. Auch in Dresden. Die Schüler_Innenvernetzung Dresden ruft dafür zu einem Schulstreik auf und mobilisiert zu einer Demonstration auf dem Albertplatz. Unter dem Motto “ Ein anderes Lernen ist möglich“ beginnt die Demonstration 12 Uhr und wird dann 13 Uhr starten.
Ziel ist es, den Unmut über das bestehende Bildungssystem zu äußern, Laut und kraftvoll den Protest aus den letzten Jahren weiter zu tragen und eine so dringend notwendige Veränderung herbeizuführen.

Ob Stundent_Inn, Schüler_In, Lehrer_In, oder Arbeitnehmer_In Bildung geht uns alle etwas an.
Deshalb: Am 9. Juni hinaus aus Schule, Uni oder Arbeit und den Protest auf die Straße tragen!
Seid bunt, laut und unkonform!

Demonstration:
„Ein anderes Lernen ist möglich“
12 Uhr Albertplatz

Freievereinbarungdresden.blogsport.de

Hurra wir protestieren!

Die Universitäten sind seit jeher als der Ort kritischen Denkens überhaupt bekannt. Als neuer Höhepunkt des Protests gegen die Zustände an der TU/den Hochschulen wird ein Opencampus veranstaltet. Hinter dem Hörsaalzentrum, wo sonst die Bonding Firmenkontaktmesse ihre Zelte aufschlägt, haben wackere Aktivisten ein Zirkuszelt errichtet. Hier schlägt das Herz des Widerstands. – So weit die Theorie.

Open Campus

Machen wir eine Bestandsaufnahme. Das Zelt lässt sich auf den beidseitigen Fußwegen gut umlaufen. Das tun täglich tausende Studenten auf dem Weg zu ihren Seminaren und Vorlesungen. Ob Vattenfall, Bonding oder Opencampus wen interessiert das schon. Im Zelt organisieren um die zehn Leute Essen und Trinken, Veranstaltungen, Workshops, etc.. Der Space erscheint sehr open um nicht zu sagen leer. Warum soll ein Student irgendwo hingehen, wo es weder Würste noch Freibier gibt? Außerdem ist das Programm dünn. 15 Menschen auf einer Veranstaltung, 5 bei einem Workshop. Es ist wie es ist. Was soll man darüber reden? Filmauschnitte vom Bildungsstreik laufen auf einer Leinwand. Es gibt auch ein Transparent für die Ausfinanzierung von Studienplätzen. Mehr Input kann man lange suchen. Das einzige was in die Hände fällt, sind ein paar „Was tun wenn’s brennt?“ Hefte und Flyer für eine Demonstration gegen Kürzungen im sozialen Bereich. Es brennt hier nirgendwo, sondern regnet. Der Demoflyer offenbart uns, dass nun wohl auch die Polizei zum Teil des sozialen Bereichs geworden ist. Alle brauchen mehr Geld – so ist das eben in der Krise.

Abends ist eine Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten der verschiedenen Fraktionen angekündigt. „Zukunft der Hochschule“ lautet das Thema. Aus dem Podium wird ein Stuhlkreis. Etwas mehr Studenten als Abgeordnete sind erschienen. Beide Seiten sitzen sich gegenüber. Die eine Seite darf reden, die andere nicht. Es geht um Geld. Abbau von 1300 Stellen an den Universitäten. Erhöhung des Bafög um 3-5%. Ich habe ausgerechnet, dass das 15€ mehr im Monat für den Höchstsatz wären. Die Parteien liefern sich einen Schlagabtausch. Wie soll die Uni 2020 in drei Sätzen aussehen? Offener, da sind sich alle einig und vielleicht ausfinanziert. Der FDP Mensch findet, dass wir innovativer sein müssen um den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu sichern. Die 30000 Studierenden, die nicht erschienen sind wussten wohl, dass die Politiker uns nichts zu sagen haben.

Was bedeutet studieren? Das bedeutet Leistungsdruck, Fristen einhalten, mitschreiben in vollen Vorlesungen und dieses Wissen möglichst genau in den Prüfungen wiedergeben. Das bedeutet Anonymität, Schlange stehen in der Mensa und im Bus. Wir müssen funktionieren um monatlich unser Bafög zu erhalten und irgendwann einen Abschluss zu bekommen. Die Uni ist ein fremder Ort an dem wir spätestens seit der letzten Änderung des Hochschulgesetzes gar nichts mehr zu sagen haben. Wer hier protestiert und nicht gerade hochtalentiert ist, kann bloß noch den „Bachelor of arbeitssuchend“ bekommen.

Über eine wirkliche Zukunft der Hochschule redet niemand, weil sie heutzutage fast unvorstellbar geworden ist oder wir längst akzeptiert haben, dass diese Gesellschaft gescheitert ist. Zum Glück mangelt es nicht an Partys, wie die täglichen Flyerverteiler fröhlich verkünden. Selig, wer vergessen kann.

Link zum Opencampus

Heute: Freiraumdiskussion an der TU

Innerhalb der Open Campus Woche hat sich die AG Freiraum spontan für eine Diskussionsrunde entschlossen, die an dieser Stelle für Interessierte beworben werden soll:

„Wir wollen einen Freiraum. Einen, der nicht übermorgen geräumt wird. Wir wollen uns selber bilden, weiter denken, weiterleben können und dafür brauchen wir einen Platz. Einen, der uns und niemandem gehört. Einen, an dem Freiheit ausgehalten werden kann.

Wie können wir uns diesen Platz holen? Wie wollen wir ihn gestalten? Wollen wir uns organisieren? Was möchten wir im solch einem Raum verwirklichen? Wie gehen wir mit Herrschaft um? Was bedeutet Offenheit für uns?

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        Gespräch | Diskussion

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      Dienstag, 1. Juni 2010 um 20:00
         auf dem Open Campus

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Und es geht weiter, es gibt ein meer an Ideen. Es gab den POT81…. und es wird weitere Räume geben. Keine Lust mehr zu warten, bis wir im Vorhinein hinausgeworfen sind….von wem eigentlich? “

Schaut vorbei und/ oder informiert euch im Netz: Open Campus

*Empfehlungen fürs Wochenende

Dieses Wochenende, vom 20.- 23. Mai findet in Freiburg ein sogenannter Freimraumkongress statt. Es wird Raum für Diskussionen über den Sinn und Unsinn von Freiräumen, über Schutzräume, gelebte und erträumte Utopien, Gesellschaftsveränderung und so einiges mehr geben.
Das vorläufige Programm sieht spannend aus und wird vielleicht die eine oder den anderen nach Freiburg bewegen können, um sich zu vernetzen und zu diskutieren.

Update:
In Dresden finden dieses Wochenende auch allerlei schöne dinge statt.
Auf dem Wagenplatz (Leipzigerstraße 33, nähe Puschkinplatz) findet von am Samstag von 15- 03.00Uhr ein Frühlingsfest mit Flomarkt, musikalischer Unterhaltung, Teezelt etc statt.

Der SektorEvolution läd von Freitag bis Sonntag zu *la fiesta grande*, was 3 Tage Workshops, Performance und Party bedeutet.