Archiv der Kategorie 'Tierrecht'

Knut und das Ende eines deutschen Traums

Bevor hier die Schotten dicht gemacht werden, möchte ich der als humorvoll bekannten LeserInnenschaft dieses Blogs die folgende, heute erschienene Kolumne, nicht vorenthalten:

In Deutschland hat man wie immer nichts gelernt. Nach zwei Weltkriegen wird immer noch vor fremden Türen gekehrt. Panische Blicke sind auf Japan gerichtet und die Geiger-Müller-Zählrohr-Produktion boomt wie nie, deutsche Linke trauern um Gaddafis Macht und E10 wird jetzt mangels Absatz zum Anteil von 10% in Oettinger und Sternquell-Bier gemischt.
Währenddessen torkelt ein Eisbär mitten in Berlin in ein Wasserbecken und ertrinkt qualvoll. Niemand hilft. In Deutschland steht man, wenn man überhaupt zufällig in der Nähe ist und nicht mit dem Finger auf Jüdinnen und Juden oder andere Länder zeigt, daneben und schaut zu. Hier gibt es keine Pamela Anderson und keinen David Hasselhoff. Und so kommt es, wie es kommen musste: Nach dem bösen Erwachen aus der eigenen Katastrophe, die natürlich niemand kommen sah, schiebt man sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe.
(mehr…)

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Soli-Demo zum Prozessauftakt gegen 13 AktivistInnen der Tierbefreiungsbewegung in Österreich

am Dienstag, 2.3.2010 ab 11:00 Uhr vor dem Österreichischen Honorarkonsulat in Dresden, An der Frauenkirche 12.

Hintergrund:
Zum Beginn des Prozesses gegen die österreichischen Tierrechts- und TierschutzaktivistInnen wurde ein internationaler Aktionstag ausgerufen, um den öffentlichen Druck auf die österreichischen Behörden zu erhöhen und Solidarität mit den verfolgten AktivstInnen zu bekunden. Am 2.3.2010 sollen möglichst viele Aktionen vor österreichischen Botschaften, Konsulaten oder anderen Vertretungen stattfinden. Mehr dazu unter http://antirep278a.blogsport.de. Wer sich also über das Prozessgeschehen informieren will, der/dem sei die Seite http://antirep2008.lnxnt.org/ ans Herz gelegt. Ab dem 2. März wird nach jedem Prozesstag ein Bericht vom Geschehen beim Prozess veröffentlichen.

Kontakt / Weitere Infos unter AK Tierrecht DD:

http://dresden.antispe.org/
dresden@antispe.org

Demokratie

Demokratie sandraandwoo.de

Lieben Dank an sandraandwoo.de , dass wir den Strip veröffentlichen durften.

Allgemein eine Empfehlung für den Webcomic, der sich unter anderem mit Natur- und Tierschutz beschäftigt.

Infoveranstaltung zur Repression gegen Tierrechtsaktivist_innen in Österreich.

Infoverantstaltung mit Betroffenen und UnterstützerInnen der Ermittlungen wegen §278a.

Dienstag, 17. Februar 2009
21:00 Uhr (nach der Roten Hilfe-Vokü)
AZ Conni (Infoladen)
Rudolf-Leonhard-Straße 39

Am Dienstag, 17. Februar 2009 werden ein_e Aktivst_in der Antirepressionsgruppe aus Österreich über die rechtlichen Hintergründe und ein_e Betroffene_r über die persönlichen Erfahrungen mit Überwachung, Repression und Knast berichten. Die Infoveranstaltung startet um 21:00 Uhr (nach der Roten Hilfe-Vokü) im AZ Conni (Infoladen).

Nach jahrelangen intensiven Ermittlungen unter Ausschöpfung nahezu aller technisch möglichen Überwachungsmethoden wurde am 21. Mai 2008 eine Razzia gegen eine sogenannte „militante Tierschutzszene“ in Österreich durchgeführt. Es kam zu 23 Hausdurchsuchungen und 10 Verhaftungen. Die 10 Verhafteten wurden über 3 Monate in U-Haft festgehalten. Der konkrete Tatvorwurf ist der § 278a StGB (vglb. mit dem § 129a StGB in Deutschland) – Bildung einer kriminellen Vereinigung. Monatelang wurden von den Ermittlungsbehörden Telefone abgehört, Autos mit Peilsendern versehen, Hauseingänge videoüberwacht, Menschen observiert, Kontobewegungen überwacht etc. – all das auf der Basis der Konstruktion der Kriminellen Vereinigung. Zentraler Vorwurf nach diesem Paragraph, der eigentlich zur Bekämpfung „Organisierter Kriminalität“ dienen soll, ist lediglich, dass die AktivistInnen durch ihre politische Arbeit „erheblichen Einfluss auf Wirtschaft oder Politik“ nehmen wollten. Auch nach der Entlassung aus der U-Haft kam es zu weiteren Hausdurchsuchungen und Vorladungen. Die umfangreichen Ermittlungen und Überwachungsmaßnahmen dauern weiter an.

Nicht zum ersten Mal werden politische AktivistInnen kriminalisiert. Darum halten wir es für notwendig, Repression öffentlich zu thematisieren, in progressiven sozialen Bewegungen ein Bewusstsein dafür zu schaffen und auf diesem Weg mögliche Umgänge damit zu finden. Ähnlich dem Paragraphen 129a in Deutschland wurde 278a schon als Ermittlungsparagraph angewendet und der wiederholten Verwendung gegen politische AktivistInnen steht nichts im Wege.

Weitere Infos unter: www.antirep2008.tk
dresden.antispe.org
dresden@antispe.org

Berlin: Bericht der Anti-Spe-Demo am 15.11.

Dieser Bericht wurde uns von einem/r Freund_in zugesandt, vielen Dank!

Escada aus dem Pelzhandel kicken!

Am 15.11. fand als vorläufiger Höhepunkt der Anti-Pelz-Kampagne gegen den Modekonzern Escada ein antispeziesistische Großdemonstration in Berlin statt, an der sich trotz zeitgleich stattfindender Antifa-Demo in Berlin-Pankow (ca. 1000 Teilnehmer_innen) etwa 500 Menschen beteiligten.

Neben dem Motto richtete sich die Demo auch gegen Tierausbeutung im Allgemeinen und die speziesistischen Zustände in der Gesellschaft. An dieser Stelle halte ich es für wichtig, noch einmal auf den Begriff des Antispeziesismus einzugehen und einige Vorurteile auszuräumen: Es geht nicht darum, Menschen und Tiere gleich zu setzen, sondern vielmehr die Einzigartigkeit jeder Spezies des Planeten zu betonen und jeder dieser Spezies ihr Recht auf Leben, auf Unversehrtheit und auf Freiheit zuzugestehen. In diesen grundsätzlichen Rechten darf nicht zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren unterschieden werden. In unserer Gesellschaft dagegen wird der Mensch als Krone der Schöpfung oder Spitze der Evolution betrachtet und leitet daraus einen Herrschaftsanspruch über den gesamten Planeten inklusive aller seiner leidensfähigen Wesen ab, die auf brutale Weise zur Befriedigung größtenteils niedriger Bedürfnisse der Menschen in jeder erdenklichen Form gequält und ausgebeutet werden.

Zurück zur Demo: Nach der Auftaktkundgebung war die Demo eher wenig kraftvoll, eine Sambagruppe machte zwar Stimmung, aber der Rest des Demonstrationszuges war zu diesem Zeitpunkt noch relativ leise. Dies änderte sich dann mit der ersten Zwischenkundgebung vor einer Filiale von „Nordsee“ und eines Steakhauses, in der auf die Ausbeutung von Tieren aus Genussgründen hingewiesen wurde. Die Demonstration organisierte sich sogar eine eigene Gegendemo, die überspitzte Sprüche, wie „Tiere töten ist GEIL!“ und „Tradition erhalten: Krieg führen, Fleisch essen, Sklaverei“ auf Schildern mit sich führten. Sowohl für die Polizei als auch für einige Demoteilnehmer_innen war diese Gegendemo wohl zu authentisch und es kam kurzzeitig zu Rangeleien, bis per Durchsage aus dem Lautsprecherwagen die Situation geklärt wurde und ein Vertreter der sich als „Tierfeinde e.V.“ bezeichnenden Gruppierung einen satirischen Redebeitrag zur Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren halten konnte.
Der Demozug kam langsam in Schwung, wurde zunehmend lautstarker und zog mitten im Zentrum Berlins entsprechend viel Aufmerksamkeit an. Zwar schien die Demonstartion für die meisten Passant_innen eher ein Spektakel touristischer Qualität zu sein, doch es wurden auch viele Flyer verteilt und auch einige Gespräche mit interessierten Personen am Rand geführt. Die nächste Zwischenkundgebung hatte einen Beitrag einer Aktivistin aus Österreich über die staatliche Repression gegen die Tierrechtsbewegung zum zentralen Inhalt. Dabei wurde auch auf die ähnliche rechtliche Situation in Österreich und Deutschland hingewiesen- in beiden Ländern ist der Paragraph zur Bildung einer kriminellen Vereinigung ein beliebtes Mittel auf schwammiger Grundlage um kritische Menschen in der Gesellschaft einzuschüchtern und legitimen Protest zu kriminalisieren.

Nun rückte langsam das Ziel der Demonstration näher, einen untrüglichen Hinweis darauf lieferten die nun zahlreich auftauchenden behelmten Polizeitruppen. Die Demo machte lautstark auf das Hauptmotto ihres Protestes, Escada aus dem Pelzhandel zu kicken, aufmerksam. In etwa 50 Meter Abstand zur Filiale des Konzerns wurde die Abschlusskundgebung abgehalten, dazu kamen kreative Aktionen, wie die der Radikal Cheerleaders aus Leipzig und eine Kunstblutaktion im Pelzoutfit von Aktivist_innen aus Dresden. Danach wurde die Demonstration ohne größere Probleme beendet.
Insgesamt ist die Demo und ihr Verlauf positiv zu bewerten, an diesem Samstag Nachmittag konnten viele Menschen erreicht werden, es gab jede Menge positiver Reaktionen und es schlossen sich auch noch einige Menschen dem Demozug an. Die Polizei war für Berliner Verhältnisse überraschend friedlich und außer dem gewöhnlichen mackerhaften Verhalten und kleineren Provokationen durch diese verlief die Demonstration ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Nachdem durch ähnliche Kampagnen bereits viele Konzerne, wie beispielsweise Karstadt-Quelle, C&A oder Peek&Cloppenburg aus dem Pelzhandel ausgestiegen sind, hat sich mit diesem Samstag der Druck auf Escada weiter erhöht und wir werden ermutigt unseren Protest fortführen. Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Until every cage is empty! Animal liberation now!

Gastbeitrag: Europas größte Zuchtbrüterei

von der Antifa Freiberg

Europas größte Zuchtbrüterei entsteht in Hilbersdorf bei Freiberg -
Warum und Wozu?

Küken- schutzbedürftige unbeholfene kleine Lebewesen, sind Werbeträger, Symphatieträger und Hauptakteure in Kinderfilmen und -büchern.

Doch Küken in Zuchtbrütereien müssen wirtschaftlich effizient sein, sie werden zur maximalen Eierlegleistung oder zur maximalen Fleischproduktion gezüchtet. So wird aus 1.6 kg Spezialfuttermischung in 5 Wochen 1kg Fleisch, eine Quote die bei Rindern oder Schweinen noch nicht möglich ist und die dramatische Folgen für die leidensfähigen Individuen hat. So werden „unnütze“ oder „unprofitable“ Tiere lebendig zu blutigem Mus im Homogenisaor gemacht, sie werden zerhäckselt, zerquetscht oder vergast. Über 60 Mio Tiere pro Jahr.

Im Gewerbegebiet Ost an der B173, Eigentum der Behr Industry Freiberg Gmbh, lässt die Aviagen GmbH, ein Tochterunternehmen der EW Group, Europas größte Zuchtbrüterei mit einer Jahresproduktion von 42 Millionen Eintagsküken errichten. Auf einer Fläche von ca. 4,5 ha mit einer Investition von 10 Millionen Euro lässt sie hier rund 20-30 Arbeitsplätze entstehen. Die Avian GmbH ist einer der gößten Züchter und wird von einer einflussreichen deutschen Agrarholding um Erich Wesjohann geführt. Sie schaffen „optimierte“ Tiere durch den Weg von der Gensequenz über Hühnerprototypen zu Brutfabriken, Masthallen und Fließband-Schlachthöfen. Aviagen und Cobb-Vantress decken knapp drei Viertel des Weltmarktes in Zucht ab.

In die Brütereien werden Lastwagenweise befruchtete Eier geliefert.

42 Mio Küken werden dann jährlich maschinell abgefertigt produziert, computergesteuert automatisch ausgebrütet, aussortiert, verladen und verschickt. Sie werden als Elterntiere für zukünftige Masttiere zur Broilergewinnung degradiert.

Die Individuen werden geboren um industriell ausgebeutet zu werden, Sie erfahren weder Zuwendung noch soziale Nähe, Wärme oder Mutter-Kind-Beziehungen. Sie sind zu Waren degradiert und auf den Wert des Endproduktes reduziert.

Die Küken sind von Anfang an einer Umwelt ausgesetzt die ohne irgendeinen Ansatz artgerechter Lebensbedingung ist.

Sie erwachen in der maschinell gesteuerten Brutmaschine zum Leben , endlose Mengen gelber Flaumbällchen. Eier aus denen bis zum 21. Tag kein Küken geschlüpft ist, werden im Muser zerschreddert, teilweise haben die Küken es nur nicht aus der Schale geschafft und leben in dem noch geschlossenem Ei. Der eigentliche natürliche Schlüpfvorgang ist nicht gewährleistet, dh. die große Anstrengung des Schlüpfens (aufpicken und abheben der Schale) tragen die Küken allein und können nicht, wie im natürlichen Vorgang, auf die Schlupfhilfe der Mutter vertrauen.

Sie werden sortiert, geimpft und verladen.

Dabei ist der Stress für die Tiere nicht zu begreifen, auf Förderbändern werden sie transportiert, Hände greifen nach ihnen und werfen sie, je nach Zweck, in den Abfalleimer oder in eine Transportkiste. Dabei werden oft die männlichen Tiere sofort selektiert und getötet, weil sie nicht so viel Fleisch produzieren. Mitarbeiter können bis zu 4000 Küken pro Stunde aussortieren. Die aussortierten männlichen Küken werden per vergasen oder in der Schreddermaschine (Homogenisator) getötet, die aussortierten Hennen fallen von dem Förderband in einen Trichter, indem sich ein rotierendes Schlagwerk befindet, das die Tiere zerquetscht. Das Piepsen der Küken in dieser Situation wird von Verhaltensforschern „Verlassenheitsweinen“ genannt und ist Ausdruck „größter Angst“ und „seelischer Not“. Palettenweise werden die „guten Hennen u Hähne“ weltweit verschickt. Nach Angaben der Lufthansa gehören Küken zu den 50 am meisten per Luftfracht verschickten Exportgüter überhaupt. Die Küken werden an spezielle Vermehrungsfimen geschickt, in denen die Tiere in Brutschränken ein paar Generationen weiter vermehrt werden, erst die letzten Nachkommen werden an Mäster (z.B. in die Vereinigten Arabischen Emirate) weietgereicht, dort werden sie gemäßtet, geschlachtet und zerstückelt.

Die Zucht

Die Elterntiere heutiger Mast- und Legehennen werden in streger Inzucht gehalten. Sie leben in Einzelkäfigen und werden hinsichtlich ihrer Leistungen geprüft. Geeignete Tiere werden aussortiert und zur weiteren Zucht genutzt, der Rest wird getötet. Nach der fünften Generation entsteht so das „Endprodukt Turbohuhn“.

Eltern zweier solcher Inzuchtlinien (A,B) werden gekreuzt, die daraus entstehenden Tiere bis zur Geschlechtsreife gehalten und mit Hähnen der C und D Inzuchtlinie gepaart, diese (ABCD)Tiere gelangen dann in Aufzucht-und Legeställe.

Der Wert eines Huhns ergibt sich für die Züchter aus dem Wert des Eintagskükens(EK), dem Wert der verkaufsfertigen Junghenne(JH) und der Anzahl der vergangenen Aufzuchtstage bis zur Tötung(dn). Also: EK+((JH-EK):dmax xdn=“Gemeiner Wert“. Dies zeigt die tatsächliche Wertlosigkeit des Lebens und den reinen Wert der zu erbringenden Leistung der Tiere durch die Züchter.

Die „Erich Wesjohann Gruppe“ ist Eigentümer von einigen der bedeutensden Hennenzuchtunternehmen auf dem Weltmarkt:

- Lohman Tierzucht AG(Cuxhaven)

- Hy-Line(Des Moines, USA)

- H&N (Redmond,USA)

- Aviagen (Hauptsitz Huntsville, Alabama, USA, sowie Newbrige bei Edinburgh, Großbritannien)

Haltung

All diese suggerieren dem Verbraucher und der Öffentlichkeit das es sich um innovative Formen der Züchtung und artgerechte Haltung handle. Verschwiegen wird das den Hühnern jede natürliche Lebensweise abgesprochen wird und sie zu Hochleistungsproduzenten werden. Zur Ware und zum Verkaufsartikel, auch das zahlreiche Hühner aufgrund der Haltung und der Krankheiten sterben und die geforderte Mastzeit von wenigen Wochen nicht überleben.

Lebenslange Isolation und Transporte durch halb Europa.

Hühnern in Legebatterien stehen 550 Quadratzentimeter Platz zu. Bei der Bodenhaltung müssen bis zu 26 Hühner auf einem Quadratmeter leben, das ist für das einzelne Huhn weniger als das was dem Huhn in der Legebatterie zusteht. Dabei leben diese Tiere in meist fensterlosen Hallen unter Kunstlicht und ohne Gras unter den Füßen bis zu fünf Wochen auf ihren eigenen Ausscheidungen und unter dem ständigen Zwang zu fressen, bis sie getötet werden. Eine Verlustrate von 5% ist bereits einkalkuliert. Sie sterben unter den Füßen der anderen an Verhungern oder Verdursten, weil sie zu schwach sind.

Durch einseitige Zucht zum Hochleistungsmasthuhn wird das Sättigungszentrum im Gehirn der Hühner ausgeschaltet. So essen diese Hühner bis sie, aufgrund das ihre Füße ihr Gewicht nicht mehr tragen können, umfallen. Rund 3 Mio Tiere sterben bei der Mast vor der Schlachtung.

Häufige Verhaltensstörungen sind stereotypes Picken, Übertrinken, Federpicken sowie Kannibalismus. Außerdem Zuchtbedingte Beinschäden, Fersengelenkerkrankungen, Verkrüppelung bis zur Unfähigkeit sich aufgrund des Gewichtes zu bewegen. Auch Kreislaufversagen, Lungenentzündungen, plötzlicher Herztod, Nierenblutung, hochgradige Verkalkung der Adern, hoher Blutdruck, Leberverfettung und Entzündungen des Brustmuskels, Infektionskrankheiten wie Husten, Nasenausfluss und Bindehautentzündung sind die Folgen einer solchen Mast. Im Sommer sterben die Hühner an Überhitzung.

Um den Verhaltensstörungen „entgegenzuwirken“ werden den Vögeln die Schnäbel vorn mit einer glühenden scheibe gekürzt. Das führt zu anhaltenden Phantomschmerzen und bewirkt, dass die Hühner sich nie natürlich putzen oder normal picken können. Den Hühner werden hohe Dosen an Vitaminen verabreicht um Krankheiten vorzubeugen, das führt dazu, dass die Hühner aggressiv werden und sich gegenseitig verstümmeln.

Schlachtung

Viele Stunden vor der Schlachtung bekommen die Tiere keine Nahrung mehr und leiden Hunger, so soll vermieden werden das sich die dann im Darm befindende Nahrung nicht mit dem Fleisch vermischt, außerdem kann dieses Futter nicht in Fleisch umgewandelt werden und wäre somit, nach Ansicht der Unternehmen „Verschwendung“. Die Tiere werden per „Greiferkolonnen“ oder „Geflügelerntemaschinen“eingesammelt (wobei sie sich schwer Verletzten können) und in Transportkisten gepfercht, ohne Wasser oder Nahrung. Sie werden zum Schlachthof transportiert, wobei sich die Tiere alle knochen brechen können oder durch Artgenossen erdrückt werden oder wo sie aus Angst sterben. Die Überlebenden Tiere werden in der Schlachterei aus ihren Transportkisten gerissen und mit dem Kopf nach unten an die Förderkette gehängt, dann durchlaufen sie ein Elektrobetäubungsbad, rotierende Messer, das Brühbad und die Entfederungsanlage. Ein Drittel bis zwei Drittel der Hühner sind bei der Tötung nicht oder nicht vollständig betäubt. Bei der Tötung wird ihnen die Hauptschlagader durchtrennt und die Tiere bluten aus, in Rinnen läuft das Blut weg. Finisher, Kröpfebohrer, Halshautschneider, Hälsekneifer, Innen- und Außenwäscher und Lungensauger zerteilen den Körper automatisch. Alles was sich in Mitteleuropa nicht verwenden lässt (teilw.Knochen, Füsse Schenkel) wird nach Osteuropa, zb. in die Ukraine und Bulgarien oder auch Russland und China, als „Schlachtabfall“ verkauft. Das Fleisch wird an alle Fleischhändler geliefert (Fast-Food Ketten, Einkaufsketten, Fleischereiketten usw.).

In Hilbersdorf bei Freiberg wird mit dem Bau der Zuchtbrüterei der Weg geebnet für weitere Ungerechtigkeiten die vom Menschen am Tier verübt werden. So werden weitere Küken massenhaft sterben oder ein qualvolles Leben haben.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Baus war Mitte der Jahres 2007 und bis zum Erscheinungstermin eines Artikels Dezember 2007 nahm keine öffentliche Tierschutzorganisation Stellung dazu, auch keine Kleinbauernverbände oder Naturschutzgruppen. Die Aviagen GmbH machte Mitte der Jahres 2007 ein Power-Point Vortrag um sich ein sauberes Image zu verleihen.

Pressearbeit wurde sorgfältig vermieden. Die AviaGen GmbH zeigt seit jüngsten Entwicklungen Interesse an der öffentlichkeitsarbeit verschiedener Tierrechtsgruppen die versuchen über das Leiden der Tiere zu berichten. Nach Ansicht der Zeitung „Tierbefreiung“ befürchtet die Firma ein Imageverlust und nutzt juristische Mittel um den Gruppen entgegenzuwirken.

Quellen: Freie Presse, Freiberger Blick, Wikipedia, Tierbefreiung #58

Dresden: Den Schreien der Tiere Gehör verschaffen!

13.09. – Demonstration & Solikonzert

Gestern (13.09.08) trafen sich ca. 100 Menschen zu einer Kundgebung und Demonstration gegen Mord und Folter an nichtmenschlichen Individuen.

Los ging es gegen 11 Uhr mit einer Kundgebung, Infoständen, veganem Essen und mehreren Redebeiträgen am Dr.-Külz-Ring. Die eigentliche Demonstration musste wegen des Dynamospiels verschoben werden. Viele Passant_innen ließen sich informieren, lauschten den Redebeiträgen und holten sich Info-Material. Außerdem wurde das Häuten eines Pelztieres in einer Straßentheater-Aktion dargestellt.

Mit einigen Stunden Verspätung zog dann die Demonstration am Zwinger vorbei zum Escada-Laden in der nähe der Frauenkirche (Töpferstraße 2). Dort wurde eine Kundgebung abgehalten, da Escade nach mehreren großflächigen Aktionen immernoch am Pelzhandel festhält. Der Eingang wurde versperrt und hundert Leute machten energisch deutlich was sie von Escadas Verkaufsstrategie halten. Selbst die in Trachten gekleideten Schausteller_innen, die an diesem Tag mit einem Dauer-Verkaufslächeln durch die ganze Altstadt liefen, blieben betroffen stehen und lauschten den Redebeiträgen. Nach dem sich alle Demonstrant_innen für einige Minuten hinlegten um das Sterben von Millionen ermordeten Tieren pro Jahr zu symbolisieren zog die Demonstration in Richtung Neumarkt.

Weiter ging es bis zum Sitz der GSK in Dresden (Zirkusstraße 40). „GlaxoSmithKline“ ist ein Arznei-Forschungsunternehmen welches mit Tierversuchen arbeitet. Auch hier wurden mehrere Redebeiträge gehalten. Schließlich ging es über die Prager Straße zurück zum Startpunkt. 18 Uhr, also 7 Stunden nach Beginn wurde diese sehr erfolgreiche und öffentlichkeitswirksame Demonstration aufgelöst.

Am Abend gab es noch ein Solikonzert im AZ Conni für die 10 Tierbefreier_innen aus Österreich die unter Verweis auf den Anti-Terror-Paragraphen 278a über Monate gefangen gehalten wurden*.


Quelle: http://dresden.antispe.org/texte/140908_dresden.htm

14.09. – Kundgebung gegen die 46. Tagung der „Gesellschaft für Versuchstierkunde“

Heute kamen wieder 60 Menschen vor der TU-Dresden zusammen um gegen die Tagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde zu protestieren.

Leider war um den Tagungsort herum kaum Öffentlichkeit und so blieb es bei lauten Sprechchören um den „Mördern im Zeichen der Wissenschaft“ ein wenig den Tag zu versauen. Trotz Kälte und wenig Abwechslung wurde 4 Stunden demonstriert.

Beide Demonstrationen wurden durch viele Schilder und gute Transparente vermittelt. Wenn mensch bedenkt das es sich hierbei um die ersten öffentlichen Tierrechtsaktionen seit langem handelt und ein Großteil der Szene in Altenburg gegen die Faschist_innen ankämpfte war dies ein guter Start der auf weitere Aktionen hoffen lässt.

Nieder mit jeder Herrschaft – gegen Mord und Folter, egal an wem!

Indy-Artikel zu den ehemals gefangenen Tierbefreier_innen: http://de.indymedia.org/2008/08/224320.shtml
Artikel der Dresdner AntiSpe-Gruppe: http://dresden.antispe.org/texte/140908_dresden.htm