Archiv der Kategorie 'Umweltschutz'

Was ist Anarchia Dresden?

Aus gegebenem Anlass gibt es an dieser Stelle die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Perspektiven für dieses Blog auszutauschen.
Die Frage nach dem Sinn und Unsinn des Anarchia Kollektivs, steht ja schon seit längerer Zeit relativ unausgesprochen im Raum. Um auch die aktuelle weltpolitische Situation miteinzubeziehen, möchte ich mich hiermit noch einmal klar gegen Atomkraft und für aktives Eingreifen der Weltgemeinschaft aussprechen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit.

[edit: 04.04.11
…die kommentarfunktion ist bewusst deaktiviert! welches arschloch mit adminrechten hier auch immer wieder die kommentarfunktion freigibt, dem_der sei nur so viel gesagt: ich lösche alle weiteren komments!]

Solidarität mit Betroffenen in Japan!

Quelle: Fau.org

In Japan zeichnet sich nach einem Erdbeben der Stärke neun und einem z.T. über zehn Meter hohen Tsunami eine zusätzliche nukleare Katastrophe ab. Die FAU-IAA hat sich deshalb entschlossen mit dem „Freeters Relief Fund“ einen Hilfsfond einzuricheten. Einerseits sollen damit die GenossInnen in Japan finanziell unterstützt werden, andererseits wird es ggf. nötig sein anstelle von Bargeld Hilfpackete mit haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten usw nach Japan zu schicken. Zu guter letzt sollen die Mittel im Falle eines Falles auch helfen Japan ggf. zu verlassen… – Überweist bitte auf folgendes Konto:

Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU)
Postbank Hamburg
BLZ: 200 100 20
Konto: 961 522 01
Verwendungszweck: „Freeters Relief Fund“ oder „Freeters Fund“ (mehr…)

Eingesendet: FuckUshima! – Der Wind hat sich gedreht.

Quelle: Libertäre Presseagentur (LPA)

Es ist wieder passiert – und es wird wieder passieren!

Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut, so hat man uns jahrzehntelang erzählt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt, mittlerweile fast 40 Jahre lang, daß atomare Energieerzeugung letztendlich keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und für hunderttausende Jahre lebensgefährlichen Giftmüll produziert. Kaum 5.000 Jahre reicht das Gedächtnis der Menschheit zurück… manchmal nicht einmal fünf.

Nun hat ein einziges schweres Erdbeben dazu geführt, daß gleich mehrere der sechs japanischen Atommeiler in Fukushima1, einem der größten AKWs der Welt, sich im Stadium eines unkontrollierbaren GAU, dem Größten Anzunehmenden Unfall, befinden. Zurückzuführen ist dies u.a. auch darauf, dass versäumt wurde, in die Druckbehälter Notventile einzubauen. Mindestens zwei Druckbehälter sind schon undicht. Mit ein paar lächerlichen Löschspritzen -echter Hightech im Lande der Roboter!- versucht man nun der verfahrenen Lage Herr zu werden und ein paar arme Feuerwehrleute werden verheizt. In Fukushima lagert genügend Brennmaterial um damit 15 Atomkraftwerke zu bestücken. Eine final unkontrollierbare Kernschmelze steht kurz bevor oder hat wahrscheinlich schon begonnen. Es ist schon wirklich bizarr, dass einem AKW, das dirket am Wasser gelegen ist, das Kühlwasser fehlt… und daß mensch es offenbar nicht schafft, welches in relevanten Mengen hinzupumpen. Hätte nicht innerhalb einer Woche ein provisorisches Rohrsystem zum nahen Meerwasser gelegt werden können, um es einzuspeisen? Das ganze „Krisenmanagement“ sieht ziemlich dilettantisch aus. Nach der weltweit gültigen Katastrophenstaffel INES wurde Fukushima1 inzwischen von unabhängigen Instituten auf INES_6 hochgestuft, das ist die zweithöchste Kategorie. Ein „Sarkophag“ ist im Gespräch. (mehr…)

Eingesendet: TV Tipp – Kaufen für die Müllhalde

Gesendet von: Libertäre Presse Agentur (LPA)

Anmerkung w.m.: Von Sätzen wie „…würde vermutlich derselbe Kreis von Verantwortlichen zum Vorschein kommen, der auch die heutige Konsumgesellschaft inszeniert hat.“ möchte ich mich distanzieren, wurde die Konsumgesellschaft doch nicht von einem kleinen Kreise mächtiger geschaffen sondern wuchs mit durch die Handlungen und Kooperation der meisten Beteiligten. Eine kleine Gruppe derer verantwortlich zu machen, die an hohen Positionen im System stehen, leugnet die Passivität und aktive Mitschuld der gesellschaftlichen Basis.

Ein früher Verschleiß ist bei zahlreichen Produkten durch Sollbruchstellen vorprogrammiert. Sei es eine Autokarosserie, die schnell rostet, oder seien es Glühbirnen, Computer oder Handys. Die Kunden sollen ein defektes Gerät nicht reparieren lassen. Sie sollen das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Eine Abhilfe liegt häufig wie bei Autokarosserien offen auf der Hand. Autokarosserien müssen nur wie die Spülen unserer Küchen aus Edelstahl gefertigt werden. Denn Spülen rosten nicht. Doch die verkürzte Lebensdauer ist beabsichtigt. Wirtschaftsfachleute nennen sie „geplante Obsoleszenz“. Die Film von Cosima Dannoritzer „Kaufen für die Müllhalde“ geht diesen Vorgängen nach und wirft einen Blick auf die Folgen der modernen Wegwerfgesellschaft. (mehr…)

Kopenhagener Gericht erklärt Massenverhaftungen während COP15 für illegal

Pressemitteilung des Climate Collective vom 16. Dezember 2010

Das Kopenhagener Stadtgericht entschied heute, dass die gesamten Massenverhaftungen während des Kopenhagener Klimagipfels 2009 illegal waren und die Polizei 9000 dänische Kronen Schadensersatz an die Protestierenden zahlen muss, die bislang Beschwerde eingereicht haben. Das Urteil erklärt alle präventiven Festnahmen vom 11. bis zum 16. Dezember 2009 für illegal. Das Handeln der Polizei im Rahmen der COP15 wird damit vom Gericht nicht akzeptiert. (mehr…)

Bahnhofsvolk in Stuttgart

Die Stuttgarter Volksfestwochen locken die einen ins Bierzelt auf den Cannstatter Wasen, die anderen in den Schlossgarten zur Demonstration gegen das Bahnhofsprojekt »Stuttgart 21«.

Während die Veranstalter des Vergnügungsfests steigende »ausländische Besucherzahlen« verbuchen können, ist der Protest im Park auffallend deutsch. »Wir sind das Volk!« Die Parole ist keine ironische Distanzierung von den Einheitsfeierlichkeiten. Der Bezug auf die »friedliche Revolution« ist bierernst gemeint.

[ jungle world, Die Bahnhofsvorsteher ]

Ich wüsste nicht, warum mich die volksfestlichen Proteste gegen das Bahnprojekt in Stuttgart interessieren sollten, aber selbst hier in Dresden ist es immer öfter Gesprächsthema. Sogar eine spontane Soli-Demo gab es schon, nachdem die Polizei den friedlichen Bürger_innen in Stuttagrt einmal demonstrieren durfte, was sie so alles drauf hat mit Wasserwerfer und Gummiknüppel. An sich nichts neues- der Mob aus deutschnationalen, grünen und linken Umwelt- und Heimatschützer_innen zeigte sich allerdings schockiert über den plötzlichen Realitätseinbruch.
Aber die Frage, warum mich dieses Bahnhofs Großprojekt jetzt mehr interessieren sollte, als irgendeine neue Autobahnbaustelle auf der A4 ist mir noch immer unklar. Der Eindruck jedoch, der von den ominösen Demonstrant_innen gewonnen wird, welche Nationalhymne singend ein paar Baume beschützen wollen ist mehr als ekelerregend.

Zwar eher auf den Castor bezogen, aber thematisch treffend, formulieren es Egotronic:

1. Ganztagswanderung des AK Freizeit

An diesem Sonntag (den 14.03.) findet die erste Wanderung des AK Freizeit (Libertäres Netzwerk Dresden) unter dem Titel „Mal wieder raus an die frische Luft!“ statt. Treffen ist auch bei schlechtem Wetter. Hier die Beschreibung:

Unsere Wanderung durchstreift den weniger erschlossenen Teil der vorderen Sächsischen Schweiz. Über die idyllischen Flussauen im Basaltdurchbruch zieht sie sich über einige der schönsten Aussichten des Elbsandsteingebirges bis in die düsteren Felstäler um Hohnstein. Die reine Wanderung kann ergänzt werden durch die Besichtigung 3 ehemaliger Burgen, mit kleiner Führung und der Erzählung der damit verbundenen Spukgeschichten. Die Länge der Wanderung ist je nach Kondition der Teilnehmenden spontan variabel und lässt sich mit Kneipenbesuchen verbinden.

Treffpunkt: 9 Uhr (pünktlich!) am Neustädter Bahnhof, Dresden

Mitbringen: Essen und Trinken für den Tag, Fahrtgeld, gutes Schuhwerk usw., gute Laune und den Fotoapparat (lohnt sich).

Fragen, Sorgen, Ideen usw. an anarchiadd@riseup.net

akfreizeit.blogsport.de

[Belgien] Lappersfort-Räumung

Die mittlerweile zweite Besetzung des Waldes „Lappersfort“ im belgischen Brügge wurde gestern geräumt. Der „illegale“ Wald, der sich aus Wildwuchs auf einem ehemaligen Waffenfabrikgelände entstanden ist, wurde bereits zweimal besetzt, um die Fällung dieses Waldes zu verhindern. Der Eigentümer des Grundstücks, das auf Karten nicht als Wald, sondern als Brachfläche verzeichnet ist, ist Fabricom/Suez, ein Großkonzern, der das Areal roden und als Industriegelände neu besiedeln will.

Trotz vielfältiger Anstrengungen von Anwohner_innen und Aktivist_innen in den letzten Jahren steht dieses Unternehmen nun anscheinend kurz vor der Durchführung.
Gestern, am 3.3.2010 begann die zweite Räumung des Geländes. Die wahrscheinlich 20 anwesenden Aktivist_innen, die sich zum Räumungsbeginn zum Teil in den vielen errichteten Baumhäusern oder im „Fort“, einem ursprünglich nur aus einem Baucontainer bestehenden, über die Jahre zu einem kompletten, zum Teil untertunnelten Gebäude herangewachsen ist, würden Stück für Stück von der Polizei, unter anderem mit Spezialkommandos, aus dem Wald getrieben. Nach letzten Informationen von der Homepage hat als Letzte_r ein_e Besetzer_in unter dem Fort in einem Lock-On ausgehalten. Ein_e andere_r Aktivist_in wurde auf Grund des nicht-legalen Aufhaltens in der EU direkt in Verwahrung genommen und ihm_ihr droht nun die Abschiebung.

Somit steht wieder einmal ein Stück Natur, dass sinnigerweise für ein Industriegebiet weichen soll, wobei in Belgien über die Hälfte der Industrieflächen brach liegen, nach fast 10 Jahren Verteidigung kurz vor der Zerstörung.

Solidarität mit den Besetzer_innen!
Fuck Fabricom/Suez.
Lappersfort blijft!

Demokratie

Demokratie sandraandwoo.de

Lieben Dank an sandraandwoo.de , dass wir den Strip veröffentlichen durften.

Allgemein eine Empfehlung für den Webcomic, der sich unter anderem mit Natur- und Tierschutz beschäftigt.

Prießnitzgrund: Neue LKW-Straße?

Das in Dresden nicht nur auf das Interesse größerer Bevölkerungsschichten, sondern auch gerne mal auf den Umweltschutz, geschissen wird mag den meisten bekannt sein. Doch das Projekt, das die Stadt seit den letzten Monaten im Prießnitzgrund durchführt, zeugt wieder einmal von besonderer Dreistigkeit.

Was ist passiert?

Vor einiger Zeit begannen im Prießnitzgrund Arbeiten an zwei defekten Schmutzwasserleitungen. Neben diesen, auch aus ökologischer Sicht, durchaus nötigen Reparaturen soll nun jedoch auch der Weg an der Prießnitz für LKWs mit einem Gewicht von bis zu 10 Tonnen befahrbar gemacht werden.

Um die gewünschte Straße zu bauen müssten nicht wenige Bäume weichen, andere würden maßgeblich beschädigt. Der Waldweg würde einer weniger idyllischen, 3,50 Meter breiten Schotterstraße Platz machen und die Flora & Fauna würden durch Lärm und Abgase beeinträchtigt. Klingt alles in allem also nach einer blöden Idee.

Und nun?

Auch die Neustädter Grünen sind von den Bauplänen nicht sehr begeistert und schöpfen nun die bürokratischen Möglichkeiten aus. Wer Dresden kennt und sich darauf nicht verlassen will dem sei empfohlen sich zu informieren und diese Informationen weiter zu tragen.

Und wenn der Bau dann weiter geht – nicht vergessen:
direct action get satisfaction!

Quelle:

Die Grünen in der Neustadt